Arbeitszeugnis aus der Schweiz - eure Einschätzung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Maria123b

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Oktober 2019
Beiträge
3
Bewertungen
0
Liebe Community,

gerne möchte ich euch nach eurer Einschätzung zu dem folgendem Arbeitszeugnis fragen. Das Zeugnis wurde in der Schweiz geschrieben, nach einem Jahr als Assistenzarzt im Krankenhaus. Was würdet ihr darüber denken, wenn man sich mit dem Zeugnis in Deutschland in einer Klinik bewerben würde?

Freue mich auf ein Feedback von euch.

Herzliche Grüße
Maria

————————

1. Persönliche Angaben
2. Tätigkeitsbeschreibung (Facharzt Radiologie 1. Jahr)

Herr --- verfügte über das nötige Fachwissen sowie eine angemessene Beobachtungsgabe verbunden mit praktischer Erfahrung.
Er setzte seine Kenntnisse im Sinne eines ganzheitlichen Betreuungsverständnisses um.
Im Umgang mit Patienten war er korrekt und begegnete Ihnen mit Respekt.
Die Berichte und Entscheide waren zweckmäßig formuliert und nachvollziehbar.

Es gelang ihm, die Handlungen auf die Interessen der Organisation auszurichten und die Vorgaben einer professionellen Berufsausübung zu beachten.
Herr --- engagierte sich für die Patienten und achtete auf deren Wohlergehen.
Der Arbeitsaufwand und die Arbeitsergebnisse waren weitgehend aufeinander abgestimmt und die Vorgaben wurden meistens eingehalten.
Er besass ein stufengerechtes Verständnis für interdisziplinäre und wirtschaftliche Zusammenhänge.

Im Umgang mit den Patienten war Herr --- höflich und respektvoll. Er informierte zeitgerecht und angemessen und berücksichtigte dabei die Interessen der Beteiligte. Er war teamfähig, vertrag eigene Ideen und nahm an Fachdiskussionen teil.
Er war freundlich und hilfsbereit und daher bei Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeitenden, Patienten und Angehörigen anerkannt.

Herr --- verlässt unser Unternehmen nach Ablauf des befristeten Arbeitsverhältnisses. Wir danken ihm für seine Mitarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.
 

Porks

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2008
Beiträge
560
Bewertungen
285
hi
Bitte sag welcher Arzt das ist denn von dem würde ich Abstand nehmen der kann ja gerade so das Nötigste und kümmert sich um alles nur nicht um die fachgerechte Behandlung. Aber Reden kann er, aber das war es da auch schon. So sehe ich das, aber ich bin kein Personaler für Ärzte.
Aber ich würde den nicht mal Einladen, wenn wir einen Hausmeister suchen würden .
 

Maria123b

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Oktober 2019
Beiträge
3
Bewertungen
0
Hi, warum muss man denn gleich so beleidigend werden. Schon einmal daran gedacht, dass es gerade das Problem ist, dass die Personalleitung extra mega schlechte Zeugnisse formuliert. Wie bereits erwähnt handelt es sich hierbei um eine Person im ersten Vertragsverhältnis - folglich bedeutet dies, dass dies noch kein Arzt ist.
 

avrschmitz

Elo-User*in
Mitglied seit
25 Juli 2019
Beiträge
347
Bewertungen
527
Ich finde dieses Zeugnis merkwürdig.

Warum steht da mehrfach zu Patienten war er höflich und respektvoll? Einmal hätte gereicht.

"Er war freundlich und hilfsbereit und daher bei Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeitenden, Patienten und Angehörigen anerkannt."
Das klingt für mich so:"besonders beliebt war er nicht."

"Der Arbeitsaufwand und die Arbeitsergebnisse waren weitgehend aufeinander abgestimmt und die Vorgaben wurden meistens eingehalten. "
Auch äußerst merkwürdig formuliert. "Weitgehend aufeinander abgestimmt" --> "hätte besser sein können"
"wurden meistens eingehalten" --> "aber oft nicht eingehalten"

Dieses Zeugnis würde ich unbedingt einem Fachanwalt für Arbeitsrecht vorlegen. Da sind für mich noch einige Stellen merkwürdig formuliert.
 

Maria123b

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Oktober 2019
Beiträge
3
Bewertungen
0
Vielen Dank für das Feedback

Ich finde dieses Zeugnis merkwürdig.

Warum steht da mehrfach zu Patienten war er höflich und respektvoll? Einmal hätte gereicht.

"Er war freundlich und hilfsbereit und daher bei Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeitenden, Patienten und Angehörigen anerkannt."
Das klingt für mich so:"besonders beliebt war er nicht."

"Der Arbeitsaufwand und die Arbeitsergebnisse waren weitgehend aufeinander abgestimmt und die Vorgaben wurden meistens eingehalten. "
Auch äußerst merkwürdig formuliert. "Weitgehend aufeinander abgestimmt" --> "hätte besser sein können"
"wurden meistens eingehalten" --> "aber oft nicht eingehalten"

Dieses Zeugnis würde ich unbedingt einem Fachanwalt für Arbeitsrecht vorlegen. Da sind für mich noch einige Stellen merkwürdig formuliert.
 

ZynHH

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
15.049
Bewertungen
11.673
So wie ich das sehe, war er in der behandlung der patieten besser als darauf zu achten dabei nicht zuviele Kosten zu verursachen.
Wer immer das geschrieben hat, stellt die wirtschaftlichen interessen über das der patienten.

Ich vermisse besondere fähigkeiten, besondere röntgeneinstellungen, wie seine diagnostik war.
 

IronFist

Elo-User*in
Mitglied seit
23 April 2019
Beiträge
576
Bewertungen
1.323
Das Zeugnis kommt aus der Schweiz?!

Mh, ist bekannt ob der/die Verfasser Deutsch als Muttersprache haben bzw. sich mit deutschen Arbeitszeugnissen auskennen und wissen was hier so „angesagt“ ist.

Stand hier evtl. der „google translator“ Pate bei der Zeugniserstellung?
 

avrschmitz

Elo-User*in
Mitglied seit
25 Juli 2019
Beiträge
347
Bewertungen
527
So wie ich das sehe, war er in der behandlung der patieten besser
Selbst da gefallen mir die Formulierungen nicht. Ich habe zwar schon Zeugnisse geschrieben, aber dies war im handwerklichen/technischen Bereich und nicht im medizinischen. Was mir da z. B. fehlen würde wäre, dass er einen guten Patientenkontakt hatte und sehr einfühlsam war. So ist mir das zu dürftig.
 

ZynHH

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
15.049
Bewertungen
11.673
Radiologen sind mehr die Befundschreiber mit eher weniger patientenkontakt. Aus den befunden resultiert aber weitere behandlung.

Wenn du Glück hast, erklärt dir der radiologe den befund.
 

Stauer

Elo-User*in
Mitglied seit
23 Januar 2019
Beiträge
405
Bewertungen
899
Hallo,
Was würdet ihr darüber denken, wenn man sich mit dem Zeugnis in Deutschland in einer Klinik bewerben würde?
Ich bin kein Mediziner aber ich meine, dies ist ein eher mittelmäßiges bis schlechtes Zeugnis. So sehe ich das weil da steht,
Der Arbeitsaufwand und die Arbeitsergebnisse waren weitgehend aufeinander abgestimmt und die Vorgaben wurden meistens eingehalten.
Das ist eher nachteilig formuliert und drückt mit "meistens" aus, dass hier etwas an Leistung und Erwartungen nicht immer erfüllt wurde.
Er war freundlich und hilfsbereit und daher bei Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeitenden, Patienten und Angehörigen anerkannt.
Dieser Satz könnte bedeuten, dass die froh sind den Arzt los zu sein. Das kann aber auch die Wahrheit sein.
Wir danken ihm für seine Mitarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.
Das kann bedeuten: Wer den einstellt, ist selber schuld.
Mit so einem Zeugnis, sollte die Wahl der Klinik, wo man sich in Deutschland bewerben möchte, wohl überlegt sein. Die Charite würde man damit vieleicht nicht überzeugen können.
Allerdings weiß ich nicht, wie der Zeugniscode in der Schweiz aussieht, falls es denn einen gibt. Auch ist deren Arbeitsrecht anders als bei uns. Hierzulande ist es verboten ein Zeugnis so auszustellen, das es einen Nachteil bei der Bewerbung um einen neuen Arbeitsplatz darstellen würde, obwohl die Leistung gut war. Wenn aber die Vorgaben wirklich nur meistens eingehalten wurden, dann kann man das auch so reinschreiben. Das dürfte auch in der Schweiz erlaubt sein.
So bleibt mir nun noch ihm viel Glück zu wünschen und dass er trotzdem irgendwo eine Stelle bekommt.
 
Oben Unten