Arbeitszeiterfassung über InSitu App für Leasingmitarbeiter. Hat jemand Erfahrung damit und kann mir weiterhelfen?

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Einfachicke

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Hallochen ihr Lieben,

Es ist folgendermaßen:

Ich bin zur Zeit bei einem ziemlich großen Entleiher (mehrere Standorte hier bei mir) eingesetzt. Dort hatte ich auch schon im letzten Jahr die Mehrzahl meiner Einsätze.

Bisher wurden die Arbeitszeitnachweise immer handschriftlich ausgefüllt, unterschrieben und abgestempelt.

Seit Dezember haben die wohl diese In Situ App, was mir aber nicht bekannt war, weil ich nie eine diesbezügliche Information bekommen habe. Seit 01.06.2019 ist die jetzt wohl verpflichtend. Auch diese Information habe ich erst gestern von meiner Ansprechpartnerin hier vor Ort bekommen. Die war genauso überrascht wie ich und ähnlich ... ähm ... hilflos.

In der diesbezüglichen betriebsinternen Mail steht, dass die App auf dem Handy des Leasingmitarbeiters, also sprich auf meinem installiert werden muss.
Das ist ein Problem. Ich habe weniger als null technisches Verständnis.

Daher wollte ich mal fragen, ob jemand hier damit schon Erfahrungen gesammelt hat.

Falls ich mit meinem Thema hier nicht richtig bin, entschuldige ich mich und bitte darum dieses ins richtige Forum zu verschieben.

lg Einfachicke
 

HermineL

Super-Moderation
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In der diesbezüglichen betriebsinternen Mail steht, dass die App auf dem Handy des Leasingmitarbeiters, also sprich auf meinem installiert werden muss.
Auf mein Handy kommt nur das drauf dem ich auch vertraue. Weiß ich was die da für Trojaner drin haben.
Wenn die Zeiterfassung des Arbeitgebers verpflichtend über diese App laufen muss dann muss er auch die Hardware(Smartphone) dazu zu Verfügung stellen. Ohne kann es nimmer verpflichtend sein.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Die rechtliche Beurteilung entzieht sich mir.

Ich würde aber sagen das, wenn dies dienstlich notwendig is, die ZA mir ein (für mich kostenfreies) Firmensmartfone mit dieser App zur Verfügung zu stellen.
 

Einfachicke

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Vielen Dank erst einmal für die Antworten,

Um das rechtliche geht es mir (noch) nicht so vordergründig. Vom Gefühl her würde ich auch vermuten, wenn das ganze jetzt VERPFLICHTEND notwendig ist (und so stand es in der Mail), dann muss meine Firma (ich meine die ZAF) dafür sorgen.
Jedenfalls habe ich jetzt erst einmal meinen Disponenten auf die zuständige Mitarbeiterin hier in der Entleihfirma angesetzt. Soll der sich damit rumärgern - der kriegt mehr Geld als ich (vermutlich). Ich werde nur fürs Arbeiten und nicht fürs Gestresst werden bezahlt.

Aber eigentlich geht es mir jetzt vorrangig um die technische Seite.

Das Handy, welches ich für meine "geschäftlichen" Sachen benutze, hat auch kein WhatsApp mehr. Das musste ich vor ein paar Monaten darauf löschen, weil Nachrichten nicht oder nicht pünktlich ankamen. Ich habe dann die Kommunikation mit meiner Firma wieder auf SMS umgestellt. Das funktioniert auch.

Ich habe auf jeden Fall die Zusage, dass ich auch meine normalen Arbeitszeitnachweise unterschrieben bekomme.

lg
 

eloole

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Wenn man sich mal die Bewertungen dieser App im PlayStore anschaut, scheint es doch häufiger zu Problemen und Fehlfunktionen mit der App zu kommen.
Keine wirkliche gute Bewertung dabei, eher alles Mittelmaß bis Negativ.
Würde mich da auch lieber auf die guten alten Zettel verlassen.
Oder der Entleiher gibt den Leiharbeitern eine Chipkarte für die Stempeluhr, die ja in einem größeren Betrieb meist vorhanden ist.
Erspart dem Leiharbeitern dann auch die Schreiberei und die "Rennerei" einen zur Unterschrift berechtigten MA zu finden.
 

Einfachicke

Elo-User*in
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Würde mich da auch lieber auf die guten alten Zettel verlassen.

Das würde ich ja auch gerne. Aber irgendwie kommt das jetzt so bei denen rüber, als ob es gar nicht mehr anders geht seit 01.06.2019. Wobei ich ja Anfang des Monats an einem anderen Standort der Entleihfirma auch einen Einsatz hatte und da war überhaupt nicht die Rede von so etwas.

Ich muss mich ja sowieso jeden Tag mit meinem eigenen Passwort ins firmeninterne Netzwerk einloggen. Es kann doch nicht so schwer sein, da so etwas wie eine Arbeitszeiterfassung (auch für die internen Mitarbeiter) zu installieren.

Alle diese bürokratischen Ablaufe rund ums eigentliche Arbeiten ufern immer mehr aus und machen einem das Leben schwer.

"Oder der Entleiher gibt den Leiharbeitern eine Chipkarte für die Stempeluhr, die ja in einem größeren Betrieb meist vorhanden ist.
Erspart dem Leiharbeitern dann auch die Schreiberei und die "Rennerei" einen zur Unterschrift berechtigten MA zu finden."

Dieses Problem habe ich nicht, ich arbeite im Bürobereich und habe immer einen festen Ansprechpartner vor Ort.
 
E

ExitUser

Gast
Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe mit der App
Da geht es um Tracking auf Deutsch die möchten wissen wie oft du wohin gehst und wo du gerade bist 24/24
Ich finde bei seltenen Tierarten eine feine Sache GPS sei Dank

Ich kann mir nicht vorstellen das das eine rechtliche Grundlage hat und auf deinem Handy hat das nichts zu suchen
Das ist nur sinnvoll bei Bergsteigern, Forschern im Dschungel und evtl. noch bei der Armee oder Polizei und besondere Straftäter

Es ist so das auf der Beschreibung der Seite für die Zeitarbeitsfirmen nicht klar dargelegt ist was diese App noch so alles kann
Mein Fazit ist Tracking der üblen Sorte, also von mir ein klares Nein
 

apfelkuchen

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Wenn dein Arbeitgeber möchte, dass du eine App nutzt, dann soll er dir das entsprechende Gerät dafür stellen. Privatgeräte sind kein Eigentum des Arbeitgebers auf dem er ggf. Spionageapps platzieren kann. Mit Hinweis auf Datenschutz die Installation verweigern (wer weiß, ob dein Handy überhaupt aktuell genug dafür ist?) und um ein Diensthandy bitten. Fertig.

Ansonsten ist dein Handy leider defekt und du hast nur einen alten, nicht smarten Knochen. Fertig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Einfachicke

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Wenn dein Arbeitgeber möchte, dass du eine App nutzt, dann soll er dir das entsprechende Gerät dafür stellen.

Grundsätzlich gebe ich Dir recht.

Da geht es um Tracking auf Deutsch die möchten wissen wie oft du wohin gehst und wo du gerade bist 24/24

In diesem Fall ist es ja nicht die Zeitarbeitsfirma bei der ich angestellt bin, die das verlangt, sondern der Entleihbetrieb. Also nochmal ein bisschen komplizierter.

Ich kenne von anderen Betrieben so eine elektronische Arbeitszeiterfassung. Also man loggt sich ein, ruft dann das entsprechende Programm auf, trägt sich ein und meldet sich bei Arbeitsende wieder ab.

Und was den alten Knochen von Handy betrifft, das stimmt ja wirklich bei mir. Ist zwar ein Smartphone, aber ohne Internet oder WhatsApp. Nur telefonieren und SMS.

Na gut - ich werde es einfach rankommen lassen.

Erstmal danke für eure Antworten
lg
 

apfelkuchen

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Wenn der Entleihbetrieb das verlangt, dann muss er dir halt ein entsprechendes Handy als Arbeitsmaterial stellen. Fertig.

Gegen elektronische Arbeitszeiterfassung ist ja auch nichts zu sagen. Dann muss der AG halt die entsprechenden elektronischen Geräte dafür stellen.

Gib auf jeden Fall mal bescheid, wie die Sache ausgegangen ist. Hilft auch anderen hier weiter, wenn die auch mal vor so einem Problem stehen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49533

Gast
Und darf mein Chef von mir verlangen, dass ich mein privates Smartphone auch beruflich nutzen soll?Hier gibt es ein eindeutiges Nein. Arbeitgeber sind grundsätzlich verpflichtet, alle nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, die Ihr zum Arbeiten braucht. Also darf der Chef nicht verlangen, dass private Smartphones für dienstliche Gespräche genutzt werden. Aber es gibt eine Ausnahme: Bei nicht vorhersehbaren Situationen oder betrieblichen Notfällen. dann auch mit dem privaten Handy telefoniert, könnt Ihr die anfallenden Verbindungskosten beim Chef einreichen.

quelle: Smartphone im Job – was ist eigentlich erlaubt und wo sind die Fallen?


Wenn der entleihbetrieb das so verlangt dann ist das dafür benötigte smartphone ein arbeitsmittel/gerät und hat von deinem arbeitgeber ( ZAF ) gestellt zu werden.
 

Einfachicke

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Gast
Ich kenne von anderen Betrieben so eine elektronische Arbeitszeiterfassung. Also man loggt sich ein, ruft dann das entsprechende Programm auf, trägt sich ein und meldet sich bei Arbeitsende wieder ab
Das Problem ist das diese Apps oft mehr können als gesagt wird, inklusive mithören ist da alles drin,
am Ende vom Tag könnte da schon ein gutes Hörspiel drin sein, selbst dann wenn das ausgeschlossen wird.
auch ausschalten ist nicht immer eine Option da so Apps das Gerät oft auch wieder einschalten können
Es ist also nicht nur die Frage für was ist die App gedacht, in dem Fall Zeiterfassung, sondern was macht Sie so den ganzen Tag
Also selbst mit Diensttelefon heikel.
 

Einfachicke

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@ Ronald BW

Oha - das hört sich ja wirklich nicht gut an.

Soweit habe ich noch gar nicht gedacht. Ich bin noch voll im analogen Zeitalter stecken geblieben und deshalb gehen solche Dinge an mir vorbei.
Mal schauen, was da so noch kommt. Ich werde erstmal die Schiene fahren, dass ich NICHT verpflichtet bin mein privates Handy zur Verfügung zu stellen. Dass ich noch ein viel privateres Handy habe, weiß ja keiner.
 
E

ExitUser

Gast
Missbrauch ist nur dann ziemlich ausgeschlossen wenn ich als Nutzer vollen Zugriff auf das Programm inklusive Quellcode habe
Da kommt dann nur OpenSource in Frage alles andere ist zumindest fragwürdig, das geht schon los mit Google Maps
will ich das sicher im Sinne von Datenschutz (wo bin ich) einstellen kann ich es nicht benutzen und wenn nur stark eingeschränkt
Als aktuelles Beispiel haben wir die Steuerungssoftware für Motoren Sie wurde benutzt für etwas das so nicht vorgesehen war
Es ist eine eher leichtere Übung mit so einer Handy-App ein vollständiges Profil privat wie geschäftlich des ganzen Betriebs herzustellen
Um jede Überwachung unmöglich zu machen käme also nur ein Geschäftshandy in Frage das am Arbeitsplatz bleibt und in der Schublade liegt
am besten in der Vesperdose das es nichts hören kann oder es bekommt eine Dauerbeschallung mit Radio, dann ist das einigermaßen sicher
und es wird nicht bekannt wie oft ich an den Tagen mal musste.
 
E

ExitUser

Gast
Was bei allen "Neuerungen" und speziell diese ganzen Dinge rund um Elektronische Datenverarbeitung
immer noch mal besonders gewichtet werden sollte, ob so Anwendungen (die harmlos daherkommen)
das Zeug haben um ganz diskret mein Denken und Tun zu verändern
ob praktischerweise mit einer schleichenden Erosion der Aufmerksamkeit des Anwenders gerechnet wird
Das Zauberwort hier wäre Update, das macht aus einem einfachen Tool schnell mal eine scharfe Waffe
Bei allen proprietären Anwendungen bleibt ja der tatsächliche Umfang der Möglichkeiten fast immer im Verborgenen
selbst wenn jemand alles überprüfen könnte ist das zeitlich gar nicht möglich
Was dann zwangsläufig zu einer Abgabe von weiteren Teilen der eigenen Selbstbestimmung führt auch dann wenn ich besonders achtsam unterwegs bin
 

Matt45

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Klare Meinung: Entweder total ablehnen oder man möge dir ein Diensthandy geben.

Bei manchen Firmen kann man nur noch Kopf schütteln! Mit welchen Begründungen man auf private Handys "kommt". Es ist wirklich erbärmlich so ein Verhalten eines AG.

Die App hat übrigens gerade einmal 2 von 5 Sternen(Schrott!).
Übrigens hat die App Berechtigung auf deine Fotos.
Es sei denn der TE möchte gerne überwacht werden in seiner Freizeit.

Vielleicht "hart" geschrieben, aber so kann ich TE besser warnen und schützen.
 

Einfachicke

Elo-User*in
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Übrigens hat die App Berechtigung auf deine Fotos.

Vielen Dank - damit habe ich jetzt die ultimative Argumentation dagegen.

Ich habe ab Montag wieder einen Einsatz in der Entleihfirma aber an einem anderen Standort, da habe ich dann Zugriff auf das firmeninterne Netzwerk und werde mich mal mit der zuständigen Dame in Verbindung setzen.

lg
 

Cha

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Diese Art der Zeiterfassung ist vermutlich eine Folge der aktuellen EU-Rechtsprechung:

Mit Urteil vom 14. Mai 2019 (C-55/18) hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass die Mitgliedstaaten Arbeitgeber dazu verpflichten müssen, ein System einzurichten, mit dem die tägliche Arbeitszeit der Mitarbeiter gemessen werden kann.
Die gesamte Arbeitszeit ist vollständig zu dokumentieren.
Bereits bestehende Systeme zur Zeiterfassung müssen gegebenenfalls geändert/angepasst werden.

Und es stellt sich dann immer die Frage nach den Folgen, wenn ein Arbeitnehmer die vom Betrieb vorgegebene Art der Zeiterfassung verweigert.
Was sagt also der Betriebsrat zu der Sache?

Viele Grüße

Cha
 
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