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Arbeitsverweigerung immer noch ein TABU ?!

Haben Sie schon einmal über "Arbeitsverweigerung aus Protest" nachgedacht?

  • Ja, fast regelmässig.

    Abstimmungen: 11 57,9%
  • Nein, kommt nicht in Frage.

    Abstimmungen: 0 0,0%
  • eher selten - nur thoeretisch.

    Abstimmungen: 4 21,1%
  • Noch nicht, aber ab jetzt öfter?

    Abstimmungen: 4 21,1%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    19
  • Umfrage geschlossen .
Status
Nicht offen für weitere Antworten.

EU-Councillar

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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22 Jul 2008
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#1
Hallo Zusammen...

Hiermit möchte ich einmal eine kontroverse Disskussion beginnen, bei der mich insbesondere das Thema der "absichtlichen Arbeitsverweigerung (aus Protest o.ä.)" interessiert und paralell dazu die vorherrschende Tabuisierung dieser Tatsache in unserer Gesellschaft.

Es wird wohl kaum jemanden geben, der direkt von Hartz-IV und Arbeitslosigkeit betroffen ist, welcher nicht schon insgeheim einmal darüber nachgedacht hat, sich einer Stellenzuweisung durch das AMT zu verweigern - Oder???

Sei es aus Frust, Wut oder "zivilen Ungehorsam", also aus Protest.

Doch was mich interessiert ist die Frage nach der "Aktzeptanz" dieser "Problematik" in der Gesellschaft. Darf man "offen darüber diskutieren", ob und wenn ja, wie man mit "willentlicher Arbeitsverweigerung aus Protest" umzugehen hat?

Hat schon einmal jemand "offen zugegeben" das Er/Sie eine angebotene Stelle vom AMT absichtlich "boykottiert" hat und wie hat das "Umfeld darauf" reagiert?

Was ist mit der "sozialen Gerechtigkeit"?

Ist es gerecht, wenn sich ein Hartz-IV-Empfänger einer angebotenen Arbeitsstelle verweigert? Gibt es "tolerierbare Gründe" für solch eine Entscheidung?

Ist es sozial gerecht, wenn Arbeitssuchende für "Dumping-Löhne" arbeiten sollen und was ist mit den vielen Hartz-IV-Aufstockern?

Ist es an der Zeit dieses Tabuthema in eine breitere Öffentlichkeit zu bringen - "Arbeitsverweigerung aus Protest", wie ist deine Meinung zum Thema???
 

M.aus.B

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28 Jul 2008
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#2
Wenn ich zu einem dieser unsäglichen 1 Euro Jobs verdonnert werden sollte, werde ich auch die Arbeitsleistung für einen Euro abliefern. Die meisten (eigentlich alle) dieser "Jobs" sind m.E. nicht zusätzlich, sondern dienen nur dazu, reguläre Arbeitsplätze abzuschaffen und/oder die noch "Arbeitnehmer" in diesen unter Druck zu setzen. Es gibt für ein normal entwickeltes menschliches Hirn keine zusätzliche Arbeit: Entweder es ist Bedarf für zu verrichtende Arbeit da, dann muß sie gemacht und gefälligst anständig bezahlt werden. Oder es gibt eben keine Arbeit - und das gibt es -nach allem was man aus der menschlichen Entwicklungsgeschichte wissen sollte- ebenfalls nicht.
Also nicht direkt verweigern -weil sonst Sanktion. Also gilt der Spruch: Im rechten Moment doof getan - spart Arbeit. Dumm stellen und denen das Leben schwer machen - es geht auch gerne mal was kaputt... Daneben versuchen, z.B. den Zoll einzuschalten, wenn es sich anbietet. Scheinkooperation eben. Dem Allerwertesten sei Dank, ist mir dieser Schei** bislang erspart geblieben.
 

Atlantis

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18 Jun 2005
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#3
Hallo Zusammen...

Hiermit möchte ich einmal eine kontroverse Disskussion beginnen, bei der mich insbesondere das Thema der "absichtlichen Arbeitsverweigerung (aus Protest o.ä.)" interessiert und paralell dazu die vorherrschende Tabuisierung dieser Tatsache in unserer Gesellschaft.

Es wird wohl kaum jemanden geben, der direkt von Hartz-IV und Arbeitslosigkeit betroffen ist, welcher nicht schon insgeheim einmal darüber nachgedacht hat, sich einer Stellenzuweisung durch das AMT zu verweigern - Oder???

Sei es aus Frust, Wut oder "zivilen Ungehorsam", also aus Protest.

Doch was mich interessiert ist die Frage nach der "Aktzeptanz" dieser "Problematik" in der Gesellschaft. Darf man "offen darüber diskutieren", ob und wenn ja, wie man mit "willentlicher Arbeitsverweigerung aus Protest" umzugehen hat?

Hat schon einmal jemand "offen zugegeben" das Er/Sie eine angebotene Stelle vom AMT absichtlich "boykottiert" hat und wie hat das "Umfeld darauf" reagiert?

Was ist mit der "sozialen Gerechtigkeit"?

Ist es gerecht, wenn sich ein Hartz-IV-Empfänger einer angebotenen Arbeitsstelle verweigert? Gibt es "tolerierbare Gründe" für solch eine Entscheidung?

Ist es sozial gerecht, wenn Arbeitssuchende für "Dumping-Löhne" arbeiten sollen und was ist mit den vielen Hartz-IV-Aufstockern?

Ist es an der Zeit dieses Tabuthema in eine breitere Öffentlichkeit zu bringen - "Arbeitsverweigerung aus Protest", wie ist deine Meinung zum Thema???
da die gerichte so etwas was die ämter ARGEN da anbieten nicht als arbeitsplatz definieren und kein tariflohn gezahlt wird gibt es auch keine arbeitsverweigerung.
müsste eher heißen maßnahmenverweigerung.

eher gewinnt man 6 richtige im lotto als einen vollzeit versicherungspflichtigen arbeitsplatz in deutschland zu bekommen von dem mann leben kann , alles was von den ausbeutern noch an arbeit da ist wird in zeitarbeit gepresst.
 

Pinta 12

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#4
Hallo,
ich bin auch akut von der Zuweisung einer AGH bedroht, und will das nicht machen. Bei der letzten Zuweisung habe ich mich vorgestellt, und dem netten Gesprächspartner freundlichst erklärt, was in dem Betrieb alles schief gehen und durcheinander kommen könnte, wenn ein verärgerte Zwangsarbeiter am Werk wäre. ICH würde sowas natürlich nie tun!!! Jedenfalls wollte der mich dann nicht haben. Mal sehen ob das das nächste Mal auch klappt.
Die Sache ist: ich verweigere nicht grundsätzlich - eine Gelegenheit, ein Gehalt zu beziehen, würde ich gerne annehmen.
Gruß P. 12
 
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21 Jun 2009
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#5
klaro, hatte schon Angebote von der Arge, die ich auslaufen ließ, durch sehr spätes sich melden, oder durch schimpfen auf die Exfirma, auch das gurgeln mit Korn hilft um Bewerbungsgespräche nicht zu bestehen.
Das waren Arbeitsstellen...der Lohn war ein Hohn, und der Job hatte Sklavenhalterquallitäten...und das Arschamt und die Durchfall manager verarschen dich nur.
Natürlich stehe ich zu meiner Meinung, damit würde ich gerne auch mal in eine Talkschow gehen und die feisten Politiker und aroganten Medienschwuchteln einseifen.:icon_daumen:
 
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#6
Arbeitsverweigerung in dem Sinne nicht, aber Tätigkeitsverweigerung.
Wenn dem "Chef" meine Arbeitsleistung nichts wert ist, dann bekommt er entsprechende Tätigkeit.

Bei den EEjobs ist ja das Schlimme, dass der "Chef" gar nichts zahlt, im Gegenteil, der bekommt noch was. Das kann es nicht sein, dass ich meinen Lohn noch mitbringen soll, nur damit ich arbeiten darf. Da habe ich Besseres im Sinn.

Einen EEjob habe ich abgelehnt mit den Worten: "Dort arbeite ich nicht." SB hat mich schon angeschaut. Da ich aber eine Ablehnung von genau dieser Einrichtung vorlegen konnte hatte sie wohl meine Argumentation respektiert.
 

Atlantis

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#7
Dazu helfen die Deppen in den ARGen noch mit
ein Generalangriff auf die Sozialkassen durch jene, deren Auftrag es ist, Geld zu erwirtschaften und nicht den Staat auszuplündern. Mehr und mehr entwickelt sich "die Wirtschaft" zu "den Sozialräubern",
begleitet vom Chor neidgesteuerter Sozialfaschisten die mit aller medialen Gewalt versuchen, aus den Opfern auch noch Täter zu machen.
 

gelibeh

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#8
Klar würde ich mich weigern für einen Dumpinglohn zu arbeiten.
Ansonsten. Es heißt ja "Guter Lohn für gute Arbeit" Also natürlich auch "Gute Arbeit für guten Lohn". Was ich bei schlechtem Lohn abliefern würde, ist damit wohl klar.
 

farger4711

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#9
Da ich nun seid einiger Zeit hier im Forum bin und schon genügend über die Arbeitsvorschläge der Argen gelesen habe, bin ich sehr froh, dass mir von der Arge noch nie einen Arbeitsplatz, in welcher Form auch immer, angeboten wurde. Jede meiner Beschäftigungen habe ich in Eigeninitiative gefunden. Daher mußte ich mich zum Glück noch nie mit dem Thema Arbeitsverweigerung beschäftigen. Ich beneide keinen der sich mit diesem Gedanken herumschlagen muß.
Ich habe in der Vergangenheit das eine oder andere Mal beim Amt nachgefragt, ob die nicht eine Arbeit für mich haben, aber es gab nie was. Nicht mal eine einfache Putzsstelle.
 
E

ExitUser

Gast
#10
Was soll man da sagen ...

Sicher hat jeder, der schon einmal so einen supertollen "passgenauen" Stellenvorschlag bekommen hat, sich im Geiste genüsslich ausgemalt, selbigen dem argen Gesindel mit laut vernehmlichem NEIN! in den Rachen zu stopfen.:icon_twisted:

Nur, wieviele Sanktionen kann man verkraften? Wann ist man am Ende? Es ist doch wie dunnemals bei der Heiligen Inquisition: irgendwann gesteht jeder alles resp. macht alles.

Ich habe einmal einen Stellenvorschlag abgelehnt, selbst eine Bewerbung. Ich glaubte, den sprichwörtlichen "wichtigen Grund" zu haben. Über die folgende Sanktion gibt´s heute noch Streit vor Gericht. Ich warte nun auf den Folgetermin. Der Richter hat mir in der ersten mündlichen Verhandlung schnell klargemacht, dass für ihn eigentlich keine wichtigen Gründe denkbar seien, ausser, man trüge den Kopf unterm Arm.
 

Lirana

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#11
Vor drei Monaten hatte ich ein Angebot für einen 1.28€ Job.
Der Personalchef erklärte mir meine Aufgaben. Natürlich habe ich gut zugehört und fand den Arbeitsbereich auch gut und voll zutreffend.
Also echt hätte den Job gerne gemacht.
Mein Fehler war nur die Frage: Sagen Sie, ist Ihnen beim Gehalt nicht das Komma verrutscht?
Das sollte doch wohl 12,80€ heißen und nicht 1,28€?
Habe nie wieder von denen was gehört.

LG
 

sickness

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#12
nunja, die kunst dabei ist, zu verweigern ohne sanktioniert zu werden. bis dato ist mir das immer recht erfolgreich gelungen. meine arbeit such ich mir lieber selber, bevor ich noch ein einziges mal auf die stellenangebote der arge herein falle.
2 mal hab ich ein stellenangebot von denen angenommen. mit in beiden fällen dem selben erfolg. ich durfte meine kohle einklagen. seit dem verzichte ich darauf von den deppen vermittelt zu werden.
und mittlerweile haben sie es auch geschluckt...
 

Ausgenutzt

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#13
Ich denke an Arbeitverweigerung wenn ich von der ARGE wieder mal so eine Tolle Zeitsklaven Bude als Vorschlag bekomme dies mal hatte ich Pech und gleich 6 Solche Firmen bekommen.
Das Schreit ja schon nach Verarsche.
 
E

ExitUser

Gast
#14
nunja, die kunst dabei ist, zu verweigern ohne sanktioniert zu werden.
Schon, man lernt ja mit der Zeit kein festes Ziel zu bieten. :wink:

Aber ich hab die Ursprungsfrage so verstanden, dass Fundamentalopposition gemeint war. Also klar NEIN zu sagen und dazu ungeachtet der Folgen zu stehen. Und da meine ich eben, dass das schwer möglich ist, wenn man nicht gerade den Märtyrertod sterben möchte.
 

ThisIsTheEnd

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#15
Also ich verstehe das so, dass "Arbeitsverweigerung" bei den Ein-Euro-Jobs erste Bürgerpflicht sein muss. Bei Zeitarbeit kann man das m. M. nach nicht pauschal sagen, kommt drauf an. Aber Zeitarbeit ist i. d. R. natürlich immer schlecher als eine normale Anstellung.
 
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#16
Zeitarbeit, 1-Euro-Job und ähnliche Zustände haben nichts mehr mit arbeiten im herkömmlichen Sinne zu tun, sondern das ist eindeutig pure Ausbeutung auf Kosten der Würde des Einzelnen. Arbeiten soll den Lebensunterhalt sichern und davon kann ja wohl bei den allermeisten Jobs keine Rede mehr sein. Die Zeitarbeitsfirmen sind nichts anderes als parasitäre Blutsauger die sich an der Armut der anderen fett fressen. Da ist es meiner Meinung nach keine Frage mehr ob man verweigern darf. Wir alle sollten es tun und zwar jetzt. Ich tue es, weil es einfach nicht mehr menschenwürdig ist, was da abläuft. Hunger ist auch nicht schlimmer als ständig seine Seele und seine Würde in den Schmutz treten zu lassen. Ich hab es satt und ehrlich gesagt wundert es mich, daß es nicht noch mehr satt haben. Das ist doch kein Leben mehr, das ist ein ständiges Angst-haben vor Sanktionen, ein ewiges Rumdrehen von jedem Cent bevor man ihn ausgibt, man wird krank und in der Seele kaputt und hat weder eine Chance, noch eine Hoffnung geschweige denn eine Zukunft.
Wir sind immer noch das Volk und nicht die paar Politiker die der Wirtschaft hinten rein kriechen. Also erinnern wir uns daß Einigkeit Stärke ist und zeigen wir denen endlich, wo es lang geht.
Jeder sollte verweigern, damit es hier wieder Menschenwürde gibt!!!
 

Retard

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#17
Logo, gegen Ausbeutung!

Bin dabei!

Wer oder was ist eigentlich Babylon? bezieht isch doch auf n Bibelgeschichte oder?
 
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#18
Babylon ist die große Hure aus der Bibel. Unser System inklusive der Politker ist auch eine Hure die sich willig von der Wirtschaft bezahlen und aushalten lässt auf Kosten des Volkes, das von dem erarbeiteten Wohlstand doch gar nix mehr abkriegt.
Die Rastafaris in Jamaika bezeichnen mit diesem Wort Babylon das System und ich finde das sehr treffend und habe das deswegen übernommen.
Ja, es muß sich endlich was tun hier. Ich habe einen Anfang gemacht und mein Sohn auch. Ich habe es nämlich satt trotz meiner schweren Krankheiten ständig nur zwischen ARGE, Krankenkasse, medizinischem Dienst und Rentenversicherung hin und her geschubst zu werden, mit dem Ergebnis daß ich immer kränker werde. Deshalb wird jetzt einfach verweigert. Das Endergebnis ist daß wir nun über Weihnachten bis über beide Ohren sanktioniert sind und mir sogar das Kindergeld gestrichen ist. Da wird ständig über die Kinderarmut in diesem Land lamentiert, aber dann streicht man das Kindergeld ohne Rücksicht darauf ob mein Sohn über Weihnachten was zu essen hat, geschweige denn ein kleines Geschenk oder ein bißchen Freude. Aber wir werden das durchstehen, das ist sicher. Es muß endlich mal wieder Gerechtigkeit geben in diesem Land. Und daß kein Geld da ist, das ist ja wohl die allerdümmste Ausrede die sie uns um die Ohren schmieren wollen, denn wenn man 300 Milliarden den Bankern in den Allerwertesten stopfen kann obwohl sie an ihrer Misere selber schuld sind durch ihre grenzenlose Gier, dann ist definitv genug Geld da.
Wacht mal auf und seht mit offenem Verstand was hier abläuft und wehrt euch bevor es zu spät ist. Ihr seid es euch und vor allem euren Kindern schuldig. Was für eine Zukunft wollt ihr euren Kindern hinterlassen? Ein Leben als total unterbezahlter Lohnsklave zum Wohle von ein paar Reichen? Ja wohl kaum, oder?
 

alvis123

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23 Aug 2009
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#19
Hi...

...meinste denn, mit Deiner Verweigerungshaltung irgendwas zu erreichen??:icon_evil:

Da tut mir ehrlich gesagt nur Dein Sohn leid.:icon_kotz:

Wie wär's denn damit, dass Du mal A.... in der Hose zeigst und dies falsche System schädigst, wo Du nur kannst?:icon_kinn:

MfG
 
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#20
Mein Sohn braucht dir nicht leid tun, denn er ist bereits über 18 und trägt diese Entscheidung bewußt mit. Und: Mach dir mal um meinen A... keine Sorgen, denn ich hab genug, denn sonst könnte und würde ich sowas nicht durchziehen.
Und zu deiner Frage: Erreichen tu ich damit wahrscheinlich nichts, weil sich keiner von den anderen Arbeitslosen oder Armen solidiarisiert und mitzieht. Einigkeit macht stark und würden wir alle zusammenhalten hätten wir eine echte Chance. Aber die meisten haben wohl keinen A.. in der Hose wie du so nett meintest.
Ob ich was erreiche oder nicht, ich hab es satt auf meiner Seele und Menschenwürde derart rumtrampeln zu lassen. So einfach ist das.
 
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22 Feb 2010
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#21
also ich mach Arbeitsverweigerung lieber auf meine persönliche, nicht konfrontative Art.
hab kein Bock auf Null zu santioniert werden, nur weil die ne andere Einstellung haben als ich.
 

Huibu

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28 Nov 2010
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#22
Meine Verweigerung hat vor über 30 Jahren angefangen, nach einer Lehre als Baumschullistin.
Da wollte das Amt mich in den "Verkauf von Pflanzen" stecken, weil Frau nichts auf dem Acker, mit lauter Männern nichts zu suchen hat. Also hab nen sogen. Männerberuf. - Sowas gabs mal.
Jedenfalls, hab ich das gemacht was "weiter oben" der Beitr. mit dem Flachmann in der Tasche, gesagt wurde.
Also ich hatte nicht nur den Flachmann in der Tasche, sondern auch noch "Klamottenmäßig" auf Hippy - es war Ende der 70iger, gestylt.
Habe riesen Streß mit dem Amt - aber erst Jahre später bekommen, denn nach der Aktion,
hatte ich schon davor die Aufnahme an eine weiterführende Schule, um mich weiterzubilden.
Als ich dann zehn Jahre später wiederkam und arbeitsuchend wurde, hab ich gemerkt, daß vor Ort nichts vergessen war.
Jedesmal wenn ich mich heute irgendwo in eine Weiterbildungsmaßnahme begeben muß, habe ich damit zu rechnen,daß irgendwelche Dozenten vom Amt involviert wurden, also genau informier wurden, wie mit mir zu verfahren ist. Nämlich: anschreien, schikanieren, mit körperlichen Übergriffen-schubsen - , Andere gegen mich aufbringen.(z.B. durch anschreien, das ich und nur ich, in die Zeitung schauen sollte, um mir eine Stelle zu suchen) :icon_dampf:
Das geht so weit, daß mir in einer Maßnahme, der PC-manipuliert wurde in einem Praktikum, machte man mich für die Fehler der Person verantwortlich, die Anweisungen gab.
Man hatte mir somit den Boden für mein Eigenständiges Handeln völlig entzogen.
Aber ich gehe weiter den Weg für mich, den ich wähle und krank werd ich sowieso- - sobald man mich wieder in einen 1Euro Job schubsen will,
oder ich etwas machen soll, was Die von mir wollen. :icon_evil:
 

Atlantis

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#23
da gibt es ja so eine seite zur arbeit dort wird unser verhältniss zur arbeit
beleuchtet. ist zwar schon etwas her aber heute noch aktueller
als damals als dieses manifest geschrieben wurde.

1. Die Herrschaft der toten Arbeit

Ein Leichnam beherrscht die Gesellschaft – der Leichnam der Arbeit. Alle Mächte rund um den Globus haben sich zur Verteidigung dieser Herrschaft verbündet: Der Papst und die Weltbank, Tony Blair und Jörg Haider, Gewerkschaften und Unternehmer, deutsche Ökologen und französische Sozialisten. Sie alle kennen nur eine Parole: Arbeit, Arbeit, Arbeit!
Weiter mit dem Link................



krisis » Blog Archiv » Manifest gegen die Arbeit
 

dr.byrd

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#24
Frohes, geruhsames Fest allerseits. :icon_daumen:

Max Horkheimer (1895 – 1973) :

"Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen." Dieser Spruch aus der Bibel ist ein volkstümlicher Grundsatz.

Er müsste lauten: Alle sollen essen und so wenig wie möglich arbeiten.

Aber auch das ist noch viel zu allgemein. Die Arbeit zum Oberbegriff menschlicher Betätigung zu machen ist eine asketische Ideologie...

Die proletarische Forderung geht auf Reduktion der Arbeit.

Sie bezweckt nicht, dass in einer künftigen besseren Gesellschaft einer davon abgehalten werde, sich nach seiner Lust zu betätigen, sondern sie geht darauf aus, die zum Leben der Gesellschaft erforderlichen Verrichtungen zu rationalisieren und gleich zu verteilen.

Sie will dem Zwang und nicht der Freiheit, dem Leid und nicht der Lust eine Schranke setzen.

In einer vernünftigen Gesellschaft verändert der Begriff der Arbeit seinen Sinn.

Aus: Notizen 1950 - 1969
Initiative zur Rehabilitierung von Muße und Müßiggang
 

Celeste

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#26
Ich möchte hier auch mal meine Meinung äußern.
Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen in Deutschland für einen Billiglohn, der kaum den Betrag von Hartz Vier übersteigt, arbeiten gehen müssen.
Seit 2005 schiessen die Zeitarbeitsfirmen wie Pilze aus dem Boden.
Und warum?
Weil die Firmenbosse sich in ihrem Geiz und ihrem Kapitalstreben weigern, Gehälter zu zahlen, von denen man menschenwürdig leben kann.:icon_evil:
8 Stunden schuften für einen Lohn, der das Hartz Niveau kaum übersteigt...das kommt für mich nicht infrage...da nehme ich lieber eine Sperre in Kauf.
Am 12. Janjuar muss ich wieder zur ARge, obwohl ich am 12. November erst dawar...und ich könte jetzt schon kotzen..verdammt, warum können die mich nidcht mal endlich in Rueh lassen?
Ich hoffe, dass ich keien dieser verkackten Bürgerarbeitsplätze angeboten bekomme....

Ich finde, dass in usnerer Gesellschaft einiges falsch läuft..niemand sorgt dafür, dass wieder mehr Arbeitsplätze mit Löhnen, von denden die Leute leben können, entstehen...stattdessen schiessen diese dumen Zeitarbeitsfirmen wie Pilze aus dem Boden...

Solange dagegen nichts unternommen wird, werde ich auch nicht arbeiten gehen.
Es kann doch nicht sein, dass diese stinkreichen Firmenbonzen sich die Taschen vollscheffeln, und wir alle für nur 800 Euro im Monat 8 STunden täglich arbeiten sollen:icon_evil:
 
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