Arbeitsvertrag zu spät bekommen, ARGE rechnet Verdienst als Zuverdienst

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Hallo,

ich hab mich soeben angemeldet, bisher war ich stiller Leser und so mancher Thread half mir schon sehr.

Nun aber zu meinem Fall:

Im Oktober musste ich für 3 Wochen eine Trainingsmassnahme bei einem Glaser machen, mit dem Ergebnis, das er mich dann zum 01.11.2006 einstellte. Wohlgemerkt, der Arbeitsvertrag war auf unbefristet, er sagte mir aber gleich, erst auf ein Vierteljahr, dann muss er weitersehen. Ich vermute mal, das es lediglich um Fördergelder ging. Auf meine Frage hin, wann ich den Arbeitsvertrag bekomme, meinte er, in der ersten Novemberwoche. Ich hatte mich nun auf Grund des fehlenden Arbeitsvertrages nicht abgemeldet, in der Hoffnung, den gleich zu beommen, mein Berater bei der ARGE wusste allerdings Bescheid. Den Arbeitsvertrag bekam ich dann lediglich am 8. November ausgehändigt, zu allem war ich auswärts die Woche auf Montage, so das ich auch keine Adresse von der ARGE hatte, wo ich das hätte hinschicken können ( bin auch alleinstehend). Daraufhin habe ich die Abmeldung gleich am Wochenende bei der ARGE in den Briefkasten geworfen. Nun muss ich dazu schreiben, das ich lediglich bis 16.11.2007 beim Glaser angestellt war, er dann mangels Aufträge alle zu diesem Zeitpunkt entlassen hat. Anfang diesen Monats bekam ich von der ARGE Post, das ich im Monat Dezember Zuverdienst hatte und mir lediglich 25.94 Euro Hartz4 zusteht. Daraufhin hatte ich Widerspruch eingelegt, worauf ich heute zu einer Aussprache musste. Das Ergebnis ist so, das ich 319.06 Euro zurückzahlen muss. Eine Rechtsberatung bzw. Rechtsanwalt würde, laut der Dame bei der ARGE natürlich nichts bringen. Ich bin eigentlich der Meinung, das man nur den Betrag der 16 Tage für November abziehen dürfte. Die zu späte Aushändigung des Arbeitsvertrages kann man mir ja nicht zur Last legen, allenfalls das zu späte melden, doch wer kann sich so unsicher abmelden???? Ich kann mich ja auch irren:mad:

Hat schonmal jemand solch eine Erfahrung gemacht? Lohnt es wirklich nicht, einen Anwalt einzuschalten?

Liebe Grüße,
Ines
 

Dopamin

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Hallo Bluerose,

ich habe da keine Erfahrung, ABER wenn Dir die "Kundenbetreuung" schon erklärt, dass der Klageweg unsinnig sei, würde ich das wirklich bei einem kompetenten Anwalt gegenprüfen lassen...

Dieser Rat ist nicht auf Fakten gebaut, eine reine Bauchsache.

Dopamin
 

Arania

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Ich würde da auch einen Anwalt zur Rate ziehen, mein Bauchgefühl sagt aber, das die Erfolgsaussichten für mich sehr schwach sind , und vor allen Dingen der Weg eh sehr lang wäre
 

Dopamin

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Ich würde da auch einen Anwalt zur Rate ziehen, mein Bauchgefühl sagt aber, das die Erfolgsaussichten für mich sehr schwach sind , und vor allen Dingen der Weg eh sehr lang wäre

Hallo Arania,

schon klar, was ich meine ist jetzt, Bluerose bekommt das Geld (selbst wenn die Sache an sich zum Erfolg führen kann) nicht, hat also in dem Sinne wenig zu verlieren. Beratungshilfe bekommt sie auch. ICH kenne den/die SB nicht, entweder ist es eine nette die Bluerose rät, das Stesspotential unten zu halten, ODER (das ist nun MEINE Vermutung) Bluerose soll von vornherein demotiviert werden ihr zustehende Ansprüche geltend zu machen, warum auch immer...

Dopamin
 
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Hallo,

ich hab mich soeben angemeldet, bisher war ich stiller Leser und so mancher Thread half mir schon sehr.

Nun aber zu meinem Fall:

Im Oktober musste ich für 3 Wochen eine Trainingsmassnahme bei einem Glaser machen, mit dem Ergebnis, das er mich dann zum 01.11.2006 einstellte. Wohlgemerkt, der Arbeitsvertrag war auf unbefristet, er sagte mir aber gleich, erst auf ein Vierteljahr, dann muss er weitersehen. Ich vermute mal, das es lediglich um Fördergelder ging. Auf meine Frage hin, wann ich den Arbeitsvertrag bekomme, meinte er, in der ersten Novemberwoche. Ich hatte mich nun auf Grund des fehlenden Arbeitsvertrages nicht abgemeldet, in der Hoffnung, den gleich zu beommen, mein Berater bei der ARGE wusste allerdings Bescheid. Den Arbeitsvertrag bekam ich dann lediglich am 8. November ausgehändigt, zu allem war ich auswärts die Woche auf Montage, so das ich auch keine Adresse von der ARGE hatte, wo ich das hätte hinschicken können ( bin auch alleinstehend). Daraufhin habe ich die Abmeldung gleich am Wochenende bei der ARGE in den Briefkasten geworfen. Nun muss ich dazu schreiben, das ich lediglich bis 16.11.2007 beim Glaser angestellt war, er dann mangels Aufträge alle zu diesem Zeitpunkt entlassen hat. Anfang diesen Monats bekam ich von der ARGE Post, das ich im Monat Dezember Zuverdienst hatte und mir lediglich 25.94 Euro Hartz4 zusteht. Daraufhin hatte ich Widerspruch eingelegt, worauf ich heute zu einer Aussprache musste. Das Ergebnis ist so, das ich 319.06 Euro zurückzahlen muss. Eine Rechtsberatung bzw. Rechtsanwalt würde, laut der Dame bei der ARGE natürlich nichts bringen. Ich bin eigentlich der Meinung, das man nur den Betrag der 16 Tage für November abziehen dürfte. Die zu späte Aushändigung des Arbeitsvertrages kann man mir ja nicht zur Last legen, allenfalls das zu späte melden, doch wer kann sich so unsicher abmelden???? Ich kann mich ja auch irren:mad:

Hat schonmal jemand solch eine Erfahrung gemacht? Lohnt es wirklich nicht, einen Anwalt einzuschalten?

Liebe Grüße,
Ines

Ines, ich denk auch, daß dir da nur eine Klage Klärung bringt: die ARGE hat ihren Standpunkt, du deinen. Beide kann ich nachvolziehen.

Ich sehs so: dadurch, daß sie die Abmeldung nicht anerkennen, läuft dein ALG II weiter, und die Freibeträge müssen sie ja gewähren.
So stehst du jetzt nicht ohne Geld da...

andererseits:ich weiß nicht was du verdient hast und wann du das Geld bekommen hast, denke das ist auch eine Rechenfrage.
 

Bruno1st

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andererseits:ich weiß nicht was du verdient hast und wann du das Geld bekommen hast, denke das ist auch eine Rechenfrage.

genau, außerdem hast du ja sicher weitere Unkosten gehabt, die man hier gegenrechnen muß - sollte die Arge eigentlich auch freiwillig und selbstständig machen.
Achte auf jeden Fall auf irgendwelche Fristen und wie du schon öfters gelesen hast - alles schriftlich.
 

Ralsom

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Hallo bluerose, ich weiß nicht ob du einen guten Anwalt kennst. Sonst ist ein guter Anwalt immer hilfreich (leider gibt es so wenig gute Anwälte). Aber kämpfe auf alle Fälle um deine Ansprüche und laß dich nicht in das Behördenschema pressen. Die müssen sich darauf einstellen, das du erst später den Arbeitsvertrag erhalten und bald darauf wieder entlassen wurdest. Die machen sich das einfach und rechnen deine Ansprüche einfach runter, bzw. rechnen nur ihre eigenen Anspüche aus. Aber wie ist es denn überhaupt bei deiner Aussprache gelaufen, die du mit dem Amt geführt hast. Scheint so, als würden sie dir nicht glauben??
Aber ein Verdienst, den du im November hattest, und im Dezember auf dein Konto ging wird natürlich als Einkommen angerechnet und auf deine monatlichlich Leistungen angerechnet. Oder hast du dazu Fragen, in wie weit dein Verdienst auf deine monatliche Leistung angerechnet werden darf?
 
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