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Arbeitsvertrag mit ZAF. Am erste Tag krank. Folgen?

marco76

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#1
Mahlzeit. Ich habe folgende Frage, die eine Freundin von mir betrifft.
Leider hat selbige am Freitag einen Arbeitsvertrag mit einer ZAF unterschieben, mit Arbeitsbegin am Montag (25.01.)
Nun hat sie schon seit einiger Zeit Psychische Probleme, war deshalb auch schon vor Jahren in Behandlung und nimmt seit dem Antidepressiva. Nun ist sie total aufgeregt, dass sie am Montag dort zur Firma muss.
Sie würde am liebsten am Montag zum Arzt gehen, und sich wegen ihrer Depressiven Verstimmungen krankschreiben lassen.
Nun zum Problem. Sie hat bisher ALG II bekommen. Ihre SB (nicht die freundlichste) versteht sich gut mit der Tante von der ZAF. Die SB hat der ZAF Tante auch meine Freundin "empfohlen".
Daraufhin hat sie die Einladung von der ZAF bekommen und gleich auch den Arbeitsvertrag vorgelegt bekommen, den sie (leider) unterschrieben hat.
Die ZAF Dame hat auch sofort mit der SB telefoniert und diese über den Vertragsabschluß informiert, so das davon auszugehen ist, das absofort die ALG II Leistungen eingestellt wurden.
Wenn sie sich also am Montag für x Tage krankschreiben lässt, wird sie wohl mit Sicherheit die Kündigung von der ZAF bekommen ( 2 Tage Kündigungsfrist laut IGZ).
Aber wie sieht es nun weiter aus mit ALG II, muss sie einen neuen Antrag stellen, gibt es sogar eine Sperre oder wird einfach der Vorherige ALG II Stand wiederhergestellt?
Mal davon ausgenommen, das ihre SB dadurch noch mehr Haare auf den Zähnen bekommt.
Ihre Größte Sorge ist, dass sie ab dem 01.02. Mittellos da steht, da die Zahlung für den Monat Februar bestimmt schon "zurückgeholt" wurde!? Wie lange würde dann die Bearbeitung dauern, bis meine Freundin wieder Geld auf dem Konto hat?
Sorry für den vielen Text. ;-)
 

havenstein

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#2
Erst mal vorweg. Was ich jetzt schreibe, klingt für jemanden mit psychischen Problemen, wie der reinste Horror. Ist aber alles nicht schlimm, wenn sie sich explizit an diese Vorgehensweise hält!!! (Wäre trotzdem gut, wenn sie noch ein paar Rücklagen hätte)

1. Was die Zahlungen des Jobcenters angeht, lässt sich leider keine Aussage treffen. Hierzu wird in den nächsten Tagen sicher ein Änderungs- bzw. Aufhebungsbescheid eingehen.

2. Eine Einstellung für Februar scheint gleichwohl eher unwahrscheinlich, da sie am 15.02.16 nur Lohn für 5 Arbeitstage erhalten würde. Sie ist dann immer noch hilfsbedürftig. Die Jobcenter halten sich leider häufig nicht daran und man muss längere Durststrecken ohne Geld überbrücken, bis man zu "seinem Recht" gelangt.

3. WICHTIG!!! Sie muss sich am Montag entsprechend der arbeitsvertraglichen Vereinbarung!!! krank melden. In der Regel gibt es hierzu Dienstanweisungen oder ähnliches, die ihr ausgehändigt wurden, zum Verhalten im Krankheitsfall. z.B. telefonisch VOR 9 Uhr melden. Sie sollte für diesen Anruf einen Zeugen haben, der daneben sitzt, am besten mithört via Lautsprechfunktion. (Häufig gibt es noch eine Anweisung für den letzten Tag der Krankmeldung. z.B. Telefonische Meldung bis 12 Uhr beim Personalsachbearbeiter zur Besprechung des weiteren Einsatzes. Selber Rat: Anrufen z.B. am Freitag und Zeuge daneben sitzen haben, der am besten mithört.)

4. Nachdem sie beim Arzt war den Krankenschein via EINWURF-EINSCHREIBEN an die Zeitarbeitsfirma schicken!!! Den Durchschlag für die Krankenkasse via EINWURF-Einschrieben an die Krankenkasse!!!

5. Problem: In den ersten 4 Wochen des Arbeitsverhältnisses hat sie keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Sprich: Kein Geld vom Arbeitgeber. Sie muss dann ab Montag Krankengeld bei ihrer Krankenkasse beantragen.

6. Da für den Arbeitgeber in den ersten 4 Wochen keinerlei Kosten anfallen, besteht leider die Möglichkeit, dass sie nicht gekündigt wird. Insbesondere, wenn man sie "ärgern" will. (Stichwort: Ganz dicke mit der Tante vom Jobcenter)

7. Da die Krankenkasse naturgemäß keine Lust hat, Krankengeld zu bezahlen, besteht die Möglichkeit, dass sie den Medizinischen Dienst einschaltet. Der entscheidet entweder nach Aktenlage oder bestellt den Arbeitnehmer ein. WICHTIG!!! Siehe 4. Der Durchschlag des Attestes muss an die Krankenkasse!!! Andernfalls kann der Medizinische Dienst (MDK) nicht nach Aktenlage entscheiden und lädt sie ggf. sofort vor.

8. Im Prinzip muss sie ansonsten auf die Bescheide von Jobcenter/Krankenkasse warten und auf die Kündigung durch den Arbeitgeber. Erst nach der Kündigung kann sie dann weitere Schritte zwecks ALG 2 einleiten.

9. Finanziell wären Rücklagen wirklich sinnvoll, bis der Spaß vorbei ist. Sorry. :icon_frown:
 

Limette

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#3
Wird deine Freundin bei der ZAF überhaupt so viel verdienen, dass sie keinen Alg II Anspruch mehr hat?

So einfach dürfen die Leistungen nicht eingestellt werden, es sei denn, deine Freundin verzichtet auf Alg, das hat sie ja wohl nicht gemacht.

Falls das trotzdem passieren solle und deine Freundin mittellos ist, geht sie am besten am 1.2. mit Beistand zum JC und beantragt ihre Leistungen bar ausgezahlt zu bekommen. Sie soll zum Nachweis der Mittellosigkeit ihrem aktuellen Kontoauszug mitnehmen. Ob das JC das dann als Auszahlung der laufenden Leistungen oder Vorschuss oder sonstwas intern einordnet, wäre mir egal. Sie hat einen Bewilligungsbescheid, sie hat von der ZAF noch keine Gehaltszahlung, die für ihren Lebensunterhalt ausreicht, also hat sie erstmal Anspruch auf Alg II.

Achtung! Eine Arbeitsaufnahme soll die Freundin dem JC unbedingt schriftlich und nachweislich melden. Sonst kann es leicht sein, dass sie eine Anzeige wegen Sozialbetrugs bekommt. Ich kenn mich dabei leider mit den Details nicht aus, nur einfach drauf vertrauen, dass die ZAF das gemeldet hat und damit alles geklärt ist, würde ich in keinem Fall.

Ich bin für die Kommunikation mit dem JC übrigens ein großer Freund von Fax mit Sendebericht, da kann ich nämlich anders als beim Einschreiben auch den Inhalt nachweisen und sie funktionieren auch außerhalb der Bürozeiten. Es gibt preiswerte online Faxdienste, die Faxe ohne Absendernummern verschicken, sodass man selbst nur per Briefpost erreichbar ist.

Für die kranke Freundin von Herzen gute Besserung!
 

marco76

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#4
Danke für die Tips. Also Rücklagen hat sie leider nicht. Sie hofft ja noch, dass das "Rückholen" des ALG II für den Moant 02/2016 schon zu spät war, da es ja schon für Ende der kommenden Woche angewiesen sein sollte. Da weis ich natürlich auch nicht, welche Möglichkeiten es da Seitens der SB gibt.
Laut Vertrag soll sie sich bei Krankheit bis 9:00 Uhr bei der ZAF melden. Sie selber will da natürlich nicht anrufen, müsste ich dann machen von der Arbeit aus. Oder reicht auch eine Rechtzeitige Krankmeldung per FAX?.
Das mit dem, dass die Krankenkasse die ersten Monate zahlt und nicht der AN habe ich auch schon gehört. Nach was wird das Krankengeld dann berechnet, wenn noch gar kein Arbeitseinkommen erwirtschaftet wurde? und Krankengeld wird ja Rückwirkend gezahlt, also erst Ende Februar. Heist 4 Wochenlang leben von nichts und garnichts?

"Achtung! Eine Arbeitsaufnahme soll die Freundin dem JC unbedingt schriftlich und nachweislich melden"
Also soll sie sich Sicherheitshalber trotzdem noch vom ALG II Schriftlich abmelden?
 

havenstein

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#5
Danke für die Tips. Also Rücklagen hat sie leider nicht. Sie hofft ja noch, dass das "Rückholen" des ALG II für den Moant 02/2016 schon zu spät war, da es ja schon für Ende der kommenden Woche angewiesen sein sollte. Da weis ich natürlich auch nicht, welche Möglichkeiten es da Seitens der SB gibt.
Laut Vertrag soll sie sich bei Krankheit bis 9:00 Uhr bei der ZAF melden. Sie selber will da natürlich nicht anrufen, müsste ich dann machen von der Arbeit aus. Oder reicht auch eine Rechtzeitige Krankmeldung per FAX?.
Das mit dem, dass die Krankenkasse die ersten Monate zahlt und nicht der AN habe ich auch schon gehört. Nach was wird das Krankengeld dann berechnet, wenn noch gar kein Arbeitseinkommen erwirtschaftet wurde? und Krankengeld wird ja Rückwirkend gezahlt, also erst Ende Februar. Heist 4 Wochenlang leben von nichts und garnichts?

"Achtung! Eine Arbeitsaufnahme soll die Freundin dem JC unbedingt schriftlich und nachweislich melden"
Also soll sie sich Sicherheitshalber trotzdem noch vom ALG II Schriftlich abmelden?
Ich kann die Angst deiner Freundin dort anzurufen sehr gut nachvollziehen, aber das ist ehrlich gesagt nichts im Vergleich zu dem, was sie danach noch an der Backe hat. Sorry, das so sagen zu müssen.

Was steht denn exakt in dieser Dienstanweisung? Der Mitarbeiter soll sich "persönlich" melden "telefonisch"???

Hintergrund ist folgender: Wenn deine Freundin hier einen Fehler macht - Anruf um 9:01 - würde schon ausreichen, bekommt sie vom Amt 30% Sanktion, weil die ZAF dann kündigt und in der Arbeitsbescheinigung vermutlich "vertragswidriges Verhalten" ankreuzt. Man könnte jetzt auch streiten, wie das auszulegen ist, wenn in der Anweisung "Mitarbeiter" steht und du da anrufst, sofern sie nicht im Krankenhaus liegt.

Wenn sie dem Amt den Job noch nicht schriftlich gemeldet hat, sollte sie das umgehend am Montag machen per Einwurf-Einschreiben!

Das mit dem Krankengeld könnte doch schwieriger werden als gedacht:

Gibt ein aktuelles Urteil des Bundessozialgerichts: Urteil vom 04.03.2014, Az. B 1 KR 64/12 R

Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts setzt der Beginn der Beschäftigtenversicherung entweder eine tatsächliche Arbeitsaufnahme oder zumindest das Entstehen eines Anspruchs auf Arbeitsentgelt voraus. Der Abschluss eines Arbeitsvertrages, der den Beginn der Beschäftigung regelt, reicht hierfür nicht aus!

d.h. die Leiharbeitsfirma muss deine Freundin noch nicht ab 25.01. bei der Krankenversicherung anmelden, da sie die Arbeit nicht aufnimmt und auch noch kein Anspruch auf Arbeitsentgelt besteht.

Ist deine Freundin durchgängig krankgeschrieben müsste die Leiharbeitsfirma sie erst ab 22.02.16 anmelden, weil ab dem Tag ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall besteht.

Wird sie nicht bei der Krankenkasse angemeldet, hat sie keinen Anspruch auf Krankengeld.

Klingt blöd, ist aber leider korrekt so.

Sie müsste dann weiter/wieder ALG 2 wegen Hilfsbedürftigkeit beantragen, obwohl sie bereits einen Arbeitsvertrag unterschrieben hat.

Ist scheinbar eine Grauzone. Möglicherweise muss sie dann sowohl die AU vorlegen als auch eine Bescheinigung von ihrer Krankenkasse, dass noch kein Anspruch auf Krankengeld besteht.

Hoffentlich bekommt sie das Geld noch für Februar nächste Woche sonst sehe ich schwarz bis das alles bearbeitet ist. Zumal ja noch nicht mal die Kündigung erklärt wurde und unklar ist, wann und ob diese ausgesprochen wird.

Ich würde jetzt folgendes tun:

Krankmeldung usw. wie oben besprochen. AU schicken usw. Am letzten Tag der AU gemäß Dienstanweisung anrufen, falls sie dann noch nicht gekündigt ist bzw. ggf. vorher Verlängerung vom Doc. holen. Ansonsten ebenfalls Problem der Vertragswidrigkeit mit 30% Sanktion für 3 Monate.

Zur Krankenkasse und abklären, ob Krankengeld ab dem 25.01. bezogen werden kann.

Dann dem JC mitteilen:
1. den Job. inkl. Kopie des Arbeitsvertrages schicken
2. eine Kopie der AU auch gleich dem JC mitschicken
3. am besten gleich die Erklärung der Krankenkasse mit rein, ob Krankengeld bezogen werden kann oder nicht.

Abwarten und Tee trinken.

PS: Wenn sie sich den Stress ersparen will, geht sie Montag hin und lässt sich erst ab Dienstag krank schreiben. Dann hat sie Anspruch auf Krankengeld, weil sie für Montag bereits Anspruch auf Arbeitsentgelt hat und angemeldet werden muss. Auf jeden Fall weniger Stress als die Variante nicht hinzugehen.
 

marco76

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#6
So , soweit habe ich ihr schon alles weitergegeben.So nebenbei erzählte sie mir dann, dass sie ja eigentlich noch seit dem 11.01. BIS zum 29.01. auf Grund ihrer Psychischen Probleme AU geschrieben ist. :rolleyes:
Hätte unter diesen Umständen der Arbeitsvertrag überhaupt abgeschlossen werden dürfen?
Macht die Sache wohl nicht einfacher. :icon_frown:
Normal braucht sie dann ja garnicht erst am Montag zum Arzt, da sie ja noch bis 29.1 AU ist? Nur liegt die Original AUB beim Jobcenter.
Wie sehen unter diesen Umständen die Folgen beim Arbeitgeber / Jobcenter aus?
 

Limette

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#7
"Achtung! Eine Arbeitsaufnahme soll die Freundin dem JC unbedingt schriftlich und nachweislich melden"
Also soll sie sich Sicherheitshalber trotzdem noch vom ALG II Schriftlich abmelden?
Nein, nein, nicht ABMELDEN. Sie teilt dem JC mit, dass sei ab dem 25.1. bei Firma xy eingestellt ist. Wenn sie sich abmeldet, bedeutet das, dass sie auf Leistungen von denen komplett verzichtet, auch wenn sie darauf noch einen Anspruch hat (trotz Lohn) und das will sie unter den jetzigen Umständen garantiert nicht.

Was mit der bestehenden AU ist, weiß ich nicht.
 

havenstein

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#8
So , soweit habe ich ihr schon alles weitergegeben.So nebenbei erzählte sie mir dann, dass sie ja eigentlich noch seit dem 11.01. BIS zum 29.01. auf Grund ihrer Psychischen Probleme AU geschrieben ist. :rolleyes:
Hätte unter diesen Umständen der Arbeitsvertrag überhaupt abgeschlossen werden dürfen?
Macht die Sache wohl nicht einfacher. :icon_frown:
Normal braucht sie dann ja garnicht erst am Montag zum Arzt, da sie ja noch bis 29.1 AU ist? Nur liegt die Original AUB beim Jobcenter.
Wie sehen unter diesen Umständen die Folgen beim Arbeitgeber / Jobcenter aus?
Deine Freundin kann scheinbar nicht mit Druck umgehen.

Sie ist vom 11.01.-29.01. AU und geht trotzdem zum Vorstellungsgespräch und unterschreibt einen Arbeitsvertrag ab 25.01.???

Die SB weiß von der AU und telefoniert noch freudig mit der Tante von der ZAF???

Einfacher macht es die Sache in der Tat nicht!

Die ZAF könnte den Vertrag z.B. anfechten, da sie deine Freundin nicht eingestellt hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie derzeit AU ist.

Whatever. Hier nicht wirklich relevant. Grundsätzlich ist eine AU natürlich nur eine Empfehlung des Arztes. Er kann nicht genau wissen, wie lange die Erkrankung andauert. Tritt die Genesung vor dem Ende der AU ein kann ein Arbeitnehmer natürlich auch früher wieder zur Arbeit erscheinen.

Hier will deine Bekannte jedoch nun doch an der AU festhalten.

Zum JC würde ich nicht gehen.

Montag zum Arzt und sich eine Verlängerung holen. Bis 31.01, 01.02. 02.02...whatever
Da steht dann allerdings Folgebescheinigung drauf und Beginn der AU bleibt der 11.01.

Wenn das JC Stress macht: Ich dachte halt, es ginge schon wieder, was scheinbar doch nicht der Fall ist. Im übrigen wussten sie von meiner Erkrankung und trotzdem haben sie mich zum Vorstellungsgespräch und zur Unterschrift genötigt.

Wenn der AG Stress macht: Ich dachte halt, es ginge schon wieder, was scheinbar doch nicht der Fall ist.

Ansonsten ist alles gesagt. Das Amt wird die Daumenschrauben jetzt anziehen. Vermutlich ein halbes Jahr Aschenbecher basteln oder irgendeine andere sinnlose Maßnahme in der Art.

Sie sollte sich schnellstmöglich einen Psychologen suchen. Kollege hat sich selber einen gesucht und wird vom JC in Ruhe gelassen. Musste zwar zu einem Maßnahmenträger und dort mit der Psychologin schwatzen, aber die meinte, da er sich schon selber einen Psychologen gesucht hat, wüsste sie jetzt nichts weiter.

Hat man keinen eigenen, sitzt man schnell in so einer Maßnahme. Und die Psychologen dort machen die Leute kaputt. Vermutlich weil sie selber frustriert sind. --> Alle machen Karriere, ich arbeite für so einen bescheidenen Maßnahmenträger.
 

Frank71

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#9
Wenn sie noch AU geschrieben ist das muß das JC ja eigentlich auch die AU vorliegen haben. Den Arbeitsvertrag hätte sie in dem Fall garnicht Unterschreiben dürfen.
 

marco76

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#10
"Montag zum Arzt und sich eine Verlängerung holen. Bis 31.01, 01.02. 02.02...whatever
Da steht dann allerdings Folgebescheinigung drauf und Beginn der AU bleibt der 11.01."

Da stellt sich die Frage, ob der Arzt dann schon weiter krank schreibt, da die Aktuelle Au ja noch ne ganze Woche läuft.
Sie kopiert sich jede AU (wenigstens etwas), bevor sie selbige beim JC abgibt.
Würde es was bringen, wenn sie die Kopie der Aktuellen AU am Montag bei der ZAF einreicht?
 

havenstein

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#11
Nö. Muss im Original eingereicht werden. Kann den Arzt um eine Zweitschrift bitten. Manche machen es, manche nicht.

Soll einfach ehrlich sein. Der weiß doch, dass sie eine Macke hat.

Wurde Freitag zum Gespräch und dann zur Unterschrift genötigt, obwohl die AU dem JC vorliegt.

Hat jetzt eine Macke hoch 10 und braucht dringend Hilfe von ihm, um da wieder rauszukommen. Sonst weiß sie nicht, was sie tut.

Fertig.
 

marco76

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#12
Nö. Muss im Original eingereicht werden. Kann den Arzt um eine Zweitschrift bitten. Manche machen es, manche nicht.
Die Kopie soll ja auch nur zeigen, dass sie wirklich von / bis AU ist. Das Original liegt ja beim JC. Dann sollen die das Original halt rausrücken. :biggrin:
Habe für sie erstmal die Veränderungsmitteilung (das sie Arbeit aufgenommen hat) fertig gemacht. Soll sie dann Morgen schon mal zum JC faxen und Montag dann noch mal per Brief einreichen.
 

Doppeloma

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#13
Hallo havenstein,

Nö. Muss im Original eingereicht werden. Kann den Arzt um eine Zweitschrift
bitten. Manche machen es, manche nicht.
sie braucht keine Zweitschrift, denn seit dem 01.01.2016 gibt es neue (vorgeschriebene) AU-Formulare, die enthalten jetzt bereits eine Durchschrift für den Patienten.

AU-Bescheinigung und Auszahlungsschein kompakt | Sozialwesen | Haufe

Was sie UND die SB sich dabei gedacht haben, mit bestehender AU einen Arbeitsvertrag abzuschließen (zu müssen) ist für mich nicht nachvollziehbar ... Allerdings dürfte dieser Arbeitsvertrag zunächst mal rechtlichen Bestand haben, es ist (meines Wissens) NICHT verboten einen Arbeitsvertrag abzuschließen wenn man noch eine AU laufen hat, sie sollte natürlich unbedingt am Montag ihre AU erneut bestätigen lassen vom Arzt.

Soll einfach ehrlich sein. Der weiß doch, dass sie eine Macke hat.
Soweit richtig, man kann ja "angenommen haben" die Arbeit am Montag aufzunehmen aber nun geht es eben doch nicht ... das Gegenteil kann ihr zumindest Niemand beweisen. :icon_evil:

Das JC muss weiter zahlen (der laufende Leistungsbescheid wurde ja sicher noch nicht offiziell aufgehoben), denn einen Anspruch auf Krankengeld von der KK kann sie nicht erwirken, wenn sie bereits VOR der geplanten Arbeitsaufnahme eine AU-Bescheinigung vorliegen hatte und die jetzt verlängert wird ...

Auch eine "Neu"- Erkrankung (ab Montag) würde ihr die KK jetzt bestimmt nicht "abkaufen", die haben das ja auch alles vorliegen und so war sie zu Beginn der AU NICHT auf Krankengeld versichert ... und das ist Bedingung um überhaupt Krankengeld bekommen zu können.

Der AG müsste erst ab der 5. Arbeitswoche Lohnfortzahlung leisten, das läuft aber nicht an wenn man (wegen AU) die Arbeit gar nicht erst antreten wird.

Wurde Freitag zum Gespräch und dann zur Unterschrift genötigt, obwohl die AU dem JC vorliegt.
Das wird sie kaum irgendwo beweisen können wenn sie keinen Beistand dabei hatte, der Arbeitsvertrag wurde ja sicher nicht beim JC abgeschlossen sondern bei der ZAF ... warum hat sie denn dem Vertreter / Personaler der ZAF nicht gesagt, dass sie AU geschrieben ist ... und warum geht sie bei AU überhaupt zum JC, wie hat man sie dazu "genötigt" ???

So ganz "logisch" ist das insgesamt nicht ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

marco76

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#14
Von genötigt war auch keine Rede. Sie war bei einen normalen Meldetermin, da zwar eine AU aber keine geforderte Wegeunfähigkeitsbesch. oder wie das heist vor lag. Dort hat sie dann wohl gesagt bekommen, dass die ZAF sucht, die SB hat angerufen ob der Job noch aktuell ist und ihr dann einen Vermittlungsvorschlag darüber ausgehändigt, den sie dann auch nachgekommen ist und so dumm war den Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Wie schon geschrieben, die AU liegt dem Jobcenter seit dem 11.01 vor. Wenn die SB das anscheinend nicht mehr auf dem Schirm hat. :icon_frown:
 

bla47

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#15
Hab mal in meine Arbeitsverträge mit Leihbuden geschaut. Dort steht stets drin: Bei Nichterscheinen am 1. Arbeitstag gilt dieser Vertrag als nicht zustande gekommen. Somit gäbe es ( im laufenden Hartz4 Bezug ) natürlich kein Krankengeld als Lohnersatzleistung, da es SO nie Lohn gegeben hätte.
Schau mal nach, ob bei dir das auch drin steht.
 

havenstein

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#16
Hab mal in meine Arbeitsverträge mit Leihbuden geschaut. Dort steht stets drin: Bei Nichterscheinen am 1. Arbeitstag gilt dieser Vertrag als nicht zustande gekommen. Somit gäbe es ( im laufenden Hartz4 Bezug ) natürlich kein Krankengeld als Lohnersatzleistung, da es SO nie Lohn gegeben hätte.
Schau mal nach, ob bei dir das auch drin steht.
Es handelt sich um eine tarifvertragliche Regelung, die sich auf das unentschuldigte Nichterscheinen/Fernbleiben bezieht. Keine Option, da eine 30% Sanktion vorprogrammiert ist.

Der Vertrag wurde unterschrieben, entsprechende arbeitsvertragliche Meldepflichten sind nun penibel einzuhalten, um eine Sanktion zu vermeiden.Jedwedes arbeitsvertragswidrige Verhalten ist zu unterlassen.
 
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#17
Da die Freundin (leider) einen VV für die ZAF hatte und (dummerweise) am selben Tag zur ZAF ist ... ist das Kind schon im Brunnen.

Wie wäre es mit dieser Möglichkeit:
Einen Brief schreiben
an ZAF (Bastelsatz) sagte :
Weil ich zurzeit (kein von(!!!) sondern nur; bis tt.mm.jjjj) krankgeschrieben bin ... was Frau SB auch weiß ... teile ich Ihnen mit, dass ich am Montag die AU-Bescheinigung vom Amt (AfA/JC) anfordern muss.

Sobald ich diese habe, werde ich sie bei Ihnen im Büro abgeben.
Diesen per Fax schicken (ändere, wegen dem nicht mein Gerät Passus, eines der Anschreiben von hier https://www.elo-forum.org/vorlagen-hilfesuchenden-hilfesuchende/163854-allgemein.html#post2013521 #3 entsprechend ab), oder mit Zeuge in den Briefkasten der ZAF werfen.
Das ganze am besten noch heute.

Ob es Sinnvoll ist, sich sofort beim Amt abzumelden, oder vielleicht zwei, drei Tage abzuwarten wie die ZAF auf die Krankmeldung reagiert??

Für die Zukunft solltest du der Freundin eintrichtern:
Bei solchen Gelegenheiten muss mindestens eine Nacht darüber geschlafen werden.!!!

Selbst wenn SB noch im Termin bei der ZAF anruft und einen Termin vereinbart!
Termine für VGs vereinbaren gehört nicht zu den Aufgaben eines/r SBs :icon_motz:!!!

Verabschiedet euch auch von diesem: schnell, schnell hinter mich bringen, dann habe ich meine Ruhe!
Das Beispiel zeigt mal wieder, dass schnell nicht immer auch gleichbedeutend mit gut ist :wink:!
 

havenstein

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#18
Von Abmeldung würde ich hier gar nicht sprechen. Es geht lediglich darum, die Veränderung dem Amt mitzuteilen. Und die hat unverzüglich zu erfolgen. Warten ist hier eher kontraproduktiv, da der Arbeitsvertrag nun einmal ab morgen geschlossen wurde und das Amt hiervon, wenn auch nicht im Detail, Kenntnis hat. Man könnte sich natürlich darauf zurückziehen zu sagen, die Meldung sei überflüssig, da sie dem JC bereits bekannt ist. Aber das sind Spitzfindigkeiten.

Das mit dem Faxen der Kopie der AU bzw. Einwurf im Briefkasten der ZAF mit Zeugen ist gar nicht mal verkehrt.

Allerdings sollte die arbeitsvertragliche Regelung nicht außer Acht gelassen werden. Wenn hier explizit telefonisch vor 9 Uhr verlangt wird, ist das bloße faxen arbeitsvertragswidrig.

Allerdings könnte man durchaus auch eine (vor-)vertragliche Nebenpflicht diskutieren, wonach die Freundin bereits am Freitag verpflichtet gewesen wäre den Arbeitgeber über die bestehende AU zu informieren.

Hier käme ein Irrtum seitens der Freundin in Betracht. Sie hat sich geirrt in der Annahme, die AU sei bereits vor Ablauf des seitens des behandelten Arztes festgestellten Datums beendet.

Letztlich eine sehr blöde Situation.

Wäre nicht schlecht am MO den Arzt aufzusuchen, insbesondere im Hinblick auf den behaupteten Irrtum. Der wird seine Diagnose dann sicher bestätigen. Insofern rechtssicher.
 

hellucifer

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#19
Auch wenn ich mit ZAF auf dem Kriegsfuß stehe, denke ich, dass es nicht in Ordnung ist, der ZAF nicht wenigstens mitgeteilt zu haben, dass man noch AU ist. Die ZAF rechnet doch damit, dass die Freundin ab Montag zur Arbeit erscheint.

Ich befürchte, dass man sich bei so einem Verhalten schadensersatzpflichtig macht.

Für diesen Fall würde ich empfehlen, trotz AU bei der ZAF zu erscheinen und die Arbeit aufzunehmen. Ob der Entleiher dann was mit mir anfangen kann, steht dann auf einem anderen Blatt.

Ein Ausweg wäre vielleicht noch, dass die Freundin "glücklicherweise" aus einem anderen Grund AU ist, und sich von einem anderen Arzt krankschreiben lässt. Oder man sagt, dass man sich über die Möglichkeit, nun endlich arbeiten zu dürfen, so gefreut hat, dass man den Arbeitsvertrag trotz AU unterschrieben hat und auch den Arbeitgeber über die AU nicht in Kenntnis gesetzt hat, und nun habe sich herausgestellt, dass das doch ein Fehler war. (Man sollte vielleicht noch einmal mit dem Arzt reden, ob er nicht doch eine neue AU ausstellen kann.)
 

marco76

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#20
Da die Freundin (leider) einen VV für die ZAF hatte und (dummerweise) am selben Tag zur ZAF ist ... ist das Kind schon im Brunnen.

Wie wäre es mit dieser Möglichkeit:
Einen Brief schreiben


Diesen per Fax schicken (ändere, wegen dem nicht mein Gerät Passus, eines der Anschreiben von hier https://www.elo-forum.org/vorlagen-hilfesuchenden-hilfesuchende/163854-allgemein.html#post2013521 #3 entsprechend ab), oder mit Zeuge in den Briefkasten der ZAF werfen.
Das ganze am besten noch heute.

Ob es Sinnvoll ist, sich sofort beim Amt abzumelden, oder vielleicht zwei, drei Tage abzuwarten wie die ZAF auf die Krankmeldung reagiert??

Für die Zukunft solltest du der Freundin eintrichtern:
Bei solchen Gelegenheiten muss mindestens eine Nacht darüber geschlafen werden.!!!

Selbst wenn SB noch im Termin bei der ZAF anruft und einen Termin vereinbart!
Termine für VGs vereinbaren gehört nicht zu den Aufgaben eines/r SBs :icon_motz:!!!

Verabschiedet euch auch von diesem: schnell, schnell hinter mich bringen, dann habe ich meine Ruhe!
Das Beispiel zeigt mal wieder, dass schnell nicht immer auch gleichbedeutend mit gut ist :wink:!
Das mit dem Brief hört sich gut an. Nur warum soll ein Antrag auf Auskunftsverlangen an die ZAF gesendet werden?
 

hellucifer

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#21
Bei der Sachlage muss deine Freundin wenigstens keine Sanktionen befürchten. Erscheint sie wegen AU nicht auf der Arbeit, so kann man ihr keine Pflichtverletzung vorwerfen.

Und einen Schadenersatz kann die ZAF gegenüber einem Hartz-IV-Empfänger wohl kaum geltend machen. (Wo nix zu holen ist, ist nix zu holen!)

Schaden macht kluch, und eine Mitschuld trägt hier die SB.

Das gute daran wäre für mich, dass ich für diese ZAF schon mal nicht mehr in Frage komme.
 

marco76

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#22
Auch wenn ich mit ZAF auf dem Kriegsfuß stehe, denke ich, dass es nicht in Ordnung ist, der ZAF nicht wenigstens mitgeteilt zu haben, dass man noch AU ist. Die ZAF rechnet doch damit, dass die Freundin ab Montag zur Arbeit erscheint.

Ich befürchte, dass man sich bei so einem Verhalten schadensersatzpflichtig macht.

Für diesen Fall würde ich empfehlen, trotz AU bei der ZAF zu erscheinen und die Arbeit aufzunehmen. Ob der Entleiher dann was mit mir anfangen kann, steht dann auf einem anderen Blatt.

Ein Ausweg wäre vielleicht noch, dass die Freundin "glücklicherweise" aus einem anderen Grund AU ist, und sich von einem anderen Arzt krankschreiben lässt. Oder man sagt, dass man sich über die Möglichkeit, nun endlich arbeiten zu dürfen, so gefreut hat, dass man den Arbeitsvertrag trotz AU unterschrieben hat und auch den Arbeitgeber über die AU nicht in Kenntnis gesetzt hat, und nun habe sich herausgestellt, dass das doch ein Fehler war. (Man sollte vielleicht noch einmal mit dem Arzt reden, ob er nicht doch eine neue AU ausstellen kann.)
Da könnte die Unterzeichnerin ja mitteilen, dass sie bei Unterschrift selber dachte wieder "Fit" zu sein, was sich am Wochenende aber als falsch rausstellte.

Also am besten neue AU aber nicht mit der gleichen Krankheit?
 

hellucifer

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#23
Da könnte die Unterzeichnerin ja mitteilen, dass sie bei Unterschrift selber dachte wieder "Fit" zu sein, was sich am Wochenende aber als falsch rausstellte.

Also am besten neue AU aber nicht mit der gleichen Krankheit?
Da Lügen kurze Beine haben, würde ich eher versuchen, eine neue AU zu besorgen und dem Arzt sagen, dass ich mich einfach überschätzt oder die Situation falsch eingeschätzt habe, was ja wohl nicht gelogen ist. Dafür wird ein guter Arzt bestimmt Verständnis aufbringen.
 

hellucifer

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#24
Mein Vorgehen in diesem Fall wäre, den Arbeitgeber so früh wie möglich davon in Kenntnis zu setzen, dass ich AU bin (am besten noch heute, in der Regel sind Disponenten der ZAF auch sonntags telefonisch erreichbar). Am Montag würde ich dann beim Arzt eine neue AU besorgen oder der ZAF einfach die alte AU vorlegen.

Die ZAF bekommt dann vielleicht einen Tobsuchtsanfall, aber das wäre mir egal bzw. ich würde mich darüber sogar noch freuen.

Das kommt halt dabei heraus, wenn man die Leute auf Biegen und Brechen in Arbeit bringen will und die eingeschüchterten Elos einfach so einen Arbeitsvertrag unterschreiben.
 
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#25
warum soll ein Antrag auf Auskunftsverlangen an die ZAF gesendet werden?
Weil ich dich darüber informiert hatte, dass du ...
wegen dem nicht mein Gerät Passus, eines der Anschreiben (...) entsprechend
... abändern sollst.

Oder möchtest du/ihr in Zukunft täglich mit Faxen von der ZAF beglückt werden?

So eine schnelle Erreichbarkeit macht einen für ZAFs sehr attraktiv!!

havenstein sagte :
Allerdings könnte man durchaus auch eine (vor-)vertragliche Nebenpflicht diskutieren, wonach die Freundin bereits am Freitag verpflichtet gewesen wäre den Arbeitgeber über die bestehende AU zu informieren.
Deshalb mein Vorschlag;
Heute (bzw. vor der morgigen ZAF-Büroöffnungszeit) die Mitteilung ...
... die vorhandene AU ist leider doch noch nicht beendet (was SB schon bei der Terminvereinbarung wusste und bei der ZAF-Rückmeldung auch übersehen hatte)
... die AU-Bescheinigung muss vom Amt besorgt werden.

hellucifer sagte :
am besten noch heute, in der Regel sind Disponenten der ZAF auch sonntags telefonisch erreichbar
NICHT mit der ZAF telefonieren!!!

Da besteht die Gefahr, dass man sich verplappert oder der Disponent einen breitquatscht doch zur Arbeit zu kommen.

Fax mit dem: "Nicht mein Gerät"-Zusatz oder einen Brief einwerfen.

hellucifer sagte :
Die ZAF bekommt dann vielleicht einen Tobsuchtsanfall, aber das wäre mir egal bzw. ich würde mich darüber sogar noch freuen.

Das kommt halt dabei heraus, wenn man die Leute auf Biegen und Brechen in Arbeit bringen will und die eingeschüchterten Elos einfach so einen Arbeitsvertrag unterschreiben.
:icon_twisted:

Wegen dem Schadenersatz wegen Nichtantritt:
Ich glaube, es gibt ein/mehrere Urteil/e wo drinnen steht, dass der ZAF kein Schadenersatz zusteht. (Geschäftsrisiko)

Nicht umsonst ist in (manchen/allen) ZAF-Verträgen der Passus; wird am ersten Tag nicht die Arbeit angetreten, ist der Vertrag nichtig.
 

hellucifer

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#26
Ich möchte jedoch warnend darauf hinweisen, dass die Freundin ihren arbeitsvertraglichen Pflichten genügen muss, soweit es ihr zumutbar ist.

Sie hat einen Arbeitsvertrag, und wenn sie ihre Pfichten verletzt, dann führt das zur Abmahnung oder gar Kündigung. Und im letzteren Fall wird das vom Jobcenter sanktioniert.

Die Freundin hat das ihr zumutbare zu tun, dass ihr keine verhaltensbedingte Kündigung ausgesprochen wird.
 

marco76

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#27
Nun gut, das Einfachste ist wohl das sie Morgen zum Arzt geht, wegen neuer AU. Vorher bis 9:00 Uhr bei der ZAF anrufen und sich krankmelden. Nach dem Arztbesuch die AU vorab zur ZAF Faxen und die Original AU unter Zeugen bei der ZAF einwerfen. Damit sollten zumindestens ihre Vertraglichen Verpflichtungen (bis 09:00 Uhr Telefonisch melden) erfüllt. Alles was danach kommt wie "kommen sie zum Gespräch in die ZAF" oder dauernde Anrufe durch die ZAF, braucht sie wärend sie AU ist nicht zu interessieren? Handeln erst wieder ab event. Kündigung (Meldung beim JC etc.)
Wie geht es dann weiter, muss sie dann auch sofort zur Krankenkasse und Krankengeld beantragen, da ja die ersten Wochen die ZAF nicht zahlen muss?
 

hellucifer

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#28
Alles was danach kommt wie "kommen sie zum Gespräch in die ZAF" oder dauernde Anrufe durch die ZAF, braucht sie während sie AU ist nicht zu interessieren? Handeln erst wieder ab event. Kündigung (Meldung beim JC etc.)

Wie geht es dann weiter, muss sie dann auch sofort zur Krankenkasse und Krankengeld beantragen, da ja die ersten Wochen die ZAF nicht zahlen muss?
Da Deine Freundin ein Arbeitsverhältnis hat, ist das Jobcenter erst einmal nicht mehr zuständig. Für Februar muss es allerdings noch Leistungen erbringen, da die erste Lohnzahlung erst am 15. Februar erfolgen wird, und von dem Lohn der Lebensunterhalt nicht bestritten werden kann. Der Lohn für Februar wird erst am 15. März gezahlt werden, also muss das Jobcenter auch noch für den Monat März Leistungen erbringen.

Wenn die ZAF zum Gespräch bittet, wie es denn nun weitergehen soll, so hat deine Freundin diesem Gespräch trotz AU Folge zu leisten. Es sei denn sie wäre bettlägerig, was hier ja nicht der Fall ist.

Ob die Krankenkasse den Lohn fortzahlen muss - von Lohnfortzahlung kann m.E. gar nicht die Rede sein, da noch nicht einmal ein einziger Tag Arbeit geleistet worden ist - da bin ich überfragt; ich glaube nicht, aber die Krankenkasse zu fragen und dort einen Antrag zu stellen, schadet ja nicht. Sieht sich die KK nicht zuständig, wird sie deine Freundin ans Jobcenter verweisen.

Am ehesten glaube ich, dass Deine Freundin noch morgen oder übermorgen ihre Kündigung erhalten wird.
 

faalk

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#29
Zitat:"Wenn die ZAF zum Gespräch bittet, wie es denn nun weitergehen soll, so hat deine Freundin diesem Gespräch trotz AU Folge zu leisten. Es sei denn sie wäre bettlägerig, was hier ja nicht der Fall ist"

Während AU? Denke eher nicht.

Möchte Ihr Arbeitgeber während einer Arbeitsunfähigkeit ein Personalgespräch mit Ihnen führen, brauchen Sie daran nicht teilzunehmen. Ein Teil Ihrer Arbeit ist auch das Führen von Personalgesprächen. Dafür sind Sie aber gerade krank geschrieben, damit Sie das nicht müssen. Quelle: Arbeitsrecht.org | verständlich, unabhängig, rechtssicher
 

hellucifer

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#30
Zitat:"Wenn die ZAF zum Gespräch bittet, wie es denn nun weitergehen soll, so hat deine Freundin diesem Gespräch trotz AU Folge zu leisten. Es sei denn sie wäre bettlägerig, was hier ja nicht der Fall ist"

Während AU? Denke eher nicht.

Möchte Ihr Arbeitgeber während einer Arbeitsunfähigkeit ein Personalgespräch mit Ihnen führen, brauchen Sie daran nicht teilzunehmen. Ein Teil Ihrer Arbeit ist auch das Führen von Personalgesprächen. Dafür sind Sie aber gerade krank geschrieben, damit Sie das nicht müssen. Quelle: Arbeitsrecht.org | verständlich, unabhängig, rechtssicher
Dies würde dann aber im Widerspruch dazu stehen, dass Erwerbslose bei AU Termine beim Jobcenter wahrnehmen müssen. (Sieht man einmal davon ab, dass das System Hartz-IV total bekloppt und von Willkür geprägt ist.)

Der Arbeitgeber wird aber kaum ein Arbeitsverhältnis aufrechterhalten wollen, wenn der Arbeitnehmer weder zur Arbeit erscheint noch an einem Personalgespräch teilnimmt. Wenn es zu einem Verwaltungs- oder rechtsstreitlichen Verfahren kommen wird, dann wird man ganz genau hinschauen, ob die Teilnahme an einem Personalgespräch zumutbar war oder nicht. Immerhin war die Freundin auch in der Lage, oder hat sich in der Lage gesehen, an einem Gespräch mit dem Arbeitgeber teilzunehmen, als es darum ging, über den Arbeitsvertrag zu "verhandeln". Sprich: Ich wäre da sehr vorsichtig!
 

havenstein

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#32
Während einer bestehenden AU entfällt das Direktionsrecht des Arbeitgebers und du gehst nirgendwohin!
 

hellucifer

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#33
Im Normalfall würde ich faalk und havenstein Recht geben.

Ich lege nur nahe, dass die Freundin es selbst entscheiden sollte, wie sie sich verhält.

Die AU bei Abschluss des Arbeitsvertrages zu verschweigen, aber dann nicht zur Arbeit zu erscheinen, und sich dann womöglich noch einem möglicherweise bevorstehenden Gespräch mit dem Arbeitgeber über den weiteren Gang zu verweigern, das halte ich für sehr gewagt.

Aber ich glaube gar nicht, dass es zu so einem Gespräch überhaupt kommen wird. Die Kündigung ist so gut wie sicher!
 

Frank71

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#34
Mann muß sich doch mal die Frage stellen, warum es überhaupt soweit gekommen ist,
das Jobcenter hat eine vorliegende AU der HE, HE unterschreibt bei der ZAF einen Arbeitsvertrag auf Nachdruck der SB trotz AU, normal sollte die HE doch so schlau sein und auf ihre AU hinweisen einerseits gegenüber des JC das ja vollkommen ausreichend ist und nicht gegenüber der ZAF.

Sollte dieses Vorkommen so stimmen, dann hat die SB des JC aber auch ein Problem,
denn sie hat das bei der ZAF ja erst angezettelt trotz wissender AU.
 

hellucifer

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#35
Mann muß sich doch mal die Frage stellen, warum es überhaupt soweit gekommen ist,
das Jobcenter hat eine vorliegende AU der HE, HE unterschreibt bei der ZAF einen Arbeitsvertrag auf Nachdruck der SB trotz AU, normal sollte die HE doch so schlau sein und auf ihre AU hinweisen einerseits gegenüber des JC das ja vollkommen ausreichend ist und nicht gegenüber der ZAF.

Sollte dieses Vorkommen so stimmen, dann hat die SB des JC aber auch ein Problem,
denn sie hat das bei der ZAF ja erst angezettelt trotz wissender AU.
Die Frage muss man sich nicht mehr stellen, weil sie schon beantwortet ist. Es ist auf der einen Seite der Übereifer der SB und auf der anderen Seite eine warscheinlich eingeschüchterte HE, die trotz AU einen Arbeitsvertrag abschließt, ohne auf die AU hinzuweisen. Die HE hätte einfach sagen müssen, dass sie erst ab dem 30. Januar zur Verfügung steht, bis zum 29. Januar ist sie AU. Dann wäre der Vertrag, wenn überhaupt, erst am oder mit Beginn des 30. Januar abgeschlossen werden.

Kein Arbeitgeber nimmt einen Arbeitnehmer unter Vertrag, wenn er dessen Arbeitskraft nicht nutzen kann.

Die SB wird man auch nicht verantwortlich machen können, da sie lediglich über den Vertragsschluss unterrichtet worden ist; dass die HE bereits am Montag zur Arbeit antanzen soll, davon hat sie wahrscheinlich keine Kenntnis oder es nicht auf dem Schirm, dass eine AU vorliegt.

Der schwarze Peter liegt bei der HE.
 
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#36
Warum unterschreibt man einen Arbeitsvertrag wenn man gesundheitlich nicht Leistungsfähig ist. Man kann es sich auch selbst schwer machen.
 

hellucifer

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#37
Warum unterschreibt man einen Arbeitsvertrag wenn man gesundheitlich nicht Leistungsfähig ist. Man kann es sich auch selbst schwer machen.
Einmal davon abgesehen, dass Deine Fragestellung nicht sehr hilfreich ist, ist es schon für Leute ohne seelische oder psychische Probleme schwer, sich gegen das Jobcenter zu behaupten.
 
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#38
Vor allem an @hellucifer:

Aus eigener (ALG1-)Erfahrung kann ich erzählen ...
Ich (Dep*) hatte freitags einen AV bei einer ZAF unterschrieben und samstags einen Freizeitunfall.
Ins Krankenhaus zur Unfallbehandlung, keine AU bekommen, montags bei der ZAF und dem Einsatzbetrieb angerufen und die Lage geschildert.

Im Laufe des Tages vom Hausarzt die AU-Bescheinigung bekommen, bei der ZAF abgegeben ... und was ist schlimmes passiert?

NICHTS!!

Der Disponent hat mich auf das Krankengeld über die Krankenkasse informiert; ich solle so schnell wie möglich meine Krankenkasse darüber informieren, und dann wurde gewartet, bis ich wieder arbeitsfähig war!

Meinen Einsatz habe ich dann erst nach der AU-Zeit angetreten.
War leider/zum Glück(?) keine Helferstelle, sonst hätte ich die Kündigung (wahrscheinlich) sofort bekommen.

Also hört doch bitte auf, dem @TE den Teufel an die Wand zu malen!

Sollte es wirklich Probleme mit dem JC geben ... erst DANN muss man weitersehen.
 

hellucifer

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#39
Vor allem an @hellucifer:

Aus eigener (ALG1-)Erfahrung kann ich erzählen ...
Ich (Dep*) hatte freitags einen AV bei einer ZAF unterschrieben und samstags einen Freizeitunfall.
Ins Krankenhaus zur Unfallbehandlung, keine AU bekommen, montags bei der ZAF und dem Einsatzbetrieb angerufen und die Lage geschildert.
Die Frage, ob der HE Folgen drohen, ist ja auch bereits längst beantwortet. (Siehe oben!)

Zu Deinem Erfahrungsbericht gibt es einen kleinen Unterschied. Du hast den AV zuerst unterschrieben, und erst dann bist du AU geworden. Die Freundin des Threaderstellers hat den Arbeitsvertrag am Freitag unterschrieben, sollte am Montag zur Arbeit erscheinen, aber hat die ZAF nicht über die AU in Kenntnis gesetzt, die bereits vor Abschluss des AV vorlag. Warum auch immer. Das Problem hierbei ist nur, dass die ZAF dem Entleiher so kurzfristig eventuell kein Personal zur Verfügung stellen kann. (Nicht dass ich Mitleid mit der ZAF hätte. Aber das kann der Freundin auf die Füße fallen.)
 
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#40
hellucifer sagte :
Das Problem hierbei ist nur, dass die ZAF dem Entleiher so kurzfristig eventuell kein Personal zur Verfügung stellen kann.
Wenn ich diese Argumentation weiterdenke ...

Dann hätte die Freundin auch Schadenersatz zahlen müssen, wenn sie am Freitag den AV nicht unterschrieben hätte!

Mach bitte das Problem der ZAF (Personal für einen Kunden liefern) nicht zum Problem des LAN!
Btw:
Wir wissen auch nicht, ob die Freundin, direkt nach der Vertragsunterzeichnung, schon einen Einsatz zugewiesen bekommen hat.
Die ganze Geschichte ist mir etwas zu schnell (von SB, ZAF und -leider auch- der Freundin) über die Bühne gegangen.

Mich würde es nicht wundern, wenn die ZAF heute bei Arbeitsbeginn der Freundin eingeredet hätte:
Erst ab Mittwoch ist ein Einsatz vorhanden ... bis dahin dürfen sie ausnahmsweise ihr Arbeitszeitkonto (mit Minusstunden) belasten.
[/Btw]

Es kann immer passieren, dass kurzfristig etwas dazwischenkommt.

In unserem Fall war es das nicht stattgefundene gesundwerden.

Und, da weder das JC noch die ZAF eine Diagnose auf der AU sehen können ... dürfen sie gerne über die Krankheit spekulieren.

AnonNemo
 

faalk

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#41
Die Frage, ob der HE Folgen drohen, ist ja auch bereits längst beantwortet. (Siehe oben!)

Zu Deinem Erfahrungsbericht gibt es einen kleinen Unterschied. Du hast den AV zuerst unterschrieben, und erst dann bist du AU geworden. Die Freundin des Threaderstellers hat den Arbeitsvertrag am Freitag unterschrieben, sollte am Montag zur Arbeit erscheinen, aber hat die ZAF nicht über die AU in Kenntnis gesetzt, die bereits vor Abschluss des AV vorlag. Warum auch immer. Das Problem hierbei ist nur, dass die ZAF dem Entleiher so kurzfristig eventuell kein Personal zur Verfügung stellen kann. (Nicht dass ich Mitleid mit der ZAF hätte. Aber das kann der Freundin auf die Füße fallen.)
Hm, eine AU ist ja nur eine Prognose vom Arzt, wie lange man voraussichtlich AU ist. Mal angenommen man denkt also, super ich fühle mich trotz AU wieder arbeitsfähig, unterschreibt einen AV. Am Wochenende dann ups Rückenschmerzen /Grippe/ Magen Darm oder was auch immer. Montags immer noch schlecht, geht zu Arzt und der schreibt einen auf xyz AU. :icon_idea:
 

faalk

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#42
Das Problem hierbei ist nur, dass die ZAF dem Entleiher so kurzfristig eventuell kein Personal zur Verfügung stellen kann.

Das kann auch passieren, wenn man schon 10 Jahre bei der ZAF angestellt ist. Montag Einsatz da und da. Krankmeldung am Montag, dann kann sich die ZAF unter Umständen auch nicht so schnell Ersatz aus den Rippen schneiden (obwohl die wohl immer nen Dummen finden werden) ;-)
 

marco76

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#43
Kleiner Zwischenbericht.
Freundin wurde wie im AV verlangt Rechtzeitig Telefonisch krankgemeldet. Vom Arzt AU geschrieben. AU wie im AV verlangt vorab schriftlich an ZAF gesendet (Fax). Original AU noch Abends unter Zeugen bei der ZAF eingeworfen.
Heute Brief von der ZAF bekommen, Inhalt: "Wegen Nichtaufnahme der Arbeit, sei der AV nicht zustandegekommen"
Darüber steht nichts im AV, aber laut Tarifvertrag dem die ZAF anhängt, heist es zum Thema Nichtaufnahe,
"Erscheint der Arbeitnehmer am ersten Arbeitstag
nicht und benachrichtigt den Arbeitgeber nicht
unverzüglich über die Verhinderung am ersten
Arbeitstag
, so gilt das Beschäftigungsverhältnis als
nicht zustande gekommen

Nun wurde die ZAF ja unverzüglich informiert.
Soll man dass Schreiben nun so hinnehmen und sich wieder beim JC melden, oder sollte man der ZAF schreiben, dass laut Tarivfertrag sehr wohl das Beschäftigungsverhältnis zustandegekommen ist?
 
E

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#44
Einmal davon abgesehen, dass Deine Fragestellung nicht sehr hilfreich ist, ist es schon für Leute ohne seelische oder psychische Probleme schwer, sich gegen das Jobcenter zu behaupten.
Ja genau deswegen, weil man andere Probleme hat. Gesundheit geht über alles.
Da käme ich nicht auf die Idee einen AV zu unterschreiben.
 
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#45
Hallo marco76,

als Erstes;
den Ablauf (d. h., Telefonat wegen Krankmeldung, Abgabe der AU usw.) aufschreiben, Beweise (Briefe, Faxe, Einzelverbindungsnachweis, das Menü mit den ein-/ausgegangenen Anrufen usw.) sichern und von den entsprechenden Zeugen (mit Datum) bestätigen lassen!

Falls es vor Gericht geht / gehen muss, haben alle Beteiligten Unterlagen die sie auch noch Jahre später zur Hand haben.

Zu deiner Frage:
Ich denke, es dürfte nicht schaden, wenn ihr der Kündigung widersprecht und auf Einhaltung des AV besteht.
Wahrscheinlich wird dann eben die grundlose Kündigung in der Probezeit kommen.

Solltet ihr die Kündigung hinnehmen, könnte SB da eine Arbeitsvereitelung sehen und deine Freundin sanktionieren.

Dies ist nur meine Meinung!

AnonNemo
 

marco76

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#46
Ich denke auch, dass bei Widerspruch so oder so die Kündigung kommt. Laut Vertrag " In den ersten vier
Wochen der Probezeit kann das Beschäftigungsverhältnis mit einer Frist von 2 Arbeitstagen gekündigt werden
"
Da der AG während der Probezeit sowieso ohne Gründe kündigen kann, denke ich dass das JC keinen Grund hat zu Sanktionieren!?
 

hellucifer

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#47
Da das Jobcenter ohnehin über diesen Sachstand informiert werden muss, kann dabei gleichzeitig gefragt werden, ob man der Kündigung widersprechen soll.

Ich würde der Kündigung nicht nur widersprechen, sondern beim zuständigen Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage einreichen; dafür gibt es eine Frist von drei Wochen nach Erhalt der schriftlichen Kündigung. Also erst mal widersprechen, und wenn die Kündigung nicht zurückgenommen wird, dann unverzüglich klagen.

Gibt dir die SB grünes Licht, dass du nicht widersprechen musst, dann würde ich natürlich beides unterlassen.
 

faalk

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#48
Als Kündigung sehe ich das Schreiben ja nicht mal. Angeblich ist das Arbeitsverhältnis durch nicht Antritt erst garnicht zu Stande gekommen. Ich gehe davon aus, dass die von der ZAF denken, dass die AN die beschriebenen Paragrafen im Tarifvertrag nicht kennt, oder sich selbigen nicht durchliest. Man kann es ja mal versuchen ;-)
Das während der Probezeit kein Kündigungsschutz (Mit strengen Ausnahmen) besteht, sollten die beim Jobcenter auch wissen. :icon_hihi:
Also sehe ich in dieser Sache eine Kündigungsschutzklage als sinnlos an.
 

havenstein

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#49
Da keine Kündigung erklärt wurde, kann auch keine Kündigungsschutzklage eingereicht werden. Richtige Klageart wäre die Feststellungsklage. Die Diskussion hierüber ist mühselig, da die Dame die nächsten 4 Wochen keinerlei Entgeltansprüche hat.

Teilt der ZAF mit, dass der Arbeitsvertrag sehr wohl besteht, da die Arbeitsunfähigkeit unverzüglich mitgeteilt wurde. Nur bei unentschuldigtem Fehlen am 1. Arbeitstag gilt der Vertrag als nicht geschlossen. Am besten vorab per Fax. Postalisch via Einwurfeinschreiben hinterher oder persönlich mit Zeugen einwerfen. Die Kündigung sollte dann bis Ende der Woche eingegangen sein.

Mit Erhalt der Kündigung ist deine Freundin auf der sicheren Seite.
 

hellucifer

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#50
Als Kündigung sehe ich das Schreiben ja nicht mal. Angeblich ist das Arbeitsverhältnis durch nicht Antritt erst garnicht zu Stande gekommen. Ich gehe davon aus, dass die von der ZAF denken, dass die AN die beschriebenen Paragrafen im Tarifvertrag nicht kennt, oder sich selbigen nicht durchliest. Man kann es ja mal versuchen ;-)
Das während der Probezeit kein Kündigungsschutz (Mit strengen Ausnahmen) besteht, sollten die beim Jobcenter auch wissen. :icon_hihi:
Also sehe ich in dieser Sache eine Kündigungsschutzklage als sinnlos an.
Nach dem Wortlaut des Tarifvertrages ist das Beschäftigungsverhältnis zustandegekommen. Durch die Mitteilung des Arbeitnehmers über die Erkrankung an die ZAF und durch die Abgabe der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung signalisiert der Arbeitnehmer, dass er an dem Beschäftigungsverhältnis festhalten möchte. Anders liegt der Fall, wenn der Arbeitnehmer am ersten Arbeitstag gar nicht erscheint, hierfür aber keinen triftigen Grund angibt. Dann gilt das Beschäftigungsverhältnis als nicht zustandegekommen.
 

hellucifer

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#51
Nun wurde die ZAF ja unverzüglich informiert.

Soll man dass Schreiben nun so hinnehmen und sich wieder beim JC melden, oder sollte man der ZAF schreiben, dass laut Tarivfertrag sehr wohl das Beschäftigungsverhältnis zustandegekommen ist?
Ich würde das Schreiben so nicht hinnehmen, sondern unter Hinweis auf den Tarifvertrag vortragen, dass ich anderer Ansicht bin, also das Beschäftigungsverhältnis sehr wohl zustandegekommen ist.

Das Jobcenter würde ich hierüber auf jeden Fall informieren. (Schon weil sich die SB-Tante grün ärgern wird, weil ihre Bemühungen ins Leere gelaufen sind.)
 

marco76

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#52
Antwortschreiben an ZAF ist raus. Abwarten.
Die SB vom JC wird noch früh genug "in die Luft gehen", wenn dann doch die Kündigung kommen sollte. Da werden wir erstmal die Füße still halten. :icon_hihi:
 

hellucifer

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#53
Antwortschreiben an ZAF ist raus. Abwarten.
Die SB vom JC wird noch früh genug "in die Luft gehen", wenn dann doch die Kündigung kommen sollte. Da werden wir erstmal die Füße still halten. :icon_hihi:
Das halte ich nicht für ratsam. Wenn mit dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses zu rechnen ist, und das ist es hier, dann ist das eine leistungsrelevante Tatsache. Theoretisch könnte die SB ja ihre Bemühungen, deine Freundin Arbeit zu vermitteln wieder aufnehmen, unabhängig davon ob eine AU vorliegt oder nicht.

Aber Ihr müsst das selbst entscheiden. Ich möchte Euch nur gewarnt haben.

Was spricht denn dagegen, der SB mitzuteilen, dass die ZAF das Beschäftigungsverhältnis als nicht zustandegekommen ansieht?

Und übrigens: Die erneut ausgestellte AU-Bescheinigung ist dem Jobcenter vorzulegen!
 

marco76

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#54
Das halte ich nicht für ratsam. Wenn mit dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses zu rechnen ist, und das ist es hier, dann ist das eine leistungsrelevante Tatsache. Theoretisch könnte die SB ja ihre Bemühungen, deine Freundin Arbeit zu vermitteln wieder aufnehmen, unabhängig davon ob eine AU vorliegt oder nicht.

Aber Ihr müsst das selbst entscheiden. Ich möchte Euch nur gewarnt haben.

Was spricht denn dagegen, der SB mitzuteilen, dass die ZAF das Beschäftigungsverhältnis als nicht zustandegekommen ansieht?

Und übrigens: Die erneut ausgestellte AU-Bescheinigung ist dem Jobcenter vorzulegen!
Noch steht sie meiner Meinung nach so lange bei der ZAF unter Vertrag, bis das mit dem "umgehen" der Tarifvertraglichen Vorschriften geklärt ist oder sie von Seiten der ZAF gekündigt wurde. So lange hat sie nichts mehr mit dem JC zu tun.
Deshalb bin ich auch der Meinung, dass der SB, da ab Arbeitsvertrag nicht mehr zuständig, dies nicht gemeldet werden muss. Wie gesagt, meine Meinung, lasse mich aber aber gerne eines besseren belehren, wenn es der Sache dient.

Auch die AU hat meiner meinung nach (noch) nichts beim JC zu suchen, da zu diesen Zeitpunkt nicht mehr zuständig. Mal ganz von ab, dass selbige bei der ZAF liegt, wo sie ja auch erstmal hingehört.
 

hellucifer

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#55
Kooperationsbereitschaft (im Sinne von "entgegeneilender Gehorsam") würde ich im Beispiel deiner Freundin schon für angebracht halten. Aber das ist meine Meinung.

Manchmal sollte man, wenn man einen Fehler gemacht hat oder sich geirrt hat, das auch eingestehen.

Immer mit dem Kopf durch die Wand zu laufen, da kann auch mal eine Beule bei rauskommen!
 

faalk

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#56
Kooperationsbereitschaft (im Sinne von "entgegeneilender Gehorsam") würde ich im Beispiel deiner Freundin schon für angebracht halten. Aber das ist meine Meinung.

Manchmal sollte man, wenn man einen Fehler gemacht hat oder sich geirrt hat, das auch eingestehen.

Immer mit dem Kopf durch die Wand zu laufen, da kann auch mal eine Beule bei rauskommen!
Ich sehe es eher so. Stand fürs JC, Arbeitsvertrag mit ZAF unterschrieben (JC damit raus). Zum Arbeitsantritt erkrankt (Arbeitgeber hier ZAF zuständig). Diese schickt einen Brief, mit angeblich nicht zustandegekommenen Arbeitsverhältnis, was laut TV so nicht in ordnung ist, also immer noch Arbeitgeber zuständig. Widerspruch wurde eingelegt. Nun warten wie der Arbeitgeber reagiert, entweder Kündigung (kann man von ausgehen), erst dann JC wieder zuständig oder der Arbeitgeber lässt den Arbeitsvertrag einfach so weiterlaufen (eher weniger)
 

hellucifer

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#57
Nicht dass ich gerne Recht haben möchte, aber vielleicht hilft ein Blick ins Rechtsgebiet des SGB III. Im Recht für Arbeitslosengeld-Empfänger (nicht Arbeitslosengeld-2-Empfänger) ist normiert, was passiert, wenn ein von Arbeitslosigkeit bedrohter sich nicht rechtzeitig arbeitsuchend meldet. Man verhängt dann eine Sperrzeit.

Dies dürfte man auf Hartz-IV-Empfänger übertragen, zumindest zu übertragen versuchen. Ob es hiefür eine Rechtsgrundlage gibt oder nicht, das schert einen SB oft nicht. Der lässt es auf einen Rechtsstreit ankommen. Und den Stress würde ich mir nicht unbedingt antun wollen.
 

faalk

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#58
Nicht dass ich gerne Recht haben möchte, aber vielleicht hilft ein Blick ins Rechtsgebiet des SGB III. Im Recht für Arbeitslosengeld-Empfänger (nicht Arbeitslosengeld-2-Empfänger) ist normiert, was passiert, wenn ein von Arbeitslosigkeit bedrohter sich nicht rechtzeitig arbeitsuchend meldet. Man verhängt dann eine Sperrzeit.

Dies dürfte man auf Hartz-IV-Empfänger übertragen, zumindest zu übertragen versuchen. Ob es hiefür eine Rechtsgrundlage gibt oder nicht, das schert einen SB oft nicht. Der lässt es auf einen Rechtsstreit ankommen. Und den Stress würde ich mir nicht unbedingt antun wollen.
Verstehe was du meinst, aber
Ist sie den von Arbeitslosigkeit bedroht? Vielleicht nimmt der Arbeitgeber ja auch sein Schreiben auf Grund des Widerspruchs zurück. Kommt dann als Reaktion die Kündigung seitens der ZAF oder lassen die vielleicht den Vertrag so gar laufen, zumindestens für die vier Wochen, wo keine Lohnfortzahlung für die ZAF besteht ?. Man kann vielleicht davon ausgehen, dass man die Kündigung bekommt, wissen tut man das nicht. All das steht in den Sternen. Und wenn die SB beim JC das Ergebnis schon vorher weis/wissen wollte, dann wohl nur durch ihre :glaskugel:
 

havenstein

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#59
Nein ist sie nicht. Außerdem kommt nach dem Fax heute sowieso am Donnerstag die Kündigung.
 

marco76

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#60
Nein ist sie nicht. Außerdem kommt nach dem Fax heute sowieso am Donnerstag die Kündigung.
Nicht erst Donnerstag, sonder sogar schon heute. Kündigung zum 29.01.2016. Also wieder beim JC melden so weit, so gut.
Nun hat sie gestern noch eine Anhörung vom JC bekommen. Sie war im November in einer Maßnahme und hat da einen Tag unentschuldigt gefehlt. Ist diese Anhörung jetzt nach "Arbeitsaufnahme" überhaupt noch gültig, bzw. wird diese wieder gültig, wenn sie jetzt nach der Kündigung wieder in ALG II fällt?
Wie sieht es allgemein mit der EGV aus, die sie VOR "Arbeitsaufnahme" abgeschlossen hat aus, behält diese trotzdem ihre Gültigkeit?
 

havenstein

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#61
Nicht erst Donnerstag, sonder sogar schon heute. Kündigung zum 29.01.2016. Also wieder beim JC melden so weit, so gut.
Nun hat sie gestern noch eine Anhörung vom JC bekommen. Sie war im November in einer Maßnahme und hat da einen Tag unentschuldigt gefehlt. Ist diese Anhörung jetzt nach "Arbeitsaufnahme" überhaupt noch gültig, bzw. wird diese wieder gültig, wenn sie jetzt nach der Kündigung wieder in ALG II fällt?
Wie sieht es allgemein mit der EGV aus, die sie VOR "Arbeitsaufnahme" abgeschlossen hat aus, behält diese trotzdem ihre Gültigkeit?
Für mich sieht das nach einer Retourkutsche seitens des JC aus. Vermutlich hatte man nicht vor die Sache von November zu verfolgen und nach der Aktion jetzt zaubert sie den unentschuldigten Fehltag aus dem Ärmel, weil sie wegen der Kündigung keinen Ansatz für eine Sanktion findet. Auch unwahrscheinlich, dass das JC erst jetzt Kenntnis von dem Fehltag erlangt hat. Das wurde sicher schon früher mitgeteilt. Wirklich armselig, wenn JC-Mitarbeiter nicht ihren Job machen können, sondern alles "persönlich" nehmen. Nur weil die Alte mit ihrem Job und Leben unzufrieden ist, muss sie es nicht an den Elos auslassen.

Nun ja, kommt darauf an. Grundsätzlich ist die Hilfsbedürftigkeit deiner Freundin trotz Arbeitsvertrag nie entfallen. Insofern kann nun eine Sanktionsanhörung sehr wohl durchgeführt sowie verhängt werden. Sie würde ja durchgehend ALG 2 erhalten trotz Arbeitsvertrag, da kein Anspruch auf Arbeitsentgelt besteht und vermutlich auch nicht auf Krankengeld (schon abgeklärt???), da die ZAF sie nie bei der Krankenkasse angemeldet hat.

Ohne Kenntnis der EGV nicht zu beantworten. Manche haben einen Passus, demzufolge die EGV bis zum Ende der Hilfsbedürftigkeit fortwirkt.

Bei deiner Freundin ist diese nie entfallen.

Ihr solltet halt mal durchrechnen, was für sie günstiger ist. Sich ab 25.01. aus dem Leistungsbezug wegen Arbeitsaufnahme abmelden und dann für 1 Woche Regelsatz+KDU anteilig erstatten + Neuantrag am 01.02. oder die Sanktion wegen des unentschuldigten Fehltags.

Plan B, der mir jetzt so durch den Kopf schwirrt, um die Erstattung abzumildern. Falls die Anhörung nicht per (Einwurf)einschreiben gekommen ist. Abmeldung aus dem Leistungsbezug ab 29.01. per Einwurfeinschreiben oder Zeugen an das Jobcenter. Und dann Ende der 1., Anfang der 2. Februarwoche Neuantrag mit Hilfsbedürftigkeit ab 01.02. Dann wären Regelsatz + KDU nur für 3 Tage zu erstatten. Den Zugang einer Anhörung bestreiten. Nie irgendetwas bekommen, falls dies noch einmal zur Sprache kommen sollte. Ohne Anhörung ist eine Sanktion nämlich rechtswidrig. Sie würde dann jegliche Post jedoch nur noch per (Einwurf)einschreiben seitens des JC bekommen. Den nix bekommen Joker kann man nur 1x ziehen.

Hat sie ihr Geld denn schon für Februar erhalten?
 

marco76

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#62
Da die Anhörung wiederum von einer anderen SB (ihre frühere SB) gekommen ist, denke ich das sich das mit der Arbeitsaufnahme überschnitten hat. Sie hat heute auch noch zwei VV für zwei Zeitarbeitsfirmen für nächste Woche von wiederum zwei anderen Sb erhalten.

Krankenkasse sagt, wenn der AG nicht angemeldet hat, muss die KK auch nicht zahlen. Die KK wartet jetzt noch bis zum 10.02.2016, ob der AN noch bei der KK anmeldet, wo von ich nicht ausgehe, den warum sollte die AN nach der Kündigung noch bei der KK angemeldet werden? Auf die Frage an die KK wo dann Geld her kommen soll, so wie wohl in der Ausbildung gelernt, Schulter zucken.

Geld für Februar ist noch nicht da, ist aber wohl auch noch 1-2 Tage zu Früh, denke ich.
 

havenstein

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#63
Da die Anhörung wiederum von einer anderen SB (ihre frühere SB) gekommen ist, denke ich das sich das mit der Arbeitsaufnahme überschnitten hat. Sie hat heute auch noch zwei VV für zwei Zeitarbeitsfirmen für nächste Woche von wiederum zwei anderen Sb erhalten.

Krankenkasse sagt, wenn der AG nicht angemeldet hat, muss die KK auch nicht zahlen. Die KK wartet jetzt noch bis zum 10.02.2016, ob der AN noch bei der KK anmeldet, wo von ich nicht ausgehe, den warum sollte die AN nach der Kündigung noch bei der KK angemeldet werden? Auf die Frage an die KK wo dann Geld her kommen soll, so wie wohl in der Ausbildung gelernt, Schulter zucken.

Geld für Februar ist noch nicht da, ist aber wohl auch noch 1-2 Tage zu Früh, denke ich.
Könnte sich tatsächlich überschnitten haben. Kalkuliert das einfach mal durch, was günstiger ist.

Denke auch nicht, dass sie bei der KK angemeldet wird. Insofern besteht weiterhin Hilfsbedürftigkeit, was mit der Sanktion nun etwas ungünstig ist.

Könnte auch vorläufig eingestellt worden sein. Einfach mal abwarten, ob noch Geld kommt. Freitag müsste es drauf sein.

Sie hat 2 VV von Zeitarbeitsfirmen bekommen ohne vorherige Bewerbung??? Gleich Vorstellungsgespräch nächste Woche??? Das wäre unschön.

Sonst könnte man das Bewerbungsspielchen abziehen. Schriftliche Bewerbung (ausdrücklich nur auf die explizit ausgeschriebene Stelle bewerben und eine Aufnahme in den Bewerberpool untersagen!) OHNE E-Mail Adresse und OHNE Telefonnummer. Dann bekommt man meistens sowieso eine Absage. Wenn eine schriftliche Einladung kommt erst einmal eine Absage schicken, weil man erst Fahrtkosten beim JC beantragen muss. Dann Fahrtkosten beim JC beantragen...

Natürlich ungünstig, wenn die ZAF gleich um die Ecke sind und gar keine Fahrtkosten anfallen. Müsste man abchecken.

Vor den Gesprächen auf jeden Fall die Strategie besprechen. Sonst hat sie schwups wieder eine Sanktion an der Backe, wenn die ZAF melden, dass sie kein Interesse gezeigt hat oder ähnliches. Vermutlich wird die Sachbearbeiter das abchecken. Rache ist Blutwurst & so.

Wichtig: Nicht wieder einen oder am Ende gar 2 Arbeitsverträge unterschreiben :biggrin: Sie muss erst über das Angebot schlafen und ggf. mit ihrem Psychologen darüber sprechen.

Das Bewerberformular nicht komplett ausfüllen. Name, Adresse. Das reicht eigentlich. E-Mail hat sie nicht und ihr Telefon ist gerade kaputt. Die wollen immer die halbe Lebensgeschichte haben, weil sie grundsätzlich keine Bewerbungen lesen. Bankverbindung, Sozialversicherungsnummer, Lohnsteuernummer, gesundheitliche Fragen usw. Könnte man alles auch nach Vertragsunterzeichnung ausfüllen und ist so auch üblich. Das dient nur der Aufnahme in den Bewerberpool, was deine Freundin natürlich nicht möchte. Sie ist nur an den ausgeschriebenen Stellen interessiert, die es vermutlich gar nicht mehr gibt.
 

marco76

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#64
Habe mal nachgefragt, wegen den VV. Dabei handelt es sich jeweils um Vorstellungsgespräche bei ZAF direkt im JC. Es werden auch keine Stellen direkt angeboten, sondern bei der einen Einladung steht nur was von
"Sie werden ein Einzelgespräch mit der Firma Taschenleer Zeitarbeit absolvieren"
Und bei dem anderen VV steht nur, das sie herzlich eingeladen ist zum Vorstellungsgespräch mit der ZAF Hoffnungslos.
Unter diesen Umständen (VV mit ZAF im JC) könnte man da mit Beistand aufschlagen. :icon_hihi:
 

havenstein

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#65
Klar kannst du da als Beistand mitkommen. Wäre vermutlich auch am besten.

Haben die beiden VV hinten eine Rechtsfolgenbelehrung?

Wenn sie nicht erscheinen gibt es Sanktion bla bla blub

Wenn sie eine konkrete Stelle haben, bietet deine Freundin natürlich an sich darauf schriftlich zu bewerben. In einen Pool möchte sie nicht aufgenommen werden. Wieso und warum? Darum! Gar nix dazu sagen. Es ist so. Akzeptieren sie es.

Sie möchte vor Ort auch nix ausfüllen. Alle relevanten Informationen stehen dann in der schriftlichen Bewerbung.

Wenn die Olle vom JC Druck macht von wegen Sanktion, gar nicht darauf eingehen. Sie muss gar nix!

Sie hat Interesse an einer Stelle und wenn es so eine konkrete Stelle gibt, ist sie gerne bereit sich schriftlich darauf zu bewerben & fertig!
 

hellucifer

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#66
Das wird zu unübersichtlich. Wenn sich eine neue Frage stellt oder ein neues Problem auftut, dann solltest du hierfür einen neuen Thread erstellen!

Meines Wissens führt unentschuldigtes Fehlen in einer Maßnahme dann zur Sanktion, wenn dies zur Beendigung der Maßnahme geführt hat.

Ein solches Verhalten zu sanktionieren, hätte das JC natürlich dann nicht mehr verfolgt, wenn der Leistungsbezug durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beendet worden wäre.

Deine Freundin stellt sich in keinem günstigen Licht dar. (Auch wenn ich glaube, dass deine Freundin in ihrer Verfasstheit vielleicht gute Gründe gehabt hat für ihr unentschuldigtes Fehlen.)

Ein gut gemeinter Rat von mir:

Wenn man Spielregeln nicht einhält, dann muss man eben damit rechnen, dass man sanktioniert wird.

Und wenn deine Freundin sich nicht gewachsen fühlt, am Erwerbsleben teilzunehmen, dann sollte sie sich vielleicht überlegen, ob sie sich im Rechtsgebiet des SGB II überhaupt gut aufgehoben fühlt. Vielleicht ist sie im Sozialhilfesystem besser aufgehoben.
 

faalk

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#67
Pf. in welchen Licht das JC mich sehen würde, ginge mir am Allerwertesten vorbei.
Solange das JC die Spielregeln nicht einhält, haben die selbiges auch nicht vom "Kunden" zu erwarte.
Wenn die SB halt meint so ein "wie du mir so ich dir" Spielchen spielen zu müssen, so muss sie auch in Kauf nehmen, unter Umständen an einen stärkeren Spieler zu gelangen.
Durch meine Erfahrungen mit dem JC, vertrete ich den Standpunkt, wer Wind sät.......

Aber es gibt (leider) noch genug, die sich alles gefallen lassen. :wink:

Vielleicht ist sie wirklich nicht im Rechtsgebiet SGB II gut aufgehoben.
Vielleicht ist aber auch die SB dort nicht Richtig aufgehoben, da anscheinend Menschenkenntnisse wie eine Amöbe.
 

marco76

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#68
Erstmal, sie hat das ALG 2 für den Monat Februar ganz normal Ende JAnuar überwiesen bekommen.

Nach der Meldung der Kündigung zum 29.01. beim Jobcenter, hat sie Heute vom Jobcenter Post bekommen, mit folgenden Inhalt, Ihre Leistungen habe ich auf Grund der eingereichten Kündigung ab dem 01.03.2016 wieder aufgenommen.
Reichen Sie bitte umgehend Ihre Lohnabrechnung für den Zeitrauem ab dem 25.01.2016 und Nachweise bzgl. des zeitlichen Lohnflusses (Kopie der Kontoauszüge hier ein.
(einzureichen bis 02.03.2016)

Frage, heist ab dem 01.03.2016 wieder aufgenommen das, sie erst wieder Ende März (für April) ALG 2 gezahlt bekommt, also den kompletten März ohne da steht?

Da der Arbeitgeber die ersten vier Wochen ja kein Lohn zahlen muss, wird sie wohl auch keine Lohnabrechnung bekommen, die sie beim Jobcenter abgeben kann. Oder sollte der Arbeitgeber wenigstens eine 0,00 Euro Abrechnung rausrücken?
 
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#69
Nein, das heisst, dass sie ab dem 1.3. schon Anspruch hat. Von dieser Seite ist alles gut.

Bleibt jetzt halt nur die Rennerei mit den Belegen (Lohnabrechnung,...)

Ist aber auch zu komisch die ganze Angelegenheit. Also musste die Leihbude ein paar Tage zahlen, obwohl der Sklave garnicht da war. Tja, da sieht man schön, wie die primitiv penetrante Vorgehensweisen der meisten Leihbuden, größter Schwachsinn sind.

Ich finde " AU in der ersten Arbeitswoche" sollte als Option im Thread "richtiger Umgang mit Leihbuden" aufgenommen werden.:biggrin:
 

marco76

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#70
In der Kündigung steht, das sie die Arbeitspapiere am 18.02. zugeschickt bekommt. Mal abwarten ob auch eine Abrechnung dabei ist.

Was aus der Krank Woche wird, bin ich gespannt. Die ZAF muss ja laut § 3 Absatz 3 Entgeltfortzahlungsgesetz die ersten vier Wochen nicht zahlen und die Krankenkasse will auch nicht zahlen, wenn meine Bekannte von der ZAF nicht am ersten Arbeitstag bei der Krankenversicherung angemeldet wurde, oder trotz AU noch angemeldet wurde.
 
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