Arbeitsvertrag aushandeln

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Mikhael

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Guten Abend Lieber User,

Ich bin seit einiger zeit in Einer befristeten Anstellung und werde wohl nach Auslauf meines Vertrages nicht weiter beschäftigt.
Derzeit habe ich auch gefühlt 100 Bewerbungen verschickt auch an diverse Vermittler.

Jetzt komme ich auch zum Punkt.
Ich habe ein Angebot eines Vermittlers bekommen indem ich 15,00€ als Stundenlohn erhalte, was zurzeit leider mehr ist als mein momentaner Stundenlohn wenn auch nicht viel mehr.
Der Stundenlohn kommt folgt zur Stande Ich werde in die EG3 eingestuft und erhalte als freiwillige Zulage die Differenz vom Kundenbetrieb. Im Kundenbetrieb findet der Tarif IGM zum Einsatz wodurch ich auch Branchenzuschläge erhalt.
Nur wie ich gesehen habe musste ich eigentlich in EG4 eingesetzt werden, da ich Ausgelernt bin und mittlerweile 2 Jahre Berufserfahrung in meinem gelernten Beruf vorweisen kann.
Dies bezüglich meinte die Vermittlerin, dass Sie allgemein nicht höher als EG3 einstellen. Es sei den ich hätte eine Berufserfahrung von 10 Jahren.
Auch wurden mir vorab von einem anderen Kollegen mit dem ich zur Vorstellung beim Kunden war Mündlich zugesagt ich würde in EG4 eingestuft werden was 12,52€ sind. Dies ist so hingehend wichtig, da sich die Branchenzuschläge aus dem Grundlohn berechnen lassen und nicht noch aus den Zuschlägen. Dass sieht nach 6 Wochen wie folgt aus, statt 15% von 12,52 würde ich nur 15% von 11,83 erhalten was im wesentlichen schon einiges ausmacht. Auch wurden mir bei der Vermittlung 15,50€ versprochen. wobei ich aber auch mit 15 schon zufrieden wäre.

Bis dato wurde noch nicht über die Anzahl der Urlaubstage geredet. Klar ist für mich, dass ich nicht mit 30 Tagen starten werde und auch ist mir klar, dass die meisten Vermittler ihren Zuchtpferden 24 Tage geben. Ich habe jetzt in meinem Fall 26 Tage die sich von Jahr zu Jahr vermehren. Trotzdem bin ich mit dem Ganzen nicht ganz zufrieden gewesen und hab auch höfflich gefragt, ob dieses verhandelt werden kann, da ich in meinem Jetzigen Betrieb 28 Tage habe.
Leider ist dabei auch nicht viel rum gekommen und ich muss wohl mit den 26 Tagen zufrieden sein.

Weiter ging es zu dem Thema Probezeit. Hier habe ich wie schon erwartet die sechs Monate zu hören bekommen. Auf nachfrage ob man diese auf 4 Monate Reduzieren kann wurde mir als Antwort gegeben, dass man andere Mitarbeiter nicht schlechter stellen will als mich. Der punkt worauf ich hier aber genau hinaus wollte ist, dass ich mein Urlaub nicht komplett am Stück nehmen kann, da ich ja in der Probezeit bin. Nur soll ich wie es auch geplant ist nach 6 Monaten Vom Kunden übernommen werden und ich könnte bis dahin meinen Urlaub nicht am stück nehmen. Es sei denn ich würde sie Ansammeln. Doch dann hätte ich nach der Übername wieder das selbe Problem, dass ich diese in der Probezeit wieder nicht aufbrauchen kann nach belieben, was aber eigentlich unwichtig ist, da dies noch weit in der ferne liegt.

Anschließend kam ich noch zum Thema Überstundenzulage und so. Hier wurde mir gesagt, dass ich regulär eine 35 Stunden Woche habe. Der Kunde hat aber in seiner Firma eine 37,5 Stundenwoche und mir würde die Mehrarbeit von ich glaube 15 % erst ab der 40 Stunde bezahlt werden. hierzu zählen nicht die 5 Stunden in den 40 die anfallen.

Diese ganzen Punkte habe ich versucht ein wenig zu meinen Gunsten auszuhandeln. Leider aber ohne erfolg.

Jetzt stellt sich mir die Frage. Ist es Allgemein möglich diese Punkte auszuhandeln?

Diese stelle sollte ich übrigens zum 1.4 Antreten was auch nur möglich ist, wenn ich meine derzeitige stelle durch einen Aufhebungsvertrag auflöse.

Ich habe mir jetzt überlegt beim Kunden persönlich anzurufen und mich mit dem Personalservice verbinden zu lassen um mit dem Herren zu reden, mit dem ich die Vorstellung hatte und ich mitzuteilen, dass ich die stelle am 1.04 nicht antreten kann, da ich mit der Personalfirma nicht auf einen Nenner gekommen bin. Auch wollte ich sagen, dass es mir aber sehr zugesagt hätte bei ihnen arbeiten zu können und dass ich in keinerlei vertraglichen Pflichten bei der Personalfirma stehe und ich dementsprechend bei gern bei ihnen Anfangen würde ohne die Personalfirma.

Hierzu würde ich gerne wissen wollen ob das überhaupt möglich ist und ob dies vorgehen gern gesehen ist ?
 

erwerbsuchend

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Du kannst jeden Arbeitsvertrag verhandeln, sofern du gute Argumente für deine Vorstellungen hast. Es ist ein Irrglaube, dass man während der Probezeit keinen Urlaub nehmen könne. Dies ist durchaus möglich. Schließlich würde eine 6-monatige Urlaubssperre zu entsprechenden Verzerrungen später führen, wenn dann innerhalb von 6 Monaten der komplette Jahresurlaub zu nehmen und vom AG auch zu gewähren ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Nur wie ich gesehen habe musste ich eigentlich in EG4 eingesetzt werden, da ich Ausgelernt bin und mittlerweile 2 Jahre Berufserfahrung in meinem gelernten Beruf vorweisen kann.
Dies bezüglich meinte die Vermittlerin, dass Sie allgemein nicht höher als EG3 einstellen. Es sei den ich hätte eine Berufserfahrung von 10 Jahren.
Hier besteht vielleicht Verhandlungspotential, ...
Ich habe jetzt in meinem Fall 26 Tage die sich von Jahr zu Jahr vermehren. Trotzdem bin ich mit dem Ganzen nicht ganz zufrieden gewesen und hab auch höfflich gefragt, ob dieses verhandelt werden kann, da ich in meinem Jetzigen Betrieb 28 Tage habe.
Leider ist dabei auch nicht viel rum gekommen und ich muss wohl mit den 26 Tagen zufrieden sein.
... aber hier nicht. 26 Tage sind bereits über Tarif.
Weiter ging es zu dem Thema Probezeit. Hier habe ich wie schon erwartet die sechs Monate zu hören bekommen. Auf nachfrage ob man diese auf 4 Monate Reduzieren kann wurde mir als Antwort gegeben, dass man andere Mitarbeiter nicht schlechter stellen will als mich.
Aussichtslos, die 6 Monate stehen im Tarifvertrag.
Wenn die Leihfirma davon zu deinen Gunsten abweichen soll, müsste es schon um eine ganz spezielle Stelle mit ganz speziellen Fachkenntnissen gehen, wo du dann wirklich der einzige in Frage kommende Kandidat bist.
Nur soll ich wie es auch geplant ist nach 6 Monaten Vom Kunden übernommen werden
Die Leihfirmen versprechen sowas oft und gern, aber die haben derartiges nicht zu entscheiden.
Solange du diese Zusage nicht vom Kundenbetrieb schriftlich hast, ist das nichts wert.
Anschließend kam ich noch zum Thema Überstundenzulage und so. Hier wurde mir gesagt, dass ich regulär eine 35 Stunden Woche habe. Der Kunde hat aber in seiner Firma eine 37,5 Stundenwoche und mir würde die Mehrarbeit von ich glaube 15 % erst ab der 40 Stunde bezahlt werden. hierzu zählen nicht die 5 Stunden in den 40 die anfallen.
Tariflich geregelt.
Jetzt stellt sich mir die Frage. Ist es Allgemein möglich diese Punkte auszuhandeln?
Theoretich Ja, praktisch (mit Blick auf die tariflichen Regelungen) Nein.
Diese stelle sollte ich übrigens zum 1.4 Antreten was auch nur möglich ist, wenn ich meine derzeitige stelle durch einen Aufhebungsvertrag auflöse.
Für eine Leihfirma? Würde ich nicht machen, dazu ist Hire & Fire dort viel zu sehr verbreitet.
Ich habe mir jetzt überlegt beim Kunden persönlich anzurufen und mich mit dem Personalservice verbinden zu lassen um mit dem Herren zu reden, mit dem ich die Vorstellung hatte und ich mitzuteilen, dass ich die stelle am 1.04 nicht antreten kann, da ich mit der Personalfirma nicht auf einen Nenner gekommen bin. Auch wollte ich sagen, dass es mir aber sehr zugesagt hätte bei ihnen arbeiten zu können und dass ich in keinerlei vertraglichen Pflichten bei der Personalfirma stehe und ich dementsprechend bei gern bei ihnen Anfangen würde ohne die Personalfirma.

Hierzu würde ich gerne wissen wollen ob das überhaupt möglich ist und ob dies vorgehen gern gesehen ist ?
In der gefragten Reihenfolge: Ja (aber mit sehr geringen Erfolgschancen) und Nein.
 

JobcenterAffe

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Schönes Argument: "Um die Kollegen nicht schlechter zu stellen", zahlt man dir genauso wenig wie denen. Wobei du mit deinen Kollegen als Leiharbeiter sowieso kaum Kontakt hast, und somit dich mit ihnen auch nicht austauschen kannst.

Für eine Leihfirma? Würde ich nicht machen, dazu ist Hire & Fire dort viel zu sehr verbreitet.
Ich bin seit einiger zeit in Einer befristeten Anstellung und werde wohl nach Auslauf meines Vertrages nicht weiter beschäftigt.
Wenn er sowieso nur einen Zeitvertrag hat, der nicht verlängert wird, würde er sich durch den Wechsel zu einer ZAF in Sachen "Job(un)sicherheit" nicht schlechter stellen als bisher.
 

apfelkuchen

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Du kannst evtl. je nach Tarifvertrag auch auf die korrekte Eingruppierung klagen. Z.B. arbeitest du dort 6 Monate (die meisten Tarifverträge haben eine 6-monatige Ausschlußfrist) und stellst dann die Eingruppierungsklage bei Gericht. Bei sowas kann dich der Anwalt deiner Gewerkschaft beraten (du hast nur Anrecht auf Tarifverträge und deren Bezahlung, wenn du Mitglied einer Gewerkschaft bist).
Danach ist vermutlich das Verhältnis etwas beschädigt und es kann gut sein, dass dich die ZAF rauskantet. Musst du dann wissen, ob es dir das wert ist und ob du andere Perspektiven hast.

Wegen Urlaub: Urlaub darf nur dann versagt werden, wenn dringende betriebliche Gründe dem entgegenstehen. Dass man erst kurz beschäftigt ist, ist kein Grund, Urlaub nicht zu gewähren. Das wissen viele nicht, rechtlich ist sowas (weil ein in der Person des Arbeitnehmers liegender Grund) nicht haltbar.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast


Auf den gesamten Urlaub hat man erst Anspruch nach 6 Monaten.

Wenn man erst 1 Monat beschäftigt ist, kann man nicht den ganzen Jahresurlaub nehmen.

In dem Beispiel hat man rechtlichen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaub.
Man kann also nicht 3 Wochen Urlaub nehmen, wenn man erst kurz beschäftigt ist.

Das gilt natürlich nur, wenn der AG auf die gesetzlichen Bestimmungen verweist.
Freiwillig ist alles möglich.
 

Matt45

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@Mikhael : Ich finde es Klasse, dass du dich grundsätzlich mit deinen Arbeitsvertrag auseinandersetzt. Lese ich hier im Forum viel zu selten.

Es gibt in Deutschland die Vertragsfreiheit.


Zitat: Im Arbeitsrecht gilt der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Deshalb können Arbeitgeber und Arbeitnehmer „alles“ vereinbaren, was nicht verboten ist. Das gilt sowohl für die Frage, ob und mit wem ein Arbeitsvertrag geschlossen wird als auch für seinen Inhalt.

Auch wenn ich gleich wieder "Haue" bekomme, ich sehe einen Arbeitsvertrag als "Einzelwerk" an.
 

Mikhael

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So der Vermittler hat mich vorhin angerufen und meinte es gäbe da wohl ein Missverständnis und er bietet mir jetzt wieder die 15,50 an die er mir vor Wochen im Gespräch versprochen hat auch sollte ich jetzt in einer andere eg Gruppe eingestuft werden und zwar in so wie ich verstanden habe 5 statt 3. Jetzt muss ich aber trozdem noch persönlich erfragen wie es mit dem branchenzuschlag aussieht , da die ja bei der igm sind. Die Kopplung ist ja nicht gesetzlich vorgeschrieben? Oder wird es bis 90% gekoppelt. Da kenne ich mich jetzt nicht so gut aus. Nur meinte er jetzt, dass ist doch nur die 24 Tage Urlaub bekomme anstatt der 26 die gestern im Vertrag standen. Falls es jetzt doch bei 26 geblieben ist werde ich den Vertrag wohl unterschreiben. Die Übernahme würde beim Gespräch übrigens vom Betriebsleiter bestätigt. Die ersten 6 Monate sind nur anlernzeit beim Kunden und da n wird man auch in dem Zeitraum übernommen. Damit versuche ich nunmal in die Firma rein zu kommen; da sie ein echt guten Ruf hat. Nur kommt man da wohl sehr schwer rein. Deswegen die zaf, auch wenn es gegen mein Prinzip verstößt.

Aber ich denke für 15,50 kann man sich schon versklaven lassen.

Übrigens meinte ich das mit den Urlaubstage wie RobbiRob es erläutert hat. Ich hab zwar Anspruch aber pro Monat nur meine 1,6 Tage und da die Probezeit nach 6 Monaten um ist ich aber nach 6 Monaten übernommen werden soll könnte ich nicht einfach so im Sommer 2-3 Wochen am Stück nehmen.
 
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