Arbeitsvermittlung Ablehnen auf Grund der Entfernung?

Shaddn

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Hallo Leute,

ich bin neu hier und bin seit Anfang diesen Monats mit meinem Studium fertig. Ich habe Maschinenbau studiert und möchte unbedingt in Berlin bleiben. Da ich mit Freundin und Familie einfach hier meine Wurzeln habe.
Ich denke ich habe gute Chancen, dass ich hier was finde da meine Ausbildung doch als Maschinenbau Diplomer recht gut ist. Leider hat mich das Jobcenter allerdings nach Braunschweig vermittelt. Was für mich jeden Tag 2h hin und 2h zurück bedeuten würde.
Ich habe mich bereits beworben in der Hoffnung nicht eingeladen zu werden. Wurde es aber nun doch. Kann ich das ganze Angebot irgendwie ablehenen. Ich möchte erst die Möglichkeiten in meiner Heimat ausschöpfen bevor ich gezwungen werde umzuziehen.

Danke für euren Rat. :):danke:
 

gelibeh

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Kommst Du da mit 4 Stunden hin und zurück überhaupt klar? Aber egal, alles was über 2,5Std. Fahrzeit bei einer Vollzeittätigkeit liegt, ist unzumutbar.
 

Fritz Fleißig

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Da du von einem "Jobcenter" sprichst, gehe ich davon aus, daß du ALG II beziehst und nicht ALG (eigentlich falsches Unterforum hier). Oder beziehst du gar keine Leistungen?

Pendelzeiten von mehr als 3 Stunden täglich (für Hin- und Rückfahrt zusammen) sind auch bei ALG II-Bezug nicht mehr zumutbar, bei Teilzeittätigkeit sogar noch weniger. Bei Bezug von normalem ALG wären es nur 2,5 Stunden täglich.

Dir könnte unter Umständen aber ein Umzug oder eine doppelte Haushaltsführung zumutbar sein, gerade als jüngerer und unverheirateter Mensch. So fest wirst du in Berlin vermutlich auch nicht "sozial verwurzelt" sein, um einen neumodischen Begriff zu benutzen. Bei Älteren mag dies anders zu beurteilen sein.

Dann wäre aber vor allem erst einmal die Übernahme der entsprechenden Kosten zu klären.
 

Fritz Fleißig

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Noch als Ergänzung: "Pendelzeit" bedeutet die Zeit vom Verlassen der eigenen Wohnung bis zum Eintreffen am Arbeitsplatz, nicht nur die bloße Zeit der Auto- oder Zugfahrt oder das, was irgendein Fahrzeitenrechner im Internet auswirft.

Ich habe deshalb auch meine Zweifel, ob du mit 2 Stunden Pendelzeit für eine Strecke Berlin-Braunschweig auskommen wirst.
 
E

ExitUser

Gast
Du musst doch wissen, was du dir zumuten kannst.

Vielleicht wäre das ja auch für eine Übergangszeit möglich, auch als Wochenendpendler z.Bsp.

Viele AG legen inzwischen Wert darauf, dass die Bewerber aus dem näheren Umkreis kommen oder umzugsbereit sind.

Wer den ständigen Ärger mit Staus und Bahnverspätungen kennt, kann das sicher nachvollziehen.

Gesetzliche Regelungen findest du in § 140 SGB III
und in den fachlichen Hinweisen zu § 10 SGB II
 

Mirabella

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Ich würde es von dem Angebot abhängig machen.

Also hinfahren und offen bleiben und überraschen lassen. So würde ich es machen. Vielleicht sind die Bedingungen gut bis sehr gut.

Außerdem ist ja gar nicht klar, ob sie dich nehmen.
 
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