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Arbeitsvermittlerin: Oft fehlt der Arbeitswille

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ExitUser

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#1
Arbeitslose, die durch das Arbeitsamt nach zwei Monaten nicht wieder vermittelt werden, haben die Möglichkeit, durch eine private Arbeitsvermittlung doch noch an eine Stelle zu kommen. Seit 2002 arbeitet Ute Fach als private Arbeitsvermittlerin, zunächst in Heilbronn, dann, seit 2006, auch in Überlingen.

.....

Auch jedem Hartz-IV-Empfänger steht ein solcher Vermittlungsgutschein zu, den dann das Landratsamt bezahlt. Sie habe schon viele Hartz-IV-Empfänger vermittelt – aber einfach, sagt Ute Fach, sei das nicht: „Die meisten Hartz-IV-Empfänger haben keine Motivation zu arbeiten und lassen sich nach zwei Tagen krankschreiben.Die Ursache sieht sie darin, dass viele Hartz-IV-Familien gar nicht so schlecht lebten. Fach hat ausgerechnet, dass manche Familie, in der nur einer der Partner arbeitet, weniger zum Leben hat. Zumal ihren Schätzungen zufolge 90 Prozent der Hartz-IV-Empfänger einer unangemeldeten Nebentätigkeit nachgingen.
Es gebe schon Menschen, die unverschuldet in finanzielle Not kommen, sagt Fach. Ihnen zu helfen, sei sehr wichtig. Aber es gebe auch viele, die ihre Situation ausnutzten. „Es sollte eine Pflicht sein, arbeiten zu gehen. Man müsste ein Konzept erarbeiten, das Langzeitarbeitslose einbindet.
suedkurier.de | Einfach ist der Job nicht immer

:icon_dampf:

man beachte die Kommentare.

--------------------------------

Heute kam noch etwas dazu.

Überlingen (sis) Unser gestriger Artikel über die private Arbeitsvermittlerin Ute Fach hat heftige Diskussionen unter Internet-Nutzern ausgelöst. Kritisiert wird vor allem die Aussage, dass rund 90 Prozent der Hartz IV-Empfänger einer unangemeldeten Nebentätigkeit nachgingen. Hierbei handelt es sich um ein Zitat von Ute Fach und nicht um die persönliche Äußerung der Autorin oder des SÜDKURIER. Falls dieser Eindruck entstanden sein sollte, ist dies bedauerlich. Es liegt der Redaktion fern, eine bestimmte Gruppe zu diskreditieren. Vielmehr gehört die Aussage von Ute Fach in deutliche Zweifel gezogen. Der SÜDKURIER wird gemäß seinem pluralistischen Auftrag auch die Gegenstimmen zu Wort kommen lassen und in der nächsten Zeit veröffentlichen.
suedkurier.de | Diskussion um Artikel

Man sollte eher dafür sorgen, das Arbeitslose nicht zu dieser "Arbeitsvermittlerin" gehen.
 

Kikaka

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#2
- Frau Fach sollte bitte zunächst dezidiert ihre Vermittlungsbilanz offenlegen. Wenn man mit Hartz IV " gar nicht so schlecht lebt " eröffnen sich schon Spekulationen über die Art der vermittelten Arbeit.
-
 

Rote Socke

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#3
Die "Fach-Frau" hat doch recht mit der Behauptung man lebe von Hartz4 gut.
Das trifft auf sie selbst zu.
 

Kaleika

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#4
Die "Fach-Frau" hat doch recht mit der Behauptung man lebe von Hartz4 gut.
Das trifft auf sie selbst zu.
Ja, Du hast es erfasst, wie dieser Satz eigentlich zu verstehen sein muss!

Kaleika
 

Kleeblatt

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#5
Die Dame will die Einführung der Arbeitspflicht ?
Da sie weiß das es diese unter H IV bereits gibt sollte sie mal genau sagen was sie will, - mit Hilfe der Diskreditierung einer Bevölkerungsgruppe die Einführung der Zwangsarbeit in das GG ?

Es ist doch immer wieder toll welche Aussagen von den üblichen Verdächtigen allseits so zu hören sind.
- alle Arbeitslosen sind arbeitsscheu (deshalb schreiben sie auch stetig Bewerbungen und es gibt dagegen die einschlägigen H IV-Bestimmungen zur Kontrolle und Abstrafung)
- alle Arbeitslosen sind unterqualifiziert (haben entweder keinen Schulabschluß, einen schlechten oder "nur" Hauptschule und können deshalb nur für lau oder als 1 €-Kräfte "eingestellt" werden und daher nimmt die Zahl der Arbeitslosen mit Facharbeiter- oder akademischem Abschluß auch stetig zu - arbeitslose Akademiker z.Z. bei 17 % der Arbeitslosen)
- alle Arbeitslosen erhalten zuviel Geld (daher besteht bei denen kein "Anreiz" zur Arbeit und sie werden bereits entweder sanktioniert oder aber schikaniert)
- alle Arbeitslosen sind Schwarzarbeiter ( aber s.o. "arbeitsscheu" = paßt prima zusammen) = also Betrüger = kriminell = deshalb stete Kontrolle der Konten und Schnüffeleien in deren Wohnung inklusive nachfprschungen bei Nachbarn
- alle Arbeitslosen sind Mietnomaden ( auch hier keinerlei Fallzahlen, keine verbindlichen Statistiken, aber so etwas braucht man schon lange nicht mehr in D = müssen irgendwann damit leben das man die Miete direkt an den Vermieter zahlt)
- alle Arbeitslosen betrügen und müssen daher kontrolliert werden (vor allem wenn sie ab und an jemanden zum Übernachten dahaben = denn merke: Sex ohne Ehe ist trotzdem eine Ehe und wer mit einem H IV- Empfänger mehr als einmal pennt, der muß dann alle Lebenshaltungskosten für den übernehmen = Sex für Arbeitslose = tabu, ebenso normaler Besuch von Verwandten, - da schaut dann schon der Nachbar im Zweifel genau hin)
- alle Arbeitslosen sind Säufer (kann zwar niemand belegen, muß man auch nicht solange man das glaubhaft rüberbringt = unverfroren und demagogisch)
- alle Arbeitslosen vernachlässigen ihre Kinder (dafür gibt es ausreichend Aussagen von Mitarbeitern in sozialen Stellen und von den Tafeln = die "wissen" schließlich worüber sie schwatzen und halten gar nichts von einer Regelsatzerhöhung = fragt sich nur weshalb wirklich, aber wer will das schon wissen)

Damit es auch der Allerdämlichste bzw. jeder eigentlich noch kritische Mitbürger glaubt gibts da Bertelsmann und Co. inklusiver deren Zeitungen, Radio und vor allem Fernsehsender. :icon_klatsch: :)icon_dampf:)
 

gelibeh

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#6
Fach hat ausgerechnet, dass manche Familie, in der nur einer der Partner arbeitet, weniger zum Leben hat
Warum stocken die dann nicht auf?
 

Stinkstiefel

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#7
Offensichtlich laufen zur Zeit ganz breit gestreut Maßnahmen zur Diskreditierung von Erwerbslosen. Die Mantren sind auffällig häufig zu hören, s. Kanzlerin gestern betreffs Kindergeld vs. Regelsatz für Kinder.
Eltern sollen sich endlich wieder um eine Erwerbsarbeit bemühen
(Ein Kommentar ist von mir)

So schießt man die Bevölkerung sturmreif, wenn Einschnitte in das soziale Netz geplant werden. Dann gibt es vom deutschen Michel noch Beifall.

Bei den Nazis gab es den Begriff der "Volksschädlinge". Da lief das ähnlich ab.
 

klaus1233

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#8
Dass den Vermittlern der Arbeitswille fehlt, glaube ich auch. Die meisten dürften selber von H4 leben oder sich mit BA/ARGE selbsständig gemacht haben. Sie wissen, dass die Zuverdienstmöglichkeiten zu Demotivation Anlasse geben. Nach 12-24 Monaten ist das Abenteuer dann beendet. Dann landen sie trotz aller Tüchtigkeit und Clevernis bei Hartz IV im Ein-Euro-Job. Da kann schon Frust aufkommen.

Einige haben ja jede Menge Jobs, bekommen regelrecht Großaufträge für Personalaquise herein, suchen 9 Fahrer, 3 Schweißer, 5 Büroangestellte, oder behaupten, sie suchten mit langen Listen jede Menge Qualitätsperson. Alles heiße Luft.

Ruft man an, sind die Stellen alle vergeben, aber es kommen ständig neue herein und man wolle einen erst einmal in den Akten haben mit allen persönlich Daten. Und dann kommen Angebote zum Kaufen von Kursen, Training ect.
 

Kleeblatt

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#9
Aber ja doch Frau Merkel.
Und sie als Geistesblitz der Nation erklären nun einmal dem dämlichen Rest der deutschen Bürger wie man knapp 480 000 wechselnde Arbeitstellen (merke: NICHT freie Arbeitsstellen ) auf ca. jetzt 8 Millionen Arbeitsuchende verteilt.

Wie durchgeknallt muß man eigentlich sein um (noch dazu als angebliche "Naturwissenschaftlerin) allen Bürgern im Lande erzählen zu wollen,
- das in ein Gefäß mit einem Fassungsvermögen (extra für sie Frau Kanzlerin) einem = 1 !!! LITER 160 Liter Wasser Platz finden, wobei es nicht einmal sicher ist das dieses Gefäß = im übertragenen Sinne - auch wirklich 1 Liter fassen kann.

Den 160 Litern Wasser nun erzählen sie seien doch nur zu dämlich um in das Gefäß zu passen und zu faul sich passend zu machen und die 160 Liter sollen mal nicht so faul herumliegen
= also DAS ist nun wirklich eigentlich !!! keinem Erstklässler mehr vermittelbar, aber was weiß ich wie eine angebliche "Physikerin" sich das so vorstellt bei der Lösung dieses Problems.


Also entweder müssen mehr Gefäße her oder das Gefäß muß 160 Liter fassen.
Alles Andere, werte Frau Kanzlerin, ist gelinde gesagt demagogischer Totalschwachsinn und sie sollten deshalb ihr Diplom (oder was immer sie da angeblich noch haben) dringend zurückgeben
- vor allem endlich den Mund halten bei solchen Überlegenungen
- und sich bei den so auch von ihnen betroffenen Arbeitslosen entschuldigen
- denn DAS sind ebenfalls Bürger dieses Landes
- und wahlberechtigt
- mit dem gleichen Anrecht auf Schutz vor Beleidigungen, übler Nachrede ect. pp.
- wie sie es für sich in Anspruch nehmen.

Ich empfehle dringend die Wiedereinrichtung eines (damals Sklaven) Jobs für einen menschen, der den ganzen Tag hinter ihnen und ihresgleichen herläuft und ihnen zuflüstert "alle Menschen sind sterblich".
Zuzüglich "in einer Demokratie haben alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten".

Frau Kanzlerin, - für mich sind sie NICHT einmal satisfaktionsfähig.
Sie liegen einfach zu weit unter meinem Niveau.
 

Falke

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#10
Offensichtlich laufen zur Zeit ganz breit gestreut Maßnahmen zur Diskreditierung von Erwerbslosen.

So schießt man die Bevölkerung sturmreif, wenn Einschnitte in das soziale Netz geplant werden. Dann gibt es vom deutschen Michel noch Beifall.

Bei den Nazis gab es den Begriff der "Volksschädlinge". Da lief das ähnlich ab.
Ganz genau, so ist es zur Zeit, weil die Politik von Ihrer Misswirtschaft ablenken muss.

Gruss
Falke
 

Merkur

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#11
Die "Fach-Frau" hat doch recht mit der Behauptung man lebe von Hartz4 gut.
Das trifft auf sie selbst zu.
:icon_klatsch: :icon_daumen: :icon_klatsch:
Bekommen sie doch 5 € für jede Bewerbung welche sie schreiben wollen und den Gutschein ,wenn sie noch mit einer ZA zusammen arbeiten. Und meist gibt es die Jobs nicht die im Angebot stehen.
Dafür sollten sie 50 € Strafe zahlen müssen für den Betrug der mit den Arbeitslosen gemacht wird.
 

Julchen68

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#12
Die meisten wollen also nicht arbeiten, aber 90% gehen einer unangemeldeten Beschäftigung nach? :confused:
Muß man diese Argumentation verstehen? :icon_kinn:
 

Tamina

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#13
Es fragt sich auch, was unter "Arbeitswille" zu verstehen ist.

Wenn die gute Frau Arbeitsvermittlerin damit die vielen sinnlosen Umsonstpraktia meint oder die "tollen" Ein-Euro-Jobs, dann könnte sie recht haben.

Nachdem so manche von uns seit Januar 05 (anfangs auch hochmotiviert) diesen Ringelreihn brav mitgemacht gemacht haben und so langsam spitz gekriegt haben, daß sicht NICHTS ändert (weder Job noch sonst was), ist der Wille natürlich dahin.

Verar***en läßt man sich erfahrungsgemäß nur eine Zeit lang.
 

Mario Nette

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#14
Die meisten wollen also nicht arbeiten, aber 90% gehen einer unangemeldeten Beschäftigung nach? :confused:
Muß man diese Argumentation verstehen? :icon_kinn:
Na sicher muss man: Guck mal, sagst du deiner SB, dass du dich damit beschäftigst, Zeitung zu lesen? Oder Essen zu kochen? Siehste :icon_party:.

Mario Nette
 

Fortunatus

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#15
Weil ja die privaten Arbeitsvermittler so seriös sind. Ich hatte auch schon mal ein Angebot von einem PA, der wollte mich in ein Call-Center über eine Zeitarbeitsfirma vermitteln. Jeden Tag einfach 100 km Fahrweg, Auto notwendig, da Schichtarbeit, das Ganze für einen Verdienst, bei dem man sich kein Auto leisten kann. Nachdem er mir dann auch noch blöde am Telefon kam, habe ich das Gespräch beendet. Der jammerte damals bestimmt auch über mich, dass er jetzt wegen mir nicht seine Überweisung von der ARGE bekommt, da ich ja nur nicht arbeiten will.
In derartigen Artikeln wird nie von der Qualität der Arbeit gesprochen und ob man davon leben kann. Hauptsache die Vorurteile verbreiten. Ich bin dazu überzeugt, dass keiner, von den tollen Maulhelden, die solche Artikel kommentieren, selbst einen derart miesen Job annehmen würde. Das Prinzip Arbeit ist am wichtigsten, da haben wir Deutsche Erfahrung. Sozial ist, was Arbeit schafft...
 

pinguin

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#16
Das ganze ist doch nur eine "Schwarzer Peter" Hin- und Herschieben; die wissen doch bis ganz oben alle genau, daß es nicht genug vernünftig bezahlte Jobs für alle gibt; nur, die Verantwortung dafür will keiner. Eine für alle praktizierbare Lösung ist zwar möglich, aber nicht von Heute auf Morgen umsetzbar.
 

Kikaka

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#17
Offensichtlich laufen zur Zeit ganz breit gestreut Maßnahmen zur Diskreditierung von Erwerbslosen. Die Mantren sind auffällig häufig zu hören, s. Kanzlerin gestern betreffs Kindergeld vs. Regelsatz für Kinder.
Es gibt ein immanentes Interesse, das Kindergeld und den Hartz-IV-Satz möglichst nah zusammenzubringen, damit die Zahl der Kinder nicht darüber entscheidet, ob es sich lohnt, wieder arbeiten zu gehen oder nicht“
, sagte Angela Merkel (CDU) am Freitag in Berlin.

- Ein offenes Wort das entlarvend ist :
- Kinderarmut zur Rechtfertigung der neoliberalen Arbeitsanreizmotivation. Pfui Teufel.
 

FAR2009

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#18
Wie klein ist doch die Welt!
Ich wurde von dieser Dame, damals war ich noch selbsständig, mehrfach telefonisch und persönlich heimgesucht.
Sie residierte in unserem Nachbarort, Talheim, und hatte, neben der Handelsware Mensch, soweit ich mich erinnere auch noch Stilberatung, Kosmetik und Fusspflege im Angebot. :icon_party:
 

VerBisUser

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#19
Und oft der tatsächlich existierende Arbeitsplatz.
Es wird wohl, trotz "Unterstützung" von Frau Flach, keine Vollbeschäftigung mehr geben.

Aufgrund Ihrer Erfahrung "wer zu wem paßt" hat sie also soooooooooo große Erfolge.
Ich bin Mitarbeiter der ARGE und betreue ca. 300 Elo´s. Allen, die einen Anspruch auf einen Vermittlungsgutschein haben, biete ich diesen auch an.
Seit 4 Jahren bin ich Vermittler. In diesem 4 Jahren wurde ganze 5 VGS eingelöst, allerdings wurde die 2. Rate nie fällig.
Warum? Ratet mal!

Meine "Kunden" generell als arbeitsscheu und -unwillig zu bezeichnen käme mir nicht in den Sinn.
Ganz im Gegenteil!
Freiwllig von ALG2 zu leben grenzt wohl eher an Masochismus, als von "Leben wollen".
Nebenbei: Seitdem wir die assistierte Vermittlung arge-intern eingeführt haben, seitdem wir uns von der Sanktionsgeilheit verabschiedet haben, seitdem wir den Menschen und nicht den "Kunden" sehen, seitdem....

Seitdem vermitteln wir auch tatsächlich und dauerhaft.

Und: Ca. 10% "unserer" Kunden melden sich aus dem Leistungsbezug dauerhaft ab, da sie eine Stelle gefunden haben.
Und dies in einer strukturschwachen Gegend.

Ohne Vorurteile und Schikane gehts also auch.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#20
...Ich bin Mitarbeiter der ARGE....
und hast dort wahrscheinlich nicht allzuviel zu sagen, sonst müsstest Du es in einem Elo-Forum nicht ständig hervorheben, nicht wahr.

...Allen, die einen Anspruch auf einen Vermittlungsgutschein haben, biete ich diesen auch an....
Ein wahrhafter Gönner! Wie das wohl wäre, wenn Du nicht müsstest...

Den VGS kann beanspruchen, wer Anspruch auf Arbeitslosengeld (I) hat und...
Welche Besonderheiten gibt es für Arbeitslosengeld II-Anspruchsberechtigte?

Nach dem Vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 24.12.2003 ("Hartz IV") haben Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld II keinen Rechtsanspruch auf die Ausstellung eines Vermittlungsgutscheins. Die Ausstellung eines Vermittlungsgutscheines als Leistung zur Eingliederung in Arbeit liegt vielmehr im pflichtgemäßen Ermessen der Agentur für Arbeit bzw. der Arbeitsgemeinschaft (§ 16 Abs. 1 SGB II); die in § 421g SGB III genannten Voraussetzungen müssen erfüllt sein. Die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit hat den Agenturen für Arbeit bzw. den Arbeitsgemeinschaften empfohlen, grundsätzlich einen Vermittlungsgutschein auszustellen.
...Der Vermittlungsgutschein wird grundsätzlich in Höhe von 2.000 Euro ausgestellt und enthält wie bisher die Umsatzsteuer. Langzeitarbeitslose und behinderte Menschen i.S.d. § 2 Abs. 1 SGB IX können einen um bis zu 500 Euro höher dotierten Vermittlungsgutschein erhalten...
Für eine Ablehnung braucht SBchen schon einen sehr guten Grund!

Vermittlungsgutschein seit 01.01.2008 - Aktuelle Regelungen - www.arbeitsagentur.de
 

Fortunatus

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#21
Nur mal als Hinweis, aus dem Koalitionsvertrag:

Die Koalition wird deshalb Voraussetzungen dafür schaffen, dass neue Lösungsansätze wie z. B. die „Bürgerarbeit“ oder marktgerecht ausgestaltete Vermittlungsgutscheine ab Beginn der Arbeitslosigkeit erprobt werden können.


Tja, liest sich so, als ob die private Arbeitvermittlung stärker ausgebaut werden soll. Vielleicht täusche ich mich ja, ich lasse mich da gerne belehren. In Verbindung mit einem Arbeitszwang und der Pflicht sich über private AV vermitteln zu lassen, könnte das doch ein Bombengeschäft werden.
 
E

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  Th.Starter/in  
#22

Mario Nette

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#24
27.11.2009
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Heiße Online-Diskussion über Hartz IV

Überlingen (emb) Im Internet heftig diskutiert wird der Bericht „Einfach ist der Job nicht immer“ über die private Arbeitsvermittlerin Ute Fach. Kritisiert wird vor allem Fachs Aussage, dass ihrer Schätzung zufolge rund 90 Prozent der Hartz-IV-Empfänger einer unangemeldeten Nebentätigkeit nachgingen. Mehr als 140 Mal wurde der Bericht von den Usern kommentiert.

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Mario Nette
 

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#25
27.11.2009
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Heiße Online-Diskussion über Hartz IV

Überlingen (emb) Im Internet heftig diskutiert wird der Bericht „Einfach ist der Job nicht immer“ über die private Arbeitsvermittlerin Ute Fach. Kritisiert wird vor allem Fachs Aussage, dass ihrer Schätzung zufolge rund 90 Prozent der Hartz-IV-Empfänger einer unangemeldeten Nebentätigkeit nachgingen. Mehr als 140 Mal wurde der Bericht von den Usern kommentiert.

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Mario Nette
Solche Aussagen kann /sollte nur jemand treffen der diese Aussagen auch mit Beweisen untermauern kann.
Kann sie dies nicht, so ist das strafrechtlich für sie bedenklich.

Kann sie Beweise für ihre Aussage beibringen, so darf gefragt werden weshalb sie diese Umstände inklusive Details nicht den entsprechenden Argen gemeldet hat und zur Aufklärung / Bestrafung beitrug.

Also was genau darf ich jetzt aus dieser "Aussage" mitnehmen ?
Das die Dame etwas vermutet ? und diese Vermutung als Tatsachenbericht weitergibt ?

Oder das sie Beweise hat, ihr aber an einer strafrechtlichen Verfolgung nicht gelegen war ? Weshalb nicht ?
 
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