Arbeitsunfall - ziemlicher Wirrwarr - Familie weiß nicht wovon sie nun leben soll (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
E

ExitUser

Gast
HILFE!! Arbeitsunfall, großes Wirrwarr, Familie weiß nicht wovon sie überleben soll

Hallo zusammen,

also ich fang mal an - es ist alles ein wenig verwirrend, hoffe daß jemand von hier einen Ratschlag hat. Bin für jeden Tip dankbar. Danke!!

Ein guter Freund von mir benötigt dringend Hilfe. Ich weiß nicht genau welchen Anwalt er braucht und wo er für diese Belange einen guten Anwalt in seiner Gegend (Penzberg in Bayern) finden kann. Er braucht einen wirklich sehr sehr guten Anwalt.

Beim VDK war er schon .... der Sachbearbeiter dort war nicht besonders kompetent, konnte ihm also nicht wirklich weiterhelfen.

Der Freund von mir hatte einen Arbeitsunfall (schwere Rückenverletzung). Den hat er (leider) zu spät bei der Berufsgenossenschaft gemeldet (... ca. 4 Wochen gewartet, weitergearbeitet bis es nicht mehr ging ... und er nicht mehr konnte vor Schmerzen), sodaß die Berufsgenossenschaft ihn nun bezüglich des Arbeitsunfalles (wegen ein paar Tage) ablehnt in Sachen .... (Rente glaub ich).

Nun ist es so, daß er unterträgliche Schmerzen hat .... in einigen Kliniken war. Auch psychisch sehr angeschlagen mittlerweile.

ER WILL UNBEDINGT ARBEITEN - darf aber laut LVA nicht. ER WILL KEINE RENTE. ER ist ein absolutes Arbeitstier. Ihn macht das psychisch völlig fertig. Die ganze Situation. Es geht also nicht unbedingt darum eine Rente durchzubringen (meint er ....)

Die LVA steckte ihn nun in eine Reha wo er tagtäglich für ein paar Stunden dort ist (und dies seit einigen Monaten). Lt. seiner Aussage ist das in der Klinik ein Witz.

Er bekommt seit Monaten ca. Euro 1000 Übergangsgeld wovon 4 Personen (2 Erwachsene und 2 kleine Kinder) im Monat auskommen sollen. Seine Frau hat einen Minijob (monatlich ca. 300 Euro). Die täglichen Fahrtkosten in die Reha sind noch nicht mal eingerechnet und er erhält auch keinen Zuschuß zu den Fahrtkosten.

Nun wurde ihm auch noch mitgeteilt, daß er 10 Euro pro Tag an Unterhalt bezahlen soll für das Kind aus 1. Ehe. Er legte Widerspruch ein. Die 10 Euro (täglich) sollten gleich vom Überbrückungsgeld bei der LVA abgezogen werden. Nun ging die LVA her und überwies im das Überbrückungsgeld nicht (keinen Cent!). Das Überbrückungsgeld wurde von der LVA ohne Angabe von Gründen nun im Dezember 2008 einfach gestoppt ohne ihm genau mitzuteilen warum er es nicht überwiesen bekommen hat. Normalerweise ist der Eingang immer um den 20. eines jeden Monats. Er schrieb an die LVA, faxte, legte vorsorglich (auch) Widerspruch ein, weil das Überbrückungsgeld nicht überwiesen wurde (Faxbescheinigung hierüber hat er).

Die Familie weiß nun überhaupt nicht wie sie diesen Monat überstehen soll, überleben soll. ALG II wurde (noch) nicht beantragt.

Desweiteren ist es so, daß er sich von einem Spezialisten der Neurochirurgie untersuchen und evtl. auch operieren lassen wollte. Der Spezialist hatte alle notwendigen Unterlagen von ihm erhalten - hätte ihm helfen können (auch operieren!).

Die LVA hat ihm dies untersagt. Er darf momentan nur Ärzte (wegen Rücken!) die von der LVA vorgegeben werden in Anspruch nehmen. So hat ihn die LVA in eine Klinik geschickt wegen Rückenoperation. Da wurde er operiert, nun hat er trotzdem Schmerzen ohne Ende. Vermutlich hat die Operation nichts gebracht.

Er ist fix und fertig. Hat nun natürlich auch noch dicke Luft zu Hause, weil seine Frau natürlich Angst hat .... wie sollen sie das schaffen.

An welchen Anwalt kann er sich wenden. Welches Fachgebiet? Sozialrechtler?
Wer hat hierzu Tips ... Was könnte er machen? Wie muss er vorgehen (so er denn wegen seiner Schmerzen überhaupt kann)
Macht es Sinn, daß er zunächst zum Sozialgericht fährt und einen Eilantrag wegen dem Überbrückungsgeld stellt. Geht das überhaupt beim Überbrückungsgeld?
Herzlichen Dank für Eure Hilfe!
 

wolliohne

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.322
Bewertungen
829
hm,wenn ich das richtig verstanden habe ist er immer noch krank geschrieben.
Also ist die KK bzw.LVA zuständig von wo er ja weiterhin Krankengeld bekommt.
Er könnte vielleicht zusätzlich die Kassenärtzliche Vereinigung und die Patientenbeauftragte (ich glaube mit Sitz in Berlin)einschalten.
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.583
Der Freund von mir hatte einen Arbeitsunfall (schwere Rückenverletzung). Den hat er (leider) zu spät bei der Berufsgenossenschaft gemeldet (... ca. 4 Wochen gewartet, weitergearbeitet bis es nicht mehr ging ... und er nicht mehr konnte vor Schmerzen), sodaß die Berufsgenossenschaft ihn nun bezüglich des Arbeitsunfalles (wegen ein paar Tage) ablehnt in Sachen .... (Rente glaub ich).
Soweit ich weiß, ist der Arbeitgeber für die Meldung zuständig bzw. hat die Pflicht, nicht der AN!
 
E

ExitUser

Gast
hm,wenn ich das richtig verstanden habe ist er immer noch krank geschrieben.
Also ist die KK bzw.LVA zuständig von wo er ja weiterhin Krankengeld bekommt.
Nein, er bekommt Überbrückungsgeld weil er in Reha ist


Er könnte vielleicht zusätzlich die Kassenärtzliche Vereinigung und die Patientenbeauftragte (ich glaube mit Sitz in Berlin) einschalten.
Die Patientenbeauftragte ist die bei der Kassenärztlichen Vereinigung?
(Die Kassenärztliche Vereinigung gibt es in Bayern auch)
 
E

ExitUser

Gast
@ biddy

Er erzählte mir grade, daß ER den Arbeitsunfall bei der Berufsgenossenschaft melden musste. Sein Arbeitgeber hat da gar nichts gemacht.



@ wolliohne
Er ist nach wie vor krank und auch krank geschrieben. Kann sich kaum bewegen vor Schmerzen.

.
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.583
SGB VII - Gesetzliche Unfallversicherung -


Siebtes Kapitel
Zusammenarbeit der Unfallversicherungsträger mit anderen Leistungsträgern und ihre Beziehungen zu Dritten
Zweiter Abschnitt
Beziehungen der Unfallversicherungsträger zu Dritten

§ 193
Pflicht zur Anzeige eines Versicherungsfalls durch die Unternehmer

(1) Die Unternehmer haben Unfälle von Versicherten in ihren Unternehmen dem Unfallversicherungsträger anzuzeigen, wenn Versicherte getötet oder so verletzt sind, daß sie mehr als drei Tage arbeitsunfähig werden. Satz 1 gilt entsprechend für Unfälle von Versicherten, deren Versicherung weder eine Beschäftigung noch eine selbständige Tätigkeit voraussetzt.

(2) Haben Unternehmer im Einzelfall Anhaltspunkte, daß bei Versicherten ihrer Unternehmen eine Berufskrankheit vorliegen könnte, haben sie diese dem Unfallversicherungsträger anzuzeigen.

(3) Bei Unfällen der nach § 2 Abs. 1 Nr. 8 Buchstabe b Versicherten hat der Schulhoheitsträger die Unfälle auch dann anzuzeigen, wenn er nicht Unternehmer ist. Bei Unfällen der nach § 2 Abs. 1 Nr. 15 Buchstabe a Versicherten hat der Träger der Einrichtung, in der die stationäre oder teilstationäre Behandlung oder die stationären, teilstationären oder ambulanten Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erbracht werden, die Unfälle anzuzeigen.

(4) Die Anzeige ist binnen drei Tagen zu erstatten, nachdem die Unternehmer von dem Unfall oder von den Anhaltspunkten für eine Berufskrankheit Kenntnis erlangt haben. Der Versicherte kann vom Unternehmer verlangen, daß ihm eine Kopie der Anzeige überlassen wird.


[... es folgen weitere Absätze ... ]
Quelle: Gesetze zur sozialen Sicherheit
 
E

ExitUser

Gast
AW: HILFE!! Arbeitsunfall, großes Wirrwarr, Familie weiß nicht wovon sie überleben so

Er bekommt seit Monaten ca. Euro 1000 Überbrückungsgeld wovon 4 Personen (2 Erwachsene und 2 kleine Kinder) im Monat auskommen sollen. Seine Frau hat einen Minijob (monatlich ca. 300 Euro). Die täglichen Fahrtkosten in die Reha sind noch nicht mal eingerechnet und er erhält auch keinen Zuschuß zu den Fahrtkosten.

Nun wurde ihm auch noch mitgeteilt, daß er 10 Euro pro Tag an Unterhalt bezahlen soll für das Kind aus 1. Ehe (sind auch ca. 300 Euro). Er legte Widerspruch ein. Die 10 Euro (täglich) sollten gleich vom Überbrückungsgeld bei der LVA abgezogen werden. Nun ging die LVA her und überwies im das Überbrückungsgeld nicht (keinen Cent!). Das Überbrückungsgeld wurde von der LVA ohne Angabe von Gründen nun im Dezember 2008 einfach gestoppt ohne ihm genau mitzuteilen warum er es nicht überwiesen bekommen hat. Normalerweise ist der Eingang immer um den 20. eines jeden Monats. Er schrieb an die LVA, faxte, legte vorsorglich (auch) Widerspruch ein, weil das Überbrückungsgeld nicht überwiesen wurde (Faxbescheinigung hierüber hat er).

Die Familie weiß nun überhaupt nicht wie sie diesen Monat überstehen soll, überleben soll. ALG II wurde (noch) nicht beantragt.

Er ist fix und fertig. Hat nun natürlich auch noch dicke Luft zu Hause, weil seine Frau natürlich Angst hat .... wie sollen sie das schaffen.
Hilft hier die ARGE oder was kann er hier tun. Dies eilt natürlich besonders ... Sozialgericht und Eilantrag stellen?


 
E

ExitUser

Gast

Er sagte mir soeben: Im Dezember 2005 war der Unfall - genau am 13.12.2005 und krankgeschrieben ist er seit 23.01.2006 und eben am 13.12.2005 war sein Chef auch auf der Baustelle und er sagte seinem Chef, dass er mit einem Kessel die Treppen runtergefallen ist und seitdem die Schmerzen habe. Damals hat der Arbeitgeber schon nichts gemacht.

Der Unfall liegt also schon länger zurück. Kann man da heute noch etwas dagegen unternehmen. Welcher Anwalt bzw. welches Fachgebiet sollte der Anwalt haben?

Wo findet man einen guten Anwalt im Raum Penzberg. Wie bzw. wo kann man das rausfinden?
 

AsbachUralt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2008
Beiträge
1.990
Bewertungen
1.270
Das wird mehr als schwierig.Die BG ist der schlimmste Gegner den man sich in solchen Fällen wünschen kann.Die werden grundsätzlich jeden Zusammenhang zwischen Erkrankung und Arbeit abstreiten und da notfalls auch jede Menge passender Gutachter beibringen und auch vor Gericht durch alle Instanzen gehen.
Trotzdem sollte er den Unfall seiner zuständigen BG melden,geht erstmal formlos auch ohne Anwalt.Dann bekommt er jede Menge Fragebögen und alles geht seinen Gang.Wichtig sind Zeugen!
 
E

ExitUser

Gast
Das wird mehr als schwierig. Die BG ist der schlimmste Gegner den man sich in solchen Fällen wünschen kann. Die werden grundsätzlich jeden Zusammenhang zwischen Erkrankung und Arbeit abstreiten und da notfalls auch jede Menge passender Gutachter beibringen und auch vor Gericht durch alle Instanzen gehen.
Trotzdem sollte er den Unfall seiner zuständigen BG melden,geht erstmal formlos auch ohne Anwalt.Dann bekommt er jede Menge Fragebögen und alles geht seinen Gang.Wichtig sind Zeugen!
Ja alles überaus schwierig und kompliziert.

BG ist gemeldet :icon_smile: Siehe hier:

Hallo zusammen,

also ich fang mal an - es ist alles ein wenig verwirrend, hoffe daß jemand von hier einen Ratschlag hat. Bin für jeden Tip dankbar. Danke!!

Ein guter Freund von mir benötigt dringend Hilfe. Ich weiß nicht genau welchen Anwalt er braucht und wo er für diese Belange einen guten Anwalt in seiner Gegend (Penzberg in Bayern) finden kann. Er braucht einen wirklich sehr sehr guten Anwalt.

Beim VDK war er schon .... der Sachbearbeiter dort war nicht besonders kompetent, konnte ihm also nicht wirklich weiterhelfen.

Der Freund von mir hatte einen Arbeitsunfall (schwere Rückenverletzung). Den hat er (leider) zu spät bei der Berufsgenossenschaft gemeldet (... ca. 4 Wochen gewartet, weitergearbeitet bis es nicht mehr ging ... und er nicht mehr konnte vor Schmerzen), sodaß die Berufsgenossenschaft ihn nun bezüglich des Arbeitsunfalles (wegen ein paar Tage) ablehnt in Sachen .... (Rente glaub ich).

Nun ist es so, daß er unterträgliche Schmerzen hat .... in einigen Kliniken war. Auch psychisch sehr angeschlagen mittlerweile.

ER WILL UNBEDINGT ARBEITEN - darf aber laut LVA nicht. ER WILL KEINE RENTE. ER ist ein absolutes Arbeitstier. Ihn macht das psychisch völlig fertig. Die ganze Situation. Es geht also nicht unbedingt darum eine Rente durchzubringen (meint er ....)

Die LVA steckte ihn nun in eine Reha wo er tagtäglich für ein paar Stunden dort ist (und dies seit einigen Monaten). Lt. seiner Aussage ist das in der Klinik ein Witz.

Er bekommt seit Monaten ca. Euro 1000 Übergangsgeld wovon 4 Personen (2 Erwachsene und 2 kleine Kinder) im Monat auskommen sollen. Seine Frau hat einen Minijob (monatlich ca. 300 Euro). Die täglichen Fahrtkosten in die Reha sind noch nicht mal eingerechnet und er erhält auch keinen Zuschuß zu den Fahrtkosten.

Nun wurde ihm auch noch mitgeteilt, daß er 10 Euro pro Tag an Unterhalt bezahlen soll für das Kind aus 1. Ehe. Er legte Widerspruch ein. Die 10 Euro (täglich) sollten gleich vom Überbrückungsgeld bei der LVA abgezogen werden. Nun ging die LVA her und überwies im das Überbrückungsgeld nicht (keinen Cent!). Das Überbrückungsgeld wurde von der LVA ohne Angabe von Gründen nun im Dezember 2008 einfach gestoppt ohne ihm genau mitzuteilen warum er es nicht überwiesen bekommen hat. Normalerweise ist der Eingang immer um den 20. eines jeden Monats. Er schrieb an die LVA, faxte, legte vorsorglich (auch) Widerspruch ein, weil das Überbrückungsgeld nicht überwiesen wurde (Faxbescheinigung hierüber hat er).

Die Familie weiß nun überhaupt nicht wie sie diesen Monat überstehen soll, überleben soll. ALG II wurde (noch) nicht beantragt.

Desweiteren ist es so, daß er sich von einem Spezialisten der Neurochirurgie untersuchen und evtl. auch operieren lassen wollte. Der Spezialist hatte alle notwendigen Unterlagen von ihm erhalten - hätte ihm helfen können (auch operieren!).

Die LVA hat ihm dies untersagt. Er darf momentan nur Ärzte (wegen Rücken!) die von der LVA vorgegeben werden in Anspruch nehmen. So hat ihn die LVA in eine Klinik geschickt wegen Rückenoperation. Da wurde er operiert, nun hat er trotzdem Schmerzen ohne Ende. Vermutlich hat die Operation nichts gebracht.

Er ist fix und fertig. Hat nun natürlich auch noch dicke Luft zu Hause, weil seine Frau natürlich Angst hat .... wie sollen sie das schaffen.

Herzlichen Dank für Eure Hilfe!
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.583
Welcher Anwalt bzw. welches Fachgebiet sollte der Anwalt haben?

Wo findet man einen guten Anwalt im Raum Penzberg. Wie bzw. wo kann man das rausfinden?
Fachanwälte für Arbeits- und Sozialrecht sind nicht selten. Sozialrecht ist hier aber wohl "wichtiger".

Hilfe bei der Anwaltsuche hier: Anwaltauskunft | Deutscher Anwaltverein

Ob man aber da gleich einen "guten" erwischt ...


Nachtrag: Oh, gerade gesehen ... Du hast einen, juuuut. ;)
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten