Arbeitsunfall \ Untätigkeitsklage?

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airparis

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Hi alle zusammen

ich bin zufällig auf dieses forum, nach langer internetrecherche, gestoßen und hoffe nun dass ich hier fündig werde - was bisher nur sehr dezent funktionierte.

zur info: ich bin 20 jahre alt
seit mitte juli 2008 Zivildienstleistender und bin am 10. Februar 3 Monate krankgeschrieben aufgrund eines arbeitsunfalls (3 beugesehnen in der rechten hand durchtrennt)

nun musste paar tage nach der OP einige zettel ausfüllen zur info über den arbeitsunfall und die wurden dann verschickt...
da es jetzt aussichten auf eine dauerhafte schädigung gibt habe ich mir den ein oder anderen gedanken gemacht, ob ich wohl (medizinisch- \ finanzielle) ansprüche bekomme nach der zivildienstzeit.

jetzt dachte ich anfangs dass diese ganzen formulare an die berufsgenossenschaft und das zivildienstamt gehen aber ich fragte dann irgendwann die verwaltungssekretärin ob die berufsgenossenschaft überhaupt mit all dem zu tun hat und dann kam die überraschende antwort:nein

ich weiß jetzt nicht ob sie gelogen hat, denn die ganze sache kann natürlich üble konsequenten für das kleine krankenhaus haben, da da alles marode ist und dann bei nachforschungen sich vll herausstellt, dass ich das garnicht hätte machen dürfen etc

mache mir also 1. sorgen, ob überhaupt jemand etwas davon weiß - und wollte gerne fragen, ob ihr eine idee habt, ob bei solchen unfällen (bei zivis) die berufsgenossenschaft eigentlich ihre finger im spiel haben müsste!

und 2. falls es ja doch alles dahingeschickt wurde, frage ich mich, ob in der ganzen zeit, wo ich nun krank war, nicht MINDESTENS ein brief oder sonstiges von der BG hätte kommen müssen!? kann das also nur die ursache von schlamperei bei dem zivildienstamt sein, vielleicht sogar vorsätzlich?

wär es angemessen, dann eine untätigkeitsklage durchzuziehen, weil sich die behörden nicht drum gekümmert haben und ich deswegen vielleicht später eventuelle leistungen nichtmehr kriegen werde, weil die dann sowas sagen wie: tja wir wussten ja von nichts, jetzt ist alles zu spät.


was denkt ihr, sind meine gedankengänge nachvollziehbar bzw wie würdet ihr euch in so einer situation verhalten?

danke schonmal für die aufmerksamkeit die ihr diesem thread widmet, ich weiß das ist n ganzer brocken aber hoffe ich finde hilfe!

mfG
 
E

ExitUser

Gast
Meines Wissens muss der Arbeitgeber innerhalb 3 Tagen einen Arbeitsunfall an die Berufsgenossenschaft melden. Wichtig ist auch, daß Du sofort zum Arzt gegangen bist und es als Arbeitsunfall gemeldet hattest.

Würde Dir einen Gang zum Anwalt empfehlen.
 

airparis

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suchst du auch auf dieser seite? ich werd da nämlich absolut nicht fündig :S

wieso sollte das bei zivildienstleistenden alles anders ablaufen?
nicht dass es mich stört oder sonstiges aber kennst du nähere details?

mfg
 
E

ExitUser

Gast
Nun hab ich das Richtige gefunden:

Unfall und Unfallanzeige


Erhalten Sie Kenntnis, dass ein Zivildienstleistender einen Unfall erlitten hat, stellen Sie dem Dienstleistenden eine Unfallanzeige zur Verfügung. Diese Stellungnahme zum Unfall ist dem Bundesamt für den Zivildienst unverzüglich zuzuleiten.​
Nehme ich mal an, daß der Arbeitgeber die Unfallanzeige hätte machen müssen.

Dem Bundesamt für den Zivildienst sind alle Unfälle, die zu einer Behandlungsbedürftigkeit geführt haben oder führen können, unverzüglich mitzuteilen. Das gilt bei​

  • Unfällen während der Ausübung dienstlicher Tätigkeiten,
  • Wegeunfällen zur oder von der Dienststelle,
  • privaten Unfällen aller Art (z.B. im Haushalt oder beim Sport),
  • Unfällen, die sich vor Beginn des Zivildienstes ereigneten und während des Zivildienstes noch behandlungsbedürftig sind,
  • Unfällen im Rahmen einer außerdienstlichen Nebentätigkeit.
Alles Weitere hier:
Bundesamt für Zivildienst (BAZ) Infos zu einem Unfall usw.

Unfallanzeige: https://www.zivildienst.de/Content/de/Downloads/I4__Downloads/I4-025Unfallanzeige_28G11Anlage_29,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/I4-025Unfallanzeige(G11Anlage)

Downloads: https://www.zivildienst.de/Content/de/Downloads/I4__Downloads/I4-405MeldungMoeglZDSBeschaedigungen,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/I4-405MeldungMoeglZDSBeschaedigungen

LG und gute Besserung!
 

airparis

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ah danke :)

nun da hat sich ja alles geklärt.

berufsgenossenschaft: nein

medizinische versorgung: ja, wenn zivildienstbeschädigung festgestellt wird (NACH zivildienstzeit, durch örtliches versorgungsamt zzgl. entlassungsuntersuchung VOR zivildienstende)

ausgleich für zivildienstbeschädigung (€€€): ja, wenn zivildienstbeschädigung festgestellt wird und behinderung ab 25%

´soviel dazu :)

danke!!!!!
 
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