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Arbeitsunfall - Kündigung - trotz Förderung durch die ARGE

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Bienchen

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#1
Mein Sohn hatte Ende März 2007 einen Arbeitsunfall. Er ist Kfz-mechaniker. Sein jüngerer Kollege hat ihm beim Herausschlagen einer Buchse mit dem Hammer auf die rechte Hand gehauen. Daraufhin wurde festgestellt, dass der Mittelhandknochen gebrochen und gesplittert ist. Es wurde ihm eine Titanplatte eingesetzt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt kann er seine Hand immer noch nicht richtig einsetzen und ist weiterhin krank geschrieben. Sein Chef sagte ihm, er brauche keine Angst vor einer Entlassung haben. 3-4 wochen später hat er die Kündigung bekommen. Er sollte den bisherigen Kollegen ablösen.
Mitlerweile sind wir allerdings schon der Meinung, dass der Kollege dies alles mit Berechnung gemacht hat. Sein Plan, ihn aus der Firma zu drängen, ist ja nun aufgegangen.
Wichtig ist noch zu erwähnen, dass der Betrieb für 9 Monate jeweils 1000 € Lohnkostenzuschuss gezahlt hat, diese 9 Monate allerdings noch nicht um sind und der Betrieb außerdem verpflichtet war, die Anstellung mindestens noch weitere 6 Monate durchzuführen.

Er hat Prozesskostenbeihilfe beantragt, welche ihm allerdings verwehrt wird mit dem Kommentar, dass dieser Prozess keine Aussicht auf Erfolg hat.
Wie es nun weiter gehen soll, wissen wir auch nicht. Er kann sich noch nicht einmal um eine neue Stelle bewerben, da er immer noch krank geschrieben ist und keiner weiß, wann bzw. ob die Hand jemals vollständig wieder einsetzbar ist.
 
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#2
Erstmal ne Frage wegen Kündigungsschutz: Wieviel Mitarbeiter hat der Betrieb? Wie lange ist er dort beschäftigt?
 

Bienchen

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#3
Hallo,
mein Sohn ist in dem Betrieb seit November vorigen Jahres beschäftigt gewesen. Er hatte 3 Monate Probezeit.
In der kleinen Firma gibt es nur den Chef und 2 Mitarbeiter, jetzt nur noch einen Mitarbeiter.
 
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ExitUser

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#4
Ja, das dachte ich mir, in Betrieben bis 10 Mitarbeiter gibt es keinnen Kündigungsschutz, deshalb wurde die Kündigungsschutzklage vorm Arbeitsgericht auch abgewiesen.
 

Bienchen

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#8
Mein Sohn war heute bei der Gerichtsverhandlung. Sein ehemaliger Chef hat so getan, als ob nichts wäre und ihn auch noch frech angegrinst (vor der Verhandlung). Wie schon erwartet, besteht kein Kündigungsschutz während einer Krankschreibung durch Arbeitsunfall.
In diesem Staat kann man wirklich das große Kot..... bekommen. Ich hasse ihn immer mehr.
Ein Mensch zählt hier gar nichts mehr, solange er nicht zu den "oberen 10.000" gehört. So langsam frage ich mich, warum wir eigentlich Namen bekommen, eine Nummer würde auch ausreichen.
Da wird man bei der Ausübung seiner Tätigkeit im Betrieb so verletzt, dass man nun schon seit Ende März krank ist, eine schnelle Heilung nicht in Sicht (wenn überhaupt eine völlige Widerherstellung möglich ist), und man wird einfach so entlassen.
So lange man sich krumm mach, ist man gut genug, aber sobald es nicht möglich ist, zählt man wie ein schlechtes Werkstück zum Ausschuss.

Nun bin ich nur mal gespannt, ob die Schmerzensgeldforderung bei seinem ehemaligen Kollegen fruchtet. Wenn nicht, gibt es eine saftige Anzeige. Dazu hatte ihm damals auch sein Chef geraten. Ich bin ja mal gespannt, wie dies weiter geht.
 
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