Arbeitsunfall in Maßnahme - Ausgaben für Genesung

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Dino89

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Hallo zusammen,

ich hatte anfang Juni einen Unfall bei den Sportlichen aktivitäten in meiner aktuellen Maßnahme, der unfall wurde natürlich bei einen Durchgangsarzt gemeldet und auch weitergeleitet.

Die Kosten für Ärtzliche Hilfmittel (Krücken, Bandagen, Einlegesohlen, Einlegepolster, Schiene u.s.w) sowie der Physiotherapie(n) trage ich aktuell selbst, jedoch frage ich mich ob mir eine Zuzahlung vom Jobcenter zusteht oder zumindest eine beteiligung?

Eine Mehrfertigung der Berufsgenossenschaft der Maßnahme selbst wurde mir auch zugesendet, in dieser steht das mir Schmerzensgeld zusteht, dieses wurde den Jobcenter natürlich direkt überwiesen und ich selbst habe davon recht wenig. Von den kosten der Medikamenten mal abgesehen, sitze ich aktuell auf ca. 220€ Beteiligung für die oben genannten Punkte und eine baldige "Heilung" ist aktuell abzusehen.

Grüße
 

Allimente

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Sorry, verstehe ich nicht. All das gibt es doch, bei entsprechender Krankheit, auf Rezept vom Arzt ! Warum mußt Du das alles selber zahlen?
 

Dino89

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Ich trage bei allen genannten Punkte meine übliche Teilzahlung bei, die natürlich bei Sonderanfertigung bei Einelgesohlen oder Bandagen - in Zukunft kommt auch ein Strumpf oder dergleichen dazu, schon etwas höher ausfallen kann. Eine Befreiung liegt nicht vor, da liegt der springende Punkt, zumindest steht keine auf den wunderschönen pink rötlichen rezepten.
 

Dino89

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Hallo Dino,

Das Schmerzensgeld steht dir zu und nicht dem JC, es darf auch nicht angerechnet werden.

Die Behandlungskosten trägt deine Krankenversicherung?

Gruß

Die Kosten trägt die Krankenversicherung nur zum teil, ich muss mich beteiligen und die anstehenden differenz selbst tragen. Vom Geld habe ich wie gesagt nichts gesehen, das ging direkt auf das Konto vom Jobcenter.
 

faalk

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Die Befreiung gibt es auch nicht automatisch, sondern muss bei der KK beantragt werden. Bei ALGII sind 2% vom Regelsatz also zur Zeit 99,84 Euro bei den Rezepten zuzuzahlen. Darüber hinausgehende Zuzahlungen wären dann nicht mehr zu leisten.

Zum Thema Schmerzensgeld, das mal lesen und soweit es zutrifft vom JC einfordern! Und wenn es über das SG ist!

 

Allimente

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Die Kosten trägt die Krankenversicherung nur zum teil, ich muss mich beteiligen und die anstehenden differenz selbst tragen.

Mit welcher Begründung mußt Du dich bei einem Arbeitsunfall anteilmäßig an den Folgekosten beteiligen? Sorry, aber das habe ich noch nie gehört. Geht es bei Dir um selbst gewünschte Sonderleistungen oder warum sollte das so sein?
 

Solanus

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Die Kosten trägt die Krankenversicherung nur zum teil, ich muss mich beteiligen und die anstehenden differenz selbst tragen. Vom Geld habe ich wie gesagt nichts gesehen, das ging direkt auf das Konto vom Jobcenter.

Das ist falsch! E sgibt eine Selbstbeteiligung und das sind 2% des Jahreseinkommen. Bei H4 aktuell etwa 100 EUR. Beantrage schnellstens bei Deiner KV eine Befreiung und reiche alle bisherigen Quittungen/Rechnungen/Belege ein.

Zusätzlich hast DU einen Schadensersatzanspruch gegen die Unfallversicherung Deines JC, da der Unfall "berufsbedingt" war. Die Unfallversicherung des JC muss Dich Schadensfrei stellen.

Meine Empfehlung: Anwalt und Klage gegen das JC, als Verursacher der Maßnahme.
 

Dino89

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Mit welcher Begründung mußt Du dich bei einem Arbeitsunfall anteilmäßig an den Folgekosten beteiligen? Sorry, aber das habe ich noch nie gehört. Geht es bei Dir um selbst gewünschte Sonderleistungen oder warum sollte das so sein?

Alles dinge die mir ohne anfrage oder "wünsche" meinerseits zugewiesen wurden, die ärtze sagten zwar eine beteiligung wäre nicht notwendig, als ich jedoch dann die besagten utensilien besorgen wollte (auf Rezept), wurde mir mitgeteilt das die Krankenkasse nur ein Teil trägt und den rest ich selber tragen "Muss" - also eine Teilzahlung.

@Solanus

betrifft dies auch Medikamente? Nur die auf Unfall bezogen oder auch für Krankeheiten die Chronisch sind wie z.b. Athma ?

Werde dann mir wohl ein Anwalt zu rate ziehen müssen wenn mir doch mehr zusteht als ich dachte.

@faalk
Bezieht sich die Summe auf Monatlich oder Jährliche beträge ?
 

Solanus

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Gehe mit Deinem H4 Bescheid zu Deiner KV und stelle den Befreiungsantrag. Bist Du chronisch krank, dann sage dies bei Antragstellung, dann bekommst Du einen Fragebogen, den Dein Hausarzt ausfüllen muss. Dann wird Deine Zuzahlung reduziert.

Im einfachsten Fall zahlst Du Deinen Anteil am Anfang des Jahres und bist für den Rest von Allem befreit. (Medikamente, Hilfsmittel, Krankenhauszuzahlung etc)

Aktuell sind es für chronisch Kranke 48 EUR im Jahr Zuzahlung bei H4 Bezug, ansonsten sind es 96 EUR ohne chronische Erkrankungen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Die Kosten für Ärtzliche Hilfmittel (Krücken, Bandagen, Einlegesohlen, Einlegepolster, Schiene u.s.w) sowie der Physiotherapie(n) trage ich aktuell selbst, jedoch frage ich mich ob mir eine Zuzahlung vom Jobcenter zusteht oder zumindest eine beteiligung?
Das müsste alles die Berufsgenossenschaft übernehmen.
Einen Teil von diesen Sachen hab ich vor ein paar Jahren auch mal gebraucht (auch BG-Fall), gekostet hat mich das jeweils nur eine Unterschrift auf der Empfangsbestätigung.

Eine Mehrfertigung der Berufsgenossenschaft der Maßnahme selbst wurde mir auch zugesendet, in dieser steht das mir Schmerzensgeld zusteht, dieses wurde den Jobcenter natürlich direkt überwiesen und ich selbst habe davon recht wenig.
Das Schmerzensgeld steht aber dir zu, nicht dem JC.
Und das darf nach § 11a Abs. 2 SGB II auch nicht angerechnet werden.
 

Annie

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Eine Zuzahlungsbefreiung für das Jahr 2018 kannst du noch bis zum 31.12 beantragen und deine Quittungen einreichen. Bei ALG2 musst du maximal 99,84€ (2%) oder mit der Chronikerregelung nur 49,92€ (1%) zahlen. Die Differenz zu den gezahlten 220€ wird dir erstattet.

Das betrifft aber alles nicht deinen Arbeitsunfall. Da bist du über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Da musst du überhaupt nichts bezahlen.

Und das Schmerzensgeld steht auch nur dem zu der den Schmerz erleiden musste. dagobert1 hat ja auch schon den richtigen Paragraphen dazu genannt. Ich würde die mal in Verzug setzen. Ein kleines Schreiben wirkt oft Wunder.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich fordere Sie auf mir mein Schmerzensgeld in Höhe von XXX innerhalb 5 Tagen zu überweisen.

mfg

Den §11a Abs. 2 SGB II würde ich nicht erwähnen. Wenn die sich doof stellen kann man das immer noch erwähnen.
 

Dino89

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Danke erstmal für die vielen Rückmeldungen, dann werde ich wohl mal meine KV aufsuchen müssen und das ganze ansprechen, immerhin habe ich dann wohl die Letzten Jahre selber viel zu viel gezahlt, was man eigentlich umgehen könnte.

Das Schmerzensgeld werde ich ebenfalls einfordern, die Berufsgenossenschaft der Maßnahme selbst bekommt dann auch nochmal ein kleines schreiben, mal sehen was dann am ende heraus kommt.

Ich bedanke mich nochmal herzlich für die ganzen Informationen.
 

karuso

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ich hatte anfang Juni einen Unfall bei den Sportlichen aktivitäten in meiner aktuellen Maßnahme, der unfall wurde natürlich bei einen Durchgangsarzt gemeldet und auch weitergeleitet.

Wenn du in der Maßnahme einen Unfall erleidest ist dafür die Berufsgenossenschaft des Maßnahmeträger zuständig.Beim Arzt sagt man was du auch gemacht hast das der Unfall wärend der Maßnahme passiert ist.Du meldest den Unfall auch dem Maßnahmeträger und er ist verpflichtet das der Berufsgenossenschaft zu melden. Und die Berufsgenossenschaft wird sich mit dem Arzt in Verbindung setzen wegen der Behandlungskosten.

Die Kosten für Ärtzliche Hilfmittel (Krücken, Bandagen, Einlegesohlen, Einlegepolster, Schiene u.s.w) sowie der Physiotherapie(n) trage ich aktuell selbst

Ist Quark. Die Berufsgenossenschaft trägt in diesem Fall alle Kosten. Du hast keine Zuzahlungen zu leisten oder läuft das jetzt alles über deine Krankenkasse das ist aber dann falsch.

Eine Mehrfertigung der Berufsgenossenschaft der Maßnahme selbst wurde mir auch zugesendet, in dieser steht das mir Schmerzensgeld zusteht, dieses wurde den Jobcenter natürlich direkt überwiesen

Was ist da schief gelaufen? Schmerzensgeld steht dir zu und nicht dem Jobcenter.
 
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