Arbeitsunfähig voraussichtlich bis 31. März 2019, dann Erwerbsminderungsrente. Wie geht der Übergang in die Rente genau vonstatten? Wer weiß bescheid und hat Tips?

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hamisch

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Hallo liebes Forum,
meine Frau, Jahrgang 1963, (kann momentan wegen ihrer Erkrankung
selbst nicht schreiben) beginnt am 01.April ihre volle EMR auf Zeit.
Keine Arbeitsmarktrente! Aktuell bezieht sie Krankengeld.
1.Frage:
Auf der letzten AU-Bescheinigung vom 28.02.2019 steht:
AU voraussichtlich bis 31.März.
Braucht sie für die letzte Auszahlung des Krankengeldes (März)
vor dem Beginn der EMR noch eine weitere
Folgebescheinigung EU, da ja auf der AU-Bescheinigung
immer von der voraussichtlichen Dauer die Rede ist?
Sie könnte ja theoretisch gesunden; ist aber leider nicht möglich.
2.Frage:
Verfallen die restlichen Krankengeldansprüche von mehreren
Monaten, wenn die EM-Rente bei Ablauf nicht verlängert wird?
Danke für Antworten
mit freundlichen Grüssen
hamisch
 
E

ExitUser

Gast
Entweder auf der letzten AU war Endbescheinigung angekreuzt, oder man teilt der Krankenkasse mit, dass es sich um die letzte AU handelt.
Das wäre falsch und könnte fatal sein. AU-Endbescheinigung würde bedeuten, dass man nicht mehr AU, also gesund ist. Und der Krankenkasse mitzuteilen das es die "letzte" AU ist, ist genauso falsch.

Im "Normalfall" stellt die KK mit der Kenntnis nach der EM-Rente sofort das KG ein und zahlt nicht mehr weiter. Selbiges würde z.B. auch die AfA machen. Daher meine Frage ob der 01.04. der 1. Zahltag ist, oder der Beginn der Renten (was eigentlich nicht sein kann).
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Nö.

Wann bekommt die KK denn Kenntnis?
Was ist denn eine Nachricht, dass es sich um die letzte AU handelt?

Es geht hier nicht um sofortige Einstellung des KG, sondern um Zahlung des KK bis zum Ende der laufenden AU.
Da die KK immer nur rückwirkend zahlen, braucht es das Kreuz, oder den Hinweis.

Falls beides nicht kommt, wartet man solange, bis die KK auf dem Behördenweg benachrichtigt wird.

Ich stimme Dir aber zu, die Endbescheinigung würde ich auch nicht ankreuzen lassen, in dem Fall.
Da die AU hier in den Fall schon erstellt wurde, war das auch nur der Hinweis auf die Zahlweise der KK.

Entweder auf der letzten AU war Endbescheinigung angekreuzt,
Deswegen stand dort auch „war“.

Ich artikuliere es mal so:
Der TE sollte die KK darauf hinweisen, dass aufgrund der EM-Rente die letzte AU nicht verlängert wird und man auf die letzte Zahlung des KG wartet.
 
E

ExitUser

Gast
Wann bekommt die KK denn Kenntnis?
Mit Bewilligung der Rente bekommt die KK im Normalfall den Bescheid, da dann das Versicherungsverhältnis ja normalerweise in der KVdR weitergeführt wird. Und mit Kenntnis über den Beginn der Rente wird das KK sofort eingestellt und alles bis dahin ausgezahlt.

Von daher ist ein "Beginn" der Rente zum 01.04. sehr unwahrscheinlich, da die Rente ja nicht für die Zukunft beginnt und dann ja auch erst mal 6 Monate nicht ausbezahlt wird.

Und darum geht es hier nicht um die Zahlung des KG bis zum Ende der AU, sondern wann die KK da einstellen wird. Solange aber jetzt nicht über den Beginn der Rente Klarheit herrscht ist das ein stochern im Nebel.
Und eine "Endbescheinigung" der KK wäre für den weiteren Verlauf nicht gut. Auch hier wird sich die KK melden und mitteilen wenn sie keine AU mehr dokumentieren möchte.

Der TE sollte die KK darauf hinweisen, dass aufgrund der EM-Rente die letzte AU nicht verlängert wird und man auf die letzte Zahlung des KK wartet.
Auch das wäre nicht die Aufgabe des Vesicherten und gehört nicht zu den Pflichten.
 
E

ExitUser

Gast
Deine behördlich theoretischen Vorgänge funktionieren nicht zeitnah, wenn man Geld für Miete etc. benötigt. ;-)
Da ich genauso davon betroffen war, kann ich dir sagen dass das leider alles bestens funktioniert. Nämlich sogar so, dass die Zahlungen von KK/AfA eingestellt werden, auch wenn die erste Rentenzahlung erst in 2 Monaten beginnt. Und dann hast du die ganze Zeit nicht einen Cent zur Verfügung.

Vielleicht solltest du dein theoretischen Wissen mal auffrischen :unsure:
 
E

ExUser 2606

Gast
Das stimmt nicht. Da wird lediglich geprüft ob die Vorraussetzungen dafür erfüllt sind. Der Versicherungsschutz in der KVdR beginnt ab dem Tag an dem z.B. AfA oder KK die Kenntnis über die Rente erhalten. Im Falle der AfA z.B. ist das der Tag der Einstellung des ALG
Ich habe mehrfach gelesen, dass die Leute schon nach Rentenantragstellung die neue versicherungskartw bekommen.
 
E

ExitUser

Gast
dass die Leute schon nach Rentenantragstellung die neue versicherungskartw bekommen.
Und ich habe es erlebt das ich diese erst mit Bewilligung der Rente bekommen habe, sowie die Bestätigung ab wann ich in der KVdR versichert bin und das war eben nicht die Antragstellung.

Oder glaubst du das im Falle von ALG (nach Krankengeld) die AfA nur Beiträge für die KVdR bezahlt?

@Kerstin_K
Ich habe gerade noch mal nachgefragt. Mit Antragsstellung hast du lediglich eine "Rentenantragstellermitgliedschaft". Die Mitgliedschaft (mit Beiträgen zur KVdR) beginnt ab dem Rentenbeginn
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Nämlich sogar so, dass die Zahlungen von KK/AfA eingestellt werden,
Es geht hier nicht um Einstellung des KG, wie oft denn noch ...

Und ich habe es erlebt das ich diese erst mit Bewilligung der Rente bekommen habe, sowie die Bestätigung ab wann ich in der KVdR versichert bin und das war eben nicht die Antragstellung.
Ich habe überhaupt keine neue Karte bekommen.

Was sagt das denn aus, wenn Dinge in Einzelfällen anders laufen?
 
E

ExitUser

Gast
@hamisch
Unabhängig jetzt mal zu der offenen Frage zum Beginn der EM-Rente, mal etwas zu deiner 2. Frage

2.Frage:
Verfallen die restlichen Krankengeldansprüche von mehreren
Monaten, wenn die EM-Rente bei Ablauf nicht verlängert wird?
Nach §50 SGB V endet der Anspruch auf KG mit Beginn der EM-Rente (<- darum auch die Frage nach dem "Beginn"). Endet dann die EM-Rente hast du erst wieder Anspruch auf KG wenn eine Krankenversicherung mit Anspruch auf KG Zahlung besteht. Und das ist bei Rentnern für gewöhnlich nicht der Fall.

Um also deine Frage zu beantworten = Ja, dass verfällt, bzw. endet alles mit dem Beginn der EM-Rente
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast

ABSW

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ich kann RobbiRob voll zustimmen:
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgericht Urteil vom 29.09.1998 Az: B 1 KR 5/97 lebt ein nicht ausgeschöpfter Anspruch auf Krankengeld nach zwischenzeitlichem Bezug einer Rente wegen Erwerbsminderung wieder auf.

Vor Wegfall der Rente schriftlich bei der Krankenkasse einen Antrag auf Wiederaufleben eines nicht ausgeschöpften Anspruches auf Krankengeld zu stellen.

Zu einem Rentenantrag gehört die Meldung zur Krankenversicherung der Rentner.

Diese Meldung leitet die RV oder die den Antrag aufnehmende Stelle an die Krankenkasse weiter.

Die Krankenkasse prüft ob die Vorversicherungszeit für die Mitgliedschaft in der KV der Rentner erfüllen.Das Ergebnis wird der RV mitgeteilt. Bei der Bewilligung der Rente erhält die Krankenkasse eine Mitteilung von der RV ob und ab welchem Zeitpunkt die Rente gezahlt wird.


Die Mitgliedschaft in der KVdR beginnt grundsätzlich mit dem Tag der Rentenantragstellung,
 
E

ExitUser

Gast
Die Mitgliedschaft in der KVdR beginnt grundsätzlich mit dem Tag der Rentenantragstellung,
Und weiter heisst es direkt nach diesem Satz in dem Dokument das du anscheinend zitierst:
Für die Zeit vom Rentenantrag bis zur Entscheidung über diesen Antrag wird, sofern keine Ausschlussgründe (vergleiche Frage 5) vorliegen, eine Rentenantragstellermitgliedschaft durchgeführt.

Im weiteren Verlauf dann noch:
Erkennt der Rentenversicherungsträger den Rentenanspruch an und sind die Voraussetzungen für die KVdR erfüllt,besteht - in der Regel vom Rentenbeginn an - Versicherungspflicht in der KVdR

Quelle: https://www.deutsche-rentenversiche...ntblob/217498/publicationFile/52566/R0815.pdf


@ABSW
Wie verfällt sich dann dieses BSG Urteil im Falle einer rückwirkend zuerkannten EM-Rente, wenn die Aussteuerung somit ja eigentlich "hinfällig" wäre, da ja auch die Krankengeldansprüche an die KK (teilweise) zurückerstattet wurden. Wären dann nicht die Ausgesteuerten wieder im Vorteil? Gibt es dazu Erfahrungen?
 

saurbier

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Also bitte, warum streitet ihr den so, es ist Sonntag!

ich ExitUser nur zustimmen und zwar aus eigener (doppelter Erfahrung), a) bei meiner BU-Verrentung und b) bei meiner jetzigen Arbeitsmarktrente.

Die Mitgliedschaft bei der KVdR beginnt erst mit dem Rentenbeginn und zwar auch nur dann, wenn die Voraussetzungen dazu erfüllt sind.

Die Rentenversicherung teilt dies der KV auch mit, weil am dem Tag des Rentenbeginns der Anspruch auf KG (§ 44 Abs. 1 SGB V) entfällt (§ 44 Abs. 2 SGB V sowie § 50 Satz 1 SGB V). Darüber hinaus wird die KV auch durch die Erstattungsansprüche §§ 102 - 107 SGB X im Falle einer Rückwirkenden Verrentung davon erfahren.

Ab dem Zeitpunkt wo der in der KVdR Versicherte Versicherungsschutz hat, wird auch die Versichertenkarte auf den Status Rentner geändert.

Anhand dessen kann ein behandelnder Arzt dann auch ersehen das hier eine AU lediglich bedingt erforderlich ist. Bedingt eben deshalb, weil für einen vollen EMR aus gesundheitlichen Gründen grundsätzlich keine AU mehr erforderlich ist, hingegen bei einem Teil-EMR / alten BU-Rentnern sehr wohl, obwohl ja eine Versicherung über die KVdR sowie auch der KK (bei einem Arbeitsverhältnis) erfolgt und auch bei den Arbeitsmarktrentnern und dieser Personenkreis grundsätzlich einer AU bedarf, als Nachweis für KG-Anspruch als auch für den Arbeitgeber und ggf. fürs JC.

Zu dem hier zittierten Urteil möchte ich zur Vorsicht raten, denn ein Urteil selbst vm BSG aus 1998 kann durch die nachfolgende sich auch anhand der Gesetze weiter entwickelten Rechtsprechung heute durchaus anders ausfallen. Da sollte man, wenn schon eher auf neuere Urteile setzen.


Im übrigen gilt was wozu wir hier immer wieder raten, sich so lange wie möglich per AU krank schreiben zu lassen (zumindest bis zum ersten Tag der Rente), damit der DRV ein Nachweis erbracht wird das man wirklich so krank ist das man nicht mehr arbeiten kann. Rentner auf Zeit sollten im folgenden darauf achten das sie auch weiterhin in fortlaufender ärztlicher Behandlung bleiben, denn auch dies kann die DRV in einem späteren Weiterbewilligungsverfahren als Indiz für den schlechten Gesundheitszustand ansehen.

Zum Beispiel wurde mein Hausarzt bisher regelmäßig bei jedem Weiterbewilligungsantrag parallel von der DRV diesbezüglich angeschrieben.


Grüße saurbier
 

hamisch

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Wann bekommt die KK denn Kenntnis?
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Deswegen stand dort auch „war“.

Ich artikuliere es mal so:
Der TE sollte die KK darauf hinweisen, dass aufgrund der EM-Rente die letzte AU nicht verlängert wird und man auf die letzte Zahlung des KG wartet.
So wird es meine Frau bzw. so werde ich es für sie machen. Dann sehen wir weiter.
 

hamisch

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Und welches Datum wurde als Beginn der Rente in dem Bescheid eingesetzt? Also nicht das Datum der ersten Zahlung.

Edit:
Wenn der Bescheid von 12/2018 ist und die erste Zahlung im April, dann ist sie doch eigentlich schon in EMR?! Oder? Und die KK hat die ganze Zeit Krankengeld bezahlt?
Im Bescheid 12/2018 steht: Die Rente beginnt am 01.04.2019. Sie wird ab dem 01.04.2019 laufend monatlich nachschüssig gezahlt.
Die Anspruchsvoraussetzungen sind seit 07.09.2018 erfüllt. Die AOK hat diese 1.Seite des Bescheides von uns 12/2018 bekommen.
Und was nützt Dir das jetzt?
 
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