Arbeitssuchendmeldung Arbeitslosenmeldung vor 8 Monaten - Keine Zahlungen, auffrischen oder neu melden?

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spardose

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Hallo zusammen,

ich grübel gerade über folgenden Sachverhalt:
Ein Arbeitnehmer war in einer Firma von 01/2016 bis 06/2018 beschäftigt und hat selbst gekündigt, da er für die Arbeit ständig unterwegs und nur am Wochenende zu Hause war. Darunter hat sein Privatleben stark gelitten. In 09/2018 hat er sich arbeitssuchend und arbeitslos gemeldet und eine Kundennummer erhalten. Seitdem hat er die Sache jedoch nicht weiter verfolgt und hat auch seiner ehemaligen Firma das Formular "Arbeitsbescheinigung §312" nicht vorgelegt und ist auch nicht mehr zur AfA gegangen. Kurzum er war optimistisch, dass er sehr schnell wieder eine neue Arbeit findet und bis dahin von seinen Ersparnissen lebt.

Nach nun 11 Monaten seit der Eigenkündigung und seit 8 Monaten Arbeitssuchendmeldung und Arbeitslosenmeldung merkt er, dass die Ersparnisse immer weniger werden und eine neue Arbeit noch nicht in Sicht ist.

Wie sollte er sich in so einem Fall am sinnvollsten verhalten?
Erneut arbeitssuchend/arbeitslos melden oder diese erste Meldung "auffrischen" und das o.g. Formular "Arbeitsbescheinigung §312" seiner alten Firma vorlegen mit der Bitte dieses auszufüllen?
Wann und mit welcher ALG I Zahlung kann er in diesem Fall rechnen?

Herzlichen Dank
spardose
 
E

ExUser 2606

Gast
Mmmh, kompliiziert. Hat er denn in 2018 überhaupt einen, Wenn auch unvolständigen Antrag auf ALG I gestellt? Wenn ja, was ist aus diesem Antrag geworden? Normal wird die Leistung dann irgendwann versagt wegen mangelnder Mitwirkung.

Zum einen erwartet ihn wohl eine Sperrzeit wegen Eigenkündigung, die dürfte noch nict verjährt sein. Obendrauf kommt wohl noch eine wegen verspäteter Arbeitssuchendmeldung.

Die Arbeitsbescheinigung kann er auf jeden Fall schonmal ausfüllrn lassen, ohne die geht gar nichts. Die kann man sich sogar vorsorglich von jedem Arbeitgeber ausfüllen lassen, auch wenn man sie vielleicht erst Jahre später braucht. Dann muss man im Bedarfsfall nicht hinterherrenen oder mit Ersatzbelegen Arbeiten, falls es die Firma nicht mehr gibt oder so.
 

BerndB

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Man liest hier immer von "persönlicher" Arbeitssuchendmeldung und "persönlicher" Arbeitslosmeldung. Wie hat er sich denn gemeldet? Wenn er es persönlich gemacht hat, müsste er ja schon dort eine Rückmeldung zum weiteren Verlauf erhalten haben.
 

spardose

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In 09/2018 war er persönlich bei der Agentur für Arbeit und hat sich dort arbeitssuchend und arbeitslos gemeldet, weil er irgendwo aufgeschnappt hat, dass man bei Eigenkündigung sowieso 3 Monate nichts bekommt (Sperre für 07/2018, 08/2018 und 09/2018). Man hat ihm Unterlagen mitgegeben u.a. "Ihr Leistungsantrag - Online Antrag auf Arbeitslosengeld" mit der Kundennummer und dem Datum, an dem er sich persönlich bei der Agentur arbeitssuchend und arbeitslos gemeldet hat (XX.09.2018). Er hat auch einen Benutzernamen und ein Passwort für den Online Antrag bekommen.

Das einzige was er getan hat, war zu schauen ob dieser Online-Zugang funktioniert. Funktioniert auch heute noch. Aber online hat er weder was ausgefüllt noch irgendwas abgeschickt sondern alle Unterlagen beiseite gelegt und in einem Ordner abgeheftet mit dem Gedanken: "Ich schaffe das auch allein und ich gebe mir keine Blöße und bitte die alte Firma um eine Arbeitsbescheinigung §312, womit dann klar wäre dass ich arbeitslos bin."

In Summe resultierte also sein damaliges Verhalten aus einer Kombination aus Selbstvertrauen, falschem Stolz, Dummheit und Verdrängung der Wirklichkeit.

Lange Rede kurzer Sinn: Was nun?
 

Agent

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Er sollte umgehend erneut persönlich bei der AfA vorsprechen.
Ich vermute stark, dass inzwischen auch keine Termine wahrgenommen wurden, sodass er auch aus der Arbeitsvermittlung abgemeldet wurde. Somit ist zwingend eine erneute persönliche Arbeitslosmeldung erforderlich, um ab diesem Tag wieder Leistungen beziehen zu können.

Dann sollte man schauen, ob ggf. auf den alten Antrag verzichtet wird und er sozusagen das Dispositionsrecht in Anspruch nimmt, um den Eintritt von Sperrzeiten zu vermeiden (kommt jetzt auf den Grund der Eigenkündigung und dem noch vorhandenen Restkapital an). Dazu sollte er unbedingt eine Leistungsberatung nutzen!

Die Arbeitsbescheinigung sollte er so schnell wie möglich besorgen, da diese in jedem Fall die Grundlage für die Berechnung von ALG I ist.

Viele Grüße
Agent
 

BerndB

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Dazu sollte er unbedingt eine Leistungsberatung nutzen!
Eine ganz andere Frage an @Agent:
Gibt es bei der AfA eigentlich eine interne Regelung, wie und in welcher Form eine Leistungsberatung stattfinden kann/muss? Welche Notizen zu erstellen sind? Welche Unterlagen der Arbeitsuchende mitbringen muss?
Ich habe mal nachgefragt aber die Mitteilung erhalten, dass es dazu nichts gibt.
Danke.
 

Agent

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Hallo BerndB,

nicht, dass ich wüsste. In der Regel wird ein Verbis-Eintrag dazu verfasst. Mal fällt der umfangreicher aus und mal sehr knapp...
 
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