Arbeitssuchend - Muss ich auf Vermittlungsvorschläge reagieren, die ins Online Postfach gestellt werden??

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Primavera2019

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Hallo zusammen,
ich hatte letzte Woche mein Erstgespräch bei der Arbeitsagentur bzgl. Arbeitssuchendmeldung (bin bis 30. Juni in einem Beschäftigungsverhältnis mit widerruflicher Freistellung, ab 1. Juli ggfs. arbeitslos).
Nun sehe ich zufällig, dass mir von der SB bereits 5 Vermittlungsvorschläge in mein Online-Postfach gestellt wurden. Im Status steht jeweils "zur Bewerbung aufgefordert". Zum Teil passen die Angebote überhaupt nicht zu meinem Profil, zum Teil sind sie uralt (ein Stellenangebot z.B. vom 30. Januar, auf der Firmen- Website ist die Stelle nicht mehr zu finden...).
Meine Fragen:
1. Bin ich als Arbeitssuchender verpflichtet, ständig (oder überhaupt...) in mein Online Postfach zu schauen und muss ich auf die dort eingestellten VV reagieren/ der Arbeitsagentur dazu Rückmeldung geben?? Eine Rechtsfolgenbelehrung kann ich nirgends finden, kenne mich damit aber auch nicht aus...
2. Müssen Vermittlungsvorschläge mit Rechtsfolgen generell per Post zugestellt werden oder ist dies auch online zulässig (was ja hieße, dass ich permanent in das Online Postfach schauen müsste...)?

Da ich bislang keine Erfahrung mit der Arbeitsagentur habe, freue ich mich über eure Informationen.
(Habe mich nur arbeitssuchend gemeldet, um eine Sperrfrist im Falls von Arbeitslosigkeit ab Juli zu vermeiden. Verspreche mir von der AfA aber keine sinnvollen Jobangebote, sondern bin selbst aktiv auf Stellensuche...).
Herzlichen Dank vorab!!
 

gila

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Du kannst den Jobcenter einfach mitteilen dass du z. B. keinen regelmäßigen Zugang zum Internet und einem PC hast und aus diesem Grunde auch kein Online-Postfach oder die Jobbörse in Anspruch nehmen möchtest, man möge dir bitte alle Vermittlungsvorschläge per Briefpost zu stellen und dabei auch bitte beachten dass es sich um passende Vermittlungsvorschläge handelt
 

Primavera2019

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Hallo Gila,
vielen Dank für deine schnelle Antwort und den Vorschlag!
Ich fürchte allerdings, damit komme ich nicht durch. Ich bewerbe mich in einem "IT-nahen" Bereich und da wird Internet-/PC-Zugang sicher vorausgesetzt.
Für mich wäre es im Moment am wichtigsten zu wissen, ob ich rein rechtlich als Arbeitssuchende überhaupt verpflichtet bin, auf diese Online-VV zu reagieren. Oder nur auf solche, die per Post zugestellt werden und eine RFB enthalten.

Falls hier jemand weiterhelfen kann, wäre ich sehr dankbar.
 

gila

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Ich fürchte allerdings, damit komme ich nicht durch. Ich bewerbe mich in einem "IT-nahen" Bereich und da wird Internet-/PC-Zugang sicher vorausgesetzt.

Du könntest auch eine andere oder KEINE Begründung anführen. Das ist keine Pflicht!
Jedoch wenn du zugestimmt hast zur Jobbörse, sehe ich hier auch die "ganz normalen" Mitwirkungspflichten,
sich auf zumutbare VV / Stellen zu bewerben.
Im ALG I noch strenger, da es sich um eine Versicherungsleistung handelt.

Sollte bei den VVs auch eine RfB dabei sein: ebenso ... sonst droht eine Sperre!
 
E

ExUser 2606

Gast
Du kannst den Jobcenter einfach mitteilen dass du z. B. keinen regelmäßigen Zugang zum Internet und einem PC hast und aus diesem Grunde auch kein Online-Postfach oder die Jobbörse in Anspruch nehmen möchtest, man möge dir bitte alle Vermittlungsvorschläge per Briefpost zu stellen und dabei auch bitte beachten dass es sich um passende Vermittlungsvorschläge handelt
Das musst Du nicht. Auch wenn Du einen Account in der Jobbörse hast, bist Du nicht verpflichtet, da regelmäßig reinzuschauen. Etwas anderes könnte nur gelten, wenn Du dich in einer EGV dazu verpflichtet hast.

Regieren musst Du nur auf Vermittlungsvorschläge, die Dir per Post zugehen. Dabei kannst Du Vermittlungsvorschläge ohne Rechtsfolgebelehrung ignorieren. Schau die bitte mal den §140 SGB III an. Wenn Dir Vermittlungsvorschläge zugehen, die nicht zumutbar sind, kannst Du di ablehnen.
 

gila

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Die Frage ist: Warum solltest Du nicht darauf reagieren. Schließlich möchtest Du ganz schnell wieder arbeiten oder?

Liebelein - wenn das dein echtes Bild ist, solltest du das vielleicht besser rausnehmen ... denn hier lesen auch gerne mal Leute von der "Gegenseite" mit - und wenn du ein eigenes Problem hast und dein SB sieht dein Konterfei ... wird man sicher nach "strafrechtlich relevanten" Anmerkungen suchen, die du vielleicht gibts! ;-)
 

Danilo85

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Liebelein - wenn das dein echtes Bild ist, solltest du das vielleicht besser rausnehmen ... denn hier lesen auch gerne mal Leute von der "Gegenseite" mit - und wenn du ein eigenes Problem hast und dein SB sieht dein Konterfei ... wird man sicher nach "strafrechtlich relevanten" Anmerkungen suchen, die du vielleicht gibts! ;-)
Können Sie doch. Und wer ist eigentlich die Gegenseite? :LOL:
 

Primavera2019

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@ Kerstin_K: Herzlichen Dank, das hilft mir auf jeden Fall weiter!
Eine EGV wurde im Gespräch nicht erwähnt, jedoch kommentarlos in meinem Online Postfach eingestellt (habe ich nur zufällig entdeckt...).
Gemäß der - von mir nicht unterschriebenen - EGV bin ich zu folg. verpflichtet:
"Intensive Bewerbungsaktivitäten unter Nutzung aller Möglichkeiten (persönlich, schriftlich, telefonisch, initiativ)",
"Nachweis der Bewerbungen zu jedem Termin"
"Rechtzeitige Arbeitslosmeldung"
Demnach müsste ich bei Nichtreaktion auf die Online VV vorerst auf der sicheren Seite sein, oder?

@Danilo85: Ich arbeite seit knapp 30 Jahren in einem ziemlich stressigen Job Vollzeit und habe nun nach reiflicher Überlegung zum 30.06. einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung unterschrieben (weil es mit meiner Firma leider seit geraumer Zeit bergab geht und meine Stelle nicht mehr sicher war).
Tatsächlich möchte ich baldmöglichst einen neuen Job finden, aber nicht um jeden Preis...
Wie erwähnt, entsprechen die bisherigen VV nicht meinem Profil (und liegen zudem alle weit unter meinem bisherigen Gehalt). Insofern möchte ich meine Zeit lieber auf sinnvolle Eigenbewerbungen verwenden als auf die Vorschläge vom Arbeitsamt.
 
M

Mitglied 6000

Gast
Es besteht m.W. bei Alg I keine Plficht, so in Konto zu haben. Bei Alg II geht das leider nicht.

Ich würde das Konto bei der Jobbörse einfach löschen. Das kann man selbst tun.
Dann müssen die per Post schicken.

Noch bist du ja erst arbeitsuchend gemeldet, nicht arbeitslos und noch nicht gekündigt? Da gibt es m.W. Unterschiede bei den Pflichten.
 

gila

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2. Müssen Vermittlungsvorschläge mit Rechtsfolgen generell per Post zugestellt werden oder ist dies auch online zulässig (was ja hieße, dass ich permanent in das Online Postfach schauen müsste...)?

Sag ich ja nichts dagegen, aber eben nur, wenn die direkt ausgehändigt werden oder per Post zugehen und wenn die zumutbar sind.

so wie in den von mir eingefügten Links und der Anwaltsauskunft: Wenn RfB dabei = bewerben - auch wenn die online sind, denn man hat sich ja i.d.R. einverstanden erklärt mit der Nutzung des Kontos/Jobbörse - (es sei denn, unzumutbar ... was dann ggf. bei einem Termin oder einer Anhörung erklärt werden kann.)

Können Sie doch. Und wer ist eigentlich die Gegenseite? :LOL:

Da wäre ich jetzt nicht so freizügig. Ich bin nun schon weiß Gott lange hier dabei und habe schon so einiges eingestellt an eigenen Problematiken oder aus dem Umfeld ... und erst kürzlich von einem JC-Geschäftsführer hier am Ort im Gespräch die - durchaus freundschaftliche - Info erhalten, dass man aufgrund meiner ausführlichen Posts und Beschwerden, spez. über das Verhalten gewisser Personen, hier im Forum eine Anwältin eingeschaltet hat, die das Ganze auf "Relevanz" durchforstet hat - da ich aber peinlich darauf achte, keine Namen, Orte und weitere Details preis zu geben, die einen Zusammenhang im "real life" mit den "wahren Akteuren" und meiner Person hergeben, wurden sie nicht fündig.
 
E

ExUser 2606

Gast
Demnach müsste ich bei Nichtreaktion auf die Online VV vorerst auf der sicheren Seite sein, oder?
Aus meiner Sicht bist Du das,
so wie in den von mir eingefügten Links und der Anwaltsauskunft: Wenn RfB dabei = bewerben - auch wenn die online sind, denn man hat sich ja i.d.R. einverstanden erklärt mit der Nutzung des Kontos/Jobbörse
War war denn das für ein Anwalt? Wenn das war wäre, dann müssten auch Mails Rechtsverbindlich sein. SInd sie aber nicht.
Sorry gila, ich schätze Dine Fachkenntnisse, aber hier bin ich anderer Meinung,
Es besteht m.W. bei Alg I keine Plficht, so in Konto zu haben. Bei Alg II geht das leider nicht.
Ich würde das Konto bei der Jobbörse einfach löschen. Das kann man selbst tun.
Dann müssen die per Post schicken.
Das gejht nicht. Auch bei ALG I geht es nicht ohne Profil in der Jobbörse.
 
M

Mitglied 6000

Gast
Das gejht nicht. Auch bei ALG I geht es nicht ohne Profil in der Jobbörse.
Sicher? Wenn er es selbst angelegt hat, kann er es doch selbst löschen.
Von verpflichtend weiß ich nichts. Mag sein, wenn man mal in Bezug ist und ein betreutes Konto erhält.

Pflicht zu online halte ich für fraglich. Noch haben nicht alle Internet.
 
E

ExUser 2606

Gast
Man muss sich da nicht einlogge, man muss sich nicht selber anmelden, aber dann legt eben die Vermittlungsfachkraft das Profil an.

Ohne Profil keine VVs, dann gehen nämlich keien Suchläufe, womit sol denn dan abgegelichen werden?

Mir war es lieber, dass iich da Vollzugriff hatte, denn meine Vermitllungsfachkraft hatte da ein paar Sachen eingepflegt, die schlicht falsch waren und so konnte ich das korrigieren.
 

Richer25paule

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Ich kenne die Regelung nur so: Man kann sich direkt online bewerben (was ich mach, dann ist es erledigt, aber nie über die Jobbörse sondern direkt), man muss es aber nicht.
Wenn der VV dann per Post kommt, hat man 3 Tage zeit zur Bewerbung.
 

gila

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ExUser 2606

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Naja, dann müsste es aber auch eine Pflicht geben, siec regelmäßig dort einzuloggen. Und die gibt es eben nicht.

Und noch hat die AfA den Zugang des VVs zu beweisen. Das wird ihrr online nicht gelingen.
 
M

Mitglied 6000

Gast
Ich kenne die Regelung nur so: Man kann sich direkt online bewerben (was ich mach, dann ist es erledigt, aber nie über die Jobbörse sondern direkt), man muss es aber nicht.
Wenn der VV dann per Post kommt, hat man 3 Tage zeit zur Bewerbung.

Bei Alg 2 ist es leider so, dass es immer ein betreutes Konto ist. Man kann es nicht löschen.

Arbeitsuchenden nach SGB III werden e-Services angeboten.
So lange man noch nicht im Leistungsbezug steht, ist das freiwillig!
Wie es bei Leistungsbezug ist weiß ich nicht.
Der TE ist noch nicht in Bezug und bisher noch nicht gekündigt.

Wenn man selbst ein Konto eröffnet ist es so:

1.2 Ihr Benutzerkonto in die Betreuung der Agentur für Arbeit geben

Nachdem Sie die Registrierung abgeschlossen haben, können Sie der Agentur für Arbeit die
Zustimmung zur Datenübernahme erteilen.

Die gemeinsame Nutzung des Benutzerkontos bringt Ihnen viele Vorteile. So können Sie z. B. einfach
und schnell über Postfachnachrichten mit Ihrer Betreuerin bzw. Ihrem Betreuer kommunizieren oder
Ihre Termine in der Agentur für Arbeit auf einen Blick sehen. Darüber hinaus können Sie sich bei der
Erstellung Ihrer Bewerbungsmappen durch Ihre Betreuerin bzw. Ihren Betreuer unterstützen lassen.

Klingt für mich alles freiwillig.
 

gila

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Sicher ist das ein Streitpunkt - aber da wird die AfA sich vielleicht darauf berufen, dass man für den Zugang die Zustimmung gegeben hat (war bei mir damals auch so, dass man mir einen Zugang bereitgestellt hat - aber ich habe es abgelehnt) - und dass es demzufolge eine Mitwirkungspflicht gibt.

Kann sicher sein, dass das strittig BLEIBT - besonders vorm SG - weil das alles doch letztlich sehr wenig "klar" ist - jedenfalls für mich nicht endgültig "bewiesen", auch wenn der Anwalt dies so klar schreibt:

Auch für die Vermittlungsvorschläge im Onlineportal gilt diese Regelung.

WO es diese Regelung - sichtbar - gibt, hab ich leider bisher nicht gelesen.
ABER: der TE könnte ja hier - vorbeugend - das Gespräch suchen und sich schlau machen lassen, wie es sich tatsächlich verhält und WO das dann nachzulesen ist - aus eigenem Interesse, damit ihm keine Nachteile entstehen!
 
E

ExUser 2606

Gast
Was mir gerade noch einfällt: Wenn man die Nutzungsbedingungen der Jobbörde akzeptiert, dann akzeptiert an die Nutzungsbedingungen, aber man verpflichtet sich nicht, die Jobbörde regelmäßig zu nutzen, sic dort einzuloggen.

Vergleichbar mit enem Vertrag im Fitnesscenter oder so. Du akzeptierst die Hausordnung und die Nutzungsbedingungen, aber die verpflichtet dich nicht, von jetzt an regelmäßig ins Fitnesscenter zu gehen. Du kannst den Vertrag auch laufen lassen, ohne ihn zu nutzen.
 
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