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Arbeitssuchend mit 58

m aus m

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#1
Hallo,

werde leider jetzt zum 01.05. (überraschend) arbeitslos. Werde im Dez. 59 und einen neuen Job zu finden, wird wohl nicht so einfach.
Habe leider keine Erfahrung mit dem Arbeitsamt. Was kommt auf mich zu.
Was soll/muss ich beachten? Möchte gleich im Anfang keine Fehler machen
und bin für jeden Tipp dankbar.

Gruß Michael
 

Dagegen72

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#2
und bin für jeden Tipp dankbar.
ich würde raten, dich ausgiebig durch dieses Forum zu lesen, durch das Internet zu googlen zum Thema Alg und Vermittler, Jobsuche allgemein und dich anfangen selbst zu bewerben auf die Stellen, auf die du Lust hast und evtl. Bewerbungsstrategien und wegen der Unterlagen im Internet googlen oder ggf. Bücher besorgen

und ich würde das Wichtigste (Rechte und Gesetzesangaben) mir notieren und ggf. als Merkzettel zur BA mitnehmen

s. auch Tippliste im Umgang mit dem JC bzw. SB hier im Forum

SBs sind nicht an dir als Mensch interessiert, für sie bist du ein Kostenfaktor der schnellstmöglich aus der Zahlstatistik raus soll, egal wie, egal mit was und sei es über Termin beim Ärztlichen Dienst alias Amtsarzt, ob man dich entweder in die Sozialhilfe schicken kann oder Zwangsverrenten kann (oder zwangspsychiatrisieren :biggrin:), oder ...erst einmal ein Bewerbungskürslein - achtung, es könnten dort auch Internet-Pornos der sich selbst überlassenen TeilnehmerInnen laufen :)icon_daumen: :biggrin: )

also - nutzen - aber nicht zuviel d.h. am besten gar nichts an Hilfe erwarten

denk daran: für dich geht es nur darum, dass du dein Alg erhälst - um den Rest kümmerst du dich selbst - hast immerhin ein ordentliches Berufsleben-Erfahrungspaket von etlichen Jahren angereichert :icon_daumen: :wink: Es kann sein, dass dein SB gerade mal frisch von der Ausbildung ist - also auch hier nicht allzuviel erwarten, auch hier am besten gar nichts

Amt / Behörde kann man in diesem Fall sehr niedrig legen in der Auslegung des Begriffs bzw. der eigentlichen Bedeutung (Vertrauen auf Korrektheit und Legalität) - es ist so, und es ist keine realtiätsferne Schwarzmalerei

komme von Anfang an in körperlich aufrechter Haltung ins Amt -

- du kennst deine Rechte - und nicht nur deine Pflichten

- du kennst deine Rechte und kannst sogar die Paragraphen dazu nennen

- du unterschreibst nichts - außer deinen Antrag auf Alg

- du hast Erfahrung und deine Würde als Mensch und lässt dich nicht wie ein Wisch-Mopp behandeln, das machst du auch klar und deutlich, wenn auch dies freundlich (aber bestimmt)

- du lässt keinen Zweifel daran, dich jederzeit an Teamleiter, Geschäftsführer des BA / JC zu wenden oder an die Presse oder zumindest an das übergeordnete Arbeitsamt , wenn was schief läuft und du dich in deinen Rechten oder im Umgang mit dir falsch behandelt fühlst

- du gehst nicht allein sondern mit Beistand zum Termin, seinen Namen braucht und soll meiner Meinung nach der Beistand nicht nennen

- du machst dir Notizen zum und während des Gesprächs und dein SB soll dir das Gesprächsprotokoll das er macht ausdrucken

- deine Sprache ist freundlich und höflich, deine Stimme kräftig und fest, nicht zittrig und unterwürfig, nicht behördenkundendemütig, deine Stimmung ist entspannt (amüsiert hinterher vielleicht :icon_hihi:)

- du lässt dir kein x für einen u vormachen - Worte wie Einladung und Kunde sind Täuschungsbegriffe - Meldevorladung und Zwangserpresster treffen es richtig

- du weißt, dass schlechtes Gewissen und Schuldgefühle vollkommen fehl am Platz sind - du nimmst dein Recht in Anspruch auf Alg und kein Almosen, du hast auch in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt und hättest du es nicht, hast du trotzdem dein Recht auf Alg - denn es gibt gesetzl. Verbote und Verpflichtungen, die dich quasi dazu verpflichten, Einkommen zu haben und schließlich kannst du auch nicht anfangen, in irgendeinem Park dir Lebensmittel anzubauen

- du lässt dich nicht benebeln von Verwaltungs-Laber, vom Neurolinguistischem Laber des SB oder ggf. späteren Bewerbungstrainer und seiner Gehirnwäsche durch seinen Vorgesetzten

- du kannst im Gespräch ja sagen, welche Jobs für dich in Frage kommen und welche Fähigkeiten du mitbringst (Profiling ist das englische Wort dafür auf neudeutsch, wird ein SB in der Regel mit dir durchführen).

- dein Gang ist aufrecht, dein Kopf ist auf normaler, erhobener Höhe, deine Schultern fallen nicht nach vorne und dein oberer Rücken macht keinen absichtlichen Buckel

- der zweite Stuhl beim SB ist für deine Tasche, deinen Hut, Papierkram wird gleich auf den Tisch gelegt

- du kannst nach der Qualifikation deines SB fragen

- du kannst die ganze Zeit entspannte Bauchatmung haben und es dir bequem auf den Stuhl machen und dich anlehen - der SB wird viel larifari-Tipperei unternehmen, was deine Zeit in Anspruch nimmt - Autogenes Training in der Zeit und ein Blick in den Frühlingshimmel wird schöner sein und Sinn machen

- du kannst dir auch eine transparent-farbige Brille aufsetzen, dann sieht alles auch schon ein klein wenig bunter und fröhlich-freundlicher aus
 

Seepferdchen

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#4
Willkommen im Forum Michael,

zunächstmal eine Frage du schreibst:

Habe leider keine Erfahrung mit dem Arbeitsamt.
also geht geht es bei dir um Arbeitslosengeld ALG I - Versicherungsleistung oder
ggf. um ALG II - Sozialleistung?

werde leider jetzt zum 01.05. (überraschend) arbeitslos.
Eine schriftliche Kündigung liegt dir schon vor?
 

Lilastern

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#5
Hallo,

werde leider jetzt zum 01.05. (überraschend) arbeitslos. Werde im Dez. 59 und einen neuen Job zu finden, wird wohl nicht so einfach.
Habe leider keine Erfahrung mit dem Arbeitsamt. Was kommt auf mich zu.
Was soll/muss ich beachten? Möchte gleich im Anfang keine Fehler machen
und bin für jeden Tipp dankbar.

Gruß Michael
Melde dich rechtzeitig arbeitssuchend und arbeitslos. Nicht dass dir Nachteile entstehen.

Stelle gleich zu Beginn deiner Arbeitslosigkeit formloser Antrag zur Übernahme von Bewerbungskosten.

Erkundige dich auf was du Anspruch hast, bzw. aus dem Vermittlungsbudget beantragen kannst.

Unterschreibe keine EGV ohne deren Inhalt genau geprüft zu haben.

Auf der Internetseite der Agentur für Arbeit kannst du dich ja auch umfassend informieren.
 

m aus m

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#6
Ja, geht um Arbeitslosengeld ALG I, schriftliche Kündigung liegt vor.
 

arbeitslos in holland

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#7
hallo michael

kündigung aus betrieblichen gründen ?
wurde eine sozialauswahl getroffen/zustimmung des betriebsrats eingeholt ?
wieviel jahre betriebszugehörigkeit? wurde die kündigungsfrist eingehalten ?

riecht mir bis jetzt wie eine kündigungsschutzklage:

Die Klage muss spätestens drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung erhoben werden, da die Kündigung sonst als wirksam gilt
Kündigungsschutzklage ? Wikipedia
 

Seepferdchen

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#8

m aus m

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#9
Hallo,
Kündigung ist ohne Grund (vermutlich Personalkosten sparen) Nachfolger ist schon da, für erheblich weniger Geld. Ist eine kleine Firma mit 9 Mitarbeitern.
Da geht das ohne Sozialauswahl usw.

Gruß Michael
 

arbeitslos in holland

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#10
bist du schon vor 2004 bei diesem AG beschäftigt gewesen ?

dann würde bei einer beschäftigung von 6 monaten, der kündigungsschutz noch greifen

Seit dem 1. Januar 2004 ist dies in Betrieben mit in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmern der Fall. Es gilt eine Übergangsregelung für Arbeitnehmer, die schon vor dem 1. Januar 2004 bei dem Arbeitgeber beschäftigt waren, da die Grenze der sogenannten Kleinbetriebsklausel bis dahin bei fünf Arbeitnehmern lag.
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCndigung_%28deutsches_Arbeitsrecht%29
 

m aus m

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#13
Ja, Kündigungsfrist ist ok. Gibt wohl keine Möglichkeit, dagegen anzugehen.
 

arbeitslos in holland

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#14
me nicht :icon_frown:

du wärst sonst verpflichtet, klage einzureichen. das versäumen der frist reicht dann schon für eine sperrzeit->falle !

bei dir scheint da aber alles ok zu sein. arbeitslos und arbeitssuchend melden.
 

Fritz Fleißig

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#15
Da mir eine Kündigung zum 1. Mai relativ kurzfristig erscheint, frage ich sicherheitshalber noch einmal nach: entspricht die Regelung im Arbeitsvertrag zur Kündigung auch dem § 622 Abs. 2 BGB ? Kürzere Kündigungsfristen dürften nur per auf dich anwendbaren Tarifvertrag vereinbart werden, nicht per Individualvertrag.

Wenn du seit 2007 dort angestellt warst, müßtest du eine Kündigungsfrist von zwei oder drei Monaten zum Monatsende haben, je nach genauer Lage des Einstellungsdatums.
 

m aus m

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#16
Habe in 10/2013 neuen Arbeitsvertrag bekommen, da Inhaber plötzlich verstorben ist und der Sohn die Firma übernommen hat. 4 Wochen zum Monatsende ist daher ok.
 

Fritz Fleißig

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#17
Das hat aber nicht mit einem "neuen Arbeitsvertrag" zu tun. Bei einer Betriebsübernahme bleiben deine Beschäftigungszeiten erhalten. Es kommt also auf deine gesamte ununterbrochene Tätigkeitsdauer im Betrieb an, auch wenn der Inhaber gewechselt hat.

Eine normal kurze Kündigungsfrist ist daher nicht in Ordnung.
 

m aus m

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#18
Es wurde eine neue Firma gegründet. Mitarbeiter wurden alle übernommen.
Es handelte sich hier angeblich nicht um einen Betriebsübergang.
 

Fritz Fleißig

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#19
Daran habe ich aber starke Zweifel, wenn alle Mitarbeiter und Betriebsmittel unter einem neuen rechtlichen Mantel übernommen wurden und die Tätigkeit so ähnlich ist wie zuvor. Es riecht hier förmlich nach einem verkappten Betriebsübergang.

HENSCHE Arbeitsrecht: Betriebsübergang
 

m aus m

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#20
Betriebsmittel wurden nicht übernommen. Nur die Mitarbeiter und die Kunden.
Natürlich war das ein verkappter Betriebsübergang, aber was kann man dagegen tun?
 

arbeitslos in holland

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#21
die nicht übernommenen betriebsmittel und die neuen arbeitsverträge sprechen dafür, dass damals "juristisch sauber" gehandelt wurde.

:wink:
 

Fritz Fleißig

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#23
Ob eine tatsächliche Betriebsübernahme vorliegt oder nicht, entscheidet sich nach den Punkten, die im obenerwähnten Link aufgeführt sind. Auf einzelne Aspekte wie die (Nicht-)Übernahme von Betriebsmitteln kommt es nicht unbedingt an, sondern auf die Gesamtbetrachtung.

Dir steht es frei, beim Arbeitsgericht mit entsprechender Begründung eine Kündigungsschutzklage einzureichen, dann wird das geprüft. Kostenrisiko ist auch nicht vorhanden, wenn du das ohne Anwalt machst. Das ist letztlich deine Entscheidung. Im Erfolgsfall steht dir für zwei bis drei Monate länger Gehalt zu.
 

m aus m

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#24
Du hast Recht! Werde in dieser Woche zum Arbeitsgericht gehen. Will ja keinen Ärger mit dem Arbeitsamt bekommen.
 

m aus m

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#25
Kündigungsschutzklage läuft jetzt an.
Aber jetzt wird's kompliziert: Durch die derzeitige Situation bin ich ziemlich angeschlagen und werde wohl bald nicht mehr arbeiten können, was ich bisher pflichtgemäß noch mache.:icon_frown:
Kündigung 30.03. zum 30.04. , Resturlaub ab 17.04.
Wenn ich jetzt morgen zum Arzt gehe und er mich in Zukunft über den 30.04.
hinaus AU schreibt - aufgrund der Krankheit könnte das durchaus länger dauern- , wer zahlt dann? Lohnfortzahlung bis 30.04., dann KK?
Wenn jetzt das Arbeitsgericht entscheidet, dass das Arbeitsverhältnis noch bis 31.05. besteht, was dann? Bis zur Entscheidung sind ja sicher alle diese Termine verstrichen. Vielleicht kann mir da jemand Auskunft geben?

Gruß
m aus m
 

dagobert1

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#26
Wenn ich jetzt morgen zum Arzt gehe und er mich in Zukunft über den 30.04.
hinaus AU schreibt - aufgrund der Krankheit könnte das durchaus länger dauern- , wer zahlt dann? Lohnfortzahlung bis 30.04., dann KK?
Richtig.
Wenn jetzt das Arbeitsgericht entscheidet, dass das Arbeitsverhältnis noch bis 31.05. besteht, was dann?
Dann muss der AG nachzahlen, so dass du auf die sechs Wochen Lohnfortzahlung kommst. Die KK wird dan für den entsprechenden Zeitraum zurückfordern.
 

jockel

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#27
Hallo,

werde leider jetzt zum 01.05. (überraschend) arbeitslos. Werde im Dez. 59 und einen neuen Job zu finden, wird wohl nicht so einfach.
Habe leider keine Erfahrung mit dem Arbeitsamt. Was kommt auf mich zu.
Was soll/muss ich beachten? Möchte gleich im Anfang keine Fehler machen
und bin für jeden Tipp dankbar.

Gruß Michael
Du mußt gar nichts beachten, weil Du eigentlich schon mit 40 als Untertan ausgesondert werden mußt und Lobbyistenverbände wie Bertelsmann, INSM, ifo und diverse private Unternehmensberater der Wirtschaftsverbände und der Bundesregierung wie Roland Berger, die Erwerbslose in 3 Gruppen ausrangieren

  • Marktkunden
  • Beratungskunden
  • Betreuungskunden
Dafür hat dieser Unternehmensberater 60 Mio. Gage von der Bundesagentur für Arbeit abkassiert. Alles was für in Roland Bergers Augen für alt befunden wird, wird als Betreuungskunde eingestuft und entsorgt.

Ab 59 bist Du auch statistisch nicht mehr arbeitslos, sondern nur alt und darfst offiziell diskrimiert werden.

Alters- und behindertengerechte Arbeitsplätze zu schaffen ab der 40 und höher hat die Große Koalition nicht vorgesehen, aber Müntefering hat das Renteneintrittsalter auf die 67 hochgesetzt und die CDU/CSU-Ganoven wollen es noch höher treiben.

Gibt es in der Privatwirtschaft keine altersgerechte Arbeit vor der 67, dann heißt das - die Politik und Privatwirtschaft organisieren Hungerrenten und Altersarmut mit System. Ist so gewollt.

Und Arbeitsagenturen und Jobcenter schauen dieser Polit- und Unternehmer-Absichten untätig zu.

Mindestlohnjobs bekommst Du nicht, weil die sozialrassistische Privatwirtschaft keine Tariflohnarbeit haben will. Du wirst vergammeln und verrotten in diesem Verbrecherstaat. Und wenn dann nur unterhalb 6 Monaten Laufzeit, damit Du keinen Anspruch auf Mindestlohn bekommst. Alles abgekartet und neoliberal versaut.

Kapital und Profit sind in der BRD heilige Kühe und die verhätschelt man. Menschen dagegen sind von der Privatwirtschaft erklärte Untertanen - sind von Politik, Bürokratie, Privatwirtschaft und Justiz wie Müll zu behandeln.

So sieht bundesdeutsche Freiheit aus.

Du wirst chancenlos gemacht.
 

jockel

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#28
Habe in 10/2013 neuen Arbeitsvertrag bekommen, da Inhaber plötzlich verstorben ist und der Sohn die Firma übernommen hat. 4 Wochen zum Monatsende ist daher ok.
Eine Änderungskündigung wegen Änderung des Firmeninhabers auszustellen, ist rechtswidrig, weil der Nachfolger in die Vertragspflichten seines Vorgängers einzutreten hat. Aber dagegen hättest Du binnen 3 Wochen nach Ausstellen der Änderungskündigung mit einer Kündigungsschutzklage vorgehen müssen. Das Klagerecht ist wegen Fristüberschreitung verwirkt.
 

jockel

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#29
Es wurde eine neue Firma gegründet. Mitarbeiter wurden alle übernommen.
Es handelte sich hier angeblich nicht um einen Betriebsübergang.
Auch wenn der Firmenname oder -inhaber geändert wird, hat der Nachfolger seine Pflichten aus bestehenden Arbeitsverträgen einzuhalten. Diese Unternehmer-Trickserei hat so einen langen Bart. Es ist durch den neuen Firmennamen keine neue Firma entstanden.
 

m aus m

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#30
Eine Änderungskündigung wegen Änderung des Firmeninhabers auszustellen, ist rechtswidrig, weil der Nachfolger in die Vertragspflichten seines Vorgängers einzutreten hat. Aber dagegen hättest Du binnen 3 Wochen nach Ausstellen der Änderungskündigung mit einer Kündigungsschutzklage vorgehen müssen. Das Klagerecht ist wegen Fristüberschreitung verwirkt.
Es handelt sich hier nicht um eine Änderungskündigung. Der alte Arbeitsvertrag wurde gekündigt und nahtlos der neue abgeschlossen.

Hier geht es auch nur um die Kündigungsfrist wegen der Betriebszugehörigkeit.
 

jockel

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#31
Es handelt sich hier nicht um eine Änderungskündigung. Der alte Arbeitsvertrag wurde gekündigt und nahtlos der neue abgeschlossen.

Hier geht es auch nur um die Kündigungsfrist wegen der Betriebszugehörigkeit.
Wie man das Kind auch juristisch bezeichnet, es bleibt unternehmerisches, kriminelles Handeln, um dem Arbeitnehmer zu schaden. Typisch für Privatwirtschaft.

Es bestand keine Notwendigkeit irgendeiner Kündigung und eines neu aufzusetzenden Vertrags nach laufender, bundesdeutscher Arbeitsrechtssprechung.

Und es beweist es wieder, daß es für Unternehmer vorteilhaft ist, seine beschäftigten Arbeitnehmeruntertaen arbeitsrechtlich nicht zu bilden und noch besser, wenn sie sich nicht gewerkschaftlich organisieren.

Nur dummgehaltene Untertanen, kennen ihre Rechte nicht, sollen sie nicht kennen und lassen sich leicht über den Tisch ziehen.
 
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#32
Richte Dich auf ein Leben ohne diese Jobs ein . Du verlierst letztendlich nichts. Ich bin etwa so alt wie du und vermisse NICHTS . (Ich bin noch in einem komfortablen Minijob tätig, aber nicht in der Wirtschaft).


Lass Dich nur nicht hängen und sieh zu, vom Staat und möglicherweise von dieser Firma so viel rauszuschlagen, wie es geht.

Das ist gesünder und letztendlich befriedigender, als nun bei Leihratten anzufangen, wo Du noch eine fragwürdige "Chance" hättest, die Dich aber bis aufs Blut ausbeuten würden und dannn "wegwerfen".

Fachlich lass Dich beim Anwalt beraten, was man nun machen kann bei dieser Kündigung.
 

dagobert1

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#33
Es handelt sich hier nicht um eine Änderungskündigung. Der alte Arbeitsvertrag wurde gekündigt und nahtlos der neue abgeschlossen.
Demnach war das "nur" eine Vertragsänderung, die Betriebszugehörigkeit ist dadurch nicht unterbrochen.
 

jockel

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#34
Demnach war das "nur" eine Vertragsänderung, die Betriebszugehörigkeit ist dadurch nicht unterbrochen.
Vertragsänderungen sind mit dem bundesdeutschen Fachbegriff Änderungskündigungen versehen.

Das hat zur Folge, daß Du die vom Unternehmer vorgesetzten Änderungen annehmen kannst, und wenn nicht, wird sofort eine ordendliche Kündigung daraus. Das passiert mit einund demselben Vertrag. Ein Vertrag und 2 Ausgangsmöglichkeiten.

Ordentliche Kündigung im bundesdeutschen heißt übersetzt fristgerechte Kündigung aus

  • betriebsbedingten oder
  • verhaltensbedingten oder
  • personenbedingten Gründen.
Eine außerordentliche Kündigung heißt übersetzt - fristlose Kündigung.


Den Begriff Änderungsvertrag kernnt man im Westen nicht,, nur den Begriff Änderungskündigung, aber Änderungsvertrag aus dem DDR-Arbeitsgesetzbuch - § 49 AGB aus dem Jahr 1977.

Auch die Delegierungsverträge oder Überleitungsverträge gab es nur im AGB - §§ 50 und 53.

Viele arbeitsrechtliche Begriffe im Westen klingen harmlos, sind aber gemeingefährlich, hinterlistig und voller Heimtücke - typisch Privatwirtschaft.
.
 

USERIN

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#35
Viele arbeitsrechtliche Begriffe im Westen klingen harmlos, sind aber gemeingefährlich, hinterlistig und voller Heimtücke - typisch Privatwirtschaft.
.

Klar.... der Einfluss des MfS auf die Berufswahl war in der DDR sicher zu vernachlässigen.....

Wer den Wehrdienst oder so eine IM-Maßnahme verweigerte, konnte ganz oft studieren und erfolgreich an seiner Planwirtschafts-Ost-Karriere basteln.....
 

jockel

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#36
Klar.... der Einfluss des MfS auf die Berufswahl war in der DDR sicher zu vernachlässigen.....

Wer den Wehrdienst oder so eine IM-Maßnahme verweigerte, konnte ganz oft studieren und erfolgreich an seiner Planwirtschafts-Ost-Karriere basteln.....
Was soll der Unfug mit dem Stasi-Kommentar? Was hat das mit der Arbeitssuche mit 58 im Nachwendewesten zu tun?

Der Ganovenwesten bringt bis zum heutigen Tag nicht einmal ein republikweit einheitlich, gültiges Arbeitsgesetzbuch für die arbeitenden und arbeitslos gemachten Menschen zustande. Auch mit dem Mindestlohn tun sich privatwirtschaftende Unternehmer schwer. Die BRD hinkt schon Jahrzehnte hinter dem Mindestlohn hinterher.

Ist doch beschämend, wenn Bürger-, Gewerkschafts- und Linken-Initiativen gemeinsam auf echte Mindestlöhne hinweisen müssen, die bis jetzt nicht den Lebenshaltungskosten folgen. Danke der Flugblattaktion von

  • Kampagne 10 Euro lohnsteuerfreier Mindestlohn - 500 Euro Eckregelsatz
  • Klartext e.V. Frankfurt am Main
  • Erwerbslosenforum und, und und ...
unterzeichnet mit der Grußformel

Mit solidarischen Grüßen

Martin Behrsing (Erwerbslosen Forum Deutschland)
Frank Eschholz (Soziale Bewegung Land Brandenburg)
Rainer Roth (Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne und Klartext e.V.)
Frank Jäger (Tacheles Sozialhilfe)
Edgar Schu und Helmut Woda (Aktionsbündnis Sozialproteste)

Was noch fehlt sind die Mindestrenten auf mindestens Existenzminimum und gleichfalls eine sozial sichere, bezahlbare Pflege

BR alpha - Claus Fussek im alpha-Forum - Pflegenotstand und die Würde des Menschen

Ich für meinen Teil habe diese Mail an sozial interessierte Mitmernschen weiter- und durchgereicht.

Arbeitsgesetzbuch - Von eu-weit erst recht keine Rede. Ein absolutes Armutszeugnis.

Die BRD klebt prinzipiell bis heute immer noch am altrömischen Sklavenhalterrecht und am mittelalterlichem, klassenorientiertem Standesrecht - genannt Sachsenspiegel (entstanden als Rechtshandbuch auf der Burg Falkenstein im Harz). Diese Verhältnisse finden wir breit gestreut, konserviert, nicht modern und zeitgemäß in verschiedenen bundesdeutschen Rechtsgebieten. Es gilt nur, was unseren Machthabern dient und möglichst wenig den Untertanen dienen könnte.

Bis jetzt, 25 Jahre Nachwende spalten unsere Polit- und Wirtschaftsmachthaber die Menschen in arm und reich und in Ost und West - keine einheitlichen Arbeits- und Lebensbedingungen und kein einheitliches, sich selbstkorrigierendes Rechtssystem im Arbeits- und Sozialrecht. Wer kein Geld hat zum Klagen, fällt hintenrunter oder durch die großen Rechtsmaschen.

Wer für soziale Gerechtigkeit als überzeugter Ossi geblieben ist, muß nicht zwangsläufig in der DDR ein unbelehrbarer Alt-SED-Funktionär oder hauptamtlicher oder freiwillig tätiger IM mit glänzender Funktionärskarriere gewesen sein.

Löse Dich endlich mal von diesem ständig wiedergekäuten Westmedienvorurteil.

Überzeugt Rot wird man erst durch die sozialen Mißstände des Westens. Das Sein bestimmt das Bewußtsein - ein Spruch von Lenin - oder anders ausgedrückt - die Umwelt formt den Menschen in seinem Standpunkt, seiner Haltung, Meinung und seinem praktischen Verhalten.

Zuerst war nicht das Wort lt. Religion, sondern die MaterieI

Eigentlich dürfen wir uns alle in unseren Lebensansprüchen nicht so wichtig nehmen, für die paar durchschnittlich 80 Jahre Lebenserwartung auf diesen Planeten. Das halte ich mir immer vor Augen, wenn ich nachts solche Sendungen mir ansehe wie alpha Centauri, Frag den Lesch, Leschs Kosmos, angesichts des Alters des Kosmos. Da wird man sehr bescheiden.

In der Lebensumwelt, in der Du lebst und aufwächst, wie Du umsorgt und behandelt oder vernachlässigt wirst, wirst Du sozial geprägt. Ist bei jeden Menschen eine andere Erlebnis- und Erfahrungswelt, die auf den Menschen einströmt und beeinflußt. Das muß die Userin noch lernen.

Bei mir gilt auch diese Weltanschauung von Bertold Brecht - Erst kommt das Fressen, dann die Moral - eine Verszeile aus der Dreigroschenoper (1928)

Der Satz stammt aus der "Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht (1928). In der "Ballade über die Frage: Wovon lebt der Mensch?" heißt es:

Ihr Herrn, die ihr uns lehrt, wie man brav leben
Und Sünd und Missetat vermeiden kann
Zuerst müßt ihr uns schon zu fressen geben
Dann könnt ihr reden: damit fängt es an.
Ihr, die ihr euren Wanst und unsere Bravheit liebt
Das Eine wisset ein für allemal:
Wie ihr es immer dreht und immer schiebt
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
Erst muß es möglich sein, auch armen Leuten
Vom großen Brotlaib sich ihr Teil zu schneiden

Quelle: Erst kommt das Fressen, dann die Moral[]=rart_ou
 

USERIN

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#38
Was soll der Unfug mit dem Stasi-Kommentar? Was hat das mit der Arbeitssuche mit 58 im Nachwendewesten zu tun?
Du weist doch hier auf "DDR-Rosinen" hin.... ich finde, dass das ganzheitlicher dargestellt sein sollte.
 

kute

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#39
Hallo,

werde leider jetzt zum 01.05. (überraschend) arbeitslos. Werde im Dez. 59 und einen neuen Job zu finden, wird wohl nicht so einfach.
Habe leider keine Erfahrung mit dem Arbeitsamt. Was kommt auf mich zu.
Was soll/muss ich beachten? Möchte gleich im Anfang keine Fehler machen
und bin für jeden Tipp dankbar.

Gruß Michael
Das war die Ausgangsfrage !

Ich glaube hier ist man etwas abgedriftet :icon_evil:
 

jockel

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#40
Das war die Ausgangsfrage !

Ich glaube hier ist man etwas abgedriftet :icon_evil:
Du kannst nichts gegen das verhartzte Berufsverbot der Privatwirtschaft als Gegenwehr unternehmen.

Die BRD ist cdu-verseucht bis in den Fundamenten vor lauter Profitsucht und Machtwahn.

Das ist die Freiheit der Privatwirtschaft mit den Untertanen umzuspringen wie es ihr beliebt.

Wer kein Volks- und Genossenschaftseigentum an Produktionsmitteln will seit der Knallkoppeinheitswende der geistigen Untertanenverblödung, ist zum sozialem Verrotten in Altersarmut verurteilt.

Salem aleikum oder Shalom oder Amen Merkel!!!!
 
E

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Gast
#41
...Das halte ich mir immer vor Augen, wenn ich nachts solche Sendungen mir ansehe wie alpha Centauri, Frag den Lesch, Leschs Kosmos, angesichts des Alters des Kosmos. Da wird man sehr bescheiden.
...und/oder demütig (philosophisch) ?
 
E

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Gast
#42
...
Die BRD ist cdu-verseucht bis in den Fundamenten vor lauter Profitsucht und Machtwahn.
...
ist ja auch aus einer bestimmten Partei hervorgegangen, die aus Profisucht und Machtwahn ans Ruder kam...

ein Kreislauf ?
 

jockel

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#43
ist ja auch aus einer bestimmten Partei hervorgegangen, die aus Profisucht und Machtwahn ans Ruder kam...

ein Kreislauf ?
und sie ist voller Schmierfilz- und Klüngelbeziehungen zur Privatwirtschaft korrupt und käuflich. Es wird um Posten geschachert - in der Politik, der Bürokratie und Privatwirtschaft. Das geht hin und her.

Wenn alles privatisiert und liberalisiert ist oder zum größten Teil, dann ist die Demokratie keinen Pfifferling wert, sondern es liegt eine privatunternehmerische Diktatur von Kapital und Profit, von Ausbeutung und Unterdrückung vor. Dann haben sich Parlamente auch erledigt. Diesen Punkt hat die BRD schon vor der Einheit längst erreicht.

Das beschreiben auch ganz offen Lobbyisten in Fernsehinterviews. Das gleiche trifft man bei CSU, FDP, Grüne und SPD an.

Am 14.04.2015 hatte Pelzig den Finanzexperten Max Otte interviewt und ihm die Frage gestellt, ob wir angesichts

  • der Immobilien-, Invenstmentspekulationen,
  • des weltweiten Landgrabbings,
  • der Entwertung der klassischen Sparguthaben,
  • der abenteuerlichen EZB-Finanzpolitik,
  • der Pokerei auf Ernteverluste und Hunger an den Warenterminbörsen
  • Massenarbeitslosigkeit
uns in dieser Diktatur befinden.

Otte bestätigte Pelzigs Verdacht und verwies auf eine existierende Diktatur der Privatwirtschaft zu 90% und das seit Jahrzehnten.

Nur Mutti Merkel, Grüßaugust Gauck, die Wirtschaftsweisen, privaten Unternehmensberatungen und Unternehmerverbände bagatellisieren diese kriminellen Verhältnisse in dieser Gesellschaftsordnung Kapitalismus.

Angesichts dieser Tatsachen war die Einheit vor 25 Jahren völlig überflüssig und sozialrassistisch gefährlich.

Der Finanzfaschismus und der Anlagenotstand - Pelzig hält sich 14.04.2015 - Bananenrepublik

3sat - makro: Anleger in Not - Wohin mit unserem Geld?
 
E

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Gast
#44
...
Angesichts dieser Tatsachen war die Einheit vor 25 Jahren völlig überflüssig und sozialrassistisch gefährlich.
...
"völlig überflüssig" ?
also, ich weiss nicht, eher nicht !
Allein der "Zaun" und die "Stasi" sind f. mich Grund genug.

Man sperrt eben keine "Denke" und Menschen ein.
Das verbietet mir mein Menschenbild. Punkt !

Der "westlichen Diktatur" kann man sich (teilweise und explizit: "noch") entziehen, wohl wissend, dass die völlige Unabhängigkeit eine Illusion bleiben wird, denn schon von den Genen her, sind wir determiniert.

Man hätte die Vereinigung anders und smooth-er machen müssen.

Aber "Birne" wollte (schnell) wiedergewählt werden !
Er wäre sonst weg gewesen.
Das haben die Meisten nicht durchschaut.

Wenn du geschichts-belesen bist, weisst du, dass es immer nur eine "Figur" oder Wenige (oft Kaputtnicks) Vorteile gezogen haben, während die Massen die damit verbundenen Nachteile lange Jahre aushalten mussten/wollten (siehe aktuell Griechenland, etc. )

Und die Masse hat sich mit diesen Kaputtnicks i.d. R. identifiziert.
Die Anhängigkeiten dabei scheinen mir eher neurotischer Natur zu sein.
Geschichte[1] wiederholt sich, weil diese "psychologisch" determiniert ist

Das wollen/werden die Meisten nicht durchschauen.

Auch ein Kreislauf !

[1]
wenn ich manchmal durch Berlin mit dem Bus kurve und realisiere, was da vor 1933 alles stand und bis heute möglich gewesen wäre..., wir würden wohl weniger "coca cola" und "hambÖrger" importiert als "Kartoffeln" exportiert haben, wir hätten dann allerdingsens immer noch das Problem mit "the germans mind set"...


if you can't change the world, change yourself
- "Schütten" hilft nicht ! -

Music-Tip:
Gruppe: The The
Lied: Lonely Planet
Album: Dusk
 

jockel

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#45
"völlig überflüssig" ?
also, ich weiss nicht, eher nicht !
Allein der "Zaun" und die "Stasi" sind f. mich Grund genug.

Man sperrt eben keine "Denke" und Menschen ein.
Das verbietet mir mein Menschenbild. Punkt !

Der "westlichen Diktatur" kann man sich (teilweise und explizit: "noch") entziehen, wohl wissend, dass die völlige Unabhängigkeit eine Illusion bleiben wird, denn schon von den Genen her, sind wir determiniert.

Man hätte die Vereinigung anders und smooth-er machen müssen.

Aber "Birne" wollte (schnell) wiedergewählt werden !
Er wäre sonst weg gewesen.
Das haben die Meisten nicht durchschaut.

Wenn du geschichts-belesen bist, weisst du, dass es immer nur eine "Figur" oder Wenige (oft Kaputtnicks) Vorteile gezogen haben, während die Massen die damit verbundenen Nachteile lange Jahre aushalten mussten/wollten (siehe aktuell Griechenland, etc. )

Und die Masse hat sich mit diesen Kaputtnicks i.d. R. identifiziert.
Die Anhängigkeiten dabei scheinen mir eher neurotischer Natur zu sein.
Geschichte[1] wiederholt sich, weil diese "psychologisch" determiniert ist

Das wollen/werden die Meisten nicht durchschauen.

Auch ein Kreislauf !

[1]
wenn ich manchmal durch Berlin mit dem Bus kurve und realisiere, was da vor 1933 alles stand und bis heute möglich gewesen wäre..., wir würden wohl weniger "coca cola" und "hambÖrger" importiert als "Kartoffeln" exportiert haben, wir hätten dann allerdingsens immer noch das Problem mit "the germans mind set"...


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Lied: Lonely Planet
Album: Dusk
Die BRD hat ihre Verhartzung und die von Unternehmerverbänden organisierte Langzeitarbeitslosigkeit über Jahrzehnte als offenen Strafvollzug mit Perspektivlosigkeit und sozialer Verelendung bis zum Lebensende, verweigerte Aus- und Weiterbildung, weil man nicht zu der geförderten Gaunerelite gehört, sondern nur ein Untertan ist. Wenn es dem Arbeitslosenvergammlungsamt paßt, dann wird die KdU gestrichen oder länger verzögert und die Obdachlosigkeit steht vor Dir inklusive Verrecken auf der Straße, weil die Vermieterheuschrecke nicht warten will. Mich widert der Konsumterror auf Aldi-, Lidl- und Nettoniveau mit der aufdringlichen und aggressiven Werbung, den Lebensmittelskandalen und den eingebauten Sollbruchstellen in den Schrottkonsumgütern, dem verramschten, privatisierten Untertanen-Gesundheitswesen so was von an.

Und überall stehen Abzocktypen, die man quer durch vergammelte Schengener EU-Lande hin- und herziehen läßt, weil man die Grenzen niedergerissen hat und die Polizei verkleinert, so daß sie handlungsunfähig wird. Reisefreiheit für kriminelles Pack!

Auf diesen Ganovenwesten verzichte ich gerne. Das ist realer asozialer Grenzzaun und NSA-Stasi unter Westbedingungen errichtet. Es wächst reich zu reich und arm zu arm zusammen. In dieser Westkonserve mit TTIP-Aussichten und Monopoly-Spekulantenbanken und -versicherungen kann man sich nicht wohlfühlen.

In der DDR hatte man keine Massenarbeitslosigkeit, aber flächendeckende Tariflohnsysteme, einen gesicherten Altersruhestand und berufliche Weiterentwicklung, bezahlbare Wohnungen, Gesundheitswesen, Verkehrtstarife und anderes war kein Problem.
 
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