Arbeitsschutz im Rahmen einer Maßnahme? (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 2)

Beckscomethrue

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Hallo zusammen,

ich bin neu, und neugierig - und hatte mir gestern den Fauxpass erlaubt eine EGV ohne Begleitung zu unterschreiben. Versprochen durch den SB, was ich jedoch nicht wirklich glaube, ist die Aussicht auf eine anerkannte Umschulung nach Beendigung der Maßnahme, die ein halbes Jahr dauern soll.

Der Träger der Maßnahme ist nicht weiter bekannt, und ich möchte aus verschiedenen Gründen den Namen des Trägers auch nicht öffentlich nennen - noch nicht - in der EGV wurde auch nicht näher definiert was im Rahmen dieser Maßnahme an Aufgaben, oder Zielsetzungen anfallen würde. Heute war ich zum ersten Mal dort, und wurde "eingeführt".

In dieser Einführung erfuhr ich welche "Bereiche" abgedeckt werden würden, und wurde dass Haus geführt. Was mir - als ehemaligen Sicherheitsbeauftragten - sofort auffiel, war dass Fehlen jeglicher Flucht- und Rettungspläne, ein Werkstattbereich in welchem es weder Verbandskästen noch einen ausgebildeten Ersthelfer (durch Nachfrage erfahren), dafür jedoch vier Tischkreissägen die von den Teilnehmern nach Gutdünken genutzt werden konnten gab, sowie noch einige andere, nennen wir es "Mängel".

Ebenfalls interessant fand ich die Aussage, des briefenden Sozialarbeiters, dass man nicht arbeiten müsse, es jedoch nach einigen Tagen freiwillig täte, alleine um der Langeweile zu entgehen.

Durch diesen, ziemlich gesprächigen, SM erfuhr ich auch dass das Kerngeschäft dieses Trägers keineswegs die Vorbereitung, oder Einstufung zu einer Umschulung sei, sondern die Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, natürlich auch Zeitarbeit! Und, was ich als Aussage ganz besonders interessant fand, dass es für diese Vermittlungen eben auch einen Obulus gäbe.

Meine eigene Krankengeschichte (Mir bleiben etwas zehn Jahre auf Grund einer Herz-Kreislauferkrankung, wenn ich den Aussagen nicht weniger Ärzte glauben darf) interessierte nicht weiter, es wurde darüber weggegangen und Kernthema war die Vermittlung in eine Stelle.

Da ich eh nicht sonderlich viel zu verlieren habe, würde mich interessieren wie es rechtlich mit der Dokumentation solcher "Unternehmen" aussieht. Also Fotografien, Videoaufnahmen, etc...
 

gelibeh

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Als Sicherheitsbeauftragter wirst Du ja wissen, wo man solche Verfehlungen melden kann. Der User Demolier hat irgendwo einen Thread, wo man auch noch andere Sachen abchecken kann. Vielleicht hat jemand den Link greifbar. Ich würde das dem Maßnahmeträger so schwer wie möglich machen. Die greifen nur Geld ab und es wird ja schon zugegeben, dass die Leute nichts zu tun haben und nur herumsitzen. Aber schön Geld kassieren. Wenn irgendetwas Deiner Gesundheit nicht zuträglich ist, krankschreiben lassen. Für so einen Mist nicht Deine kostbare Zeit riskieren.
 

Ein Hartzianer

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Das liest sich grausam !
Gelibeh schrob ja schon das Wichtigste.
Mach Fotos und Videos, laß diese der Berufsgenossenschaft zukommen.
Schätze, das wird die brennend interessieren. :icon_kinn:
 

Paul1984

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Was du auch machen könntest ist, mal nach Feuerlöschern zu schauen - sofern vorhanden! Einfach mal auf die Prüfplakette schauen. Da sollte sowas stehen wie: "Behälter Innen geprüft am...." / "Nächste Prüfung...." sollten diese abgelaufen sein, mal die örtliche Feuerwehr oder den Zoll verständigen :biggrin:. So schnell wie die Bude dicht ist, kannst du nicht schauen.

Wegen Flucht- & Rettungswegen: Mal mit Zollstock abmessen ob die geforderten mind 0,5m Freiraum eingehalten werden.

Hatte auch mal ne Sinnlosmaßnahme, da gabs nicht mal nen Klo. Dort mußten wir immer in die benachbarte Physiotherapie gehen. Konnte man auch prima Zeit verplembern, der Weg ist ja lang.
 

Beckscomethrue

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Ach, die Gesundheit ist so oder so im Eimer - aber mich interessiert dass Thema gerade, sonst hätte ich mich auf den Spaß gar nicht erst eingelassen, sondern mir vierzehn Tage Bedenkzeit, und einen Begleiter rausgesfischt... :D

Nee, mir geht es eher darum dass Ganze öffentlich zu machen. Damit auch mal zu sehen ist dass die JCs und Maßnahmeträger eben nicht nur im Dienste der Arbeitslosen stehen, wie es immer wieder dargestellt wird...
 

Beckscomethrue

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Und was mich schon noch interessieren würde - komme ich irgendwie aus der Geschichte raus, ohne dauernd einen Gelben abzuliefern? Denn dort wird meine Situation ganz klar nicht verbessert - eher noch verschlechtert...
 

Beckscomethrue

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Ein Hartzianer

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Beckscomethrue äußerte:
Den Thread über die Laufenden Sinnlosmaßnahmen, den finde ich klasse - aber ich möchte mir schon ein, oder zwei Wochen Zeit nehmen um vielleicht noch etwas mehr herauszufinden... :)
Das liegt ja bei Jedem selbst.
Mach ganz in Ruhe und liefere den BGs und Co. gute Info,
dann hast du schon gewonnen. :icon_daumen:
 

Beckscomethrue

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Ich habe vor ziemlich vieles auf Video aufzunehmen und es zu veröffentlichen. Eben um aufzuzeigen wie sinnlos diese Dinger mitunter sind.

Ich zweifle ja nicht daran dass es eventuell auch solche gibt, die Sinn machen - aber man hört ja immer wieder dass die schwarzen Schafe darunter mehr, und mehr werden.

Und solange die Leute nicht sehen was da wirklich abläuft, solange wird es immer heissen "Ach, die Arbeitslosen, die sagen doch nur 'Sinnlosmaßnahme' weil sie nicht wollen/gezwungen werden.", wobei, alleine der Gedanke dass die Akzeptanz von Zwangsarbeit in der Gesellschaft dadurch steigt, ist erschreckend.

Aber wer denkt schon nach, wenn er nach 9 oder 12 Stunden nach Hause kommt, und dass Denken an RTL und Co. abgibt?
 
G

Gelöschtes Mitglied 28343

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Ich habe vor ziemlich vieles auf Video aufzunehmen und es zu veröffentlichen. Eben um aufzuzeigen wie sinnlos diese Dinger mitunter sind.
Wenn du den Mut dazu hast tu es. Achte darauf, dass beteiligte Personen unkenntlich gemacht werden. Wichtig ist, dass das Thema bei der Sache bleibt.

Wichtige Frage dazu noch: Wie schauts aus mit Betriebsgeheimnis oder so, wenn man dort auf deren Gelände heimlich Aufnahmen macht?
Möglichkeit: Jemanden finden, sich mit ihm anfreunden und gegenseitig Bilder machen, die markante Hintergründe zeigen.
 

Ein Hartzianer

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Wie schauts aus mit Betriebsgeheimnis oder so, wenn man dort auf deren Gelände heimlich Aufnahmen macht?
Möglichkeit: Jemanden finden, sich mit ihm anfreunden und gegenseitig Bilder machen, die markante Hintergründe zeigen.
So lange beim MT nichts unterschrieben wurde,
braucht man sich auch an nichts gebunden fühlen.
Wenn dem so ist... Film ab und Action ! :icon_daumen:
 
G

Gelöschtes Mitglied 28343

Gast
So lange beim MT nichts unterschrieben wurde,
braucht man sich auch an nichts gebunden fühlen.
Wenn dem so ist... Film ab und Action ! :icon_daumen:
Wenn absolut nichts unterschrieben ist wird man möglicherweise aus der Maßnahme entfernt. Auch kann einem verboten werden das Gelände zu betreten.
Was aber tun, wenn man in der Maßnahme bleiben will, um eben aus dem Inneren heraus zu dokumentieren?
 

Ein Hartzianer

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JesseJames49 äußerte:
Wenn absolut nichts unterschrieben ist wird man möglicherweise aus der Maßnahme entfernt. Auch kann einem verboten werden das Gelände zu betreten.
Hätte den Vorteil, daß man einen MT schon mal los ist.:icon_kinn:
Was aber tun, wenn man in der Maßnahme bleiben will, um eben aus dem Inneren heraus zu dokumentieren?
Dann beachte man das 11. Gebot:
Du sollst dich nicht erwischen lassen.

Im Übrigen bezog ich mich auch erstmal auf den Maulhalte-Paragraphen.
Ist beim Träger nämlich was unterschrieben, kann (muß aber nicht) da was hinterherkommen,
ist aber nichts unterschrieben, bleibts beim Rauswurf.
 

Beckscomethrue

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Also bislang habe ich bei dem Träger der Maßnahme nichts unterschrieben - schien niemanden dort aufgefallen zu sein, und aus der EGV, bzw. dem "Angebot" geht nichts über Betriebsgeheimnisse hervor... :)

Und was das elfte Gebot betrifft - bin erst einmal krank geschrieben, und werde die Zeit nutzen dass ein, oder andere Täschchen vorzubereiten damit Kameras und anderes Equipment nicht auffallen... :D
 

Beckscomethrue

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Ich komme gerade von meinem Hausarzt, habe mir eine Krankmeldung besorgt und alles war ok - war übrigens jener Arzt der mir eröffnet hatte dass ich vielleicht noch zehn Jahre habe, würden sich nicht irgendwelche Wunder auftun.

Heute tat sich dieses Wunder auf: Ich bin plötzlich kerngesund!!!

Ich sprach ihn auf ein Gegengutachten an, welches die Aussage eines Amtsarztes revidieren solle, plötzlich bin ich gesund! Trotz erlittenen Herzinfarktes, zwei Stents, einer fortgeschrittenen Arterioslklerose, einer Diabetes die über Jahre unentdeckt und unbehandelt geblieben war, den verknöcherten Wirbeln, dem Bandscheibenvorfall im Nacken sowie des kaputten Knies.

Jesus selbst hätte es wohl nicht besser gekonnt. Achja, ich habe ihm auch gesagt dass ich meine Selbstständigkeit für diese Maßnahme aufgeben müsste/sollte, und was dort geschieht. o-Ton: "Der Staat wird schon wissen was er tut - kann Ihnen nur helfen..."...

Sagt mal ist dass die Norm, oder gerate nur ich an solche Arschlöcher????
 

Anna B.

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Hallo,

tja, sowas gibt es....die Ärzte reden im Patientengespräch immer schön das, was sie meinen, was der Patient hören möchte...
dann haben sie einen schön folgsamen Patienten, der keine Widerworte gibt und sie haben als Arzt ihre Ruhe...

sobald dann irgendein Amtsschimmel wiehert, fehlt plötzlich dem Arzt der ***** in der Hose und sie tun dann nur noch, was das Amt, die Behörde, der Staat will..sie haben keinen Bock da irgendwie sich gegen aufzulehnen...ist ja nur Arbeit für den Doc...wozu soll er das machen?
Sein Patient ist eh nur 45 Euro im Quartal wert, warum sollte er sich dann über solche Gutachten aufregen? Er sagt dem Patienten, das ist so und dann schleicht dieser sich hoffentlich von dannen....

was erwartest du von einem Hausarzt? solange man schön alles mitmacht und kein Amt oder keine Behörde dazwischenfunkt..läuft ja auch das Arzt- Patientenverhältnis so, wie sich der doc das wünscht...

aber dann kommen ja nur die Probleme...und darauf hat ein Doc keine lust...
 

Ein Hartzianer

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@Beckscomethrue, bei dem was du an Gebrechen
aufgezählt hast, kann ich die Diagnose "Kerngesund"
auch nicht verstehen. Die wollen dich wohl wirklich noch mit Gewalt verwerten...
 

Beckscomethrue

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Naja, mit 34 wird die Rente da schon etwas unwahrscheinlich - aber so sehr lasse ich mich jetzt auch nicht verheizen. Oder besser nicht mehr - habe die tollen Erkrankungen ja nicht ganz grundlos bekommen. Aber das zählt eben nicht...
 
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