Arbeitsmarktrente ( Volle EMR ) und Ehrenamt

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Helferlein

Elo-User*in
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Hallo zusammen,

mache mir erhebliche Gedanken und habe Angst etwas falsch zu händeln...

Zur EMR Situation:

Ich habe volle EMR aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen ( unbefristet GDB 60 ) und der Verschlossenheit des Arbeitsmarktes bei einem verminderten Leistungsvermögen von unter 6h.



So nun, was ich machen möchte...

Ich bin ehrenamtlich beim DRK, keine wöchentlichen regelmäßigen "Einsatzzeiten".

Allerdings können Einsätze und Ausbildungen schonmal mehr als 6h in Anspruch nehmen ( hier gehe ich auch teilweise über meine gesundheitlich machbare Grenze )...


Nun mochte ich mich ja auch qualifizieren und fortbilden um adäquate Hilfe leisten zu können.


Jetzt möchte ich eine Fortbildung besuchen, die 10Tage in Vollzeit stattfinden wird.
Mit anschließendem Praktikum, das ebenfalls in Vollzeit ausgeführt wird.

Möchte mich da auch nicht als "Behinderter" outen...

Was soll / kann / darf ich tun, ohne die EMR zu gefährden?!?



Ich bete, daß ich das Ganze überhaupt durchstehen kann.
Es ist mir sehr, sehr wichtig.


Wenn ich mal über meine Grenzen gehe (und die kann teilweise schon bei 1-2h erreicht sein), habe ich oft tagelang Schmerzschübe bzw. Migräne mit Aura...
Es ist zum kotzen.


Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Wurde natürlich gerne hören:
"Klar, mach, kein Thema!"

Aber so dumm und naiv bin ich nicht...

Mir würde schon helfen, vielleicht Tips, Tricks, mögliche Konsequenzen oder bestenfalls Schlupflöcher hier genannt zu bekommen.

Lieben Dank
euer

Helferlein
 

Annie

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Wenn dein Leistungsvermögen mit unter 6h/täglich festgestellt wurde, und du vollzeit arbeiten gehst, gefährdest du deine Rente.

Ist doch logisch. Mit dem Verhalten legst du dar, dass du keine Rente benötigst da du vollzeit arbeiten gehen kannst.
 

ZynHH

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Ich hab keine Ahnung, wie sich eine ehrenamtliche Tätigkeit über 3h täglich auf deine Erwerbsminderungsrente auswirkt.

Hast du bei deinen Einsätzen mit Notfällen zu tun?
 

Helferlein

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Wenn dein Leistungsvermögen mit unter 6h/täglich festgestellt wurde, und du vollzeit arbeiten gehst, gefährdest du deine Rente.

Ist doch logisch. Mit dem Verhalten legst du dar, dass du keine Rente benötigst da du vollzeit arbeiten gehen kannst.


Ich gehe keiner geregelten Arbeitszeit nach.

Einsätze sind 3-4 im Jahr.

Ausbildungen 1-2 monatlich.

Und es ist freiwillig.
D.h. ich kann jederzeit Pause machen, egal wie oft/ wie viel... ich kann jederzeit nach Hause.


Sehe hier schon erhebliche Unterschiede zu einem Vollzeit-/Teilzeit- oder irgendwie gearteten Job.

Die Frage ist:
Ist das ein Argument dieses Ehrenamt ausfüllen zu dürfen??
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Ich hab keine Ahnung, wie sich eine ehrenamtliche Tätigkeit über 3h täglich auf deine Erwerbsminderungsrente auswirkt.

Hast du bei deinen Einsätzen mit Notfällen zu tun?


Das kann vorkommen, wenn ich im Sanitätsdienst eingeteilt bin.
 

Helferlein

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Stell dir vor, du hast so einen Notfall und kannst plötzlich selbst nicht mehr... und der Notfall stirbt.


Also, ich bin nur kleiner Sanitätshelfer.
Immer mit Begleitung.

Und:
Ich habe keine 'plötzlichen' Ausfälle.


Kann deine Bedenken verstehen, aber dann dürften auch keine Herzkranken, Diabetiker, Schmerzpatienten, Kreislaufschwache Personen, Leute die zu wenig trinken/essen .....
(Kann man beliebig fortsetzen.....)

mehr in der Kranken- Alten- Sanitäts- Rettungs- Hilfs- Sparte mehr zum Einsatz kommen....
 

Annie

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Es ist doch ganz einfach.

Du kriegst Rente weil du unter 6h/Tag arbeiten gehen kannst.

Jetzt gehst du aber mehr als diese 6 Stunden arbeiten. Ob das freiwillig ist spielt keine Rolle. Du widerlegst damit die Voraussetzung auf deinen Rentenanspruch.
 

saurbier

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Hallo Helferlein,

also ein Ehrenamt kann du durchaus ausführen, nur gilt in deinem speziellen Fall dann auch das du hier immer auf deine gesundheitliche Einschränkung zu achten hast.

Wenn du in deinem Fall irgend eine Tätigkeit nachgehst die deine Gesundheit gefährdet, dann darf dir die DRV die Rente aberkennen, denn damit würdest du sogar gegen das Gesetz verstoßen.

Wenn du unbedingt dein Ehrenamt fortführen willst, dann kannst dies ja der DRV melden und prüfen lassen, was du ja eigentlich lt. deinem Rentenbescheid eh müßtest. Dann siehst du ja wie die DRV darauf reagiert. Es kommt durchaus vor, das die DRV es bis hin zum Minijob absegnet, aber bedenke sie muß es nicht.

Da du ja eine Arbeitsmarktrente bekommst, könnte es durchaus passieren, daß z.B. dein nächster Weiterbewilligungsantrag deshalb abgelehnt wird, weil die DRV vermutet das du wieder so gesund bist das du keine Rente mehr bedarfst und dann.

Ich selbst kann im Augenblick sogar ein Lied davon singen, denn mir hat die DRV soeben meinen Weiterbewilligungsantrag zur Arbeitsmarktrente mit der Begründung abgelehnt das die medizinischen Gründe dafür nicht mehr gegeben sind. Ich bin inzwischen fast 62 und SchwerB mit einem GDB 100 und hab die letzten 7 Jahre die Arbeitsmarktrente erhalten und zuvor bereits 13 Jahre eine BU-Rente aufgrund eines Gerichtsurteiles die man mir nun wieder bewilligt hat.

Im Augenblick scheint es offenbar so zu sein, daß die DRV sehr restrektiv verfährt, da würde ich eher kein Risiko eingehen wollen.


Grüße saurbier
 

Steinzeit

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Kann deine Bedenken verstehen, aber dann dürften auch keine Herzkranken, Diabetiker, Schmerzpatienten, Kreislaufschwache Personen, Leute die zu wenig trinken/essen .....
(Kann man beliebig fortsetzen.....)

mehr in der Kranken- Alten- Sanitäts- Rettungs- Hilfs- Sparte mehr zum Einsatz kommen....

wo hast du denn das her?

dann dürfte ich schon lange nicht mehr arbeiten und viele meiner kollegen auch nicht!

in dieser welt die du da beschreibst, dürften ja nur noch gesunde menschen arbeiten!
die pflege wurde noch mehr zusammenbrechen als jetzt schon...
 

saurbier

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Na ja, Helferlein verwechselt hier seinen Zustand als EMR mit dem von Gesunden, bei denen eben ganz andere rechtliche Voraussetzung gelten.

Als EMR unterliegt man halt den Bestimmungen der DRV und die sind nun mal zum rechtlichen vorliegen einer EMR besondere.

Wer da nicht erheblich gesundheitlich eingeschränkt ist, dem steht eben keine EMR zu - punkt aus. Darüber streiten die Betroffenen nicht oft genug Jahre vor den Sozialgerichten.

Wenn er jetzt meint, seine ehrenamtliche Tätigkeit ist ihm persönlich so wichtig, das er es lieber riskiert das die DRV darin einen Grund sieht ihn nicht mehr für EMR zu halten, dann bitte - es ist doch seine persönliche Entscheidung.

Ich zumindest wäre nicht dazu bereit, nur wegen einer Tätigkeit die mir Spass macht, meine nach ggf. jahre langem Kampf mit der DRV erstrittene EMR zu verlieren, denn wenn man sich mal anschaut was man durch diesen Kampf zumeist an finanziellen Abstieg hinter sich hat (78 Wochen KV mit ca. 80% leistung, 12-18 Monate ALG-I mit nur noch 60-67% Leistung und zu guter letzt der mögliche Verlust des im Leben aufgebauten Vermögen bzw. großer Teile davon wegen Hartz IV) läßt dies keineswegs Sinnvoll erscheinen.

Ich bin damals nach gut fünfjährigem Kampf mit der DRV in der Arbeitslosenhilfe gelandet und hab dadurch mein erspartes verloren, 2010 nach meinem Unfall folgte dann der erneute Abstieg über ganze 3 Jahre bis in Hartz IV und aktuell nachdem mir die DRV die Arbeitsmarktrente aberkannt hat, stehe ich wieder einmal am Anfang des Abstieges und das wenige Jahre vor der Altersrente. Ich sag nur - nee danke -.


Grüße saurbier
 
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