Arbeitslosmeldung nach Ausbildungsende

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Pax17

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
2 Juli 2019
Beiträge
1
Bewertungen
0
Guten Tag,
Ich hoffe ich bin hier im richtigen Unterforum, ansonsten bitte verschieben ;). Danke!

In folgender Situation bin ich gerade:

Ich habe soeben (seit dem 29.06.) meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Das ganze war natürlich vorhersehbar, ich hätte es also auch schon drei Monate vorher wissen können und damit melden können. Habe mich aber nicht darum gekümmert.
Nun war ich auch gestern und heute nicht bei der Arbeitsagentur um das zu tun.

Mitte August beginne ich eine selbstfinanzierte Weiterbildung, dafür muss ich umziehen etc.

Mit Hauptwohnsitz bin ich meiner Mutter gemeldet, die Ausbildung fand jedoch etwa 240km weit weg statt, wo ich mich auch zurzeit noch aufhalte.

Ich könnte jederzeit in selbstgewähltem Maße bei meinem alten Arbeitgeber arbeiten. Also für mehr als 450€, mehr oder weniger, und Vollzeit. Ist Ihm alles egal und geht von heute auf morgen, er freut sich wenn ich wieder vor der Tür stehe. Habe aber eigentlich gerade nicht so Lust und auch nicht wirklich das Geldproblem und kann die 1,5 Monate überbrücken (bzw. es ist mir lieber das zu überbrücken, als noch zu arbeiten, will ein bisschen wegfahren, habe andere Projekte etc.)

So viel zu meiner Situation. Ich sehe nun drei Möglichkeiten:
1) Ich gehe ab morgen früh arbeiten, arbeite so lange bis ich die 451€ voll habe und mach dann den Rest des Monats frei.
Würde ich ungern, bin dann jedoch sozialversichert und bekomme noch ein paar Euro dazu, womit die halbe Miete zumindest bezahlt ist.

2) Ich steige jetzt gleich ins Auto und fahre zu meiner Mutter, damit ich morgen früh bei der Agentur auf der Matte stehen kann (Ich muss ja dahin, wo ich mit erstem Wohnsitz gemeldet bin). Fülle dann x Formulare aus und keine Ahnung und bekomme dann vielleicht ALG1. Mit Abzügen, weil ich ja erst drei Tage zu spät mich arbeitslos gemeldet habe. Aber die 1,5 Monate würden ja als Arbeitsjahre bzgl. Rente zählen. KV und andere SV wären gezahlt (?). Außerdem wollen die mich natürlich vermitteln, worauf ich ja nicht so Lust habe, sonst könnte ich ja zu meinem ehemaligen AG.Allerdings bekomme ich durch meine späte Meldung eine Sperrzeit von min. 1 Woche schätze ich. Von 6 Wochen die ich Anspruch habe bleiben dann noch max. 5 Wochen

3) Ich mache einfach nichts. Ich bin u25, bin in der Weiterbildung als Fachstudent versichert und kann mich vielleicht jetzt für die 1,5 Monate familienversichern. Geht das? Ansonsten muss ich eben 1,5 Monate Krankenversicherung selber zahlen. Ist zwar Geld, aber zu meiner Mutter fahren kostet mich auch was.
Zusätzlich zahle ich in der Zeit nichts in die RV, PV oder ALV ein. Aber ist das ein ernsthafter Schaden?


Ich möchte hier niemanden verärgern, ich hoffe das tue ich nicht.
Durch meine relative finanzielle Unabhängigkeit (ich habe halt die letzten 3 Jahre gearbeitet) schaffe ich es die 1,5 Monate zu überbrücke und belaste damit die Sozialkassen weniger und muss eben nicht arbeiten gehen (Ich finde arbeiten gehen nicht sch****, aber grad hab ich mehr bock mich um meinen Umzug zu kümmern, etwas mit meiner Freundin wegzufahren und mich auf die Weiterbildung vorzubereiten.)


Ich kann nur grade das alles überhaupt nicht einschätzen, was vernünftig wäre. ALG1 steht mir ja zu, aber dann muss ich mich dem Arbeitsmarkt ja zur verfügung stellen.

Vielleicht sollte ich einfach ein paar Tage arbeiten gehen, wäre wahrscheinlich die vernünftigste und erwachsenste Lösung.

Oder wie schätzt ihr das ein?

Besten Gruß,
Pax
 

PandaPou

Elo-User*in
Mitglied seit
16 Dezember 2017
Beiträge
7
Bewertungen
14
Servus Pax,

eine Sperrzeit wegen verspäteter Arbeitsuchendmeldung kann bei dir nicht eintreten, da du als Azubi nicht der Meldepflicht nach § 38 SGB III unterliegst!

Allerdings erhältst du erst ALG I nach der persönlichen Meldung, also frühestens ab morgen, wenn du dich melden solltest. Somit würden auch Beiträge zur KV, PV und RV abgeführt.

Allerdings musst du dich dann auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen und ggf. Termine wahrnehmen.
In der Regel dauert es aber, bis du eingeladen wirst. Und wenn du direkt mitteilst, dass du dich in 1,5 Monaten eh wieder abmeldest, kann es auch sein, dass du gar nicht eingeladen wirst.

Allerdings solltest du für eventuelle längere Ausflüge trotzdem Ortsabwesenheit beantragen, nur zur Sicherheit!

Den Sozialkassen liegst du nicht auf der Tasche, da ALG I eine Versicherungsleistung ist, und auch durch deine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung finanziert wird.

Was du aber letztendlich machst, musst du selbst entscheiden.

VG
Panda
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten