Arbeitslosigkeit ist schon Strafe genug

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dersichdenwolfärgert

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Viele Sanktionen gegen Arbeitslose sind nicht gerechtfertigt – wer klagt, hat oft Erfolg. Warum nicht gleich ein System schaffen, das ohne Strafen auskommt?

Quelle:Hartz IV: Arbeitslosigkeit ist schon Strafe genug | ZEIT ONLINE

Ein Leserkommentar:


Klausabc2.0 Ein Bekannter hat gestern ein Arbeitsangebot von der Arge erhalten. Er hat es abgelehnt. Jetzt wartet er auf die Kürzung seiner Unterstüzung um dann dagegen zu klagen.

Begründung: Er sollte eine Tätigkeit für einen Verleiher in der Türkei aufnehmen. Ihm ist die Türkei jedoch zu unsicher. Immerhin gibt es auch Reisewarnungen.

Interessante Nebeninfo: Die Sachbearbeitering meinte, er solle sich nicht so anstellen. Man würde auch Leute nach Syrien schicken.(wofür auch Immer?).

Ohne Wertung: Was soll man davon halten?
 
P

Pichilemu

Gast
Begründung: Er sollte eine Tätigkeit für einen Verleiher in der Türkei aufnehmen. Ihm ist die Türkei jedoch zu unsicher. Immerhin gibt es auch Reisewarnungen.

Interessante Nebeninfo: Die Sachbearbeitering meinte, er solle sich nicht so anstellen. Man würde auch Leute nach Syrien schicken.(wofür auch Immer?).

Ohne Wertung: Was soll man davon halten?
Ich halte das für gänzlich unzulässig, jemanden ins außereuropäische Ausland zu vermitteln, egal ob jetzt USA, die Türkei oder Afghanistan. Niemand kann dazu gezwungen werden einen langwierigen Streit um ein Visum mit der zuständigen Botschaft zu führen (was ja dann noch verbunden mit dem Flug sehr kostspielig ist).
 

götzb

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Eine Vermittlung auch hinsichtlich der Mobilität ist nur innerhalb Deutschlands möglich.
 
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ExitUser

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Nein Arbeitslosigkeit ist keine 'Strafe' sondern ein 'Verbrechen' - hier hat sich jemand schuldig gemacht-die Strafe dafür ist Hartz 4....nur durch Demut +Annahme jeder Arbeit kann dieses Verbrechen gesühnt werden - 'Aufmüpfige' müssen aber entsprechend sanktioniert+bestraft werden - :biggrin:
 

iSlave

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Hartz IV: Arbeitslosigkeit ist schon Strafe genug |*ZEIT ONLINE

Ich könnte jedes mal kotzen, wenn ich solche Artikel lese.

Und noch schlimmer: In knapp 6.000 Fällen klagten die Sanktionierten gegen die Arbeitsagentur. Und noch einmal 40 Prozent von ihnen bekamen dann vor Gericht zumindest teilweise Recht.
Offensichtlich scheitert die Arbeitsagentur regelmäßig daran, den Arbeitslosen nachzuweisen, dass sie gegen die Regeln vorstoßen

Ahso. Es scheitern nur am Nachweis. Das der Elo unschuldig ist kann ja gar nicht sein.

Aber wäre es nicht noch sinnvoller, ein System zu schaffen, in dem jeder Mensch von sich aus ein Interesse daran hat, eigenes Geld zu verdienen?
........
Doch derzeit gibt es viele Menschen, die gar nicht arbeiten, weil es sich für sie nicht lohnt.
........
Ein Beispiel: Ein Unternehmen kann einem Bewerber keine volle Stelle anbieten. Stattdessen fragt es ihn, ob er nicht für zehn Stunden in der Woche als Aushilfe arbeiten möchte. Damit könnte er 400 Euro verdienen. Der Mann muss sich nun entscheiden: Verdient er dieses Geld und führt 60 Prozent davon an den Staat ab? Oder verzichtet er auf den Job, lebt von Arbeitslosengeld II und genießt seine Freizeit, bis er eine richtige Stelle gefunden hat? Bislang entscheiden sich viele für die zweite Variante.

Klar, die Arbeitlosen von heute haben auch überhaupt keinen Bock auf Arbeit. Das es nicht genug Arbeit für alle gibt ist den Dünnpfi** Medien wohl entgangen.


So enthusiastisch diese Leute für das Grundeinkommen werben, so sehr schrecken sie die Wirtschaftswissenschaftler auf, die sich mit den Sozialsystemen beschäftigen.

Nur die Wirtschaftslobby schreckt davor zurück. Ohne billige Sklaven müssten sie lernen, wie man das Erwirtschaftete mit den Mitarbeitern teilt.

Ein erster Schritt wäre, die Hinzuverdienstgrenze deutlich anzugeben. Wer Arbeitslosengeld bezieht und zusätzlich 400 Euro verdient, sollte davon nicht nur 160, sondern, sagen wir, 320 Euro behalten dürfen. Denn je weniger der Staat wegnimmt, desto mehr Menschen werden sich zum Arbeiten entscheiden.

Ich sehe schon die Klagen kommen, wenn umgesetzt wird: Die wollen ja gar keine ordentliche Vollzeitstelle haben, weil sie sooo viel Geld durch den Minijob erhalten.

Für Arbeitslose lohnt es sich bislang nicht, besondere Leistungen zu zeigen. Dabei würde jeder Arbeitslose, der sich einen kleinen Job sucht, den Sozialstaat entlasten.

Leistung zeigen lohnt sich nicht, weil sie im Fass ohne Boden versickert (Gier der Unternehmer und Besserverdiener). Übrig bleibt für die Betroffenen der Mindestlohn, egal wie sehr sich dieser anstrengt.
 

Albertt

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Arbeitslosigkeit empfinde ich nicht als Strafe! Im Gegenteil! Ist mir vollkommen egal, ob ich einer Erwerbsarbeit nachgehen kann oder nicht. Als Strafe empfinde ich es erst dann, wenn ich auf Menschen treffe, die sich noch immer über Ihre Arbeit definieren, bzw. meinen Wert als Mensch nach dem bemessen, was ich arbeite. (Stichwort: Sag' mir was du arbeitest und ich sage dir, was du Wert bist.)
 
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