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Arbeitslosenstatistik widerspricht jeglichen Sanktionsversuchen

steinfisch

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#1
Liebe Kollegen,

ich hatte vor einigen Tagen mal nach der o.g. Statistik geschaut - rein interessehalber.

Hier: https://statistik.arbeitsagentur.de...islose-und-gemeldetes-Stellenangebot-Nav.html

Ein Teil dessen:


Arbeitslosigkeit: 2.807.806 (Quote: 6,5 %)

Gemeldetes Arbeitsstellenangebot: 518.317

Mit welchem Recht sanktioniert man also Arbeitslosigkeit?! Wenn man bedenkt, dass die Realität ja noch viel schlimmer aussieht...

... fragt sich der steinfisch....:icon_frown:
 

Ein Hartzianer

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#2
Dem Ganzen liegt ein einfacher, urdeutscher Gedanke zugrunde:
Nur wer arbeitet, hat einen Platz in der Gesellschaft.
Nur wer arbeitet, soll auch was zu essen haben.

Daraus wird abgeleitet, Arbeitslosigkeit ist ein Verbrechen
an der Gesellschaft und muß bestraft werden. So einfach ist das.
 

flandry

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#3
Dem Ganzen liegt ein einfacher, urdeutscher Gedanke zugrunde:
Nur wer arbeitet, hat einen Platz in der Gesellschaft.
Nur wer arbeitet, soll auch was zu essen haben.

Daraus wird abgeleitet, Arbeitslosigkeit ist ein Verbrechen
an der Gesellschaft und muß bestraft werden. So einfach ist das.
Sanktion an sich ist ja nicht so verkehrt.
Da es aber 5-mal so viele Hartz-IV-Gefangene wie offene Stellen gibt frage ich mich, wie die durch Sanktionen in Arbeit und Brot kommen sollen.
Und bei 500.000 offenen Stellen und Fachkräftemangel frage ich mich außerdem, wie gut die Förderung von Arbeitslosen tatsächlich ist.
Mir jedenfalls wurde bisher nichts angeboten, was mir helfen könnte.
 

Ein Hartzianer

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#4
flandry sagte:
Sanktion an sich ist ja nicht so verkehrt.
Bei einem Regelsatz von 800€ vielleicht nicht, ansonsten schon.

Da es aber 5-mal so viele Hartz-IV-Gefangene wie offene Stellen gibt
frage ich mich, wie die durch Sanktionen in Arbeit und Brot kommen sollen.
Gar nicht. Den eigentlichen Grund für Sanktionen
hatte ich ja schon weiter oben beschrieben.

Und bei 500.000 offenen Stellen und Fachkräftemangel frage ich mich außerdem, wie gut die Förderung von Arbeitslosen tatsächlich ist.
Mir jedenfalls wurde bisher nichts angeboten, was mir helfen könnte.
Einen Fachkräftemangel gibt es nachweislich nicht.
Das Übrige ist nichts weiter, als ein Pontemkinsches Dorf.
Achja, und die Geldschieberei nicht zu vergessen.
 

swavolt

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#5
1 : 5 ist es nicht. Es ist mehr als 1 : 10.

Von den 500 000 offenen Stellen sind 200 000 Fakemeldungen - z.B. liegt gar keine offenen Stelle vor, sondern der AG sucht nur einen billigeren als er derzeit hat um ihn auszuwechseln.

Zu den 280 000 Elos kommen noch die die verschwiegen werden - ca. 60 000 durch ehemalige/jetzige Maßnahmen - mindestens 50 000 die wegen Ü58 Alters nicht gezählt werden - dann noch die Aufstocker. Insgesamt sind es eher 500 000 Elos.
 

Ah4entheater

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#6
Es werden auch jede Menge offene Stellen gar nicht offiziell gemeldet ... sondern gehen unter der Hand weg, werden nur über "Empfehlungen" besetzt ... bleibt aber immer noch eine Überzahl an Arbeitslosen ... die ja wohl nicht daran "schuld" sind, wenn es nunmal nicht genügend offene Stellen gibt ...
 

steinfisch

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#7
Ich glaube nicht, dass es hier irgendwie um urdeutsch geht... Ich denke, das, was wir inzwischen haben, ist eine Mischung aus Neoliberalismus und Feudalismus... Ich kann mich erinnern, dass in den 80ern mal diskutiert wurde - und zwar ernsthaft - , dass alle nur noch 10 h oder so pro Woche arbeiten brauchen und müssen, bei vollem Gehalt, um davon locker leben zu können... Die Produktivitätserhöhung würde es ja hergeben...

Aber mittlerweile wird ja alles der Gewinnmaximierung einzelner untergeordnet... Krass finde ich ja auch, dass die Global Player mit Hilfe der Politiker erst fürchterliche Armut und Kriege und Naturkatastrophen schaffen und der normale Bürger, der ohnehin jeden Cent 3 mal umdrehen muss, dann genau für die Schäden spenden soll.. Wie viel Zynismus noch?!

Könnt Ihr Euch daran erinnern, dass es eine Zeit gab, in der es ausreichte, das 1 Familienmitglied eine Arbeit (mit einer normalen Arbeitsdichte und ohne Mengen von Überstunden) hatte und damit eine ganze Familie mit einem weiteren Erwachsenen ohne Arbeit und 2 bis 3 Kindern, Einfamilienhaus, Familienwagen + Urlaub locker versorgen konnte?

Viele Grüße vom steinfisch
 

Ein Hartzianer

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#8
steinfisch äußerte:
Ich glaube nicht, dass es hier irgendwie um urdeutsch geht...
Das Gefühl hab ich schon. Bete und arbeite,
das zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichtsbücher.
Seine krassesten Auswüchse bisher hatte das zu Klein-Adolfs Zeiten.
Wer da nicht verwertbar war, war des Todes. Nun denk mal Hartz IV zu Ende.
Der Gedanke an das Verfahren gegen "nutzlose Esser" findet sich auch hier wieder.

Ich denke, das, was wir inzwischen haben, ist eine Mischung aus Neoliberalismus und Feudalismus... Ich kann mich erinnern, dass in den 80ern mal diskutiert wurde - und zwar ernsthaft - , dass alle nur noch 10 h oder so pro Woche arbeiten brauchen und müssen, bei vollem Gehalt, um davon locker leben zu können... Die Produktivitätserhöhung würde es ja hergeben...
Genau genommen haben wir längst das Schlaraffenland, natürlich.
Nur leider sind die Habenden so bescheuert, das die nicht mal merken,
daß sie auf Bergen von wertlosem Buntpapier sitzen und sich
lediglich an großen Zahlen aufgeilen, OHNE das auch nur ein
Fatzen von Gegenwert vorhanden ist ! Genau das ist auch der Fehler.

Aber mittlerweile wird ja alles der Gewinnmaximierung einzelner untergeordnet... Krass finde ich ja auch, dass die Global Player mit Hilfe der Politiker erst fürchterliche Armut und Kriege und Naturkatastrophen schaffen und der normale Bürger, der ohnehin jeden Cent 3 mal umdrehen muss, dann genau für die Schäden spenden soll.. Wie viel Zynismus noch?!
Das ist mit Zynismus alleine nicht erklärt.
Das ist Desinteresse an der übrigen Menschheit.
Der Glaube ist ja in Politiker- und Geldsackkreisen verbreitet, daß jeder
zum Leben das Nötige hat. Ja Pustekuchen !

Könnt Ihr Euch daran erinnern, dass es eine Zeit gab, in der es ausreichte, das 1 Familienmitglied eine Arbeit (mit einer normalen Arbeitsdichte und ohne Mengen von Überstunden) hatte und damit eine ganze Familie mit einem weiteren Erwachsenen ohne Arbeit und 2 bis 3 Kindern, Einfamilienhaus, Familienwagen + Urlaub locker versorgen konnte?
Hier kennen sicher viele das aus eigener Ansicht.
Ob es mal wieder so wird..... Da sehe ich Dunkelschwarz.
 
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