Arbeitsloseninitiativen im guten Glauben uns selber zu helfen gegründet, was ist passiert das viele heute gegen uns sind? wer leitet die Heute?

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ExitUser

Gast
So ab 1980 wurden viele Arbeitsloseninitiativen von Arbeitslosen gegründet, ich war damals auch dabei.
Meistens zuerst als Arbeitskreise und später dann als Vereine, ab Vereine war ich dann nicht mehr dabei
Am Anfang ging es um Beratung, später war dann auch der Wunsch da selber was auf die Beine zu stellen
Was von Arbeitslosen in Eigenregie gegründet und verwaltet wurde scheint mir Heute Teil einer Helferindustrie zu sein
die nicht für sondern gegen diese Arbeitslosen arbeitet und diese ausbeutet

Was ist da passiert? Waren wir damals zu naiv? Ist es Gesetz das positive Ansätze immer irgendwann kippen?
 

erwerbsuchend

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Wer finanziert diese Initiativen und Vereine heute? Sofern dort externe Geldgeber im Spiel sind, besonders der Staat, dürftest du die Antwort in der alten Regel begründet sehen, dass derjenige, der bezahlt, auch sagt, was gemacht wird, wenn er dies will.
 

grün_fink

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Der Kapitalismus frisst doch alles auf.
Ende der 90er wurde ich arbeitslos, da gab es noch nen ELO-Treff, allerdings von einer der Kirchen getragen.
Irgendwann gab es den dann nicht mehr. Ein anderer wurde mehr oder weniger zum Zuverdienstprojekt.
 

Admin2

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Was von Arbeitslosen in Eigenregie gegründet und verwaltet wurde scheint mir Heute Teil einer Helferindustrie zu sein
die nicht für sondern gegen diese Arbeitslosen arbeitet und diese ausbeutet

Kannst du diese Aussage etwas präzisieren? Schon die Headline dazu scheint zumindest abenteuerlich.. 😉
 
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ExitUser

Gast
Damals haben wir kleine Brötchen gebacken, wir haben auch Kirchen und Gewerkschaft genutzt um bestimmte Dinge wie Fahrkosten finanzieren,
Räume nutzen oder manchmal auch um zusätzliche einmalige Unterstützung locker zu machen, wenn es bei jemand arg gebrannt hat.
Und dann halt so Einzelberatung direkte Hilfe beim ausfüllen oder beantragen, war ja nichts mit Internet, gab ja nicht mal Handys.
Ich kann mich aber nicht erinnern das wir so einem massiven Druck ausgesetzt gewesen wären, uns wurde mehr geholfen.
Also Zwangsarbeit und dieses kleinhalten war irgendwie kein Thema zumindest nicht in der Provinz
Natürlich gab es auch Gegenden wie Hamburg oder Toulouse in Frankreich wo auch Straßenkämpfe stattgefunden haben
Da ging es richtig hart zur Sache und dann natürlich England da war die Hölle los ( The Battle of Orgreave )
Von denen kam auch eine Delegation um live zu berichten wie Sie ausgehungert wurden, klar wurde damals auch gespendet auch wenn wir wenig hatten
Irgendwie hatte die Solidarität eine andere Qualität

Ich sehe heute irgendwie keine Hoffnung am Horizont, Hoffnung die wir damals hatten
Darum würde es mich mal interessieren was andere gemacht haben oder heute machen damit sich was ändert
Also fern von dieser wir schlängeln uns durch Mentalität und passen nur auf das wir nicht zu viel Schläge bekommen,
aber unternehmen nicht wirklich was gegen diese unwürdigen Zustände
 

Punker

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Das klingt bestimmt etwas böse: Ich finde einige Arbeitslosenvereinigungen sind relativ lahm. Also bspw. einmal die Woche zum Frühstück treffen, das geht auch woanders. Wenn ich mich betrachte, und einige andere in solchen Vereinigungen kann man auch davon ausgehen, dass man irgendwann von den anderen Sozialen Problemen auch irgendwann genervt wird. Ja, ich denke, da gibt es auch den anderen Effekt, dass man zu zweit oder zu dritt leidet, und man nicht mehr so allein ist, aber mir liegt das nicht so! Dazu kommt dann sicher auch eine Vereinsmeierei und die Marotten von wichtigeren Personen, die sich aus logischen Hierarchien hervortun..

Was gut ist, ist dass manche dieser Vereinigungen sich gegenseitig mit Begleitung zu Ämtern unterstützen! Das ist eine gute Sache!

Ansonsten kann ich aber @grün_fink zustimmen. Beispielsweise die Berliner Tafel: Systematisch (politisch) ändert ihre Arbeit nichts oder nur sehr sehr langsam! Andererseits ist es tatsächlich eher eine Zuverdienstmöglichkeit oder die als Ehrenamt getarnte Ausbeutung von Arbeitskraft.
 

Berenike1810

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Anno 2007 las ich in der Tageszeitung von einem „Runder Tisch“;

diese „Versammlung“ beschäftigte sich mit den Sorgen von Hartz – Leistungsbeziehern.

Ich habe herumtelefoniert und herausgefunden, wo / und wann, sich diese Leute treffen. Ich bin hin und wurde herzlich aufgenommen.

Ich bin dann zu jedem Treffen gegangen.

Dadurch bin ich bei einem Radiosender „gelandet“. Es brauchte einen „langen Atem“ um einen Sendeplatz – für dieses spezielle Thema: Hartz-Gesetze und deren Auswirkungen, zu ergattern !

Die einhellige Meinung – auch dort – lautete (sinngemäß) „Das will doch keiner hören“ ….

...Ein großer Irrtum !

Durch diese Aktivität, welche mich gänzlich in Anspruch nahm, geriet mein Privatleben ins Wanken; doch ich bin auf dem Weg geblieben.

Ich lernte in 12 Jahren ganz großartige Persönlichkeiten kennen und habe die Ein-oder-Andere Freundschaft gefunden.

Ich bin bescheidener geworden und habe mich an meine Gegner gewöhnt. Die paar Klagedrohungen, anonymes Geschreibsel – man kann es überleben !

Was stört es denn den Mammutbaum, wenn sich eine Wildsau an ihm kratzt !?

Nix.

Seit 2015 ging es mit der Aufmerksamkeit – gegenüber Hartz – Gesetze – bergab ! Hartz 4 ist längst in der Gesellschaft angekommen.

So habe ich die Sendung schlafend gelegt.


Aber niemand kann mir die schönen, manchmal erschöpfenden und beeindruckenden Erkenntnisse nehmen !

Berenike
.
 

Onkel Tom

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Jo, an diese Erwerbslosenselbsthilfevreinigungen kann ich mich auch blass
erinnern. Als Ratsuchender traf man dort auch Ratgeber an, die Sozialarbeit
studiert haben und ihre "Berufsethik" frei entfalten konnten.

2005 kam ja der große Knacks H4 und kurze Zeit später waren viele Sozial-
Facharbeiter-innen aus den ELO-Vereinen verschwunden und fand sie teils
in der Erwerbslosenindustrie, so wie wir sie heutzutage kennen wieder.

Das Ding mit "staatlich nicht anerkannter" Erwerbslosenselbsthilfe zu wuppen,
habe ich 8 Jahre lang aktiv durch gezogen..

Anfänglich war es sehr spannend, sich aus zu tauschen, SBs mit Briefen zu
beschäftigen oder hin und wieder in der Öffentlichkeit Protest kund zu tun.

Ich glaubte, der Mechanismus "Rat suchen...ihn finden und lösen...erkennen,
das das JC doch nicht allmächtig ist...Und hin und wieder sich bei Zeiten an
Protest zu beteiligen.." ginge auf.
Ja, die erste Zeit funzte das richtig gut, doch bezüglich Protest wuppen wurde
es im Laufe der Zeit immer schwieriger, Mitstreiter_innen zu mobillisieren..

Woran lag es ? Wurde die ehemalige ELSE (Erwerbslosenselbsthilfe in HH)
nur noch als sogenannter Dienstleister bei JC-Problemen empfunden und
genutzt ? Die Frage konnte ich mit Ja beantworten und nun die Fachleute
zu ersetzen, die sich damals selbst bezüglich Berufsethik verraten haben,
ging unter keiner Kuhhaut.

Ein Fazit, was man nicht so gern ließt :

Solange von Erwerbslosen keine Aktivitäten draußen vor Orten des Schrecken
statt finden, lebt die Arbeitsmarktpolitik ganz gut damit, das sich Betroffene
daran gewöhnt haben und dem H4-Syndrom Folge leisten..

:popcorn:
 
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Berenike1810

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....Onkel Tom,

- Du schreibst mir, als und an, aus der Seele !

Aber ziehe doch mal diese hässliche (pinke) Schlitzaugen-Mütze"" ab !!! - soo schiach konst doch net sei ????

....schau' mi o ! bin i net a scheens ????


Berenike
.
 

Onkel Tom

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Moin Berenike

Warum sollte ich mein pinkfarbenes Häubchien abnehmen ? Es dient nicht
meiner Anonymität. Ganz im Gegenteil steckt hinter meinem Avatar etwas
Protestgeschichte. Diese Mütze existiert tatsächlich und kam unter
anderem auf einer Jobmessen-Störaktion im Einkaufszentrum in Hamburg
Billstedt zum Einsatz.
Nach der 4.ten in Folge - Aktion ging diese
Veranstaltung für die Zukunft endlich platt.

Weiter teilten mir andere User_innen mit, das sie ein Avatarwechsel nicht
so gut finden, weil sie sich an "Markenzeichen" gewöhnt haben..
Habe anbei nie mit Gemekker gerechnet aber begriffen, das Unikat-Avatare
den unerwarteten Zweck von Wiedererkennungswert erfüllen.

Mein Avatar bleibt so, wie es ist und wer das nicht mag, braucht in seinen
Einstellungen nur ein Haken bei "Avatare nicht anzeigen" zu setzen.

;)
 
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