Arbeitslosengewerkschaft gründen und Maßnahmen bestreiken, Schluss mit Fälschung der Arbeitslosenstatistik

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captainahab

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Mich ärgert das Maßnahmeunwesen. Als Maßnahmeteilnehmer wird man ja nicht mehr als arbeitslos geführt, um die Statistik zu schönen, das ist ja ein offenens Geheimnis, welches niemand zugeben will.

Meine Idee, als Arbeitnehmer darf man sich ja gewerkschaftlich vertreten lassen und auch streiken. So möchte ich also eine Arbeitslosengewerkschaft gründen und dann die Maßnahmen massenhaft bestreiken, mit der Forderung mit der Fälschung der Arbeitslosenstatistik Schluss zu machen.

Da ja der Maßnahmeteilnehmer nicht als arbeitslos zählt, muss dann hieraus auch letztendlich ein Streikrecht ableitbar sein!??

Ist bislang halt nur so ein Brainstorminggedanke, den ich zur Diskussion stellen möchte.
 
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captainahab

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Definiere mal bitte.

Ein Teilnehmer einer Maßnahme nimmt nicht am Arbeitsleben teil, sondern sitzt in einer Maßnahme. Trotzdem wird er aus der Statistik gestrichen. Das halte ich für Betrug!!!

Letztendlich möchte ich aber hier diskutieren, ob mit einer Gründung einer Arbeitslosengewerkschaft und Mitgliedschaft von Maßnahmeteilnehmern in dieser Gewerkschaft eine Maßnahme bestreikbar werden kann, weil die Teilnehmer dann ja laut Statistik "arbeiten".
 
Zuletzt bearbeitet:
G

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Gast
Ist mir klar, stimmt aber so nicht. Siehe Anhang vorher.

Und geheim ist da gar nichts.
Man kann jetzt natürlich auch auf europäischer Ebene, Änderungen bei der Definition anbringen.

Ich verstehe Deinen Gedankengang, zumindest für die zutreffenden Fälle.
Die Empörung konnte ich noch nie verstehen, da da nichts gefälscht wird oder verheimlicht.

Das ist faktisch falsch und eher Ausdruck fehlender Studie der gesamten Statistik, abseits der in der Tagesschau verkürzt veröffentlichten Zahlen.

Mit dem Streikrecht lasse ich jetzt mal unkommentiert.
 

Onkel Tom

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Hüstel.. Fälschungen und Geheimnisse ?.. In der Statistik, wenn vorhanden bereinigt.
Geheimnisse oder Verfälschungen werden eher dann in der Erwerbslosenindustrie, hier
die "beauftragten Dritten" (Masnahmenträger) gehegt oder gepflegt..

Wozu eine "Arbeitslosen-Gewerkschaft", wenn Erwerbslose in Masnahmen noch nicht
einmal in der Lage sind, ihr persönliches Erfahrungstagebuch zu führen ?
Mit was soll sich so eine Gewerkschaft denn abkämpfen, wenn keinerlei Doku von seinen
Mitgliedern kommt ?..

Es scheitert also schon an andere Kleinigkeiten.. Anti-H4 braucht Aktivisten statt nur
Mitläufer_innen oder Leute, die sich nur gewerkschaftlich orientieren..

Sprich Eigenverantwortung übernehmen..
 

Matt45

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Als ALG Empfänger ist es den meisten wohl egal, ob man in der Statistik aufgeführt wird oder auch nicht. > Meine Meinung.

Idee kann ich verstehen, allerdings "tut" sich in letzter Zeit etwas mehr(Sanktionsfrei, Aufstehen....)
 

TazD

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Da ja der Maßnahmeteilnehmer nicht als arbeitslos zählt, muss dann hieraus auch letztendlich ein Streikrecht ableitbar sein!??
Ein rechtmäßiger Streik liegt dann vor, wenn er von einer Gewerkschaft organisiert wurde, wenn er ein tariflich regelbares Ziel verfolgt und dieses Ziel auch tariflich zulässig ist.
Da es für Elos in Maßnahmen keinen Tarifvertrag gibt und somit auch kein tariflich regelbares Ziel, wäre ein solcher Streik, selbst bei entsprechender Elo-Gewerksachft, unrechtmäßig.
 

Bernd the Beast

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Die Idee dahinter ist nicht mal schlecht,aber als "Streik" im Sinne von Arbeit niederlegen werden wir nicht weit kommen denke ich.
Aber so ein Club der zwei linken Hände,könnte die Maßnahmeträger schon ein wenig ist grübeln bringen,wobei ich hier AUF KEINEN FALL zur SABOTAGE aufrufen möchte das wäre verwerflich und zwar in höchsten Maße:rolleyes:
 

Onkel Tom

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Gewerkschafts-Feeling tut ja eigendlich ganz gut, wenn es organisatorisch kraftvoll
funktioniert und anbei den Gemeinschaftssinn fördert.. Doch bei Erwerbslosen gibt
es statt Tarife viel Spannungen zwichen "Qualität von individueller Förderung" weiter
"Überziehen von Forderungen, Datenerhebung, Ermessensspielräumen und Controlling".

Hmm.. angenehmen Beigeschmack fand ich zuletzt die Umfrage von Tacheles Sozilhilfe,
um die ansonsten von oben verordneter "Subtil-Entmündigung" zu "unterwandern", dem
Erwerbslosen "nach oben" eine Stimme zu geben und ja, hoffe, das die Richterschaft beim
Bundesverfassungsgericht sich Zeit nimmt, die Erfahrungen von Erwerbslosen auch zu
studieren.. Ja, da fängt meines Erachten "Gewerkschaftsähnliche Vorgehensweisen" an.

Von daher habe ich die Hoffnungen noch nicht aufdegeben, das sich Erwerbslose
organisieren. Anbei sollte man nicht gleich an das ganz große denken. Eine Hand voll
Mitstreiter_innen, die sich auf gleicher Augenhöhe regelmäßig treffen, unterstützen etc.
wirkt schon Wunder. Nicht nur für des Erwerbslosens Gemüt ist sowas schon eine
Bereicherung. Wenn solche kleinen Zusammenkünfte nicht gleich in einen sogenannten
"Frustrationsclub" für Erwerbslose ausartet, lassen sich neben der gegenseitigen
Unterstützung a la § 13 Abs.4 SGB X, auch kleine Aktionen entwickeln, die Betroffenen
in der Öffentlichkeit eine Stimme (Sprachrohr) geben.

H4 zielt ja leider auch auf Stigmatisierung an Erwerbslose. Besonders auffällig so mache
Hilferufe, die hier im Forum zu lesen sind. Oft müssen Ratsuchende erstmal aus ihrem
Stigmata heraus geholt werden, damit sie wieder klare Gedanken fassen und sich auf ihre
Gegenwehr konzentrieren können..

Dieses Stigma habe ich wöchentlich in einer Elo-Ini erlebt und musste nach dem Frustablass
von Erstbesucher_innen hin und wieder mit den Worten unterbrechen "Ok, wir können
verstehen, wie ätzend das so ist, aber darüber weiter zu diskutieren, bringt Dich aktuell
nicht weiter. Lass uns mal darüber tüffteln, dein Problem zu lösen.." , um die Atmosphäre
wieder ins "positive" zu fördern.

Lang ist es her.. Aus solchen Grüppchien entwickelten sich sogenannte "Aktionsbündnisse",
deren Aktionsinhalte teilweise richtig funny ausarteten.. Blitzgedange an "Die Überflüssigen",
"KEAS", "Basta-Berlin","ALSO" oder das "Aktionsbündnis gegen Ein Euro Jobs".
Einige existieren noch :cool:

Bevor man von einer "erwerbslosen-Gewerkschaft" träumt, muss der Erwerbslose wieder in
der Lage kommen, sich zu organisieren. Erste Hilfe über Foren ok, doch das alleine reicht
meines Erachten nicht.. Problematisch die Gefahr anbei vor dem Munitor zu vereinsamen.

Gemeinsame Unternehmungen begegnen viele Folgen, die durch Erwerbslosigkeit entstehen.

M.s.G. Tom
 

captainahab

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Ja dann lasst uns den Tag der Arbeitslosigkeit, geschickt gewählt der 2. Mai :), ausrufen und an jedem 2. Mai die Elos dazu aufrufen vor ihrem JC zur Demo zu gehen!
 
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