Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) Heizkosten + Warmwasser (inkl. Musterbrief)

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Martin Behrsing

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inkl. Musterbrief
„Bundessozialgericht begrenzt die Kürzung von Heizkosten wegen Energiekosten für Warmwasser!
Fast alle Mieterhaushalte mit Grundsicherungsanspruch in Dortmund betroffen. Mieterverein fordert unbürokratische Erstattung für die Vergangenheit.“

Dortmund - Vor kurzem entschied das Bundessozialgericht – als höchstes deutsches Gericht in Sozialrechtsstreitigkeiten – über eine seit Beginn von Hartz IV streitige Praxis der ARGEn hinsichtlich der Berücksichtigung von Warmwasserkosten
Wer einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II hat, hat –mit nur wenigen Ausnahmen – einen Anspruch auf die sog. Regelleistung einerseits, wie Kosten der Unterkunft andererseits. Dieses führt immer dann zu Streit, wenn sich tatsächlich entstehende und unvermeidliche Kosten nicht eindeutig zuordnen lassen.

weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...

Wichter HINWEIS!!!!!
Auf AKTUELLE Bewilligungsbescheide sind die Entscheidungen des BSG vom 27.02.2008 NICHT ÜBERTRAGBAR, da für aktuelle Bescheide die EVS 2003 Grundlage ist, und die Entscheidungen des BSG alle auf EVS 1998 Fällen beruhen.
 

WurzelZwerg

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AW: Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) Heizkosten + Warmwasser

Jetzt wird dem Steinbrück der Schweiss auf der Stirn stehen und die Luft noch knapper werden,
wenn er versucht mit dem Taschenrechner zu ergründen,
wieviel Millionen oder Milliarden das wieder kostet ...

Ich werde das nächste Woche einreichen, als Ostergeschenk. :icon_smile:
 
A

amondaro

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In Dortmund ist dies doch Gang und Gebe bei der Arge,man Betrügt die Alg2 Empfänger kolektiv und Vorsätzlich, in dem man Warmwasser abzieht obwohl ihnen ein Schreiben vorliegt das Heisswasser durch Strom erzeugt wird !!

Man ignoriert dies zieht trotz Schreiben 18 % Heisswasser von der Gaspauschale ab,und der ALG 2 muss dies aus die 347 Euro leisten !!


Betrug im Grossen Stiel,damit die Kommune an Kosten spart,damit man seine Vetternwirtschaft finanzieren kann !!

Und man verrechnet sich zu Gunsten der Kommune.

ich hab so ein Fall,wo man drei mal auf was Hinweist,Unterschrieben Unterlagen liegen vor,aber man ignoriert.Zb Arge Dortmund Luisenstr. ist dies Gang und Gebe in der Leistungsabteilung !!

Vor allem hat man ein Problem,bei Zweckgemeinschaften den anderen Sachbearbeiter zu kontaktiern,weil man wohl zu Faul ist oder dies an Arbeit grenzt !!


greatz
 

Martin Behrsing

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nun nimm den Musterbrief und mach. Sollte es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzng kommen müssen, wird es hier weiteres geben. Wichtig ist aber, dass es gemacht wird.
In Dortmund ist dies doch Gang und Gebe bei der Arge,man Betrügt die Alg2 Empfänger kolektiv und Vorsätzlich, in dem man Warmwasser abzieht obwohl ihnen ein Schreiben vorliegt das Heisswasser durch Strom erzeugt wird !!

Man ignoriert dies zieht trotz Schreiben 18 % Heisswasser von der Gaspauschale ab,und der ALG 2 muss dies aus die 347 Euro leisten !!


Betrug im Grossen Stiel,damit die Kommune an Kosten spart,damit man seine Vetternwirtschaft finanzieren kann !!

Und man verrechnet sich zu Gunsten der Kommune.

ich hab so ein Fall,wo man drei mal auf was Hinweist,Unterschrieben Unterlagen liegen vor,aber man ignoriert.Zb Arge Dortmund Luisenstr. ist dies Gang und Gebe in der Leistungsabteilung !!

Vor allem hat man ein Problem,bei Zweckgemeinschaften den anderen Sachbearbeiter zu kontaktiern,weil man wohl zu Faul ist oder dies an Arbeit grenzt !!


greatz
 

Mario Nette

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Bei so einem Kombigerät muss man außerdem immer daran denken, dass die Teile Strom verbrauchen (unseres z. B. hat eine Leistung von 150 Watt) für Pumpe und Zündfunke. Auch hier müssten anteilig von der ARGE Kosten übernommen werden. Dazu gab es bereits positive Gerichtsurteile.

Mario Nette
 

Drueckebergerin

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Zitat:ich hab so ein Fall,wo man drei mal auf was Hinweist,Unterschrieben Unterlagen liegen vor,aber man ignoriert.Zb Arge Dortmund Luisenstr. ist dies Gang und Gebe in der Leistungsabteilung !!Zitat

Dann richte Dich mal schon auf Klage beim SG ein. Hat bei meinem Freund 1 Jahr gedauert, weil auch im JC Spandau keiner lesen konnte.
Elektrischer Durchlauferhitzer war im Mietvertrag angekreuzt.
Gruß aus Berlin
 

jane doe

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wie verhält es sich bei dem bezug von sozialhilfe? gilt hier die entscheidung auch?

bei mir werden momentan 7,50 euro abgezogen.
 
A

amondaro

Gast
Quelle: Urteil des BSG vom 27.02.2008 [B 14/7b AS 64/06 R] gefunden bei kostenlose-urteile.de




ALG II: Kosten der Warmwasserbereitung können grundsätzlich von den Kosten der Unterkunft abgezogen werden



Der Kläger des Verfahrens begehrt höhere Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II. Er wendet sich vor allem gegen die Höhe der Leistungen für Unterkunft und Heizung sowie für Mehrbedarfe beim Lebensunterhalt. Der beklagte Grundsicherungsträger hat zum einen von den Aufwendungen für Unterkunft und Heizung einen Betrag von 9 € für die Bereitung von Warmwasser sowie 19 € für in der Pauschalmiete enthaltene Stromkosten abgezogen, weil die Kosten für Haushaltsenergie bereits in der Regelleistung enthalten seien. Dies hält der Kläger für rechtswidrig. Zum anderen macht der Kläger geltend, wegen der bei ihm ärztlicherseits diagnostizierten Krankheit "Schluckbeschwerden" bedürfe er einer "Vollkost-Ernährung". Hierbei handele es sich um eine kostenaufwändige Ernährung. Der von der Beklagten zugestandene Mehrbedarf in Höhe von 25,56 € monatlich sei bei weitem zu gering. Die Klage war in der ersten Instanz teilweise erfolgreich; das Landessozialgericht hat die Berufung des Klägers zurückgewiesen.
Das Bundessozialgericht hat das zweitinstanzliche Urteil aufgehoben und den Rechtsstreit zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Landessozialgericht zurückverwiesen.
Dem Kläger stehen höhere Leistungen für Unterkunft und Heizung zu. Grundsätzlich sind Leistungen für Warmwasserbereitung und Strom bereits in der Regelleistung enthalten. Der vom beklagten Grundsicherungsträger vorgenommene Abzug von den Aufwendungen für Unterkunft und Heizung in Höhe von insgesamt 28 € monatlich (9 € für die Bereitung von Warmwasser sowie 19 € für in der Pauschalmiete enthaltene Stromkosten) war der Höhe nach allerdings nicht gerechtfertigt. Ein Abzug für Kosten der Haushaltsenergie ist insgesamt nur insoweit zulässig, als diese bereits in der Regelleistung enthalten sind. Dies ist in Höhe von 20,74 € monatlich der Fall; hiervon entfällt ein Anteil von 6,22 € auf die Kosten der Warmwasserbereitung.
Ob dem Kläger auch höhere Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts zustehen, weil er einen Mehrbedarf wegen kostenaufwändiger Ernährung geltend machen kann, konnte der Senat wegen unzureichender Feststellungen des Landessozialgerichts nicht entscheiden. Das Landessozialgericht hat keine Feststellungen zu der Frage getroffen, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe die dem Kläger von seiner Hausärztin bescheinigten Erkrankungen einen höheren Aufwand bei der Ernährung zur Folge haben. Der Beklagte konnte die Höhe des Mehrbedarfs wegen der Erforderlichkeit von "Vollkost-Ernährung" nicht allein deshalb auf monatlich 25,56 € begrenzen, weil dieser Betrag in den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Vorsorge für "Vollkost-Ernährung" aufgeführt wird. Die Empfehlungen sind generelle Anhaltspunkte für die Verwaltungspraxis, die den Grundsicherungsträger dann nicht von der Notwendigkeit entbinden, den Sachverhalt weiter aufzuklären, wenn der Hilfebedürftige einen höheren Bedarf (etwa wegen des Vorliegens mehrerer Erkrankungen) geltend macht.
Hinweise zur Rechtslage:

§ 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II:
"Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind."
§ 21 SGB II
(5) "Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die aus medizinischen Gründen einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen, erhalten einen Mehrbedarf in angemessener Höhe.
(6) Die Summe des insgesamt gezahlten Mehrbedarfs darf die Höhe der für erwerbsfähige Hilfebedürftige maßgebenden Regelleistung nicht übersteigen."

Diese Meldung erschien bei uns am 27.02.2008.
  • Referenz:
    • Bundessozialgericht; Urteil vom 27.02.2008
      [Aktenzeichen: B 14/7b AS 64/06 R]
 

Martin Behrsing

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WICHTIGER HINWEIS
Auf AKTUELLE Bewilligungsbescheide sind die Entscheidungen des BSG vom 27.02.2008 NICHT ÜBERTRAGBAR, da für aktuelle Bescheide die EVS 2003 Grundlage ist, und die Entscheidungen des BSG alle auf EVS 1998 Fällen beruhen.
Also nur bis zum 30.06.2006
 

ronk96

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Also bedeutet das jetzt das ich den Musterbrief für meinen Aktuellen Bewilligungsbescheid doch nicht anwenden kann, dann also nur noch einen
Überprüfungsantrag für den Bewilligungszeitraum 05 bis 06 oder wie?
Kann mir das jemand erklären?

Gruß ron
 

biddy

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Ich an Deiner Stelle würde Widerspruch für den aktuellen (wenn noch möglich) und Überprüfungsantrag für alle zurückliegenden Bescheide stellen.

Nicht DU musst wissen, bis wann was möglich ist, sondern "die".

Bekommst Du halt einen Ablehnungsbescheid für einen bestimmten Zeitraum - und wenn nicht: umso besser, denn ungesetzlich ist auch die Berechnung (Energie Warmwasser) der aktuellen Bescheide.

Meine Meinung...
 

ronk96

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Ja gut dann schick ich den Musterbrief doch einfach mal weg, schaden kanns nicht.
Mein letzter bescheid ist ja erst vom 01.04. Und mehr als im Regelbedarf abgedeckt ist wird mir ja immer noch abgezogen.

Gruß ron
 

Eka

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Wird denn von jedem BG Mitglied, 18 % abgezogen? Auch Kind/er?

Bei meinem Bescheid steht das nirgends, da rechnet man hin und her....



Gruß
Eka
 

biddy

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Hallo Eka, wenn ich von meiner Pauschale an den Gasversorger (Heizung) 18 % abziehe und mit meiner Miete addiere entspricht diese Summe genau dem Betrag, der in meinem Bescheid für Kosten der Unterkunft ausgewiesen ist. Probier's mal.

Soviel ich weiß, sind es aber nicht immer genau 18 %, auch mal 17 % oder es wird ein Festbetrag angesetzt.


Nachtrag: Ich hab' übrigens auch noch zwei Kids, um auf Deine Frage zurückzukommen.
 

Eka

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Okay, teilt man meinen Betrag durch die BG Mitglieder liege ich unter 6 Euro pro Person. Somit würd sich hier wohl kein Widerspruch lohnen....??
Aus dem Bescheid geht nicht hervor ob diese Betrag auf alle aufgeteilt wurde oder nur auf mich. Da steckt mein Problem. Ich werd knauserig im Koppe ;)

PS: Da Kind/er ja weniger an Leistungen beziehen, würd das doch erst recht nicht hinhauen, wenn das so gehandhabt würde. *wirr werd*



Gruß
Eka
 

biddy

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Klar ist der Betrag auf dem Bescheid nicht auf alle aufgeteilt - ich denke nämlich nicht, dass das A2LL-Programm das überhaupt berücksichtigt. Ich wette, die SBs der Leistungsabteilung rechnen per Hand aus (Komplettsumme minus 18 %) und geben dann nur die Rest-KdU ein ... :icon_mad:Von den 6,22 € haben die bestimmt noch nie etwas gehört...


ICH würde so rechnen:

Kürzung nur bis max. 6,22 € zulässig (bei 345 € (??) denke ich, weil die Verbraucherstichprobe von 1998, nicht von 2003 war).

100 % Regelsatz (345 €) 6,22 €
90 % Regelsatz (311 €) 5,60 €
80 % Regelsatz (276 €) 4,98 €
60 % Regelsatz (207 €) 3,73 €

Wenn ich 100 € Gasabschlag zu zahlen hatte, wurden 18 % von der ARGE abgezogen = 18 €

18 € - 6,22 € (ich) - 4,98 € (Kind 1) - 3,73 € (Kind 2) = 3,07 €, und die möchte ich wiederhaben. Kein Mensch wird Dir das auf einzelne BG-Mitglieder umrechnen, denke ich. Oder? :eek:

GANZ toll wird's dann, wenn eine Gasnachzahlung fällig wird oder ich ein Guthaben habe ...

Ich hab' auch keinen Bock auf die Rechnerei und bin dafür, dass auch die 6,22 € übernommen werden - der Einfachheit halber. :icon_pfeiff:
 

hellucifer

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Also bedeutet das jetzt das ich den Musterbrief für meinen Aktuellen Bewilligungsbescheid doch nicht anwenden kann, dann also nur noch einen
Überprüfungsantrag für den Bewilligungszeitraum 05 bis 06 oder wie?
Kann mir das jemand erklären?

Gruß ron

Es ist grundsätzlich festzuhalten, dass ein Abzug bei der Erstattung der KdU und Heizungskosten über die in der Regelleistung enthaltenen Anteile hinaus nicht zulässig ist. Deshalb ist das Urteil auch, wenn auch mit anderen Zahlen, grundsätzlich auf alle Bescheide übertragbar. Wem zuviel abgezogen worden ist, der sollte deshalb einen Überprüfungsantrag bzw. Widerspruch einlegen!

Das Urteil bedeutet auch: Dessen Stromkosten über den in der Regelleistung enthaltenen Anteil liegen, dem sind diese Kosten zusätzlich zu erstatten. Es sei denn, es kann dem Leistungsbezieher Stromverschwendung unterstellt werden!

Also: Bei Stromkosten, die über 20,74 Euro monatlich liegen, sollte man einen entsprechenden Antrag auf Übernahme stellen!
 

Drueckebergerin

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Klar ist der Betrag auf dem Bescheid nicht auf alle aufgeteilt - ich denke nämlich nicht, dass das A2LL-Programm das überhaupt berücksichtigt. Ich wette, die SBs der Leistungsabteilung rechnen per Hand aus (Komplettsumme minus 18 %) und geben dann nur die Rest-KdU ein ... :icon_mad:Von den 6,22 € haben die bestimmt noch nie etwas gehört...


ICH würde so rechnen:

Kürzung nur bis max. 6,22 € zulässig (bei 345 € (??) denke ich, weil die Verbraucherstichprobe von 1998, nicht von 2003 war).

100 % Regelsatz (345 €) 6,22 €
90 % Regelsatz (311 €) 5,60 €
80 % Regelsatz (276 €) 4,98 €
60 % Regelsatz (207 €) 3,73 €

Wenn ich 100 € Gasabschlag zu zahlen hatte, wurden 18 % von der ARGE abgezogen = 18 €

18 € - 6,22 € (ich) - 4,98 € (Kind 1) - 3,73 € (Kind 2) = 3,07 €, und die möchte ich wiederhaben. Kein Mensch wird Dir das auf einzelne BG-Mitglieder umrechnen, denke ich. Oder? :eek:

GANZ toll wird's dann, wenn eine Gasnachzahlung fällig wird oder ich ein Guthaben habe ...

Ich hab' auch keinen Bock auf die Rechnerei und bin dafür, dass auch die 6,22 € übernommen werden - der Einfachheit halber. :icon_pfeiff:
Dafür wäre ich auch (bei mir sinds allerdings "nur" 5,57)
aber dann müßten ja die, die Heißwasser über Strom erzeugen, im Gegenzug diesen Betrag zusätzlich kriegen.:frown:
Gloobste dit?
Gruß aus Berlin
 
N

Nihilist

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Nun, ich hatte am 26.5.07 nach dem Urteil -L 3 AS 101/06 - einen ersten Widerspruch gegen den Abzug für Warmwasserpauschale eingereicht. Mit Schreiben vom 20.6.07 wurde der zurückgewiesen. Zum Anwalt gegangen. Dann gegen jeden weiteren Bescheid ebenfalls Widerspruch eingelegt. Ein Prozess fand nicht statt, da das SG keine Prozesskostenhilfe bewilligt hat - S 49 AS 1257/07. Beschwerde wurde vom LSG abgewiesen - L 13 B 136/07 AS. Mein Anwalt hat dann Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt. Das wurde gewährt - S 49 AS 1985/07.

Das BSG-Urteil - B 14/7b AS 64/06R - vom 27.2.08 hat alles verändert.

Nun habe ich mit Schreiben vom 8.4.08 neue Bescheide ab 1.9.07 bekommen. Jetzt wird (wegen 347 €) 6,26 € als Pauschale für Warmwasser abgezogen. Der zuviel einbehaltene Betrag wurde mir schon überwiesen.

Zurückgezahlt haben die den Betrag aber ab 1.7.07 ohne für den Zeitraum einen neuen Bescheid zu erstellen.
 

Jenie

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wie wo was? Gilt das jetzt für alle oder nur für die in Dortmund?

MUss morgen mal mein bescheid durchguckern was ich so habe an abzügen davon...
Gilt das auch für Gusi ??
 

biddy

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:icon_lol: Ja Jenie, das Bundessozialgericht hat nur für Dortmund entschieden! :icon_party:

Quatschkopf und Pennsuse!

Nee, gilt für alle Alg-II-Empfänger.

Was mit Grusi ist, weiß ich nicht ... wäre jedenfalls gemein, wenn's nicht so wäre, weil's ja nur um die Frage der Erwerbsminderung geht und die Regelsätze gleich hoch sind.

Ich würde auf jeden Fall auch bei Grundsicherungsleistungen versuchen, das unrechtmäßig einbehaltene Geld zurückzubekommen. Widerspruch bzw. Überprüfungsantrag für ältere Bescheide.
 
N

Nihilist

Gast
Das BSG Urteil lässt folgenden Schluss zu:

Wenn ich nun meinen Vermieter überreden würde, alle Kosten von mir zu verlangen und das der dann Strom und Heizung bezahlt, sowie die Miete durch die Arge direkt an den Vermieter überweisen zu lassen.

Egal wie hoch die Energiekosten in der Miete auch sind, könnte die Arge nur den in der Regelleistung enthaltenen Teil von jetzt 250,44 € (12 * 20,82 € von 347 €) einbehalten. (Vorausgesetzt sie sind angemessen)

Nur weil ich Heizung und Strom selber überweise, habe ich zur Zeit monatliche Kosten von 32 € Strom und 6,26 € Gas. Also 459,12 € werden somit von meiner Regelleistung getragen.

Ca. 208,68 € zahle ich also mehr als nach dem BSG-Urteil zulässig ist.

Da ich im Mai die Jahresabrechnung für das Gas erhalte, werde ich dann mit dieser Argumentation die Übernahme des zuviel gezahlten Betrages beantragen.
 
E

ExitUser

Gast
Wird denn von jedem BG Mitglied, 18 % abgezogen? Auch Kind/er?

Bei meinem Bescheid steht das nirgends, da rechnet man hin und her....



Gruß
Eka

ich versteh sowieso nicht, warum bisher niemand versucht, mal die Aufschlüsselung der gezahlten KDU zu verlangen...ich tu es gerade, weils mir langsam reicht, daß ich das nicht selbst auf den Cent nachgerechnet bekomme. Mein SB meint, ich soll doch Ruhe geben, da seine Berechnung vorteilhaft für mich sei: mir wärs aber lieber einige Cent weniger zu erhalten und das nachvollziehen zu können...

mal schauen, was ich erreiche.
 
N

Nihilist

Gast
ARGE D............

...


Des weiteren beantrage ich darüber hinaus den zu viel aus meiner Regelleistung einbehaltenen Betrag in Höhe von 208,69 € zu überweisen. Eine Aufstellung darüber füge ich bei.



Begründung: Laut BSG-Urteil vom 27.2.2008 darf nur der in der Regelleistung enthaltene Anteil in Höhe von nun (347,-- €) wohl 20,86 € für die Haushaltsenergie von der Arge einbehalten werden.



Der Gleichheitsgrundsatz gebietet es, mich nicht deswegen schlechter zu stellen, nur weil mein Vermieter NICHT sämtliche Kosten der Haushaltsenergie von mir einfordert. Denn würde mein Vermieter diese Kosten von mir verlangen, dürften Sie als Arge meine Regelleistung nur um den genannten Betrag kürzen, den das BSG im Urteil vom 27.2.2008 unter dem Aktenzeichen B 14/7b AS 64/06 R als zulässig bezeichnet hat, da nur dieser Betrag im Regelsatz enthalte sei.



Aus diesem Grund füge ich diesem Schreiben eine Kopie der EWE – Strom-Abrechnung sowie eine Aufstellung der von Ihnen geleisteten Zahlungen und den von mir aufgewandten Kosten für die Haushaltsenergie bei.



Mit freundlichen Grüßen



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Das Schreiben werde ich am Dienstag bei der Arge abgeben - mal sehen was dann passiert!
 
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