Arbeitslosengeld bei Eigenkündigung wegen Krankheit? (1 Betrachter)

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Hotaki

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Hallo,

ich habe eine Frage und hoffe ich bin hier richtig.

Ich bin seit Mai aufgrund von Depression krankgeschrieben. Mein Arbeitsvertrag endet am Ende des Jahres und heute wurde mir von der Krankenkasse gesagt, ich soll ab morgen wieder arbeiten.

Aufgrund der Situation im Büro (viel Stress usw.) wird das nicht mehr lange gutgehen mit meiner Gesundheit (das ganze soll keine Ausrede meinerseits sein, ich sehe das ganze nur realistisch).

Nun zu meiner Frage. Wenn ich nun selbst kündige, wird mir dann Arbeitslosengeld gestrichen oder ähnliches? Außerdem habe ich doch auch eine Kündigungsfrist oder seh ich das falsch? Ich habe auch schon im Netz nach Antworten gesucht, aber entweder findet man nichts konkretes oder widersprüchliche Antworten.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und wäre sehr dankbar.

Mit freundlichen Gruß
Hotaki
 
E

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Eine Sperrzeit tritt nicht ein,wenn Sie für Ihr Verhalten einen wichtigen Grund haben.

https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/MB-f-Arbeitslose.pdf

Bitte die Seiten 43-45 lesen. Das steht das Wichtige drin.

PS: Bezüglich der Kündigung hast du mehrere Möglichkeiten.

1. selbst kündigen (fristgerecht)
2. selbst kündigen (außerordentlich aus wichtigem Grund)
3. Aufhebungsvertrag (in gegenseitigem Einvernehmen)
4. Kündigung (fristgerecht) durch Arbeitgeber
5. Kündigung (außerordentlich aus wichtigem Grund) durch Arbeitgeber
 
E

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Gast
Ich bin seit Mai aufgrund von Depression krankgeschrieben. Mein Arbeitsvertrag endet am Ende des Jahres und heute wurde mir von der Krankenkasse gesagt, ich soll ab morgen wieder arbeiten.
Wenn du derzeit noch krankgeschrieben bist, bleibst du bitte auch zu Hause. Was dir jemand von der Krankenkasse "gesagt" haben mag, ist irrelevant, solange kein schriftlicher Bescheid vorliegt. Bitte unterlasse es auch, in dieser Sache mit der Krankenkasse zu telefonieren (Besprochenes ist später nicht nachweisbar), sondern wickele alles nur schriftlich ab.

Ich vermute, daß die Krankenkasse versucht, dich (eventuell mit Hilfe irgendeines Aktenlagegutachtens) aus dem Krankengeldbezug zu werfen. Hierzu muß aber ein förmlicher Aufhebungsbescheid vorliegen.

Nun zu meiner Frage. Wenn ich nun selbst kündige, wird mir dann Arbeitslosengeld gestrichen oder ähnliches?
Nur dann, wenn du keinen wichtigen Grund zur Eigenkündigung hast. Gesundheitliche Unzumutbarkeit wäre grundsätzlich ein solcher wichtiger Grund, den du aber nachweisen mußt. Beispielsweise mit Hilfe eines Attestes deines Arztes, daß er dir aus medizinischen Gründen zu einer Aufgabe dieser Beschäftigung geraten hat. Die normale Krankschreibung reicht hier nicht.

Außerdem habe ich doch auch eine Kündigungsfrist oder seh ich das falsch?
Du mußt die normale Kündigungsfrist (siehe deinen Arbeitsvertrag oder § 622 BGB) einhalten, da ein Grund für eine außerordentliche fristlose Kündigung deinerseits vermutlich nicht vorliegen wird.

Aber warum willst du überhaupt selbst kündigen und nicht einfach die eventuelle Kündigung dem Arbeitgeber überlassen? Wenn du krankheitsbedingt nicht arbeiten kannst, dann lasse dich krankschreiben.
 

Hotaki

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Wenn du derzeit noch krankgeschrieben bist, bleibst du bitte auch zu Hause. Was dir jemand von der Krankenkasse "gesagt" haben mag, ist irrelevant, solange kein schriftlicher Bescheid vorliegt. Bitte unterlasse es auch, in dieser Sache mit der Krankenkasse zu telefonieren (Besprochenes ist später nicht nachweisbar), sondern wickele alles nur schriftlich ab.

Ich vermute, daß die Krankenkasse versucht, dich (eventuell mit Hilfe irgendeines Aktenlagegutachtens) aus dem Krankengeldbezug zu werfen. Hierzu muß aber ein förmlicher Aufhebungsbescheid vorliegen.
Am Freitag habe ich ein Schreiben der Krankenkasse bekommen, indem steht, dass aufgrund der Aktenlage entschieden wurde ich sei Arbeitsfähig. Jedoch wurde mir vom Psyschologen noch vor ca. 2 Wochen gesagt, Arbeiten ist derzeit nicht drin. Durch den Stress würde sich die Depression nur noch verschlimmern.


Nur dann, wenn du keinen wichtigen Grund zur Eigenkündigung hast. Gesundheitliche Unzumutbarkeit wäre grundsätzlich ein solcher wichtiger Grund, den du aber nachweisen mußt. Beispielsweise mit Hilfe eines Attestes deines Arztes, daß er dir aus medizinischen Gründen zu einer Aufgabe dieser Beschäftigung geraten hat. Die normale Krankschreibung reicht hier nicht.

Du mußt die normale Kündigungsfrist (siehe deinen Arbeitsvertrag oder § 622 BGB) einhalten, da ein Grund für eine außerordentliche fristlose Kündigung deinerseits vermutlich nicht vorliegen wird.

Aber warum willst du überhaupt selbst kündigen und nicht einfach die eventuelle Kündigung dem Arbeitgeber überlassen? Wenn du krankheitsbedingt nicht arbeiten kannst, dann lasse dich krankschreiben.
Da ich so schnell wie nur möglich dort weg möchte. Es war nicht immer die einfachste Situation für mich dort. Wurde mehrmals von heute auf morgen einfach im Betrieb von Abteilung zu Abteilung versetzt usw. Außerdem sieht man mich scheinbar nur noch als mehr oder weniger billige Hilfskraft bis zum Jahresende.
 
E

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Gast
Am Freitag habe ich ein Schreiben der Krankenkasse bekommen, indem steht, dass aufgrund der Aktenlage entschieden wurde ich sei Arbeitsfähig. Jedoch wurde mir vom Psyschologen noch vor ca. 2 Wochen gesagt, Arbeiten ist derzeit nicht drin. Durch den Stress würde sich die Depression nur noch verschlimmern.
Das habe ich mir fast schon gedacht. Die beliebten Ferndiagnosen, wonach jemand angeblich wieder arbeitsfähig sei.

Dieses Schreiben wird sicher ein förmlicher Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung sein, weil dann ja wohl auch die Krankengeldzahlung zu diesem Termin aufgehoben wird. Du solltest dann dagegen sofort Widerspruch einlegen (vielleicht noch heute vorab per Fax).

Es ist letztlich entscheidend, was dein behandelnder Arzt meint. Dazu können dir hier andere aber wahrscheinlich Konkreteres sagen.

Nochmals: führe in dieser Sache keinerlei Telefonate oder persönliche Gespräche mit der Krankenkasse, zumal mit dem Widerspruch ein Rechtsbehelfsverfahren eröffnet ist.

Zur Kündigung: die schnellste Entscheidung ist nicht immer die beste. Das risikoärmste Vorgehen wäre vermutlich, daß du dich solange krankschreiben läßt, wie du nicht arbeiten kannst. Dann hast du auch keinen Kontakt zu deiner Firma.
 
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