Arbeitslosengeld beantragen ja/nein

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Schlawi

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Hallo liebe Foris,

folgender Fall:
Teilerwerbsminderungsrente beantragt, volle EM-Rente bekommen,
daraufhin Kündigung durch den Arbeitgeber.
Gerichtsprozess Arbeitsschutzklage läuft.
Gegen Volle-EM durch DRV geklagt, jetzt Recht bekommen, Teilerwerbsminderunsrente wird genehmigt (warten noch auf den Bescheid ab wann genau).
Job ist ja im Moment weg, Prozess läuft, muss Mann sich jetzt erst mal vorsorglich arbeitslos/arbeitssuchend melden um nicht irgendwelche Fristen zu versäumen wenn der Bescheid der DRV da ist, da ja dann noch mit 50% rbeitsfähig und ein Anspruch auf Arbeitslosengeld ja dann auch noch vorhanden ist (56 J., 50% GDB)?
Ist ein komplizierter Fall und Mann will ja nichts versäumen.

LG
Fusseltier
 

saurbier

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Hallo Schlawi,

warum per Klage gegen eine volle EMR an gehen, um dann nur eine Teil-EMR zu bekommen.

Also sorry, aber das ist mir echt zu hoch, dazu auch noch bei jemanden der bereits 56 Jahre ist und dazu auch noch 50% SchwerB.

Was erhffst du dir dadurch.

Also ich hab seit Jahren eine BU-Rente und halbtags gearbeitet, bis ich durch einen Freizeitunfall jetzt meine volle EMR auf Zeit bekommen habe.

Bei der Rentenberechnung durfte ich dann feststellen, dass mir all die Jahre mit BU-Rente (mehr als 10 Jahre) kaum Rentenpunkte brachten, gleichwohl ich einen guten Verdienst hatte.

Hinzu kommt doch auch noch, dass man mit der Teil-EMR eh nur beschränkt verdienen kann (Hinzuverdienstgrenzen), bis einem die Teil-EMR sogar noch gekürzt wird, also man von dieser dann wohlmöglich eh nichts mehr hat.

Da ist eine volle EMR auf Zeit zur Ausheilung der gesundheitlichen Probleme doch viel besser, da man dann zumindest wieder zu 100% arbeiten und damit auch wieder volle Rentenpunkte ansammeln kann.

Sorry, aber das verstehe ich nicht.

Zu letzterem, - JA -. Unbedingt sofort zur AfA und ALG-I Antrag abgeben.

Aber da dürften dann die ersten Probleme anfangen, denn eine Arbeitsvermittlung mit einem 56 jährigen der 50% SchwerB ist und dazu nur noch eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle sucht, dürfte sehr sehr schwer sein. Ich suche auch sowas und weil es die zur Zeit nicht gibt, bekomme ich die volle EM-Arbeitsmarktrente.

Das könnte dir ggf. mit deiner Teil-EMR jetzt auch blühen.

Wenn die AfA der DRV mitteilt, dass man dich nicht vermitteln kann (hier gilt eine max. Frist von 12 Monaten), dann muss dir die DRV die Teil-EMR in eine volle EM-Arbeitsmarktrente auf Zeit wandeln, es sei denn dein Prozeß mit dem alten Arbeitgeber geht vorher zu deinen gunsten aus und er stellt dich als Teilzeitarbeiter wieder ein.

Was ist aber wenn du wohlmöglich Pech hast und dein alter Arbeitgeber braucht dich nicht mehr einstellen, schon gar nicht als Teilzeitkraft, denn das wärst du ja jetzt.

Dann hättest du dich ggf. kräftig geschnitten, denn die DRV wird dir sicherlich nicht freiwillig nochmals die volle EMR anbieten.

Dann käme bestenfalls noch eine Arbeitsmarktrente in Betracht, aber nur wenn der Teilzeitarbeitsmarkt für dich verschlossen wäre.


Gruss saurbier
 

Schlawi

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Hallo Schlawi,

warum per Klage gegen eine volle EMR an gehen, um dann nur eine Teil-EMR zu bekommen.

Also sorry, aber das ist mir echt zu hoch, dazu auch noch bei jemanden der bereits 56 Jahre ist und dazu auch noch 50% SchwerB.

Was erhffst du dir dadurch.

"Da wie erwähnt, Klage gegen den AG läuft, erhofft ist natürlich wieder Arbeit."


Also ich hab seit Jahren eine BU-Rente und halbtags gearbeitet, bis ich durch einen Freizeitunfall jetzt meine volle EMR auf Zeit bekommen habe.

Bei der Rentenberechnung durfte ich dann feststellen, dass mir all die Jahre mit BU-Rente (mehr als 10 Jahre) kaum Rentenpunkte brachten, gleichwohl ich einen guten Verdienst hatte.

Hinzu kommt doch auch noch, dass man mit der Teil-EMR eh nur beschränkt verdienen kann (Hinzuverdienstgrenzen), bis einem die Teil-EMR sogar noch gekürzt wird, also man von dieser dann wohlmöglich eh nichts mehr hat.

Da ist eine volle EMR auf Zeit zur Ausheilung der gesundheitlichen Probleme doch viel besser, da man dann zumindest wieder zu 100% arbeiten und damit auch wieder volle Rentenpunkte ansammeln kann.

Sorry, aber das verstehe ich nicht.

Zu letzterem, - JA -. Unbedingt sofort zur AfA und ALG-I Antrag abgeben.

Aber da dürften dann die ersten Probleme anfangen, denn eine Arbeitsvermittlung mit einem 56 jährigen der 50% SchwerB ist und dazu nur noch eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle sucht, dürfte sehr sehr schwer sein. Ich suche auch sowas und weil es die zur Zeit nicht gibt, bekomme ich die volle EM-Arbeitsmarktrente.

Das könnte dir ggf. mit deiner Teil-EMR jetzt auch blühen.

Wenn die AfA der DRV mitteilt, dass man dich nicht vermitteln kann (hier gilt eine max. Frist von 12 Monaten), dann muss dir die DRV die Teil-EMR in eine volle EM-Arbeitsmarktrente auf Zeit wandeln, es sei denn dein Prozeß mit dem alten Arbeitgeber geht vorher zu deinen gunsten aus und er stellt dich als Teilzeitarbeiter wieder ein.

Was ist aber wenn du wohlmöglich Pech hast und dein alter Arbeitgeber braucht dich nicht mehr einstellen, schon gar nicht als Teilzeitkraft, denn das wärst du ja jetzt.

Dann hättest du dich ggf. kräftig geschnitten, denn die DRV wird dir sicherlich nicht freiwillig nochmals die volle EMR anbieten.

Dann käme bestenfalls noch eine Arbeitsmarktrente in Betracht, aber nur wenn der Teilzeitarbeitsmarkt für dich verschlossen wäre.


Gruss saurbier

Hallo,
"Da wie erwähnt, Klage gegen den AG läuft, erhofft ist natürlich wieder Arbeit."

Die persönlichen Gründe möchte ich hier gar nicht so lange erläutern.
Man will nur nicht irgendwelche Fristen versäumen, entweder Man gewinnt den Prozess gegen den AG und er stellt wieder ein, oder Man gewinnt, er stellt mich nicht ein und Man kriegt Abfindung, und er einen auf den Sack. Oder, oder oder, ist wie gesagt ein sehr komplizierter Fall.

Aber trotzdem Danke.

LG
 

saurbier

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Hallo Schlawi,

kompliziert schön und gut, aber sinnreich?, abgesehen von Beamten und ihren besonderen Beschäftigungsverhältnissen.

Man will nur nicht irgendwelche Fristen versäumen, entweder Man gewinnt den Prozess gegen den AG und er stellt wieder ein, oder Man gewinnt, er stellt mich nicht ein und Man kriegt Abfindung, und er einen auf den Sack. Oder, oder oder, ist wie gesagt ein sehr komplizierter Fall.

Komplitziert ist ja die Frage, aber ob hier etwas kompliziert gemacht wird steht da eher auf dem Blatt.

Übrigens hast du hier etwas ganz wichtiges ausgelassen, nämlich - vielleicht gewinnt dein Arbeitgeber (wegen der zuerst bewilligten vollen EMR) den Prozeß und es gibt keine Abfindung und eben keine Wiedereinstellung, weil dein alter Arbeitsplatz bereits neu besetzt wurde.

Wenn dich dein Arbeitgeber gekündigt hat, ist ja die Frage warum.

Vielleicht weil er davon erfahren hat das du jetzt eine volle EMR erhältst, womit du deine Arbeitskraft ja gemäß deinem Arbeitsvertrag der Firma nicht mehr zur Verfügung stellen kannst, er aber andererseits für deine verlorene Arbeitskraft zwingend Ersatz benötigt.

Also für jemanden der die volle EMR erhält, bedarf es keine Kündigung, solange der Arbeitgeber davon ausgehen kann das besagte Person eh nicht mehr zurück kommt. Die wird dann bei der KK lediglich abgemeldet. Da gibt es auch keine Abfindung, denn es ist der EMR Empfänger der ja dem Grunde nach seinen Arbeitsvertrag nicht mehr erfüllt. Hieraus würden lediglich noch Urlaubsansprüche herrühren. Selbst bei einer EMR auf Zeit (3 Jahre) könnte dich dein alter Arbeitgeber fristgemäß ohne Abfindung kündigen, denn solange ist eben nicht jedem Arbeitgeber zuzumuten eine Arbeitsstelle frei zu halten.

Mir scheint du hast ja vielleicht gegen die volle EMR geklagt um die Teil-EMR zu erhalten, damit dein Arbeitsvertrag eben fortgeführt werden muss.

Das aber ist schon ein kompliziertes Ding, denn Anfangs stand ja die volle EMR die eben zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses führte. Ich glaube mal nicht das du binnen weniger Wochen die Rentenklage durchgezogen hast aus der du jetzt nur noch mit einer Teil-EMR da stehst.

Jetzt ist also die Frage, ob dir aus rechtlicher Sicht überhaupt noch eine Fortführung des alten Arbeitsvertrages zusteht, denn selbst mit der neuerlichen Situation der Teil-EMR musst du deinem Arbeitgeber ja auch deine Arbeitsleistung gemäß dem alten Vertrag zur Verfügung stellen und das kannst du doch gar nicht.

Daneben ist dann die nächste Frage, ob dich dein Arbeitgeber überhaupt als Teil-EMR beschäftigen kann, denn da dürften ja gewisse gesundheitliche Aspekte eine gewichtige Rolle spielen.

Das ganze nur, um eine Abfindung zu kassieren, die auf wackligen Beinen steht.

Richtig ist natürlich, dass du dich mit einer Teil-EMR umgehend bei der AfA arbeitslos melden musst.

Hier darf man natürlich nicht vergessen, dass es wegen der Kündigkung auch noch komliziert wird und die Abfindung ggf. zur Anrechnung kommen könnte, bei Fiskus mit Sicherheit.

Ohne Wissen kann man eh nur spekulieren, aber da würde ich nach den hier genannten Fakten doch eher für die Erfolgsaussichten des Arbeitgebers spekulieren.


Gruss saurbier
 

Schlawi

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Hallo Schlawi,

kompliziert schön und gut, aber sinnreich?, abgesehen von Beamten und ihren besonderen Beschäftigungsverhältnissen.



Komplitziert ist ja die Frage, aber ob hier etwas kompliziert gemacht wird steht da eher auf dem Blatt.

Übrigens hast du hier etwas ganz wichtiges ausgelassen, nämlich - vielleicht gewinnt dein Arbeitgeber (wegen der zuerst bewilligten vollen EMR) den Prozeß und es gibt keine Abfindung und eben keine Wiedereinstellung, weil dein alter Arbeitsplatz bereits neu besetzt wurde.

Wenn dich dein Arbeitgeber gekündigt hat, ist ja die Frage warum.

Vielleicht weil er davon erfahren hat das du jetzt eine volle EMR erhältst, womit du deine Arbeitskraft ja gemäß deinem Arbeitsvertrag der Firma nicht mehr zur Verfügung stellen kannst, er aber andererseits für deine verlorene Arbeitskraft zwingend Ersatz benötigt.

"Mein Arbeitsplatz ist ja immer noch unbesetzt weil ich ja gegen die DRV geklagt habe".

Also für jemanden der die volle EMR erhält, bedarf es keine Kündigung, solange der Arbeitgeber davon ausgehen kann das besagte Person eh nicht mehr zurück kommt. Die wird dann bei der KK lediglich abgemeldet. Da gibt es auch keine Abfindung, denn es ist der EMR Empfänger der ja dem Grunde nach seinen Arbeitsvertrag nicht mehr erfüllt. Hieraus würden lediglich noch Urlaubsansprüche herrühren. Selbst bei einer EMR auf Zeit (3 Jahre) könnte dich dein alter Arbeitgeber fristgemäß ohne Abfindung kündigen, denn solange ist eben nicht jedem Arbeitgeber zuzumuten eine Arbeitsstelle frei zu halten.

Mir scheint du hast ja vielleicht gegen die volle EMR geklagt um die Teil-EMR zu erhalten, damit dein Arbeitsvertrag eben fortgeführt werden muss.

"Ja genau".

Das aber ist schon ein kompliziertes Ding, denn Anfangs stand ja die volle EMR die eben zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses führte. Ich glaube mal nicht das du binnen weniger Wochen die Rentenklage durchgezogen hast aus der du jetzt nur noch mit einer Teil-EMR da stehst.

"Aber hallo, das habe ich aber wohl".

Jetzt ist also die Frage, ob dir aus rechtlicher Sicht überhaupt noch eine Fortführung des alten Arbeitsvertrages zusteht, denn selbst mit der neuerlichen Situation der Teil-EMR musst du deinem Arbeitgeber ja auch deine Arbeitsleistung gemäß dem alten Vertrag zur Verfügung stellen und das kannst du doch gar nicht.

" Aber ja doch.
Die DRV habe ich beklagt und diese gezwungen die volle EMR in eine Teil-EMR umzuwandeln und dieses rückwirkend.
Bei einem Arbeitgeber mit ca. 7500 Arbeitnehmern, vielen u.a. auch schwerbehinderten AN, vielen Teilzeitarbeitsplätzen ist dieses wohl möglich mir einen TZ-Platz zu gewähren bei dem ich mich gemäß meiner Stellenbeschreibung und Fähigkeiten noch einbringen kann".

Daneben ist dann die nächste Frage, ob dich dein Arbeitgeber überhaupt als Teil-EMR beschäftigen kann, denn da dürften ja gewisse gesundheitliche Aspekte eine gewichtige Rolle spielen.

"Na klar, deswegen ja nur Teil-EMR".

"Primär möchte ich arbeiten und nicht abgefunden werden".

Das ganze nur, um eine Abfindung zu kassieren, die auf wackligen Beinen steht.

Richtig ist natürlich, dass du dich mit einer Teil-EMR umgehend bei der AfA arbeitslos melden musst.

"Das werde ich wohl erst mal machen müssen da ich mich ja noch im Gerichtsprozess mit dem AG befinde".

Hier darf man natürlich nicht vergessen, dass es wegen der Kündigkung auch noch komliziert wird und die Abfindung ggf. zur Anrechnung kommen könnte, bei Fiskus mit Sicherheit.

Ohne Wissen kann man eh nur spekulieren, aber da würde ich nach den hier genannten Fakten doch eher für die Erfolgsaussichten des Arbeitgebers spekulieren.


Gruss saurbier

LG Schlawi
 

saurbier

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Hallo Schlawi,

alles schön und gut, aber

Die DRV habe ich beklagt und diese gezwungen die volle EMR in eine Teil-EMR umzuwandeln und dieses rückwirkend.
Bei einem Arbeitgeber mit ca. 7500 Arbeitnehmern, vielen u.a. auch schwerbehinderten AN, vielen Teilzeitarbeitsplätzen ist dieses wohl möglich mir einen TZ-Platz zu gewähren bei dem ich mich gemäß meiner Stellenbeschreibung und Fähigkeiten noch einbringen kann".

ist es ja erst mal die Frage ob dir dein Arbeitgeber wirklich den Teilzeitarbeitsplatz zur Verfügung stellen könnte und auch will.

Ich gehe mal davon aus, dass du bisher ja eine Stelle inne hattest, die nicht der einer Teilzeitstelle entspricht.

Auch dürfte deine Stellenbeschreibung und Fähigkeiten ja sicherlich auf den Tatbestand vor der Teil-EMR beruhen, oder nicht.

Für mich ist hier eh fragwürdig, warum dich dein Arbeitgeber so schnell gekündigt hat, denn das braucht er ja eigentlich gar nicht überstürzen.

Ein Großbetrieb mit tausenden Mitarbeitern bedeutet in der heutigen Zeit leider nicht auch zwangsläufig eine geischerte Arbeitsstelle, ausser man genießt einen besonderen Kündigungsschutz.

Nur wenn die Rente durch ist, dann ändern sich leider auch gegebenheiten dafür.

Im Nachhinein könnte es ja passieren, dass die Kündigung doch als gerechtfertig angesehen wird, eben weil die DRV hier die volle EMR bewilligt hat, selbst wenn diese Rückwirkend wieder abgeändert wird.

Für den Arbeitgeber gilt nicht was die DRV Rückwirkend ändert, sondern das was zum Zeitpunkt der Kündigung vorlag.

Nun gut, so sehe ich das und du darfst das selbstverständlich ganz anders beurteilen.

Was daraus wird, werden sicherlich andere Leute entscheiden.

Vielleicht kannst du das Ergebnis hier ja mal mitteilen, sowas kann ja auch manch anderen treffen.


Gruss saurbier
 

Schlawi

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Hallo Allerseits,

ich wollte Euch nur mal auf dem Laufenden halten das die volle EM-Rente komplett rückwirkend geändert wurde auf eine Teil-EM-Rente und somit die Bedingungen für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr bestehen und das noch diesen Monat der Prozess vor dem AG stattfindet.

LG
Schlawi
 

saurbier

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Hallo Schlawi,

ist ja schön für dich.

Wie gesagt ich sehe hier einige Fallstricke.

Zuerst eben mal die Frage, warum dich dein Arbeitgeber (der sicherlich auch eine eigene Rechtsabteilung hat bei 7.500 Beschäftigten) überhaupt und dann so schnell gekündigt hat. Wie schon gesagt, dass war gar nicht nötig.

Für deinen Arbeitsprozeß kommt dann aber hinzu, dass du ja die volle EMR erhalten hast aufgrund welcher doch die Kündigung überhaupt ausgesprochen wurde.

Das diese nur durch deine Klage rückwirkend in eine Teil-EMR geändert wurde steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.

Du hast also im nachhinein die Faktenlage für die Kündigung verändert. Hier dürfte die Begründung der Richter sicherlich sehr interessant sein, wenn sie deine Kündigung für nicht gerechtfertig auslegen.

Gut in einem so großen Betrieb dürfte es sicherlich genügend Teilzeitarbeitsplätze für die eigenen Mitarbeiter geben bzw. die Möglichkeit vorhanden sein, wenn du denn auch so einfach umgesetzt werden kannst (fachliche Kompetenz und gesundheitliche Möglichkeit).

Für mich bleibt immer noch die Frage, warum dich dein Arbeitgeber überhaupt so schnell gekündigt hat, denn als ich in die volle EMR ging bekam ich keine Kündigung sondern mein AG hat mich lediglich bei der KK abgemeldet.

Letzten Endes solltest du dir darüber im klaren sein, dass dir das nicht allzuviel bringen wird. Klar du würdest ggf. einen Teilzeitarbeitsplatz erhalten, aber das damit erzielte Einkommen wird sich dennoch erheblich reduzieren denn die DRV gibt ja HInzuverdienstgrenze gestaffelt nach Rentenleistung vor. Hinzu kommt, dass sich der Hinzuverdienst auch nicht mehr auf die Rentenhöhe großartig auswirken wird. Wie sich das ganze dann auf eine ggf. vorhandene Bertiebsrente auswirkt steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ich wünsch dir viel Glück beim bevorstehenden Prozeß.


Gruss saurbier
 

Schlawi

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Hallo Schlawi,

ist ja schön für dich.

Wie gesagt ich sehe hier einige Fallstricke.

Zuerst eben mal die Frage, warum dich dein Arbeitgeber (der sicherlich auch eine eigene Rechtsabteilung hat bei 7.500 Beschäftigten) überhaupt und dann so schnell gekündigt hat. Wie schon gesagt, dass war gar nicht nötig.


Für deinen Arbeitsprozeß kommt dann aber hinzu, dass du ja die volle EMR erhalten hast aufgrund welcher doch die Kündigung überhaupt ausgesprochen wurde.

Das diese nur durch deine Klage rückwirkend in eine Teil-EMR geändert wurde steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.

Du hast also im nachhinein die Faktenlage für die Kündigung verändert. Hier dürfte die Begründung der Richter sicherlich sehr interessant sein, wenn sie deine Kündigung für nicht gerechtfertig auslegen.

Gut in einem so großen Betrieb dürfte es sicherlich genügend Teilzeitarbeitsplätze für die eigenen Mitarbeiter geben bzw. die Möglichkeit vorhanden sein, wenn du denn auch so einfach umgesetzt werden kannst (fachliche Kompetenz und gesundheitliche Möglichkeit).

Für mich bleibt immer noch die Frage, warum dich dein Arbeitgeber überhaupt so schnell gekündigt hat, denn als ich in die volle EMR ging bekam ich keine Kündigung sondern mein AG hat mich lediglich bei der KK abgemeldet.

Letzten Endes solltest du dir darüber im klaren sein, dass dir das nicht allzuviel bringen wird. Klar du würdest ggf. einen Teilzeitarbeitsplatz erhalten, aber das damit erzielte Einkommen wird sich dennoch erheblich reduzieren denn die DRV gibt ja HInzuverdienstgrenze gestaffelt nach Rentenleistung vor. Hinzu kommt, dass sich der Hinzuverdienst auch nicht mehr auf die Rentenhöhe großartig auswirken wird. Wie sich das ganze dann auf eine ggf. vorhandene Bertiebsrente auswirkt steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ich wünsch dir viel Glück beim bevorstehenden Prozeß.


Gruss saurbier

Hallo,

gekündigt wurde wegen
"Wegen auflösenden Bedingungen im Tarifvertrag".

Da die Rente so nicht beantragt wurde, wurde innerhalb der 4-Wochenfrist dagegen Widerspruch eingelegt nach;
SGG § 86a Aufschiebende Wirkung von Widerspruch ... / 2.2.3 Angelegenheiten der Sozialversicherung (Abs. 2 Nr. 3)
und diesem ja auch stattgegeben. Dieses wurde auch dem AG mitgeteilt der trotzdem gekündigt hat ohne BEM und/oder Schwerbehindertenvertretung.
Dieses kann man so nicht hinnehmen, da dem AN so ja jede Art von Widerspruch verbietet und das letztlich nicht sein kann da ja auch z.B. ein falscher Rentenbescheid ergehen kann und dem AN die Möglichkeit des Widerspruchs gar nicht mehr gegeben wird.
Dieses ist unserer Meinung nach eine Lücke im Tarifrecht und muss noch mal geklärt werden, meinetwegen auch bei Landes-oder Bundesarbeitsgericht.

Ein Namensverwechsler oder ähnliches und der AN ist raus aus dem Job ohne die Möglichkeit des Widerspruchs?

LG
Schlawi
 

ikarus

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Hallo, ich muss @saurbier wirklich bepflichten!
Eine Ablehnung einer vollen EM-Rente scheint schon ein Stück aus dem dem Tollhaus zu sein!
Ich f.m.T.kann es leider auch nicht nachvollziehen! Die Rechnung ob man sich mit einer Teilrente v.s. Vollrente besser steht müsste man mir auch mal aufrechnen!
Auch wenn man eine Abfindung bekommt kann bei einer Rente die man ggf. 10jahre
vor der Regelaltersrente bekommt gar nicht aufholen!
Auch kann man mit einem Teilzeitjob wohl nicht mehr viele Rentenpunkte anarbeiten das es sich richtig lohnt!
Natürlich stochert man ohne Zahlen etwas im Nebel herum!
Ob es eine Abfindung gibt und die Entlassung rechtmäßig war sei dahin gestellt und muss nun das Gericht entscheiden!
Aber jemand der eine voll EM-RENTE bekommt und diese zu einer Halben herunter klagt, sei uns nicht böse, ist ein Novum und uns noch nicht untergekommen!

Wie gssagt scheint es dein Geheimnis zu sein wo du dir wohl ne Menge finanzielle Vorteile erhoffst!
Nur für diese Rechnung fehlen uns Details die du hier wohl mit Summen nicht breittreten wirst!

Zur Beantragung vom ALG hat @saurbier ja schon geraten!
 

Schlawi

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Hi,
Man möchte keine Leistung haben die so nicht beantragt wurden und die Meinung der behandelten Ärzte ist das Man noch arbeiten kann.
Ich weiß nicht warum eine volle EM-Rente gewährt wurde. Noch nicht mal irgend ein Doc von der DRV hat begutachtet, geschweige ein GA angefordert. Auch der Reha-Entlassungsbericht war positiv. Und man fühlt sich noch so gesund das man noch arbeitsfähig in dem bisher ausgeübten Job, wenn auch nur Teilzeit, tätig sein kann.
LG
Schlawi


QUOTE=ikarus;1876309]Hallo, ich muss @saurbier wirklich bepflichten!
Eine Ablehnung einer vollen EM-Rente scheint schon ein Stück aus dem dem Tollhaus zu sein!
Ich f.m.T.kann es leider auch nicht nachvollziehen! Die Rechnung ob man sich mit einer Teilrente v.s. Vollrente besser steht müsste man mir auch mal aufrechnen!
Auch wenn man eine Abfindung bekommt kann bei einer Rente die man ggf. 10jahre
vor der Regelaltersrente bekommt gar nicht aufholen!
Auch kann man mit einem Teilzeitjob wohl nicht mehr viele Rentenpunkte anarbeiten das es sich richtig lohnt!
Natürlich stochert man ohne Zahlen etwas im Nebel herum!
Ob es eine Abfindung gibt und die Entlassung rechtmäßig war sei dahin gestellt und muss nun das Gericht entscheiden!
Aber jemand der eine voll EM-RENTE bekommt und diese zu einer Halben herunter klagt, sei uns nicht böse, ist ein Novum und uns noch nicht untergekommen!

Wie gssagt scheint es dein Geheimnis zu sein wo du dir wohl ne Menge finanzielle Vorteile erhoffst!
Nur für diese Rechnung fehlen uns Details die du hier wohl mit Summen nicht breittreten wirst!

Zur Beantragung vom ALG hat @saurbier ja schon geraten![/QUOTE]
 

ikarus

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Mag ja sehr ehrenwert sein, das man nicht mehr haben möchte als man beantragt hat!
Jedoch scheint man sich bei dem angestrebten Weg selbst zu schaden!
Ob man im höheren Alter noch die gewünschte Halbtagsstelle bekommt ist sehr fraglich!
Ein potenzieller Arbeitgeber interessiert sich nicht nur für die selbst eingeschätzte Leistungsfähigkeit! Dieser wird eher zurückhaltend sein einen Halbrentner einzustellen!
Wenn es hoch kommt ist evtl. noch ein minderbezahlter 450€ Job möglich!
Und ob der alte Arbeitgeber einen wiederum einstellen muß oder zu einer Abfindungszahlung verdonnert wird ist ja sehr fraglich.
Manchmal ist es besser alles zu nehmen und gut ist.
Eine wie auch immer gelagerte Zwischenlösung könnte sich als Bumerang herausstellen.
Es könnte sein das man dann am kürzeren Ende des Seils steht, ( finanziell gesehen)!
Es mag ja sein das es bei dieser Ehrlichkeit ganz besonders schön ist wenn man sich
als aufrechter Bürger im Spiegel sehen kann, ob das aber eine Kluge Entscheidung ist zeigt die Zukunft!
Außerdem, wenn der Staat (DRV) sich entscheidet eine volle EM-Rente zu genehmigen scheint ja dein Gesundheitszustand nicht der Allerbeste zu sein!
Selbsteinschätzung hin oder her!
Ich hoffe das die Entscheidung des Gerichtes in deinem Sinne ausfällt und will für dich hoffen das du dir kein Eigentor geschossen hast!
Mir scheint es auch das du dich sehr über Arbeit definierst! Wenn das so ist, das du dich ohne Arbeit irgendwie als minderwertig oder nicht mehr gebraucht fühlst dann hast du ein Problem!
Auch wenn du meinst die DRV hatte unrecht und das auch gerichtlich bestätigt wurde, kann ich mir nicht vorstellen
das sich ein SB der DRV so vertan hat!
Da sie ja i.d.R. erstmal jede vorzeitige Rente ablehnen!
Es tut mir leid, irgendwo steckt hier der Wurm drin!

PS. Wenn du so freundlich wärst das Endergebnis mitzuteilen? Es ist ja mindest ein interessanter Fall, da es hier mal in die andere Richtung geht!
 

Schlawi

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Mag ja sehr ehrenwert sein, das man nicht mehr haben möchte als man beantragt hat!
Jedoch scheint man sich bei dem angestrebten Weg selbst zu schaden!
Ob man im höheren Alter noch die gewünschte Halbtagsstelle bekommt ist sehr fraglich!
Ein potenzieller Arbeitgeber interessiert sich nicht nur für die selbst eingeschätzte Leistungsfähigkeit! Dieser wird eher zurückhaltend sein einen Halbrentner einzustellen!
Wenn es hoch kommt ist evtl. noch ein minderbezahlter 450€ Job möglich!
Und ob der alte Arbeitgeber einen wiederum einstellen muß oder zu einer Abfindungszahlung verdonnert wird ist ja sehr fraglich.
Manchmal ist es besser alles zu nehmen und gut ist.
Eine wie auch immer gelagerte Zwischenlösung könnte sich als Bumerang herausstellen.
Es könnte sein das man dann am kürzeren Ende des Seils steht, ( finanziell gesehen)!
Es mag ja sein das es bei dieser Ehrlichkeit ganz besonders schön ist wenn man sich
als aufrechter Bürger im Spiegel sehen kann, ob das aber eine Kluge Entscheidung ist zeigt die Zukunft!
Außerdem, wenn der Staat (DRV) sich entscheidet eine volle EM-Rente zu genehmigen scheint ja dein Gesundheitszustand nicht der Allerbeste zu sein!
Selbsteinschätzung hin oder her!
Ich hoffe das die Entscheidung des Gerichtes in deinem Sinne ausfällt und will für dich hoffen das du dir kein Eigentor geschossen hast!
Mir scheint es auch das du dich sehr über Arbeit definierst! Wenn das so ist, das du dich ohne Arbeit irgendwie als minderwertig oder nicht mehr gebraucht fühlst dann hast du ein Problem!
Auch wenn du meinst die DRV hatte unrecht und das auch gerichtlich bestätigt wurde, kann ich mir nicht vorstellen
das sich ein SB der DRV so vertan hat!
Da sie ja i.d.R. erstmal jede vorzeitige Rente ablehnen!
Es tut mir leid, irgendwo steckt hier der Wurm drin!



PS. Wenn du so freundlich wärst das Endergebnis mitzuteilen? Es ist ja mindest ein interessanter Fall, da es hier mal in die andere Richtung geht!


Hallo Foris
also zu aller erst schreibe ich nicht für mich sondern für einen mir bekannten Mensch. Und versuche die Angaben auch allgemein zu halten. Ich bin nur ein Helfer im Kampf gegen Verwaltung, Bürokratie und Ungerechtigkeiten.
Neueste Entwicklung ist folgende: Nach Klageerweiterung durch RA und der Kenntnismachung des geänderten Rentenbescheids hat der AG dem Gericht geschrieben und gebeten die Klage wegen Erledigung fallen zu lassen da ja der Kläger nunmehr durch den geänderten Bescheid nunmehr zu den beantragten Bediengungen, welchen ja nicht widersprochen wurden, nun in Teilzeit weiter zu beschäftigen ist und diesem auch nicht widersprochen wird.
Nun wird Man sich nächste Woche mal mit dem Anwalt beraten was jetzt alles noch zu beachten und einzu forden ist. Entgangenes Gehalt, 13. Gehalt, Urlaub etc. etc. und wie dann ein sog. leidensgerechter Arbeitsplatz auszusehen hat incl. BEM, Schwerbehindertenvertretung und aller dazu gehörigen Personen.
Es gibt also nich einiges zu tun.
LG Schlawi
 

ikarus

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Hallo Foris
also zu aller erst schreibe ich nicht für mich sondern für einen mir bekannten Mensch. Und versuche die Angaben auch allgemein zu halten. Ich bin nur ein Helfer im Kampf gegen Verwaltung, Bürokratie und Ungerechtigkeiten.
Neueste Entwicklung ist folgende: Nach Klageerweiterung durch RA und der Kenntnismachung des geänderten Rentenbescheids hat der AG dem Gericht geschrieben und gebeten die Klage wegen Erledigung fallen zu lassen da ja der Kläger nunmehr durch den geänderten Bescheid nunmehr zu den beantragten Bediengungen, welchen ja nicht widersprochen wurden, nun in Teilzeit weiter zu beschäftigen ist und diesem auch nicht widersprochen wird.
Nun wird Man sich nächste Woche mal mit dem Anwalt beraten was jetzt alles noch zu beachten und einzu forden ist. Entgangenes Gehalt, 13. Gehalt, Urlaub etc. etc. und wie dann ein sog. leidensgerechter Arbeitsplatz auszusehen hat incl. BEM, Schwerbehindertenvertretung und aller dazu gehörigen Personen.
Es gibt also nich einiges zu tun.
LG Schlawi

Na dann hast du das erreicht was dir vorschwebte!
 
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