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Arbeitslose zum Schnee schippen

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Nustel

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#1
In Leipzig wird Schnee geschippt.

Leipzig. In Anrufen und E-Mails forderten gestern zahlreiche LVZ-Leser den Einsatz von Arbeitslosen zur Schneeberäumung. "Während die Stadt das Schneeproblem aus Kostengründen nicht lösen kann, liegt die Arbeitskraft der vielen Alg-II-Bezieher ungenutzt brach", schreibt zum Beispiel Jens-Uwe Müller. "Ein Teil sitzt arbeitswillig zu Hause und könnte sich so etwas hinzuverdienen." Karin Förster schreibt, die Arbeitslosen würden bei solchen Einsätzen niemanden den Job wegnehmen. "Der Winterdienst ist ja mit den Hauptstraßen voll ausgelastet."
150 Hilfeempfnger fr Schneerumdienst im Einsatz - Citynews - Leipzig - LVZ-Online
 
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#2
Und es wiederholt sich die Geschichte:icon_kotz:

Früher waren es die Juden. Vehasst, enteignet und versklavt. Und dann zum Schnee schippen geschickt.

So macht man es mit den Elos nun.

"Das soll schnell zu einer spürbaren Verbesserung der Situation in den bisher nicht zu beräumenden Bereichen führen", erklärt Bürgermeister Heiko Rosenthal (Linke).
Einer von den Linken?:confused:
 

Arania

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#4
Hier ist es aber in der Tat ein zusätzlicher Job , der ja auch bezahlt werden soll, laut Artikel

Diese unsäglichen Vergleiche gehen mir übrigens ziemlich auf den Senkel
 

Tamina

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#7

Kaleika

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#8
Ich fühle mich irgendwie an den Reichsarbeitsdienst erinnert!

:icon_kotz:

Kaleika
 
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Gast
#9
Hier ist es aber in der Tat ein zusätzlicher Job , der ja auch bezahlt werden soll, laut Artikel
Es ist kein zusätzlicher Job.

Die Stadt kann für die Wintermonate befristete Stellen schaffen oder ein anderes Unternehmen mit der Räumung beauftragen.

Für den Fall, dass du entgegnen solltest, dass die Kommunen kein Geld haben, verweise ich darauf, dass Arbeitslose, wie es gestern hier schon treffend gesagt wurde, nicht als "Sorgenbrecher" der Kommunen herhalten sollen.

Im Übrigen treffen die festgelegten Kriterien für eine solche "Fördermaßnahme" auch auf sog. ABM-Stellen zu.

Mit Verlaub. Aber die Kommunen betreiben aus dieser Sicht einen Sozialmissbrauch im großen Stil. Das ist nicht hinnehmbar und das muss auch öffentlich benannt werden.

Ich halte diese Art von Sozialmissbrauch für deutlich höher, als der Sozialmissbrauch, der in den einschlägigen Gazetten öffentlich gemacht wird, um Arbeitslose zu diffamieren.
 

alvis123

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#10
In Leipzig wird Schnee geschippt.


Leipzig. In Anrufen und E-Mails forderten gestern zahlreiche LVZ-Leser den Einsatz von Arbeitslosen zur Schneeberäumung. "Während die Stadt das Schneeproblem aus Kostengründen nicht lösen kann, liegt die Arbeitskraft der vielen Alg-II-Bezieher ungenutzt brach", schreibt zum Beispiel Jens-Uwe Müller. "Ein Teil sitzt arbeitswillig zu Hause und könnte sich so etwas hinzuverdienen." Karin Förster schreibt, die Arbeitslosen würden bei solchen Einsätzen niemanden den Job wegnehmen. "Der Winterdienst ist ja mit den Hauptstraßen voll ausgelastet."

150 Hilfeempfnger fr Schneerumdienst im Einsatz - Citynews - Leipzig - LVZ-Online

häh...??? Schneeschippen ist zusätzlich?????

..aus Kostengründen kann keiner eingestellt werden???

..Arbeitslose könnten sich was dazuverdienen???

Von was soll denn das bezahlt werden, wenn kein Geld da ist???

Was tut Leipzig für uns Elos?? Freikarten für Theater, dass wir zwar mit unseren Steuern mitfinanzieren dürfen, aber wir uns einen Besuch mit dem Regelsatz nicht leisten können? Freifahrtscheine? Tut mir leid; wenn ich sowas lese, dann :icon_kotz2:

MfG
 
E

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#11
und auch hier wieder besser lesen:

"Während die Stadt das Schneeproblem aus Kostengründen nicht lösen kann, liegt die Arbeitskraft der vielen Alg-II-Bezieher ungenutzt brach"
"Dafür wurde durch den Gesetzgeber keine Rechtsgrundlage geschaffen", erklärte Veronika Zisler von der Pressestelle. Aufgrund der meteorologischen Ausnahmesituation seien aber "ausnahmsweise und vorübergehend" Wege gefunden worden
wird demnächst für Alles zur Standardausrede. "Die Stadt/Gemeinde hat kein Geld und deswegen nehmen wir die Elos, weil die ja sonst nichts tun"

:icon_party:
 
E

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#12
Hier ist es aber in der Tat ein zusätzlicher Job , der ja auch bezahlt werden soll, laut Artikel
Eigentlich ist schon alles zu diesem Schwachfug gesagt.

Diese unsäglichen Vergleiche gehen mir übrigens ziemlich auf den Senkel
Und mir (vermutlich nicht nur mir) Deine ewige Abwiegelei und Schönfärberei von Sozialverbrechen.

Wenn ich diese Tabuverteidiger höre, die zwar nicht müde werden "unsere" Vergangenheit bis zum Erbrechen zu beschwören, das dürfte sich nie, nie wiederholen, wir müssten daraus lernen - und dann zeigen, dass sie gar nichts daraus gelernt haben, sich aus falscher political correctness weigern, die Parallelen zu den damaligen Anfängen zu sehen ... :icon_kotz2:
 
E

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#13
Ist schon derbe lesen zu müssen wie einige das locker flockig hinnehmen das Zwangsarbeit wieder saloonfahig gemacht wird in Deutschland. Zwar Schritt für Schritt um zu sehen wie sehr sich die Bevölkerung wehrt, aber immerhin es klappt.

Siehe an manch einer Aussage hier das sowas doch zusätzlich sei.:icon_kotz:

Solche Äusserungen kenne ich sonst von Bonzen, Arge Mitarbeitern, Blöd Zeitung Leser, Unwissenden die einfach was sagen müssen ohne sich zu informieren.

Zudem sind diese Vergleiche nötig. Es wird uns ja auch immer so eingehämmert die Vergangenheit nicht wieder geschehen zu lassen. Und zurzeit passiert es. Es wird nur geschickt getarnt damit die Bevölkerung ihrem Alltag nachgehen kann ohne dem Wissen das SIE bald genauso dran sind.
 
E

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#14
Wenn ich diese Tabuverteidiger höre, die zwar nicht müde werden "unsere" Vergangenheit bis zum Erbrechen zu beschwören, das dürfte sich nie, nie wiederholen, wir müssten daraus lernen - und dann zeigen, dass sie gar nichts daraus gelernt haben, sich aus falscher political correctness weigern, die Parallelen zu den damaligen Anfängen zu sehen ... :icon_kotz2:
Erwerbslose mit Juden während der Zeit der Nazidiktatur zu vergleichen ist schon recht zynisch und zeigt m.E. von sehr mangelndem Geschichtsbewußtsein.
 
E

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#15
Erwerbslose mit Juden während der Zeit der Nazidiktatur zu vergleichen ist schon recht zynisch und zeigt m.E. von sehr mangelndem Geschichtsbewußtsein.
Ich kann dein Argument nachvollziehen, doch es ist nicht so sehr die Frage, ob jemand solche Vergleiche zieht, sondern warum er dies so empfindet.

Aus dieser Sicht erscheint dann ein Vergleich in einem völlig anderen Licht.
 

Tamina

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#16
Ich fühle mich irgendwie an den Reichsarbeitsdienst erinnert!

:icon_kotz:

Kaleika
Ähnliches wird ja seit einiger Zeit "salonfähig" gemacht. Da braucht man nur per Medien der Bevölkerung immer wieder und wieder einzuhämmern, "die" täten ja nichts und säßen nur rum, während (wie jetzt im Winter) sich die Arbeit buchstäblich türmt.
Den Leuten einzuhämmern, daß der Staat kein Geld hat, hat ja nun bestens funktioniert:icon_kotz:
Alles glauben es, kaum einer hinterfragt es.

Nun gehts weiter mit den ELO's. Arbeit liegt ja genug rum weil keiner sie mehr zahlt bzw. sie angeblich nicht mehr zahlen kann, denn das Geld fließt ja zu den zigtausend ELO's.
Also warum diese nicht in die Pflichten nehmen, fragen sich viele.
Und schwupps ...ist er da, der Arbeitsdienst.

Das ist so ausgeklügelt und perfide, da könnte man nur noch :icon_kotz2:
 
E

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#17
Ich kann dein Argument nachvollziehen, doch es ist nicht so sehr die Frage, ob jemand solche Vergleiche zieht, sondern warum er dies so empfindet.

Aus dieser Sicht erscheint dann ein Vergleich in einem völlig anderen Licht.
Manch einer mag es so empfinden, da scheint dann allerdings sehr viel Empfindlichkeit gepaart mit Geschichtslosigkeit im Spiel zu sein.

Ein Vergleich mit der Situation der Juden kann nicht in einem anderen Licht erscheinen und ist und bleibt mehr als zynisch.

Vielleicht hilft auch ein Blick in die Geschichtsbücher, denn weder Arbeitsdienst noch Autobahnen waren eine Erfindung der Nationalsozialisten.
 

Merkur

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#18
Was hat man den mit denen gemacht die sonst Schnee geschippt haben ?? Entlassen hat man die Leute zu teuer und nun sollen es die machen welchen man die Arbeit genommen hat weil kein Geld für sie da war umsonst. Den Schnee sollen sie in Ihren City-Tunnel werfen. Der hat auch das Geld verschlungen für die Menschen.
 

Kikaka

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#19
Zitat:
Zitat von Arania

Diese unsäglichen Vergleiche gehen mir übrigens ziemlich auf den Senkel

Mir auch.

Vielleicht sollten einige Zeitgenossen zunächst doch ein wenig mehr über die Vergangenheit in Erfahrung bringen.

Hier lohnt sich durchaus die folgenden Dissertation (insbesondere Kapitel 3): Wir sind die Moorsoldaten (PDF-Datei)
canigou

Mal ein paar Zitate daraus :

Wir sind die Moorsoldaten - Die Insassen der frühen Konzentrationslager im Emsland 1933 bis 1936 -Der gewinnbringende Einsatz der Gefangenen hatte für Himmler bereits höchste Bedeutung. In Dachau entwickelte er mit zahlreichen Werkstätten einen Vorläufer zu den späteren KL mit angeschlossenen Industriebetrieben, in denen die Insassen gnadenlos ausgebeutet wurden und ihre Arbeitskraft verkauft wurde.
-Schon in Dachau hatte spätestens unter Eicke der massive Einsatz der Schutzhäftlinge in der Urbarmachung von Ödlandflächen und v.a. in eigenen Werkstätten solche Formen angenommen, dass die Hand-werkskammer Oberbayern wegen der Konkurrenz des KL protestierte.
-Wie unwichtig der angebliche Widerspruch zwischen Ehren- und Strafarbeit war, wurde noch im Sommer 1936 deutlich. Während der Einsatz von Schutz-häftlingen angeblich die verdienstvolle Arbeit im Moor abwertete, setzte die Justiz im Juli 5.500 Mann für die Ödlandkultivierung ein.
-. Die Häftlinge sollten nach nationalsozialistischer Auffassung einer sinnvollen Betätigung im Sinne des Gemeinwohls zugeführt werden.


-Lieber Canigou, , wenn Ich sowas lese, dann muß Ich unweigerlich an die Neo-Forderungen nach unentgeltlicher Bürgerarbeit denken. Hitler mag genauso wenig der Erfinder von Autobahnen und Arbeitsdiensten sein wie die Neos in Berlin die Erfinder von Zwangsarbeit, im Gegenteil, die Neos werden solche Zusammenhänge bestreiten, aber mit Geschichtslosigkeit , die auch von Dir unterstellt wird, kann man hier nun wirklich nicht kommen.
 
E

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#20
Es nützt aber auch wenig, nur einzelne Absätze heraus zu suchen. Die Gesamtlektüre wäre in sich schlüssig - und die lässt keine Parallele zur jetzigen Situation erkennen.

Oder gibt es neuerdings Konzentrationslager? :icon_kinn:
 

Heliane

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#21
Erwerbslose mit Juden während der Zeit der Nazidiktatur zu vergleichen ist schon recht zynisch und zeigt m.E. von sehr mangelndem Geschichtsbewußtsein.
Die Hetze gegen Juden fing auch mal genauso an, wie es - seit es Hartz4 gibt - gegen Arbeitslose betrieben wird. Allein Hartz4 ist Hetze genug. :icon_dampf:
 
E

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#22
Es nützt aber auch wenig, nur einzelne Absätze heraus zu suchen. Die Gesamtlektüre wäre in sich schlüssig - und die lässt keine Parallele zur jetzigen Situation erkennen.

Oder gibt es neuerdings Konzentrationslager? :icon_kinn:

Hier sehnen sich eben einige nach "der alten Zeit". :icon_neutral:
 

larifari33

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#23
Manch einer mag es so empfinden, da scheint dann allerdings sehr viel Empfindlichkeit gepaart mit Geschichtslosigkeit im Spiel zu sein.

Ein Vergleich mit der Situation der Juden kann nicht in einem anderen Licht erscheinen und ist und bleibt mehr als zynisch.

Vielleicht hilft auch ein Blick in die Geschichtsbücher, denn weder Arbeitsdienst noch Autobahnen waren eine Erfindung der Nationalsozialisten.


Richtig !!! Die SPD hat während der Weimarer Republik sogenannte Arbeitshäuser eingeführt in denen jeder eingewiesen wurde der nicht gearbeitet hat und gleichzeitig nicht eine Mindestmenge Geld bei sich führte ( sogenanntes Reisegeld ) betroffen waren vorallem Tagelöhner , Handwerksburschen und Zigeuner ....... die Nazis haben das ganze später nur perfektioniert



Gruß aus München
 
E

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#25
Richtig !!! Die SPD hat während der Weimarer Republik sogenannte Arbeitshäuser eingeführt ...
Das ist nicht richtig. Richtig hingegen ist, dass es die Gesetze schon gab und, wenn ich mich nicht irre, die Zahl der "Einweisungen" in solche Häuser in der Weimarer Republik sogar deutlich zurück ging.

Dennoch halte ich an meiner Meinung fest, dass es nicht die Frage ist, -oder sein soll-, dass jemand solche Vergleiche zieht, sondern warum jemand es so empfindet. Der Zynismus in einem solchen Vergleich geht dadurch nicht verloren.

Es ist völlig unangebracht, mit erhobenen Zeigefinger dozierend jenen zu verteufeln, der einen solchen Vergleich zieht. Wichtiger ist es, das Warum zu hinterfragen.
 
E

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#27
Erwerbslose mit Juden während der Zeit der Nazidiktatur zu vergleichen ist schon recht zynisch ...
Was soll denn daran zynisch sein? Es geht bei so einer Parallele nicht um die jeweilige Zugehörigkeit zu einer Bevölkerungsgruppe als solches, sondern um die Situation, in die eine bestimmte Bevölkerungsgruppe durch die Gesamtgesellschaft resp. deren Repräsentanten gebracht wurde.

Geschichtsbewusstsein hat für mich in erster Linie etwas mit Denken, Erkennen und daraus zu lernen zu tun.

Nochmals, es geht um die Mechanismen die wirken und die kann man, muss man fast vergleichen. Die Hetze gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen ... und was daraus werden kann.

Immer noch nicht vergleichbar? Dann mach doch mal einen ganz unerhörten Blindheits-Selbsttest: Ersetze in dem Artikel "150 Hilfeempfänger für Schneeräumdienst im Einsatz" die Begriffe Hilfeempfänger und Arbeitslose jeweils durch Juden. Und schon hast Du einen Artikel, der genau so in den Jahren 1933 bis ca. 1941/42/43 (die Zeit vor der massiven "Endlösung") im übelsten Hetzblatt des Dritten Reiches, dem "Stürmer" hätte stehen können.
 

Atlantis

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#28
- Nee, aber Zwangsarbeit soll es wieder geben

Verlängert man diese menschenfeindliche Strategie, so kriegen bald nur noch diejenigen zu Essen, die überhaupt noch ausbeutungsfähig sind während die anderen auf diversen Mülldeponien herumwühlen.
 
E

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#29
Die SPD hat während der Weimarer Republik sogenannte Arbeitshäuser eingeführt ...... die Nazis haben das ganze später nur perfektioniert
Das ist jetzt aber ein ganz bitterböser Vergleich. Die SPD hat eine Republik später unter Schröder (die Grünen wollen wir auch nicht ganz vergessen) Hartz IV eingeführt. Und die gegenwärtige Regierung arbeitet nun an der Fortentwicklung. :icon_twisted:
 

spin

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#30
Es geht um den Trend, die weitere Entwicklung.

Es ist nicht auszuschließen, daß z. B. Vorstöße unternommen werden, das Erwerbslose in Wohngemeinschaften ziehen müssen. Dann kommen im nächsten Schritt Massenunterkünfte.

So etwas geht langsam Schritt für Schritt. Der Faschismus hat gelernt und er ist evolutioniert. Er ist subtiler. Mehr kann man sich aufgrund der deutschen Geschichte auch nicht erlauben. Deshalb wurde dieses perfide H·IV-System entwickelt.

Vom Grundsatz her und wie sich aktuell Politiker und "Wirtschaftsweise" auf Leistungsempfänger einschießen, sehe ich enorme vorhandene faschistoide Denkweisen. Die aktuell laufende subtile Volksverhetzung ist allerübelst. Da sind Ähnlichkeiten durchaus vorhanden. Ich glaube zwar auch nicht an ein Ende durch Ermordung, aber Hunger und Verzweiflung ist angesagt.

"Hungern wir sie aus. Sollen sie sich doch selbst umbringen!"
Das ist das Credo der neoliberalen Volksverbrecher. :icon_kotz2:
 
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#31
Ich glaube zwar auch nicht an ein Ende durch Ermordung ...
Das geht heute zivilisierter, man nennt es 100%-Sanktion. Wieviele kann man wohl wie lange überleben? Wann als Obdachloser im Winter auf der Straße erfrieren, so Du nicht vorher von aufgepeitschem Mob zu Tode getreten wirst? An mangelnder medizinischer Versorgung verreckst?
 

Paolo_Pinkel

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#32
Diesen Schritt überlässt man dem betroffenen schon selber. Man hilft ihm nur bei der Entscheidungsfindung, durch gezielte Anreize, die dann am Ende dazu führen. Immerhin möchte man sich nicht die Finger schmutzig machen oder gar gewisse Vergleiche provozieren, so das man seine Hände, nach dieser eigeninitiativen Kostenreduzierung, letztendlich in Unschuld waschen kann.
das Erwerbslose in Wohngemeinschaften ziehen müssen. Dann kommen im nächsten Schritt Massenunterkünfte.
Diese Ghettoisierung von Randgruppen nennt sich heute sozialer Wohnungsbau und wird spätestens bei finanzieller Schwäche zu einer Zwangsalternative.
 

Atlantis

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#33
Das geht heute zivilisierter, man nennt es 100%-Sanktion. Wieviele kann man wohl wie lange überleben? Wann als Obdachloser im Winter auf der Straße erfrieren, so Du nicht vorher von aufgepeitschem Mob zu Tode getreten wirst? An mangelnder medizinischer Versorgung verreckst?
schwarz angeln und jagen erhält den kampfgeist.
manschmal ist es besser mit der natur versuchen zu heilen wer hat bei der schweinegrippe mangelnde medizinische versorgung vermisst.
durch die mediziener sind doch in den letzten jahrhunderten mehr menschen verreckt als die kriege
an leben gefordert haben.
die einzige sache im medizinbetrieb ist die chirurgie die etwas zustande bringt.
die menschheit überlebt auch ohne mediziener.
 
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#35
Und es wiederholt sich die Geschichte:icon_kotz:

Früher waren es die Juden. Vehasst, enteignet und versklavt. Und dann zum Schnee schippen geschickt.

So macht man es mit den Elos nun.



Einer von den Linken?:confused:
Sorry, Patrik: Das geht echt zu weit.
Juden sind nicht nur zur Zwangsarbeit rangezogen worden - nein, sie haben keine müde Reichsmark bekommen (die ARGE zahlt ja wenigstens noch nen Euro :icon_kotz:. ) Der Lohn für die Juden und andere unwerte Leben war die Vergasung.

Und zum Thema Linke: Diese binden im Osten konservative Wähler.
Und da schwirrte doch im Geschichtsbuch der Begriff "rotlackierte Faschisten herum?

Sorry, aber die deutlichen Worte mussten raus.
 
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#36
Was soll denn daran zynisch sein? Es geht bei so einer Parallele nicht um die jeweilige Zugehörigkeit zu einer Bevölkerungsgruppe als solches, sondern um die Situation, in die eine bestimmte Bevölkerungsgruppe durch die Gesamtgesellschaft resp. deren Repräsentanten gebracht wurde.

Geschichtsbewusstsein hat für mich in erster Linie etwas mit Denken, Erkennen und daraus zu lernen zu tun.

Nochmals, es geht um die Mechanismen die wirken und die kann man, muss man fast vergleichen. Die Hetze gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen ... und was daraus werden kann.

Immer noch nicht vergleichbar? Dann mach doch mal einen ganz unerhörten Blindheits-Selbsttest: Ersetze in dem Artikel "150 Hilfeempfänger für Schneeräumdienst im Einsatz" die Begriffe Hilfeempfänger und Arbeitslose jeweils durch Juden. Und schon hast Du einen Artikel, der genau so in den Jahren 1933 bis ca. 1941/42/43 (die Zeit vor der massiven "Endlösung") im übelsten Hetzblatt des Dritten Reiches, dem "Stürmer" hätte stehen können.
@REM: :icon_kotz:
 
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#37
Richtig !!! Die SPD hat während der Weimarer Republik sogenannte Arbeitshäuser eingeführt in denen jeder eingewiesen wurde der nicht gearbeitet hat und gleichzeitig nicht eine Mindestmenge Geld bei sich führte ( sogenanntes Reisegeld ) betroffen waren vorallem Tagelöhner , Handwerksburschen und Zigeuner ....... die Nazis haben das ganze später nur perfektioniert
Die sog. Arbeitshäuser gab es schon im Kaiserreich.
Der "Freiwillige Arbeitsdienst" wurde während der Weimarer Republik von Heinrich Brüning eingeführt. Und der war Mitglied der Zentrumspartei.
Die Nationalsozialisten pervertierten dies dann, auch durch das Abkupfern eines Pflichtarbeitsdienstes eines osteuropäischen Landes, zum Reichsarbeitsdienst (RAD).
 

Kikaka

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#38
Sorry, Patrik: Das geht echt zu weit.
Juden sind nicht nur zur Zwangsarbeit rangezogen worden - nein, sie haben keine müde Reichsmark bekommen (die ARGE zahlt ja wenigstens noch nen Euro :icon_kotz:. ) Der Lohn für die Juden und andere unwerte Leben war die Vergasung.
ganzARGeLieb

- Der eine Euro ist den Neos eben auf Dauer einer zu viel. Deshalb will man die 1E-Jobs abschaffen.Zwangsarbeit ist ohne den einen Euro.
 
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#39
- Der eine Euro ist den Neos eben auf Dauer einer zu viel. Deshalb will man die 1E-Jobs abschaffen.Zwangsarbeit ist ohne den einen Euro.
Mit Verlaub, aber das ist falsch. Es kommt nicht darauf an, ob man einen Euro erhält oder nicht. Es kommt darauf an, ob man bestraft wird oder nicht. Und das ist bei 1€-Jobs mitunter der Fall. Nennt sich dann Sanktion.
 

Kikaka

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#40
Mit Verlaub, aber das ist falsch. Es kommt nicht darauf an, ob man einen Euro erhält oder nicht. Es kommt darauf an, ob man bestraft wird oder nicht. Und das ist bei 1€-Jobs mitunter der Fall. Nennt sich dann Sanktion.
- Wenn Du den 1-Euro-job auch als Zwangsarbeit definierst, wobei Deine Argumentation ja richtig ist, dann stellen wir Zwangsarbeit wieder auf eine Ebene , die sich argumentativ dermaßen pro und contra ausweitet, das es schwerfällt hier eine klare Linie zu halten.
 
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#43
- Wenn Du den 1-Euro-job auch als Zwangsarbeit definierst, wobei Deine Argumentation ja richtig ist, dann stellen wir Zwangsarbeit wieder auf eine Ebene , die sich argumentativ dermaßen pro und contra ausweitet, das es schwerfällt hier eine klare Linie zu halten.
Es wird nicht nur von mir, sondern von vielen anderen Arbeitslosen auch als Zwangsarbeit gesehen. Und das schon seit Einführung dieser unsäglichen 1€-Jobs.

Wie schon so oft in diesem Forum, möchte ich in dem Zusammenhang auch auf eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung verweisen, die genau diese Jobs in Richtung Zwangsarbeit rückt.

Im Sozialrecht sind die sogenannten "Arbeitsgelegenheiten" sanktionsbewährt. Das heißt, tritt man sie nicht an, kann man soweit sanktioniert, also bestraft werden, dass real eine Existenzbedrohung eintreten kann. Wer hier also keine Zwangsarbeit erkennen kann, ist, mit Verlaub gesagt, blind.
 

Donauwelle

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#44
Nochmals - der eine EURO ist eine Mehraufwandsentschädigung - und eben keine Entlohnung. Spätestens wenn jemand bei diesem Wetter dauernd im Freien ist, muss er Kleidung dafür haben und auch ggf. mehr Essen - dann ist die Mehraufwandsentschädigung schon fast weg, die ja auch die Fahrtkosten abdeckt.

An sich ist gar nichts dagegen zu sagen, dass man für Arbeitslose den Anreiz schafft, sich so ein paar Mark dazuzuverdienen. Einfach ein großes Schild an die ARGE-Tür oder an die Kommune mit: "Freiwillige fürs Schneeschippen gesucht. Stundenlohn 10 EUR." Und da werden sich genügend dafür melden, ohne das es da groß Zwang geben sollte...
 

fritzi

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#45
Um das mal wieder auf das eigentliche Thema zurückzubringen, wer ist denn für den Schneeräumdienst zuständig? Gemeinden und Städte vielleicht?

Ein kleines Beispiel ist die Stadt Herford. Die hat "Die Erledigung dieser Aufgaben, die die Lebensqualität der Bürger entscheidend beeinflussen, ... der Servicegesellschaft für Wirtschaft und Kommunen mbH übertragen". Diese SWK ist "ein Tochterunternehmen der Stadt Herford (51%) und der VEOLIA-Unternehmensgruppe (49%)." (SWK - Über uns)

Und nun klappt das mit der Schneeräumerei in Herford ganz und gar nicht mehr. Rund um das Städtchen alle Straßen weitgehend geräumt, nur kaum überschreitet man die Stadtgrenzen ...

Die Kommentare hier sind schon interessant: UPDATE 19.36 UHR: Zu viel Schnee: Straßen in Herford gesperrt | Neue Westfälische: Zeitung, Tageszeitung für Herford, Hiddenhausen, Vlotho, Elverdissen, Stedefreund - Neue Westfälische - Herford.

Natürlich gibt es auch eine, die gleich nach Arbeitslosen schreit, die ihren Hintern nicht hochkriegen und sich nun mit gesundem Schneeräumen beschäftigen sollen. Es gibt aber auch Leute, die merken, daß sie für ihre Steuern nix kriegen, seitdem die Städte ihre Aufgaben privatisieren. Und die SWK hat offensichtlich noch nicht raus, wie sie an die 1-Euro-Jobber kommt :cool:.
 

Tamina

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#46
An sich ist gar nichts dagegen zu sagen, dass man für Arbeitslose den Anreiz schafft, sich so ein paar Mark dazuzuverdienen. Einfach ein großes Schild an die ARGE-Tür oder an die Kommune mit: "Freiwillige fürs Schneeschippen gesucht. Stundenlohn 10 EUR." Und da werden sich genügend dafür melden, ohne das es da groß Zwang geben sollte...
Recht hast Du:icon_daumen:

Ich frage mich, wieso das im Ausland klappt (z.B. New York), bloß hier mal wieder nicht.

Liegt wohl daran, daß alles immer nichts kosten darf:icon_kotz:
 
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#47
An sich ist gar nichts dagegen zu sagen, dass man für Arbeitslose den Anreiz schafft, sich so ein paar Mark dazuzuverdienen. Einfach ein großes Schild an die ARGE-Tür oder an die Kommune mit: "Freiwillige fürs Schneeschippen gesucht. Stundenlohn 10 EUR." ...
Ich gebe Dir durchaus Recht, nur ist der Begriff "Anreiz für Arbeitslose" hierzulande derart pervertiert, dass darunter nicht die Chance zur Verbesserung der eigenen Situation verstanden wird, sondern das Vermeiden von "Bestrafung".

Davon abgesehen: Allzuviel Schnee dürftest Du bei einem Stundenlohn von 10 € auch nicht schaufeln, sonst sinkt er (der Stundenlohn) wieder durch Anrechnung.
 

mathias74

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#48
Einfach ein großes Schild an die ARGE-Tür oder an die Kommune mit: "Freiwillige fürs Schneeschippen gesucht. Stundenlohn 10 EUR." Und da werden sich genügend dafür melden, ohne das es da groß Zwang geben sollte...
Da werden sich aber dann nicht nur Arbeitslose melden :biggrin:
 
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#49
Mit Schaufeln gegen die Schneeflut: Gestern traten 150 ABM-Jobber zur ersten Sonderschicht an.
Erstmalig setzt die Stadt die Hartz-IV-Empfänger als Helfer des überforderten Winterdienstes ein. Ihr dringlichster Auftrag: Fußgängerüberwege, Bushaltestellen und Parkplätze räumen.

Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (35, Linke): „Wir haben eine winterliche Sondersituation. Ich kann verstehen, dass sich die Leute über den Zustand ärgern, musste ja selbst schon meinen Dienstwagen durch den Schnee auf den Nebenstraßen schieben.“ Ab heute schickt er sogar 300 „Ein-Euro-Schipper“ in den Kampf gegen Schneeberge und vereiste Spurrinnen.
Seit gestern helfen Arbeitslose dem überforderten Winterdienst : Erster Einsatz für die1-Euro-Schipper - Leipzig - Leipzig - Bild.de

was wird sich eigentlich aufgeregt? Immerhin setzt ja ein "Genosse der Linken" die Ein-Euro-Jobber ein.

:icon_party:
 
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#50
http://www.bild.de/BILD/regional/leipzig/aktuell/2010/01/14/ein-euro-schipper/erster-einsatz.html
was wird sich eigentlich aufgeregt? Immerhin setzt ja ein "Genosse der Linken" die Ein-Euro-Jobber ein.
Ja. Und das ist zum kotzen.

Es gibt Genossen, die sich wirklich und aus Überzeugung gegen den Missbrauch von 1€-Jobbern einsetzen. Ihre Arbeit wird durch so ein Verhalten torpediert.

Das Verhalten dieses "Genossen" fordert förmlich Konsequenzen und somit ein Nachspiel. Jedenfalls bin ich nicht alleine stinksauer ...
 
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#51
Ja. Und das ist zum kotzen.

Es gibt Genossen, die sich wirklich und aus Überzeugung gegen den Missbrauch von 1€-Jobbern einsetzen. Ihre Arbeit wird durch so ein Verhalten torpediert.

Das Verhalten dieses "Genossen" fordert förmlich Konsequenzen und somit ein Nachspiel. Jedenfalls bin ich nicht alleine stinksauer ...
Es wird keine Konsequenzen geben, denn man kann sich mit dem "Allgemeinwohl" herausreden. Auch sonst wird man sich immer wieder herausreden können, wenn man Elos irgendwo einsetzt.
 

Tamina

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#52
Schneeschippen ist nur der Anfang.
So macht man den ganzen 1-Euro-Mist salonfähig.
Jedenfalls erheblich effektiver und auch "medienwirksamer" als wenn man die 1-Euro-Jobber in irgendwelchen Recycling-Höfen kaserniert.

Es gibt ja offenkundig soooo viel Arbeit, die rumliegt und getan werden müsste....:icon_kotz:
 

galigula

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#53
Ich erwarte den Parteiausschluss von diesem Rosenthal,zu dem eine Erklärung der Linken,dass sie grundsätzlich gegen jegliche Zwangsarbeit in Form von Ein-Euro-Jobs sind.
Das ist doch wirklich nicht zuviel verlangt.
Ansonsten ist diese Partei für mich erledigt.
 
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#54
Es wird keine Konsequenzen geben, denn man kann sich mit dem "Allgemeinwohl" herausreden.
Nein, man kann sich nicht mit dem Allgemeinwohl herausreden. Das lassen die Kriterien solcher Fördermaßnahmen überhaupt nicht zu.
 

Jürgen3

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#55
Ist doch nichts Neues.
In der Opposition reißt man immer das Maul auf (kostet nix und bleibt folgenlos), aber sobald man selbst regiert, sind alle guten Vorsätze vergessen und man macht alle Schweinereien mit.
Das war früher bei den Grünen so und ist jetzt bei den Linken so.
 
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#56
Nein, man kann sich nicht mit dem Allgemeinwohl herausreden. Das lassen die Kriterien solcher Fördermaßnahmen überhaupt nicht zu.
Aber wo kein Kläger, da kein Richter.

Hier wäre es dann vonnöten, wenn einer der Betroffenen dies feststellen ließe.
 
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#57
Nein, man kann sich nicht mit dem Allgemeinwohl herausreden. Das lassen die Kriterien solcher Fördermaßnahmen überhaupt nicht zu.
Steht irgendwo in der Satzung, das man als Amts- und Mandatsträger keine Jobber einsetzen darf wenn "Not am Mann" besteht?

"Die Stadt hat kein Geld" und die Gesetze können nach belieben so gedeutet werden, das es wieder passt.

Vielleicht kommt eine Entschuldigung, vielleicht bekommen die Jobber noch etwas dazu und das wars dann.

Wenn dann die Vorstände das alles als "nicht so tragisch" sehen, wird erst recht nichts passieren. Parteipolitik eben und das hier ist bestimmt kein Einzelfall.
 
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#58
Das war früher bei den Grünen so und ist jetzt bei den Linken so.
Blödsinn. Es ist nicht bei den Linken so. Aber es ist bezeichnend, wenn ein Linker gegen das Wahlprogramm verstößt, dass heißt es sofort die Linken. Woher kenne ich das bloß?

Ah, ja. Wenn ein ALGII-Empfänger zu Unrecht Leistungen empfängt, heißt es sofort, dass alle Sozialmissbrauch betreiben.

Welch eine Paralle. Mit deiner Äußerung, Jürgen3, stellst du dich in die Reihe jener, die alles pauschalisieren und über einen Kamm scheren. Damit bist du nicht besser als jene, die alle ALGII-Empfänger über einen Kamm scheren.
 
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#59
Steht irgendwo in der Satzung, das man als Amts- und Mandatsträger keine Jobber einsetzen darf wenn "Not am Mann" besteht?
Was bitte hat denn die Satzung mit dem SGBIII zu tun? Im SGBIII sind die Kriterien für die Fördermaßnahmen festgelegt.
 
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#60
Was bitte hat denn die Satzung mit dem SGBIII zu tun? Im SGBIII sind die Kriterien für die Fördermaßnahmen festgelegt.
Weil es nur bei groben Satzungsverstößen Konsequenzen gibt.

Wieso hat denn bisher die ARGE die Ein-Euro-Jobber nicht zurück gerufen, statt dessen auch noch die Verdoppelung der Einsatzkräfte zugelassen, die ja offensichtlich von diesem Bürgermeister angefordert wurden?

Es gibt Publicity für die Partei und das Stimmvieh klatscht dazu Beifall.

Eben ein Partei wie jede Andere.
 

Jürgen3

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#61
Blödsinn. Es ist nicht bei den Linken so. Aber es ist bezeichnend, wenn ein Linker gegen das Wahlprogramm verstößt, dass heißt es sofort die Linken. Woher kenne ich das bloß?
Es ist bei DER Linken so.
Es ist bei DEN Linken so.
Es ist bei DER Rechten so.

Praktisch jede Regierungsbeteiligung der vermeintlichen Weltverbesserer von SPD, Grünen und Linke endete diesbezüglich jämmerlich und unterschied sich bei Politik, Macht, Egoismus, Intrigen, Pfründen und Heuchelei nicht von den bürgerlichen Parteien.
 
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#63
das geht nicht. Das kann man Linken doch nicht plausibel erklären, was dieser Unsinn nun soll.
 

JanaZ

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#65
Wegen Vergleich mit Nazi-Zeit.
Ich weiß nicht, ob das zynisch ist oder nicht, die Zeiten mit unseren zu vergleichen. Aber ich habe selbst mal so ein Vergleich gehört:

"Ich mag Arbeitslose - aber still, ruhig und hinter dem Stacheldraht".

Und noch eins, von einem Journalisten (privat):
"Wäre besser, nur ein Jahr Arbeitslosengeld zahlen, danach - einfach raus, auf die Straße. Die Kinder allerdings sollte man bei solchen Eltern wegnehmen und ins Heim schicken".

Also es gibt schon genug Meinungen unter Leuten, dass die ELOs eigentlich hinter Stacheldraht gehören.
Also ich sehe keinen Grund, warum bei Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation die ELOs wirklich nicht in KZ kommen.
Und dann wird schon ZU SPÄT etwas dagegen zu sagen.
 

Tamina

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#66
Das ist das, was ich immer predige. Einer der Betroffenen sollte dagegen klagen. Aber das passiert ja nirgendwo.
Nein. Das wird im Vorfeld immer irgendwie abgewürgt. Unsereiner, gewillt bis in die Knochen das Ganze an die Öffentlichkeit UND vors Gericht samt möglichen Instanzenweg zu zerren, kriegt erst gar keinen so "netten" Job.
Die SB's haben leider doch zeitweise ein Gespür dafür, wer Ärger heraufbeschwört und wer nicht:confused:
 
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#67
@janaZ

Nein, das sollte man nicht vergleichen. Aber man sollte schon immer wachsam sein, dass es nicht nötig wird, zu vergleichen. Ich bin auch der Meinung das im rechten Lager zum Beispiel die Angst kursiert die linke würde Mauern bauen und eine proletarische Diktatur errichten. Dies alles ist unhaltbar. Aber wache Bürger sollten immer erwünscht sein. Egal wer gerade regiert. Denn teilweise machen sich Regierungen auch selbstständig ohne zutun. Da braucht es ein Korrektiv.

edit: aber natürlich sind derartige Meinungen die du da gehört hast, hochgradig antidemokratisch.

dazu empfehle ich folgende Lektüre Amadeu Antonio Stiftung ~ Europäische Zustände. Ergebnisse einer Studie über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Europa

um beim Thema zu bleiben: das mit dem Schnee schippen geht aber trotzdem und gerade deshalb nicht in Ordnung!!
 

druide65

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#69
Vielleicht das ganze mal etwas differenziert sehen ohne "Linken Phobie".

Rosenthal ist nicht der "Bürgermeister" sondern Bürgemeister Dezernat III vergleichbar mit einem Fachbereichsleiter.
Eine Stufe höher und damit auch weisungsbefugt ist der Oberbürgermeister(SPD).Und weiß man ob er nicht letzlich die Anweisung gegeben hat?
Über den "kleinen Dienstweg" kann man Mitarbeiter auch gut unter Druck setzten ,und das wird mit Sicherheit nicht an die große Glocke gehängt.

Kommunale Verwaltung und Politik ist oft vielen Sachzwängen unterworfen und es gleicht oft einem Gang durch das Minenfeld.
Und hier ist er wohl auf eine Mine getreten.

Da sind einerseits die Klagen der Bürger über nicht geräumte Wege und dadurch eventuell im Raum stehende Schadenersatzforderungen weil bedingt durch Sparzwänge die Kommune ihrer Pflicht zum Winterräumdienst nicht mehr nachkommen kann und anderseits Parteipolitische Interessen und Aussagen.

Ein falscher Schritt und ....BUMM.

Zu entschuldigen ist der Einsatz trotzdem nicht.Es hätte Alternativen gegeben.
Die 37 Mitarbeiter vom Ordnungsamt die die Streu und Räumpflicht kontrollieren, hätten auch mal eben eine Schüppe in die Hand nehmen können.

Und bei dem durchlesen der ganzen Artikel und Kommentare dazu entsteht bei mir der Eindruck das sich (in dem Falle der Leipziger Bürger) seiner Streu und Räumpflicht gerne still und heimlich entledigt nach dem Motto "die Arbeitslosen werden das schon richten"

:icon_kinn:

Da sollte sich mal einige mehr an die Nase fassen und nicht nur Heiko Rosenthal:icon_evil:

Ein bischen Schnee und Glätte und schon bricht Panik aus....oh man.
 
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#70
Ohh dann ist der Artikel aber sehr ungenau.

Wenn der wirklich nicht Bürgermeister ist dann hat der Artikelschreiber da nicht richt rechechiert.

Aber ich muss dazu sagen das man sich bei sowas nicht unterdrücken lassen soll. Das hätte Herr Rosenthal dann öffentlich publik machen sollten wenn man ihn unter Druck setzt um solche Aussagen zu geben die eben der Grundeinstellung der Linken entgegensteht. Und das im krassen Verhältnis
 

druide65

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#71
Bürgermeister von Leipzig ist Bernhard Jung(SPD)

Organigramm Stadtverwaltung Leipzig

Aber ich muss dazu sagen das man sich bei sowas nicht unterdrücken lassen soll. Das hätte Herr Rosenthal dann öffentlich publik machen sollten wenn man ihn unter Druck setzt um solche Aussagen zu geben die eben der Grundeinstellung der Linken entgegensteht. Und das im krassen Verhältnis
Nun ist es ja publik geworden.Vielleicht war es ja so gewollt.Weiß mans?:icon_kinn:

Bei der aktuellen Witterung sind alle verfügbaren Kräfte der Stadtreinigung, der Bauhöfe und von zwei Fremdfirmen für den Winterdienst im Einsatz.

Wieso hat man hier nicht weiter Personal geordert?Kostengründe?:icon_kinn:

Na ja....wahrscheinlich hätten sich die Fremdfirmen Leiharbeiter besorgt...
 

druide65

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Macht ja nix. Passiert schon mal. :icon_smile:

Ich kann aber dennoch nicht begreifen, dass einer von den Linken entgegen eines Wahlprogramms handelt.
Auch für mich nicht verständlich.Zumal es ja Alternativen gab.
Aber vielleicht kommen die Gründe noch zum Vorschein.Die Sache ist ja noch frisch.
 
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