Arbeitslose zu unqualifiziert für den Arbeitsmarkt

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Es gibt mehr Arbeit! Aber Arbeitslose haben nichts davon. Weil: "zu unqualifiziert". Stattdessen profitieren von dem Stellenzuwachs Arbeitskräfte aus dem Ausland.

Einem weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahlen stehe derzeit unter anderem entgegen, dass Arbeitssuchende und die angebotenen offenen Stellen oftmals nicht zusammenpassten. Zudem gebe es unter den Arbeitslosen viele Geringqualifizierte. Dass die Erwerbstätigkeit dennoch steigt, erklären die Forscher mit der hohen Zuwanderung von Arbeitskräften aus Süd- und Osteuropa sowie den steigenden Erwerbsquoten von Frauen und Älteren. So schrumpft das Arbeitskräftepotenzial im kommenden Jahr um 290.000 Personen.
Beschäftigung : Arbeitslose haben gar nichts vom Jobboom - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT
 

Sonntagsmaja

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Kann ich gar nicht so recht verstehen....wo es doch soooo tolle Maßnahme für alle ELO' s gibt, z.B. Mandalas ausmalen, Puzzelteilchen zählen, Nordic Walking, geführte gemeinsame Spaziergänge und und und...

So eine Qualifizierung MUSS doch jeden AG eigentlich begeistern...:rolleyes:
 

gelibeh

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Ich bezweifele, dass viele Leute nicht qualifiziert genug sind, die anderen Arbeitskräfte sind nur billiger und viele mangels Sprach- und Rechtskenntnisse leichter zu händeln.
 

JulieOcean

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Ich bezweifele, dass viele Leute nicht qualifiziert genug sind, die anderen Arbeitskräfte sind nur billiger und viele mangels Sprach- und Rechtskenntnisse leichter zu händeln.
Ja eben. Warum sollte eine Altenpflegerin aus China qualifizierter sein, als eine hiesige? Sie ist schlicht bequemer - für den Arbeitgeber.

Bei vielen Stellen wird auch die Latte bewusst hoch gehängt - vermutlich, damit nicht so viele Bewerbungen reinkommen. Wenn z.B. eine Empfangsdame gesucht wird, die zugleich eine Ausbildung im Hotelfach plus Erfahrung am Hotelempfang haben soll, so schränkt das den Bewerberkreis natürlich ein. (Solch eine Stelle kam mir kürzlich unter. :frown:)

Ob man dann aber von mangelnder Qualifikation im eigentlichen Sinne reden kann, sei dahin gestellt.
 

Paolo_Pinkel

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Das Argument "mangelnde Qualifikation" soll wohl wieder als Wegbereiter gelten, Heerscharen von Elos dubiosen Bildungsträger zuzuführen. War es nicht das IAB, dass vor 1-2 Jahren (?) einwandfrei ermittelt hat, dass 80% der Elos über eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung verfügen und somit sehr wohl qualifiziert sind?! Und hat das IAB auch nicht ermittelt, dass 10% davon sogar über ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen?!
 

HartzVerdient

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Das Argument "mangelnde Qualifikation" soll wohl wieder als Wegbereiter gelten, Heerscharen von Elos dubiosen Bildungsträger zuzuführen.
Vor ca. 1.5 Monaten hatten wir eine nette Rubrik in der Nordwest Zeitung. Da erklärte das Jobcenter Ammerland die tolle Erfolgsquote und dass man Arbeitslose in Arbeit vermitteln konnte.

Es wurde u.A. auch auf mangelhafter Ausbildung der Arbeitslosen hingewiesen und dass es keine "Einfachen Arbeiten" mehr in unsrer Region gibt. Auch die etwas besser Qualifizierten konnte man weitervermitteln.

Dann der Hammer. Der überwiegende Teil der Arbeitslosen die nicht vermittelt werden konnten, stellen den Teil der unqualifizierten Migranten dar.

Soso, unqualifizierter Migrant (... ich schiele jetzt mal von der berahmten Wand des Wohnzimmers weg). Fakt ist wohl eher, dass man keine Kanaken einstellen will in diesem Land. Wenn ja, dann hat man wohl den Typus "Ja sagenden" Inder im Kopf.
 
E

ExitUser

Gast
wollte mich auch qualifizieren lassen zum Geschäftsführer des JCs:icon_lol:^

aber die wollen ja nicht ^^^schade schade dann eben nicht
 
E

ExitUser

Gast
Arbeitslose zu unqualifiziert für den Arbeitsmarkt
:icon_laber:

Quelle: Welt, Springer-Verlag - Sagt schon alles..

Hauptsache den Erwerbslosen wieder die Schuld in die Schuhe geschoben.
Dass es nicht genügend Arbeitsplätze gibt und dass sie Leute aus dem Ausland holen, weil die billiger sind,
und dass weiterhin die Löhne gedrückt werden sollen,
davon ist natürlich nicht die Rede. :mad:
 

ZynHH

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Wenn ja, dann hat man wohl den Typus "Ja sagenden" Inder im Kopf.
Ne, die kommen ja nicht mehr. Nachdem Kreuzberg ja Religiöse Feiern in der Öffentlichkeit untersagt hat, können ihre Kühe nicht mehr auf den Kreuzungen weiden und die Toten nicht mehr auf den Plätzen verbrannt werden....:icon_lol:

Ne, mal ehrlich. die Inder machen doch in Heimarbeit, Callcenter.....:icon_pfeiff:
 

Roter Bock

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..also ich finde der Arbeitsmarkt ist zu unqualifiziert für die Arbeitslosen!

@HartzVerdient --- kann ich nachvollziehen, mein Nachname stammt aus der Ukraine.

Roter Bock
 

XxMikexX

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Also ich habe festgestellt, daß man beim JC überhaupt nicht gewillt ist die Leute zu qualifizieren.

Manchmal würde auch ein kleiner Crash-Kurs reichen, aber Nein!

Geldnot kann keine Erklärung sein, weil gleichzeitig für Sinnlosmaßnahmen viel Geld verfeuert wird.
 

quinto

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Also ich habe festgestellt, daß man beim JC überhaupt nicht gewillt ist die Leute zu qualifizieren.
Natürlich, lieber wird das Geld in sinnlose Maßnahmen gesteckt. Mir kommt es so vor, dass im Bereich der Maßnahmeträger eine mafiöse Struktur existent ist die das Geld in ihre Taschen wirtschaftet, was in sinnvolle Qualifizierungen besser angelegt wäre.

Echte Qualifizierungen kosten mehr Geld als Rumsitzen, Spazieren gehen und Puzzeln.

Hauptsächlich geht es meiner Meinung nach aber um passenden Nachschub für Niedriglohnsklaven, die mit dem Argument der mangelnder Qualifizierung entgeltlich heruntergestuft werden sollen. Daher regt sich der Amtsschimmel immer über meinen ortsüblichen Lohnforderungen auf, ohne dagegen angehen zu können.
 
R

Rounddancer

Gast
Eigentlich ist an dem ganzen Schlamassel die Partei schuld, die jetzt letzten Sonntag endlich mal aus dem Bundestag flog: Die selbsternannte "Besserverdiener-Partei".

Die hatte nämlich überall drauf gedrückt, möglichst alles zu privatisieren und dem Staat die Mittel zu nehmen, die ihm zustanden.

Sie ist auch maßgeblich dafür verantwortlich, daß ganz früher die Forderungen nach einer Maschinensteuer, etc. ignoriert wurden.
Wären Maschinen nicht so furchtbar viel billiger als Menschen, dann müßten Arbeitgeber nämlich Menschen behalten und beschäftigen, statt Maschinen.

Daher kommt auch, daß der Staat nicht mehr den qualifiziertesten Anbieter von Weiterbildungsmaßnahmen, oder wenigstens den Anbieter mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis nehmen darf, oder es, noch besser, zum Selbstkostenpreis selbst anbieten darf.
Nein, er muß den allerbilligsten Anbieter nehmen.
Das führt dann dazu, daß entweder Weiterbildungen geschaffen werden, die sonst noch ein anderer Anbieter macht,- bei einem Anbieter ist der ja stets auch der Billigste. (Mit verhehrenden Folgen, denn eine Aus-, oder Weiterbildung, die bei den Personalentscheidern keiner kennt und schätzt, bringt auch keine Absolventen auf Arbeitsplätzen unter). Oder eben die Weiterbildungen, bei denen Anbieter konkurrieren, da weren die Kosten dann gedrückt bis zum gehtnichtmehr.

Diese verdammten, dem Staat aufgezwungenen Sparmaßmahmen führen dazu, daß vorhandene Menschen geparkt und vor der Arbeitslosenstatistik versteckt werden,- und die so hochgelobte Wirtschaft sich billige Leute aus dem Ausland picken kann.

Eigentlich wäre es die Aufgabe des Staates, und der Arbeitgeber, die vorhandenen Menschen richtig zu qualifizieren.
Doch nein, die Unternehmen wollen "Ex- und Hopp"-Beschäftigte haben...

Ja, das Wissen verdoppelt sich alle < drei Jahre,- aber das sollte nicht als Schicksal, sondern als Herausforderung gesehen werden durch Staat und Unternehmer.

Und der Staat sollte endlich lernen, daß er den Unternehmern, jedenfalls den großen Konzernen nicht übern Weg trauen darf.
Denn währen d Schröder/Fischer damals davon träumten, daß die Mitarbeiter auch was Positives abbekämen durch die eingesparten Kosten,- steckten die Unternehmen das alles in ihre und die Taschen ihrer Aktienbesitzer...
 

Lecarior

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Ich bezweifele, dass viele Leute nicht qualifiziert genug sind, die anderen Arbeitskräfte sind nur billiger und viele mangels Sprach- und Rechtskenntnisse leichter zu händeln.
Wenn 55% der sich im Rechtskreis SGB II befindlichen Arbeitslosen über keine Berufsausbildung verfügen, dann sehe ich doch erhebliche Mängel in der Qualifikation. Dass dann nur Hilfsarbeiten (zu entsprechendem Lohn) infrage kommen und so bei einer mehrköpfigen Familie ein Leben ohne aufstockendes ALG II kaum denkbar ist, dürfte auf der Hand liegen.
 

Kehro

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Eigentlich wäre es die Aufgabe des Staates, und der Arbeitgeber, die vorhandenen Menschen richtig zu qualifizieren.
Doch nein, die Unternehmen wollen "Ex- und Hopp"-Beschäftigte haben...
Das hat schon der mittelalterliche hanseatische Kaufmann gewusst. Will ich Leute haben die mir loyal gegenüber sind muss ich sie binden.
Will ich darüber hinaus noch das die für mich gute Geschäfte tätigen und das Schiffchen heil wieder nach Hause bringen brauchen die eine gute Ausbildung.

Das ist aber eben vollkommen abhanden gekommen.
 

Henrik55

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Wenn 55% der sich im Rechtskreis SGB II befindlichen Arbeitslosen über keine Berufsausbildung verfügen, dann sehe ich doch erhebliche Mängel in der Qualifikation. Dass dann nur Hilfsarbeiten (zu entsprechendem Lohn) infrage kommen und so bei einer mehrköpfigen Familie ein Leben ohne aufstockendes ALG II kaum denkbar ist, dürfte auf der Hand liegen.
Das mag ich kaum glauben. Werden da die Kinder der Bedarfsgemeinschaften eventuell mitgezählt?
 

XxMikexX

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Wenn 55% der sich im Rechtskreis SGB II befindlichen Arbeitslosen über keine Berufsausbildung verfügen, dann sehe ich doch erhebliche Mängel in der Qualifikation. Dass dann nur Hilfsarbeiten (zu entsprechendem Lohn) infrage kommen und so bei einer mehrköpfigen Familie ein Leben ohne aufstockendes ALG II kaum denkbar ist, dürfte auf der Hand liegen.
Selbst wenn diese Zahl stimmen sollte.

Was ist denn mit den anderen 45%?

Ich kann da keinen Unterschied in der Behandlung seitens des JC erkennen!

Viele haben sogar einen Studienabschluß und Zusatzqualifikationen.

Hier würde meist ein Crashkurs die Leute wieder auf den neusten Stand bringen, aber so was wird so gut wie nie angeboten, auf Nachfrage kriegt man eine Abfuhr!

Das wird aber nie erwähnt, Arbeitslose müssen dem Klischee entsprechen, sonst würden sich viele Leute Fragen stellen.

Es geht nur darum dem Niedriglohnsektor Menschenmaterial zuzuführen. Die BA ist der Motor dieses Treibens.

Wer nicht mitspielen will, wird platt gemacht.

So siehts aus!
 

Hexe45

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Sind das echt so viele?
Ich habe nach meinem Reha Studium ja auch Erfahrung mit H4 gemacht( nach 42 Mon. war mein ALGI Anspruch ja futsch ohne das ich je welches gekriegt habe).

Das furchtbarste an H4 war für mich, daß alle in einem Eimer geworfen wurden.

Neben der Abrbeitssuche noch das Abwehren irgendwelcher hohlen Maßnahmen an der Backe kleben zu haben.

Ich bewundere die, die daß hier mit 10 Bewerbungen pro Monat hinkriegen, weil so gefordert.

Ich erinnere mich an einem Monat mit 7 Bewerbungen und danach auch pompt 7 Bewerbungsgespräche.
War echt schwer das hinzukriegen, ohne einen potentiellen Arbeitgeber zu verärgern.

Und das Desintresse der JC ( damals Argen) einen auch in gute Jobs zu vermitteln oder mich dann wenigstens mich das machen zu lassen.

Und mich dann nicht noch mit Vorschlägen als Produktionshelferin bei ZAF`s zu bombardieren.

So´n Rehastudium hat doch echt Kohle gekostete, also muß doch das Interesse sein, mich dem Studium entsprechend unterzukriegen.

Nach knapp 7 Mon hatte ich ja was gefunden und heute sind die Kosten wieder in Form von Steuern zurückgeflossen.

Bei vielen hier müßte man meines Erachtens einfach mal 10- bis 20000€ für eine gescheite Qualifizierung investieren und die Leute wären raus aus ihrem Dilemma.

Und die Kosten kommen ja durch entsprechende Steuern und Sozialabgaben wieder rein.

Dafür kann man ja die Armutsindustrie einstampfen.

Zumindest den 45 % wäre damit geholfen.

Allerdings ging ich davon aus, das mehr als 45% im SGBII eine Ausbildung haben.

Bei mir im Institut kenn ich so einige, die genau wie ich H4 gekostet haben, und nicht ihrer Quali entsprechend gefördert wurden.
 
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Es geht nur darum dem Niedriglohnsektor Menschenmaterial zuzuführen. Die BA ist der Motor dieses Treibens.
Ansichtssache.

Hier die aktuellen Stellenanzeigen von heute aus der hiesigen Tageszeitung (Achtung: Provinz!!!)

Gesucht werden:

Pflegefachkraft / Pflegehilfskraft (Diakonie)
Reinigungskraft und Koch/Köchin
Schreinergeselle für Holzfensterproduktion
Erzieher/Erzieherin (Stadt Giessen)
Angestellter für Qualitätsmanagement (Krankenhaus)
LKW-Fahrer (Transportunternehmen)

Nix dabei?
 
E

ExitUser

Gast
Ein Teilbereich ist überhaupt nicht erfasst: Gut ausgebildet, fachlich versiert, aber es bestehen sonstige Hemmnisse wie zu pflegende Angehörige, was eine Vollzeittätigkeit ausschließt, oder fast verunmöglicht. Dann bleibt bei Teilzeit oder lediglich stundenweiser Beschäftigung auch nur aufstocken über.
 
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