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Arbeitslose und Angestellte sollen 2010 besser aufgestellt sein als vor der Krise

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ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Deutschlandradio Kultur: Herr Alt, Qualifizierung ist auch ein wichtiges Thema im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit. Da hat jetzt das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung herausgefunden, dass die Qualifizierungsmaßnahmen in diesem Bereich oft nicht greifen. Ganz speziell die schulischen Angebote, wie Bewebungstrainings oder Ähnliches, würden die Chancen der Arbeitslosen auf einen neuen Job kaum steigern. Dafür geben Sie Millionen aus. Ist das rausgeschmissnes Geld?

Heinrich Alt: Es ist kein rausgeschmissnes Geld, weil zunächst mal jedes Angebot auch eine ideologische Komponente hat. Jeder Mensch, dem wir ein Angebot machen, seine Position am Arbeitsmarkt zu verbessern, fühlt sich von dieser Gesellschaft gebraucht. Ich glaube, das ist ein wichtiges Signal an diese Menschen: Nicht zu sagen, ihr kriegt Geld, ihr werdet versorgt, ihr müsst nicht verhungern, aber euch braucht keiner mehr.

Deshalb lege ich schon mal Wert darauf, wenn wir jemandem ein Angebot machen, dass wir ihm damit auch sagen: Wir können uns vorstellen, dass Sie noch am Arbeitsmarkt wieder eine Beschäftigung finden. - Und ich glaube auch, wir verbessern seine Situation am Arbeitsmarkt allein schon dadurch. Wenn er ein Vorstellungsgespräch hat, wenn er einen interessierten Arbeitgeber findet und kann sagen, ich habe versucht, aktiv mit meiner Situation umzugehen, ist das immer besser, als wenn er sagt, ich hab zu Hause auf dem Sofa gesessen und hab drauf gewartet, dass ein Stellenangebot kommt.

Also, es gibt - will ich damit nur sagen - eine Reihe von Faktoren, die auch nützlich sind bei diesen Maßnahmen, unabhängig davon, ob unmittelbar hinterher eine Einmündung in den Arbeitsmarkt erfolgt, was natürlich nach wie vor unser Ziel ist und das schönste Ergebnis - unbestritten.
Deutschlandradio Kultur - Tacheles - Bundesagentur für Arbeit: Alle Qualifizierungsmaßnahmen wahrnehmen

Wenn man etwas total Sinnloses macht, gibt es "einem das Gefühl, das man doch noch gebraucht wird" :icon_party: :biggrin: :icon_kotz:
 

klaus1233

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#3
...ideologische Komponente hat. Jeder Mensch, dem wir ein Angebot machen, seine Position am Arbeitsmarkt zu verbessern, fühlt sich von dieser Gesellschaft gebraucht.
Lebt der auf Drogen oder im Elfenbeinturm? Ich fühle mich eher schikaniert und drangsaliert, wenn ich unter Todesandrohung (Sanktion bis zum Hungertod und Wohnungsverlust) dazu gezwungen werde, an einer staatlichen Nonsensmaßnahme teilzunehmen. Das dient mehr der Demütigung und solche Spielchen der Willensbrechung sind schon von den Nazi praktiziert worden. Die Botschaft ist ja, du lieber Arbeitsloser bist zu blöd dich zu bewerben, deshalb müssen wir, Staat, dich an die Hand nehmen, und dir zeigen, wie man das macht. Habe ich auch schon hinter mir, 3 Wochen jeden Tag 8 Stunden Bewerbungstraining, weil ich mit Abi, Studium und mehreren Berufsausbildungen zu blöd bin, das selber auf die Reihe zu kriegen.

Denn erstens bin ich selber motiviert Arbeit zu suchen, was ich auch tue, und zweitens verfüge ich sowohl über die Bildung als auch Erfahrung in Sachen Bewerbung.

Sinnvoller wäre es, Zwangsschulungsmaßnahmen gegen Unternehmer und Personalchefs einzuführen, damit die wissen, wie viele qualifizierte und motivierte Leute es auf dem Arbeitsmarkt gibt, die Arbeit suchen. Der Alt sollte mal anonym an so etwas teilnehmen, um den Horizont zu weiten.
 

roterhusar

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#5
thi
kringeliglach

ns-regime als spielebetreiber, damit die Arbeiterinnen sich von der Gesellschaft gebraucht fühlten.

schreit Gerd
 

sogehtsnich

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#6
Aufgestellt ???

Der meinte doch wohl nicht den Pranger oder noch schlimmeres?:eek:
 
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#7
Das ist wirklich makaber. Die hören einfach nicht auf mit dieser Indoktriniation von Gesellschaft und "RTL-Zuschauern" und vor allem, wie "man" zu denken hat.

Prinzipiell und generell fehlen ettlich entsprechend bezahlte Arbeitsplätze, weil im Zuge der Umverteilung die Gewinne nicht mehr an die Arbeitnehmer weitergegeben werden. Die Folge ist der Entzug des Geldes für den Lebensunterhalt und den "kleinen Luxus" und damit aus dem Wirtsschaftskreislauf. Stattdessen wandern die Gelder auf die Konten einiger wenige.

Da nun stellt sich so ein Oberar...sch hin und sagt es den Leuten noch ins Gesicht:
Es ist kein rausgeschmissnes Geld, weil zunächst mal jedes Angebot auch eine ideologische Komponente hat.
Da spricht er wohl aus Erfahrung, oder wie?
Jeder Mensch, dem wir ein Angebot machen, seine Position am Arbeitsmarkt zu verbessern, fühlt sich von dieser Gesellschaft gebraucht.
Um dadurch seine Mitleidensgenossen niederzubrätzlen und das Meucheln der Ausgesonderten untereinander zu fördern.

Die Wahrheit sieht so aus:
klaus1233 sagte :
Ich fühle mich eher schikaniert und drangsaliert, wenn ich unter Todesandrohung (Sanktion bis zum Hungertod und Wohnungsverlust) dazu gezwungen werde, an einer staatlichen Nonsensmaßnahme teilzunehmen. Das dient mehr der Demütigung und solche Spielchen der Willensbrechung sind schon von den Nazi praktiziert worden.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Summen, die für diese HartzIV-Industriellen und Profiteure bereitgestellt werden, höher sind als die Aufwände für die Grundsicherung.

Dieses Gesindel finanziert sich nur untereinander auf Kosten der Allgemeinheit und des Allgemeinwohls.
 

Mario Nette

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#9
Vielleicht verwechselt Herr Alt hier seine Wünsche, wie es seiner Meinung nach sein sollte, mit der Realität. Die unterschwellige Botschaft "Jeder ist seines Glückes Schmidt - es muss ja nicht der Mammon sein" geht mir unheimlich auf die Nerven. Stimmt ja auch nicht: Denn spielst du nicht mit, machen sie dich platt. Das Spiel bestimmen darfst du nicht, sondern musst aktiv sein im Rahmen, den man dir vorgibt. Und damit meine ich auf jeden Fall auch den indirekten Rahmen, der durch die Budgetierung, Sparmaßnahmen, "Wirtschaftlichkeitsprüfungen" und den zu geringen Regelsatz aufgespannt wird. Kommen dann auch noch Unternehmen hinzu, die eines besonders gut können: Lohnzurückhaltung, dann erschöpft sich das Gebraucht-Werden doch vor allem darin, dass man wegen der billig zu erwerbenden Arbeitskraft gebraucht wird. Und mehr ist da nicht. Ich sagte es mehrfach: Arbeit allein als sinnstiftend fürs Leben zu bezeichnen ist engstirnig und menschlichkeitsfeindlich.

Mario Nette
 

Mario Nette

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#10
12.12.2009
GEBRAUCHT
Bundesagentur für breite Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen

Vorstandsmitglied Alt fordert stabile Organisation für Grundsicherung – „Brauchen klare Marschrichtung“

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Mario Nette
 
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#11
Wie die Bundesregierung erwarte die Bundesagentur im kommenden Jahr 600.000 mehr Arbeitslose als heute, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt am Samstag im Deutschlandradio Kultur.
... und die dürfen schließlich nicht in der Arbeitslosenstatistik erscheinen. Deshalb: immer rin in die Sinnlos- und Geldverschwendungs-Maßnahmen.
 

Kikaka

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#12
Das Teil ist von 2007
Sancho


BA Quoten Vorgabe bei Hartz-IV Sanktionen? Hartz IV 4, ALG II, Arbeitslosengeld 2 Hilfe und Ratgeber

Nach internen Vorgaben werden Chefs von Jobcentern dazu vergattert, 30 bis 40 Prozent der Hartz IV-Empfänger mit Sanktionen zu belegen. Diese Quote soll erbracht werden unabhängig davon, wie sich die Arbeitslosen konkret verhalten", teilte unlängst das Radiomagazin „Politikum“ mit (WDR 5, Sendung vom 23 März. 2009).
- Ich hoffe, das ist aktuell genug
 
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  Th.Starter/in  
#13
Jo danke. :icon_smile:

Den Podcast konnte ich zwar nicht finden, aber über Umwegen die verhängten Sanktionen aufgeteilt nach Bundesländer, Stadt und Landkreis (geht da nur bis August 2009).

Statistik der BA - Detaillierte Informationen - 200911 - l - [Thu Dec 10 15:21:32 WN 2009]

Sanktionen - Daten mit einer Wartezeit von 3 Monaten
könnte sich vielleicht lohnen, dort mal etwas genauer zu stöbern.
 
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