Arbeitslose: Müssen Eigeninitiative bei der Arbeitssuche nac

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SiggiDo

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Arbeitslose: Müssen Eigeninitiative bei der Arbeitssuche nachweisen

27.06.2006


(Val) Wer Sozialleistungen erhält, ist zur Mitwirkung und Eigeninitiative, beispielsweise bei der Beschäftigungssuche, verpflichtet und muss diese auch nachweisen. Ansonsten entfällt der Leistungsanspruch. Dies hat das Hessische Landessozialgericht entschieden.

Die Bundesanstalt für Arbeit hatte einen 35jährigen Arbeitslosen aus Wiesbaden, der Arbeitslosenhilfe bezog, aufgefordert, innerhalb von sechs Wochen acht schriftliche Nachweise der Arbeitssuche vorzulegen. Stattdessen legte dieser nach Ablauf der Frist eine Firmen-Visitenkarte und verschiedene Zeitungsannoncen vor. Daraufhin forderte die Bundesagentur für Arbeit das Arbeitslosengeld für den betreffenden Sechs-Wochen-Zeitraum zurück.

Zu Recht, wie sowohl das Sozialgericht Wiesbaden als jetzt auch die Richter der zweiten Instanz in Darmstadt entschieden. Jeder Arbeitslose habe die Pflicht, sich auch selbst um eine Arbeitsstelle zu bemühen und dies schriftlich nachzuweisen. Die Forderung der Bundesanstalt, es mögen innerhalb einer bestimmten Frist acht Initiativbewerbungen vorlegt werden, sei konkret und zumutbar gewesen. Da der Wiesbadener dieser Aufforderung nicht nachgekommen sei, stehe ihm für den entsprechenden Zeitraum kein Arbeitslosengeld zu.

Hessisches Landessozialgericht, L 9 AL 79/04

Quelle: https://www.valuenet.de/php/newsContent.php?objid=989956
 

Müllemann

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Re: Arbeitslose: Müssen Eigeninitiative bei der Arbeitssuche

SiggiDo meinte:
Arbeitslose: Müssen Eigeninitiative bei der Arbeitssuche nachweisen

27.06.2006


(Val) Wer Sozialleistungen erhält, ist zur Mitwirkung und Eigeninitiative, beispielsweise bei der Beschäftigungssuche, verpflichtet und muss diese auch nachweisen. Ansonsten entfällt der Leistungsanspruch. Dies hat das Hessische Landessozialgericht entschieden.

Die Bundesanstalt für Arbeit hatte einen 35jährigen Arbeitslosen aus Wiesbaden, der Arbeitslosenhilfe bezog, aufgefordert, innerhalb von sechs Wochen acht schriftliche Nachweise der Arbeitssuche vorzulegen. Stattdessen legte dieser nach Ablauf der Frist eine Firmen-Visitenkarte und verschiedene Zeitungsannoncen vor. Daraufhin forderte die Bundesagentur für Arbeit das Arbeitslosengeld für den betreffenden Sechs-Wochen-Zeitraum zurück.

Zu Recht, wie sowohl das Sozialgericht Wiesbaden als jetzt auch die Richter der zweiten Instanz in Darmstadt entschieden. Jeder Arbeitslose habe die Pflicht, sich auch selbst um eine Arbeitsstelle zu bemühen und dies schriftlich nachzuweisen. Die Forderung der Bundesanstalt, es mögen innerhalb einer bestimmten Frist acht Initiativbewerbungen vorlegt werden, sei konkret und zumutbar gewesen. Da der Wiesbadener dieser Aufforderung nicht nachgekommen sei, stehe ihm für den entsprechenden Zeitraum kein Arbeitslosengeld zu.

Hessisches Landessozialgericht, L 9 AL 79/04

Quelle: https://www.valuenet.de/php/newsContent.php?objid=989956


bescheuertes Urteil, bei uns geben die Stellenangebote überhaupt nichts her, wie soll man die geforderte Anzahl von Bewerbungen erfüllen können? Durch Blind-Bewerbungen? Die kosten auch Geld -

Übernimmt die ARGE z.B. nicht die Bewerbungskosten fehlen 40 EURO (8x 5 Euro)

Im Regelsatz ist für Bewerbungskosten ?????? vorgesehen ????????
 

alpha

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Naja, 8 Nachweise innerhalb von 6 Wochen ist sicher net zuviel verlangt (IMHO).... wenn er das noch nicht mal geschafft hat nachzuweisen, ist er selber schuld ;)
 

hartzhasser

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ich finde diese Gesetzgebung dient alleine dazu um sanktionieren zu können. obwohl die genau wissen das es kaum Arbeitsplätze gibt.

lg hartzhasser
 

Arania

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Naja, 8 Nachweise innerhalb von 6 Wochen ist sicher net zuviel verlang

Ja Blin-Unsinns-Bewerbungen wo man von vorneherein weiß das es keine Aussicht auf Erfolg hat , kann man dann wohl schreiben, aber hier in unserer Region gibt es für die meisten Langzeitarbeitslosen noch nicht mal Stellen auf die sie sich bewerben könnten, deshalb wird so etwas bei unserer ARGE auch nicht verlangt
 

alpha

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Arania meinte:
Naja, 8 Nachweise innerhalb von 6 Wochen ist sicher net zuviel verlang

Ja Blin-Unsinns-Bewerbungen wo man von vorneherein weiß das es keine Aussicht auf Erfolg hat , kann man dann wohl schreiben, aber hier in unserer Region gibt es für die meisten Langzeitarbeitslosen noch nicht mal Stellen auf die sie sich bewerben könnten, deshalb wird so etwas bei unserer ARGE auch nicht verlangt

Das ist vernünftig. :klatsch:
 
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