Arbeitslose Akademiker – Topfschlagen im Niemandsland

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ZynHH

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Als ob das nun etwas besonderes wäre, das auch Akademiker betroffen sind. Sind Dipl.- Betriebswirte nicht auch Akademiker? Und mit denen soll man Mitleid haben? Das wäre, als wenn man FDP-Mitglieder bei der Linken auf die Landesliste setzt damit sie nicht aus dem Bundestag fliegen..... Oder reden wir vom Maler und Lackierer mit "Master of Arts".......

:popcorn:
 

Lecarior

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Ist das wieder so eine Feigenblattaktion, die darlegen soll, dass man auch als Akademiker keine besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätte? Der Tagesspiegel hatte vor zwei Monaten noch Folgendes berichtet:

Zehn Jahre nach dem Abschluss sehen sich 88 Prozent der Akademiker adäquat beschäftigt. Nur acht Prozent sagen, dass sie in einer Position arbeiten, die dem Hochschulabschluss nicht angemessen ist. Das geht aus der neuen Absolventenstudie des HIS-Instituts für Hochschulforschung hervor, für die 4700 Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2000/2001 befragt wurden. Drei Viertel sind unbefristet beschäftigt, 15 Prozent sind selbstständig, nur ein Prozent ist arbeitslos.
Wobei man natürlich auch darauf achten muss, was die oder derjenige denn studiert hat. Wer wie die Bundesbetroffenheitsbeauftragte Theaterwissenschaft, Geschichte und Germanistik studiert, braucht auch dann nicht mit der großen Karriere rechnen, wenn er - im Gegensatz zur genannten Person - das Studium auch abschließt. In meinem Studienjahrgang waren auch zwei, die bereits ein Studium abgeschlossen haben und damit nicht fündig wurden. Der eine hatte in Soziologie, der andere in Geschichte und Politikwissenschaft abgeschlossen.
 

Texter50

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Eigentlich geht man dann inne Politik.
Aber: manchmal reicht es nicht einmal dazu, man darf abtreten!
Merke:Betroffenheit zahlt sich nicht aus.
Ich kenne genug Akademiker, die ohne den richtigen Job auf der Straße stehen. Das gilt auch für technische Bereiche. Viele von denen treffen wir dann bei den diversen Maßnahmen als 1 Euro Trainer / Dozenten wieder! :icon_mad:
 

pinguin

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Aus #1:
Wer einmal gezwungen ist, sich unter seiner Qualifikation zu verkaufen, sitzt in der Falle.
Bei einem Überangebot an Akademikern sitzen einige so oder so in der genannten Falle; einerseits wegen dem Einmal-unter-Wert-verkaufen, andererseits aber auch wegen dem zunehmenden Abstand zum praktischen Berufsleben. Und je länger dieser Abstand zum Berufsleben andauert, desto weniger ist eine ehemals erworbene akademische Ausbildung wert.

Wer nicht von selber Möglichkeiten findet, im Stoff zu bleiben, wird sich irgendwann unter Wert verkaufen müssen, um sich selber über Wasser zu halten. Hier gelten letztens die gleichen "Gesetze" wie für Arbeitslose ohne akademischen Hintergrund. Eine Ausnahme bildet hier nur die Gruppe der Künstler.
 

0zymandias

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Aus #1:
Bei einem Überangebot an Akademikern sitzen einige so oder so in der genannten Falle; einerseits wegen dem Einmal-unter-Wert-verkaufen, andererseits aber auch wegen dem zunehmenden Abstand zum praktischen Berufsleben. Und je länger dieser Abstand zum Berufsleben andauert, desto weniger ist eine ehemals erworbene akademische Ausbildung wert.

Wer nicht von selber Möglichkeiten findet, im Stoff zu bleiben, wird sich irgendwann unter Wert verkaufen müssen, um sich selber über Wasser zu halten. Hier gelten letztens die gleichen "Gesetze" wie für Arbeitslose ohne akademischen Hintergrund. Eine Ausnahme bildet hier nur die Gruppe der Künstler.

Ich erlaube mir ausnahmsweise ein Fullquote: Bitte in dem Text "Akademiker" durch Arbeitnehmer ersetzen :biggrin:

Das eigentliche Fazit ist doch, dass man heutzutage auch als Akademiker nicht mehr genommen wird, wenn der Lebenslauf etwas anders als bei den anderen Kindern ist. Und einmal als (langzeit-)arbeitslos stigmatisiert, ist es vorbei und die vertikale Mobilität, die es früher mal in zwei Richtungen gab, gibt es heute nur noch mit der Aufschrift "Nach Unten".
 
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