Arbeitslose ackern in der Kleingartenanlage

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Kaleika

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Arbeitslose ackern in der Kleingartenanlage
Initiative "Kaufhaus Rotenburg" pachtet Parzelle und startet neues Integrationsprojekt Von Johannes Heeg

Rotenburg. Lutz Neumann hat gut zu tun. Zusammen mit zwei anderen MÀnnern grÀbt er einen riesigen Johannisbeerstrauch aus. "Der soll woanders hin, weil wir hier ein Bohnenfeld anlegen", sagt der 43-jÀhrige gelernte Maurer, der mehrere Jahre arbeitslos war. Sein Arbeitsplatz ist eine Parzelle beim Rotenburger Kleingartenverein "Heimat" am Weichelsee, sein Arbeitgeber der Herbergsverein, ein freier TrÀger der Diakonie.

Der hat im Februar dieses Jahres ein von der EuropĂ€ischen Union und vom landkreiseigenen Arbeitsamt gefördertes Qualifizierungs- und Integrationsprojekt fĂŒr Langzeitarbeitslose namens "Karo" gestartet. Karo steht fĂŒr Kaufhaus Rotenburg und ist ein Second-Hand-Laden am Neuen Markt in Rotenburg, mitten in der Stadt. "Dort kann jeder gĂŒnstig Gebrauchtwaren einkaufen", erklĂ€rt Projektleiter Manfred Kröger vom Herbergsverein. Besonders gĂŒnstig einkaufen können Kundinnen und Kunden mit geringem Einkommen, die eine Karo-Kundenkarte haben.

Zum Konzept von Karo gehöre zwingend die aktive Mitwirkung der 20 Projektteilnehmer, die ĂŒber Ein-Euro-Jobs beschĂ€ftigt sind. "Das fing schon bei der Renovierung des ehemaligen Kaufhauses Klee an", erzĂ€hlt Kröger. So hĂ€tten die Karo-Leute nicht nur fleißig Pinsel und Farbrolle geschwungen, sondern auch viele Ideen fĂŒr die Gestaltung der RĂ€ume eingebracht. (...)
online
Link funzt nur am Erscheinungstag)

Immer neue Ausbeutung mit diesen Sklavenarbeit!
Die Arbeit der Ein-Euro-Jobber ist ja auch so wahnsinig zusÀtzlich!

Kaleika
 

Drueckebergerin

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Eine Abteilung der Karo-Belegschaft ist die fĂŒnfköpfige Gartengruppe. Die ĂŒbernimmt Gartenpflegearbeiten fĂŒr Privatleute und Kommunen und sei derzeit "ganz gut ausgelastet", sagt Kröger und betont: "Wir sehen uns als ganz normaler Marktteilnehmer und verlangen daher auch ortsĂŒbliche Preise und keine Dumpingpreise." Schon mehrfach sei der Projekt-Betrieb von anderen Firmen unterboten worden.

Und warum werden dann keine ortsĂŒblichen Löhne gezahlt.....??? :icon_kotz::icon_motz:
 

sleepy5580

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na ist doch klar um den Gewinn zu maximieren Arbeitskosten sind ein unnötiger Kostenfaktor, vorallem wenn man sie nicht nur kostenlos sondern auch noch mit geldwerter Zuwendung bekommt.
 

Kaleika

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hartzhasser

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ja ja die Diakonie mal wieder,


ich war am Donnerstag auch mit 6 Kollegen unterwegs um eine 5 Zimmer Wohnung zu rĂ€umen, und sowas nennt sich zusĂ€tzlich? frage mich was wohl ein regulĂ€rer Möbelpacker fĂŒr ein Stundenlohn bekommt?


lg hartzhasser
 

Hexe45

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So lange es eine Nachfrage nach Tafeln und SozialkaufhĂ€usern gibt, wird es immer mehr Zwangsverpflichtete € Jobber geben.

Jeder der zur Tafel geht und in SozialkaufhÀuser geht zementiert dies.
Ich weiß liest sich seltsam. Aber mit dem einreihen in der Schlange der Tafeln, löst du Zuweisungen fĂŒr € Jobber aus.

Man hĂ€tte das Ausweiten der Tafeln nie zulassen dĂŒrfen.

FĂŒr mich ist die Tafel nach HartzIV das zweitschĂ€rfste Schwert gegen erwerbslose Menschen.

Und dann diese Lobhudelei fĂŒr diese unseligen Einrichtungen in den Medien.

Man muß sich das doch mal auf der Zunge zergehen lassen, der Erwerbslose baut das GemĂŒse an, nachdem er sich dann einmal die Woche bei der Tafel anstellt.

LG
Hexe
 

Hexe45

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ja ja die Diakonie mal wieder,


ich war am Donnerstag auch mit 6 Kollegen unterwegs um eine 5 Zimmer Wohnung zu rĂ€umen, und sowas nennt sich zusĂ€tzlich? frage mich was wohl ein regulĂ€rer Möbelpacker fĂŒr ein Stundenlohn bekommt?


lg hartzhasser

Ja aber warum machst du dort mit? Du hilfst leider das zu etablieren.
Du beiteiligst dich daran, den Ich AgÂŽs das Wasser abzugraben. NĂ€mlich denen, die mit solchen Arbeiten ihre Existenznische gefunden haben.

UJnd dein Argument war ja, du hattest keine Lust auf Streß mit der Arge und machst den Job um deine Ruhe zu haben.

LG
Hexe
 

Paolo_Pinkel

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Hallo, eine Frage dazu, bekommen diese Einrichtungen nicht auch noch Geldleistungen fĂŒr die schaffung eines Arbeitsplatzes ?

Hi. Du meinst sicherlich die sog. Regiegelder. Die bekommen die aber meines Wissen nichts fĂŒr die Schaffung dieser "ArbeitsplĂ€tze". Mit dem Geld soll unter anderem auch sichergestellt werden, dass man dich qualifiziert usw. Was natĂŒrlich seltenst gemacht wird. Mehr dazu auch hier:
Hartz IV: Abzocke, Statistiktricks und Arbeitsplatzvernichtung mit “Ein-Euro-Jobs” « Hamburg Links

1-Euro-Jobs: TrÀger der Jobs - die "KopfgeldjÀger"


www.tatort-arge.de Vom JĂ€ger zum Gejagten

TP: Digitalisierung deutscher KulturgĂŒter als Jobmaschine

Suche ĂƒÂŒber die Seiten von www.arbeitsagentur.de - www.arbeitsagentur.de

Hatte kĂŒrzlich gelesen das sie pro Platz ca. 600 € bekommen.
Wer weiß mehr darĂŒber ?

Siehe oben. Es gibt auch Aussagen wonach die BetrÀge auch in den voerstelligen Bereich gehen sollen.

Ich selbst habe mich schon 2x bei einer Tafel beworben, das war aber bevor ich diese Infos hatte.
Nun sehe ich das aus einem ganz anderen Blickwinkel !!!

Ihr könnt mir auch direkt Infos zukommen lassen , danke.

gruß an alle MM

Gruss

Paolo
 
E

ExitUser

Gast
Auch wenn schon etwas Àlter, so werden in diesem Beitrag Zahlen, Daten, Fakten genannt.

Zwei Ein-Euro-Jobs, doch einer kostet den Steuerzahler fast das dreifache. Wieso? Die 300-Euro-Pauschale pro Monat kassiert bei Petra Stahlberg die GFFB, ein privater Jobvermittler. Chefin Barbara Wagner und ihr GeschĂ€ftsmodell: Die GFFB sucht fĂŒr Arbeitslose Ein-Euro-Jobs im Auftrag der Arbeitsverwaltung.

160 Ein-Euro-Jobber hat die GFFB vermittelt. Die Monatsabrechnung sieht deshalb gut aus. 160 mal die Pauschale macht rund 50.000 Euro allein im April. Gezahlt von der Arbeitsverwaltung. So lÀuft es in ganz Frankfurt und nicht nur dort.

Beispiel SaarbrĂŒcken, hier zahlt die Arbeitsverwaltung monatlich rund 150 Euro an private Vermittler. In Hamburg kassieren private TrĂ€ger pro Ein-Euro-Job im Schnitt 440 Euro im Monat. Bundesweit flossen im vergangenen Jahr rund 550 Millionen Euro fĂŒr solche Pauschalen.

Ein vertraulicher Bericht des Bundesrechnungshofes geht dieser Sache erstmals auf den Grund.
Millionengrab Ein-Euro-Jobs - REPORT MAINZ | SWR.de
 
E

ExitUser

Gast
Und da es so profitabel ist, wird dies sogar angepriesen:

1-Euro-Job: Wie Sie ihn auch fĂŒr Ihre Einrichtung nutzen können

Viele, auch kleinere Einrichtungen können von einem neu zu schaffenden 1-Euro-Job profitieren.

Wie funktioniert das Prinzip?

  1. Sie haben einen Auftrag zu erfĂŒllen, der einem öffentlichen Interesse dient.
  2. Bei Ihrer zustÀndigen Arbeitsagentur vor Ort melden Sie den Bedarf Ihrer Einrichtung an Langzeitarbeitslosen bzw. Arbeitslosengeld-II-Beziehern an.
  3. Diese arbeiten dann fĂŒr Ihre Einrichtung, helfen Ihnen bei der ErfĂŒllung Ihres Auftrags und werden von Ihnen dafĂŒr mit einem Entgelt von 1 € bis 1,50 € pro Stunde bezahlt.
  4. Die Arbeitagentur zahlt Ihnen fĂŒr Ihren Aufwand, den Sie mit der Schaffung der Zusatzjobs haben, 200 € bis 500 € pro Monat und geschaffenen 1-Euro-Job.
1-Euro-Job: Wie Sie ihn auch fĂƒÂŒr Ihre Einrichtung nutzen können
 
E

ExitUser

Gast
Tja ich bin gelernter VerkÀufer

Und wenn ich sowas lese wir mir ĂŒbel jedesmal:icon_kotz:
 

Hexe45

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Du machst Dir nicht mal ansatzweise eine Vorstellung was die fĂŒr Methoden haben um Menschen zu unterdrĂŒcken !
Am eigenen leib erfahren wie es da zugeht :icon_sad:

Auch wenn ich selber zur Zeit von HartzIV nicht betroffen bin, so habe ich es mal bezogene.
Und ich leiste ja heute noch Beistand, ich weiß wie fies die drohen können.
Aber wir werden um WIderstand dagegen nicht ankommen. Zum GlĂŒck wehren sich ja immer mehr.

Aber du hast recht, sich dagegen zu wehren bedeutet Streß. Ich weiß daß die schamlos mit der Angst vor dem Entzug der Existensgrundlage drohen.

LG
Hexe
 

Kaulquappe

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(Habe nicht den ganzen thread gelesen).

Ich traf vor ein paar Tagen eine junge Frau, die irgendwie als "behindert" gilt und in einer GĂ€rtnerei sich gerade bald zu Tode ackert.

Sie sagt, dass sie nicht mehr ein noch aus weiß, kaum Pausenzeit und viel zu viel Arbeit, sie ist verzweifelt, sehnt sich nach ihrer letzten "Behinderten-Arbeit", irgendwas mit Sachen in TĂŒten tun und verschließen o.Ă€. Das sei OK gewesen, sagt sie aber leider ist dieser Betrieb oder was es war verzogen und fĂŒr sie jetzt viel zu weit.

Also werden jetzt auch "Behinderte" in GĂ€rtnereien verheizt...
 
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