Arbeitslos/suchend für drei Monate und Ärger mit der SB

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ratlos78

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Hallo zusammen,
ich bin für drei Monate arbeitslos mit einem Restanspruch auf ALG1 . Ich habe bereits eine neue Arbeit, allerdings im Ausland und es sind meinerseits einige Vorkehrungen zu treffen und in Eigenregie eine Sprache zu erlernen (keine Angebote auf KURSNET). Dieses Theater mit der Agentur, spezielle mit einer Sachbearbeiterin hat mich letztes Jahr meine Gesundheit gekostet, inklusive stationärem Aufenthalt. Da diese Sachbearbeiterin meiner Meinung nach einfach Entscheidungen ohne Hand und Fuß trifft, nach Schema F handelt und wenig bis gar nicht über meinen Fall informiert war (und vermutlich noch ist), würde ich gerne eine andere Sachbearbeiterin haben. Ich fühle mich dort auch irgendwie degradiert und demontiert, da immer nur darauf eingegangen wird, was ich zuletzt gemacht habe und nicht, was ich eigentlich in der Gesamtheit kann. Ich habe bei meiner Anmeldung um "Versetzung" gebeten und auch bei dem ersten Schnellgespräch mit einer anderen SB .Beide Kräfte sicherte mir Weitergabe meines Wunsches zu. Doch nichts passierte. Ich habe bei der Hotline angerufen, nachdem ich eine Einladung bei genannter SB erhalten habe, dort wurde dann für den Abteilungsleiter ein Rückruf eingestellt, dieser erfolgte. Ich habe mich erklärt, auch noch mal auf den Brief aus dem letzten Jahr, in dem ich das Verhalten der SB genau beschreibe und in diesem Zusammenhang Widerspruch gegen eine schwachsinnige Zuweisung in eine Maßnahme stelle, hingewiesen. Der Abteilungsleiter wusste von nichts und meinte, dass wäre jetzt für ihn nicht mehr nachzuvollziehen und er sehe keinen Grund mich einer anderen SB zuzuteilen. Ich solle mir bis zu dem Termin bei der SB Gedanken machen, was ich denn in der drei Monaten machen wolle und Nachweise meiner bisher unternommenen Aktivitäten vorweisen. Das ist doch nicht bindend, da nicht schriftlich festgehalten und keine EGV vorhanden, oder? Und desweiteren: Auf die Frage, was ich denn machen könnte bzw. wolle, ist mir nur Gastronomie eingefallen, da ich ja nur 3 Monate Zeit habe. Wenn ich mein abgeschlossenes Studium mit Premiumnote damit aber weiter demontiere, so wie ich es leider durch eine dreijährige Tätigkeit als Büroassistenz schon getan habe, und dann nur noch in diese Schublade gesteckt werden, macht auch dieses kurzfristige Berufsfeld keinen Sinn für mich. Ich möchte endlich aus der Schublade raus, in die gesteckt wurde und hätte dazu gerne eine Zuteilung ins Hochschulteam und ich möchte wissen inwiefern ich verpflichtet bin eine Arbeit innerhalb der drei Monate z.B. im Bereich Gastronomie/Saisonkraft anzunehmen , denn ich brauche Zeit um mich optimal auf die kommende Arbeit vorbereiten zu können. Desweiteren sollte durch diese ganze HickHack meine Gesundheit nicht wieder erheblich beeinträchtigt werden. Hat jemand Tips und Ratschläge bzw. kennt sich aus?
Danke und VG, Ratlos 78
 

BerndB

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Nach meiner Auffassung ist es nicht deine Aufgabe, eine unpassende Tätigkeit für diese 3 Monate vorzuschlagen, die auch noch deinen Lebenslauf negativ beeinflusst. In jedem Beruf gibt es befristete anlassbezogene Tätigkeiten. Natürlich sind sie in manchen Berufen aufgrund der Einarbeitung seltener. Aber mit dem Argument, die Chancen im Studienberuf ganz zu verlieren, kannst du zumindest gegen total berufsfremde Tätigkeiten argumentieren. Berufsfremde Tätigkeiten kannst du aufgrund der Zumutbarkeit zwar nicht verhindern. Die soll aber die SB nennen. Und falls du in der Gastronomie schon zu Studienzeiten gearbeitet hast, muss das die SB nicht zwingend wissen, falls du es nicht früher schon gesagt hast. Ob Gastronomieerfahrung bei dir bereits als berufliche Kenntnisse vermerkt ist, kannst du herausbekommen: Lass dir (am Empfang) dein Profil ausdrucken. Als Grund gibst du an, dass du das Profil bis zur Beratung überarbeiten/vervollständigen willst.

Falls du ins EU-Ausland gehst, könntest du bereits in der Arbeitslosigkeit gehen und den Arbeitslosengeldanspruch mitnehmen. Hier ab Seite 20. Kennst du aber vermutlich schon. Außerdem wäre die Nennung eines Vertrages (falls schon unterschrieben) natürlich hinderlich. Und etwas ehrlich sollte man meiner Meinung nach sein. Kommt aber immer auch auf das Verhalten des SB an.
 

ratlos78

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Hallo BerndB,
Danke für Deine Antwort. Leider habe ich einiges nicht ganz verstanden.
"In jedem Beruf gibt es befristete anlassbezogene Tätigkeiten". Was soll das heißen?
Kurz zur Erklärung: Ich hatte einen Job im außereuropäischen Ausland und habe dafür einen neuen Vertrag ab August. Und jetzt bin ich kurz hier und habe einiges vorzubereiten.
Außerdem wäre die Nennung eines Vertrages (falls schon unterschrieben) natürlich hinderlich. ==>Die Agentur weiß, dass ich einen neuen Vertrag habe, aber wieso ist die Nennung eines neuen Verrtages hinderlich? Oder meinst Du in Bewerbungen?

Weiß jemand noch, in wie weit Aussagen am Telefon rechtsverbindlich sind?
Danke und VG,
Ratlos78
 

Doppeloma

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Hallo ratlos78,

zu deinem Gesamt-Problem kann ich dir keine Antworten geben, damit kenne ich mich nicht aus, aber ...

Weiß jemand noch, in wie weit Aussagen am Telefon rechtsverbindlich sind?

Was soll daran bitte rechtsverbindlich sein können, wie willst du denn beweisen können, was dir wer am Telefon so erzählt hat ???

Rechtlich verbindlich ist NUR was du in Schriftform auf Papier hast (mit Unterschrift und Stempel möglichst) und sonst NICHTS ... das gilt für positive Aussagen am Telefon genau so, wie für negative "Androhungen" ...

Darum sollte man es ja auch besser unterlassen wichtige Dinge mit Behörden per Telefon klären zu wollen, wirklich verbindlich ist da rein GAR NICHTS ...

MfG Doppeloma
 

BerndB

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Hallo BerndB,
Danke für Deine Antwort. Leider habe ich einiges nicht ganz verstanden.
"In jedem Beruf gibt es befristete anlassbezogene Tätigkeiten". Was soll das heißen?
Entschuldigung, hab ein paar Tage nicht reingeschaut.
Deinen Beruf hast du nicht genannt, ist aber auch o.k. Ich hatte das Gefühl, dass du dich verpflichtet siehst, dem SB eine Tätigkeit zu nennen, die auch für kurze Zeit, also befristet, ausgeübt werden kann. Deshalb die Nennung der Gastronomie in deinem Beitrag. Wenn du aber bspw. Controller bist, kannst du für 3 Monate auch diese Tätigkeit als Wunschberuf angeben. Wenn dies nicht anerkannt wird, muss der SB "zumutbare" befristete Tätigkeiten überlegen.

Außerdem wäre die Nennung eines Vertrages (falls schon unterschrieben) natürlich hinderlich. ==>Die Agentur weiß, dass ich einen neuen Vertrag habe, aber wieso ist die Nennung eines neuen Verrtages hinderlich?
Nur falls du noch keinen Arbeitsvertrag gehabt hättest, hättest du dich bspw. nach einem Monat zur Stellensuche ins Ausland abmelden und deutsches Alg im Ausland beziehen können. Dann könnte die SB nichts machen. Wenn du aber einen Arbeitsvertrag hast, kannst du natürlich nicht zur Stellensuche ins Ausland. Du musst also hier durchhalten.
 
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