Arbeitslos, inzwischen 60 Jahre, krank, und nun ? .. Wer zahlt, wie gehts weiter ? (1 Betrachter)

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biker57

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Hallo

Zu meiner Situation:
Jan 2015 aufgrund Abbau des Arbeitsplatzes Arbeitslos.
Bis Dez. 2015 in Transfergesellschaft
Ab Jan 2016 ALG 1 (Anspruch 2 Jahre)
Aber ab Juni 2016 Krankgeschrieben.
Im Nov 2017 nach 18 Monaten KG von der KK ausgegliedert.

Die AfA sagt nun: Ich hätte die restlichen 18 Monate Anspruch
auf das noch nicht bezahlte ALG 1, plus (Weil Neubeantragt)
weitere 6 Monate ALG 1. Also wieder 2 Jahre.
Ich bin aber noch krank, (Jetzt 60 Jahre alt) und es ist zu erwarten dass die Krankheit länger, bzw dauernd anhält.
Nun hat mich das Jobcenter angerufen und mitgeteilt dass
ich in den kommenden Tagen einen Antrag auf Rente zugeschickt bekomme, weil die Krankheit länger als weitere 6 Monate andauern wird.
Es hörte sich so an, als ob die AfA ihre Zahlungen einstellen will.

Was wäre, wenn die Rente abgelehnt würde, ich aber nicht dem
Arbeitsmarkt wegen Krankheit zu verfügung stehen würde ?
Denn laut MA der AfA stehen mir 24 Monate ALG 1 zu .
Bis jetzt habe ich 40% GdB.
Bin noch in Behandlung, bzw muss weiterhin Fachärzte aufsuchen, um die Ursachen der Erkrankung zu finden.
Bin seit diesen Monat über meine Frau Krankenversichert.
Aber dies sei anscheinend nur übergangsweise möglich (?)

Welche Szenarien könnten auf mich zukommen ?
 

Doppeloma

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Hallo biker57,

Habe deine Überschrift mal etwas erweitert und deine Anfrage in einen besseren Bereich verlegt, denn die Pronleme bei der Arbeitsvermittlung "Ü50" sind ja eher nicht so dein wahres Problem.

Jan 2015 aufgrund Abbau des Arbeitsplatzes Arbeitslos.
Bis Dez. 2015 in Transfergesellschaft
Ab Jan 2016 ALG 1 (Anspruch 2 Jahre)
Aber ab Juni 2016 Krankgeschrieben.
Im Nov 2017 nach 18 Monaten KG von der KK ausgegliedert.
Du wurdest also "ausgesteuert" aus dem Krankengeld weil dein Anspruch bei der KK abgelaufen ist.
Nun bist du ja schon länger hier angemeldet, da solltest du schon mal was dazu nachgelesen haben, wie es dann weitergeht ... oder das jetzt mal nachholen ...

Die AfA sagt nun: Ich hätte die restlichen 18 Monate Anspruch
auf das noch nicht bezahlte ALG 1, plus (Weil Neubeantragt)
weitere 6 Monate ALG 1. Also wieder 2 Jahre.
Was die AfA dazu "sagt" ist soweit durchaus richtig, es ist aber nur rechtsverbindlich, was du auch als Bescheid in den Händen haben wirst.

Hast du denn den Formular-Antrag schon erhalten und ausgefüllt wieder abgegeben bei der AfA ... wenn ja WANN ???

Ich bin aber noch krank, (Jetzt 60 Jahre alt) und es ist zu erwarten dass die Krankheit länger, bzw dauernd anhält.
Das ist dafür eigentlich unerheblich, dafür gibt es ja diese Sonderregelung nach § 145 SGB III, dass man trotzdem ALGI bekommen kann (und auch MUSS) nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld.

Nun hat mich das Jobcenter angerufen und mitgeteilt dass ich in den kommenden Tagen einen Antrag auf Rente zugeschickt bekomme, weil die Krankheit länger als weitere 6 Monate andauern wird.
Das "JobCenter" hat dich bestimmt NICHT angerufen, da gibt es nur Hartz 4 und KEIN ALGI und was man dir am Telefon erzählt ist generell ziemlich wertlos.

Daher solltest du deine Telefon-Nummer bei der AfA (Agentur für Arbeit / ALGI) umgehend wieder löschen lassen.

Es hörte sich so an, als ob die AfA ihre Zahlungen einstellen will.
Genau so was ist der Grund dafür, wie sich das am Telefon "anhörte" ist völlig EGAL, du hast also offenbar schon einen Leistungsbescheid vorliegen ???

Dann hast du auch das ALGI zu bekommen, so wie es dort bewilligt wurde, das KANN nicht einfach per Telefon geändert werden ... :icon_evil:

Wenn man was von dir will, was mit deinem Leistungs-Anspruch zu tun hat, muss man dir das IMMER schriftlich mitteilen.

Auch die Aufforderung EM-Rente zu beantragen hat schriftlich zu erfolgen und der "Antrag" den man dir schicken wird ist (meist) nicht der richtige Antrag, wie ihn die DRV dann haben will.

Den solltest du auch NICHT über die AfA laufen lassen, in der Regel genügt es innerhalb eines Monats die Antragstellung bei der AfA nachzuweisen.

Die würden den Antrag auch nur an die DRV weiterleiten, bestehende Schweigepflicht-Entbindungen solltest du (NUR DIREKT BEIM ÄD der AfA) schriftlich wieder aufheben und dir das erstellte "Gutachten" (Teil A und Teil B) bei der Gelegenheit gleich mal aushändigen lassen.

Bist du beim ÄD (ärztlicher Dienst der AfA) gewesen zur Untersuchung oder hast du nur all die gewünschten (aber freiwilligen) Unterlagen und Schweigepflicht-Entbindungen bei den SB abgegeben ???

Was wäre, wenn die Rente abgelehnt würde, ich aber nicht dem Arbeitsmarkt wegen Krankheit zu verfügung stehen würde ?
Mit deinem sogenannten "Restleistungsvermögen" (aktuell lt. ÄD wohl unter 3 Stunden täglich) musst du IMMER der Vermittlung zur Verfügung stehen (wollen), es wird nur aktuell keine Vermittlung erfolgen weil auch die AfA erst mal abwartet, was sich aus dem Antrag auf EM-Rente ergeben wird.

Bei einer Ablehnung will man dich dann wieder "vermitteln", weil die AfA das bereits als endgültige Entscheidung der DRV sehen möchte.
Ist es aber nicht wenn du Widerspruch gegen die Ablehnung bei der DRV einlegst, dann ist es ein "schwebendes Verfahren", wie nach der Antragstellung auch schon.

Weiter zahlen MUSS die AfA trotzdem, es gilt weiter der Anspruch nach § 145 SGB III ... du "WILLST" immer arbeiten, EGAL was passiert (besonders EGAL was die dazu "erzählen") ... man wird keine Stelle für dich finden. :icon_evil:

Dazu später mehr wenn es nötig sein sollte, das verwirrt aktuell nur, zudem gibt es schon genug Themen und Beiträge, wo du dazu was nachlesen kannst.

Denn laut MA der AfA stehen mir 24 Monate ALG 1 zu .
Was steht in deinem Bescheid, NUR das hat Bedeutung und nicht was dir so alles "erzählt" wird. :icon_evil:
So lange der aktuelle Bescheid gültig ist und nicht (begründet und schriftlich) aufgehoben wird, muss auch gezahlt werden,

Bis jetzt habe ich 40% GdB.
Das hat dafür keine Bedeutung, es sei denn du hast die Möglichkeit über eine Schwerbehinderung (GdB 50 oder mehr) früher in eine andere Rente zu gehen, sollte die EM-Rente abgelehnt werden.

Dann solltest du versuchen über einen Verschlimmerungs-Antrag beim Versorgungsamt die Schwerbehinderung zu erreichen.
Bist du denn aktuell auch weiter vom Arzt AU geschrieben, den Schein gibst du aber nicht mehr bei der AfA ab. aber OHNE wenigstens vom Arzt Arbeits-UNFÄHIG geschrieben zu sein, wird man dir kaum eine Rente wegen Erwerbsminderung geben wollen.

Bin noch in Behandlung, bzw muss weiterhin Fachärzte aufsuchen, um die Ursachen der Erkrankung zu finden.
Das ist auch wichtig dafür und du solltest möglichst aktuelle Behandlungsberichte / Befunde schon zusammen mit dem Antrag bei der DRV einreichen.

Bin seit diesen Monat über meine Frau Krankenversichert.
Aber dies sei anscheinend nur übergangsweise möglich (?)
Verstehe ich nicht wenn du ALGI beziehst bist du doch darüber selber versichert, hast du denn nun schon einen Leistungs-Bescheid von der AfA oder nicht ???

Ansonsten wird es Zeit da mal "Dampf" zu machen, die wollen von dir was (warst schon beim ÄD, wirst angerufen, sollst EM-Rente beantragen ???) aber gezahlt wird noch nicht oder wie ist das jetzt zu verstehen ... ???

Familienversichert kann man sein so lange es nötig ist (jedenfalls wenn der Ehe-Partner auch gesetzlich versichert ist), das endet aber wieder mit eigener Versicherung aus einem Leistungsbezug, weil es dann auch überflüssig wäre.

MfG Doppeloma
 
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