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Arbeitslos geworden und muss bei Eltern ausziehen - Ü25

Magical

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#1
Hallo

ich hatte schonmal hier geschrieben und brauchte Eure Tips dann Gott sei Dank nicht, da ich einen Job gefunden hatte...

Von Mai bis Dez hab ich gearbeitet, jetzt macht die Firma Kurzarbeit und entlässt einige, kurz um ich bin arbeitslos geworden

Vorher hab ich studiert, leider nicht fertig.Vorm Studium war berufstätig und genau 2 Tage arbeitslos, weil sich damals da etwas mit dem Wochenende überschnitten hatte. Davor habe ich eine Lehre gemacht
Aug 08- Jan 12 Lehre
Feb 12- Juni 12 Arbeit inkl. 2 Tage arbeitlos
Aug 12- Juni 15 Student, aber ab Mai 15 Vollzeitarbeit
Mai 15 - Dez 15 Arbeit

Nun habe ich im Grunde nix in der Tasche und MUSS zu Hause ausziehen. Ich habe noch nen guten Monat Zeit. Außer meinen Möbeln und ner Waschmaschine habe ich nichts und natürlich auch nen nur sehr kleinen Notgroschen.
Ich bin 25, bzw werde bald 26.

Auf Anfrage bei der ARGE bzw beim Jobcenter hieße es, ich soll zu Hause bleiben wenn ich halt keine Knete habe für ne eigene Bude...
Das stimmt ja so nicht...

Was kann ich nun tun?
An welche Stellen wende ich mich konkret?
Am 15.01. habe ich einen Termin bei meinem Sachbearbeiter (der bisher immer sehr nett war und auch meine Eigenbemühungen zu schätzen wusste, denn bewerbungsfaul bin ich sicher nicht)
 

Hartzeola

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#2
Auf Anfrage bei der ARGE bzw beim Jobcenter hieße es, ich soll zu Hause bleiben wenn ich halt keine Knete habe für ne eigene Bude...
Das stimmt ja so nicht...

Was kann ich nun tun?
Finde eine Wohnung, laß Dir vorerst ein unverbindliches Mietangebot geben.

Damit gehst Du zum JC und bittest um seine Genehmigng, am Besten nachweislich, z.B. durch eine Eingangsbestätigung.

Hier angemessene Miete ansehen:

Harald Thome - Örtliche Richtlinien
 

Magical

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#3
Habe eine Wohnung in Aussicht (49qm, 390€ warm)

Damit liege ich ja in den Bestimmungen, da bis 50qm und 338€ Kaltmiete in meinem Ort laut der KDU Info.

Was meinst du denn mit einem Mietangebot?
Soll ich dem Vermiete sagen, dass ich nen Zettel fürs Arbeitsamt brauche? Dann gibt der mir die Wohnung doch erst recht nicht oder?
 

Hartzeola

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#4
Soll ich dem Vermiete sagen, dass ich nen Zettel fürs Arbeitsamt brauche?
Ansonsten wird er Verdienstnachweis verlangen, i.d.R.sind es 3 letzten Gehaltsabrechnungen. Vom JC kriegst Du im Falle einer Zustimmung eine Zusicherung zur Kostenübernahme.

Natürlich sind die Möglichkeiten für einen ALG II Empfänger eingeschränkt.

Alternativ kannst Du dem JC noch nicht unterschriebenen Mietvertrag vorlegen.
 

Linuxfan

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#5
Ich denke mal, dass es jetzt wichtig ist, dass wieder Geld fließt. Einen Antrag auf ALG II würde ich auf jeden Fall einreichen und dies so schnell wie möglich.

Umzug ist ziemlich stressig. Ich bin mehrmals umgezogen und glücklicherweise konnte ich das mit einem Freund machen und wir haben vom Autoverleih einen Mercedes Sprinter für einen Tag gemietet.

Was wäre Dir denn lieber? Eigene Bude oder bei den Eltern bleiben?
 

Magical

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#6
Hi

im Moment bekomme ich ja ALG 1

Ich habe keine Wahl beim Auszug, ich muss...

Daher sollte ich jetzt ALG 2 zusätzlich beantragen?
Hätte evtl Wohnungen die vielleicht noch so grade eben mit meinem ALG 1 schaffen könnte...
Das muss jetzt alles zügig gehen...die Vermieter warten nicht lange :S
 

Magical

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#7
Welchen Antrag genau brauche ich?

HA und KDU oder nur einen davon?


Geht das bei der ARGE oder nur beim Jobcenter, weil ich am 15.01. nen Termin bei meinem Sachbearbeiter habe bei der ARGE...
 

Hartzeola

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#8
im Moment bekomme ich ja ALG 1
Bekommst Du mindesten Regelbedarf, 404 €? Man kann theoretisch versuchen, eine Wohnung auf eigene Faust zu mieten und danach ALG II beantragen.

Voraussetzung dafür wäre, dass der Vermieter keinen Nachweis über eine entsprechende Einkommenshöhe verlangt

Du wirst allerdings einige Zeit nur über Dein derzeitiges Geld verfügen können, bis ALG II bewilligt wird. Einen Vorschuss kann man u.U etwas früher beantragen.

ALG II Antragsformular bekommst Du im JC gleich mit einem Abgabetermin. Kann man auch hier downloaden

https://www.arbeitsagentur.de/web/c...il/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI516946
 

Magical

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#9
Rund 500 bis 600 müssten das sein. Habe noch keinen Bescheid über die Höhe.

Habe mir heute eine Wohnung angesehen, allerdings will dieser eine Mieterselbstauskunft. Da ich bis einschl Dez gearbeitet habe wäre es also kein Problem die letzten Abrechnungen zu zeigen.
Oder was wird darin gefragt?

Allerdings geht die Wohnung ohne zusätzliche Einnahmen definitiv nicht. Mittwoch habe ich ein Vorstellungsgespräch aber das heißt ja noch nichts... Dann wären meine Probleme erst gelöst.

Den Antrag habe ich ausgedruckt und soweit ich kam auch ausgefüllt. Meinem ARGE Sachbearbeiter kann ich den dann leider nicht geben?
 

Magical

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#10
Hallo nochmal

also mein Termin ist geplatzt, weil mein Sachbearbeiter nicht konnte, nen neuen habe ich noch immer nicht.
Am Telefon hab ich dann gefragt wie das denn nun mit meinem ALG1 Antrag geht, wenn der nicht kann...
Dann erfuhr ich dass ich den hätte online machen sollen/müssen

Das war mir neu und das hatte mir auch keiner gesagt, dass ich das *muss*!
Habe ich natürlich dann sofort gemacht. Jetzt ist eine Woche um und ich habe noch nichts gehört...ich stehe dann wohl am 1.2. ohne Geld da wie es mir scheint...


Ich war gestern beim Jobcenter und habe mich dort erkundigt bzgl aufstockendes ALG2.
Ich wurde da wirklich wie ein Verbrecher behandelt und richtig angepampt, weil ich so dreißt bin, da hin zu kommen obwohl mir, weil ich 675€ ALG1 beziehen kann/werde, das nicht zu steht.
Ich wohne bei den Eltern und deswegen reicht das aus.

Ich habe der Dame erklärt, dass mich meine Eltern rauswerfen und ich Geld für ne Wohnung brauche...ich kann nicht dort einziehen und dann erst prüfen lassen, ob die das dann übernehmen.

Da wurde die richtig sauer und meinte, es wäre ja schon sehr verdächtig, dass ich ausgerechnet jetzt, wo ich arbeitslos geworden bin, raus geworfen werde...
Was soll man da bitte sagen? oO Als ob ich mir das aussuchen würde...


Die Alternative wäre sich son Wisch vom potenziellen Vermieter geben lassen und dann da beim Jobcenter prüfen lassen.

Mal ehrlich...auf dieser Art bekommt man doch keine Wohnung...welcher Vermieter findet das denn toll?

Das wäre halt Schicksal...so die Frau im Jobcenter...


Und was mache ich jetzt?
 

Magical

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#11
Hallo nochmal

also mein Termin ist geplatzt, weil mein Sachbearbeiter nicht konnte, nen neuen habe ich noch immer nicht.
Am Telefon hab ich dann gefragt wie das denn nun mit meinem ALG1 Antrag geht, wenn der nicht kann...
Dann erfuhr ich dass ich den hätte online machen sollen/müssen

Das war mir neu und das hatte mir auch keiner gesagt, dass ich das *muss*!
Habe ich natürlich dann sofort gemacht. Jetzt ist eine Woche um und ich habe noch nichts gehört...ich stehe dann wohl am 1.2. ohne Geld da wie es mir scheint...


Ich war gestern beim Jobcenter und habe mich dort erkundigt bzgl aufstockendes ALG2.
Ich wurde da wirklich wie ein Verbrecher behandelt und richtig angepampt, weil ich so dreißt bin, da hin zu kommen obwohl mir, weil ich 675€ ALG1 beziehen kann/werde, das nicht zu steht.
Ich wohne bei den Eltern und deswegen reicht das aus.

Ich habe der Dame erklärt, dass mich meine Eltern rauswerfen und ich Geld für ne Wohnung brauche...ich kann nicht dort einziehen und dann erst prüfen lassen, ob die das dann übernehmen.

Da wurde die richtig sauer und meinte, es wäre ja schon sehr verdächtig, dass ich ausgerechnet jetzt, wo ich arbeitslos geworden bin, raus geworfen werde...
Was soll man da bitte sagen? oO Als ob ich mir das aussuchen würde...


Die Alternative wäre sich son Wisch vom potenziellen Vermieter geben lassen und dann da beim Jobcenter prüfen lassen.

Mal ehrlich...auf dieser Art bekommt man doch keine Wohnung...welcher Vermieter findet das denn toll?

Das wäre halt Schicksal...so die Frau im Jobcenter...


Und was mache ich jetzt?
 

Tante Berta

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#12
Son Wisch :) gibt es nicht vom potetiellen Vermieter, das Dingens nennt sich Vermieterbescheinigung und das JC hätte das aushändigen müssen.
Haben die das gemacht?

Deine Bedenken hierzu sind sehr realistisch, daher ein Alternativvorschlag:
Frage bitte bei der Wohngeldstelle, ob die so einen Vordruck haben. Der ist neutral, Wohngeld ist nicht mit Makel behaftet wie "Hartz4" und die für das JC notwendigen Eckdaten stehen da auch drauf.
Beistand schnappen, mit der Verm.B. Antrag auf Umzugskosten, Kautionsübernahme einreichen und auf zeitnahe Entscheidung pochen..."angemessene" Wohnungen sind ja mittlerweile fast wie ein 6er im Lotto
 

Magical

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#13
Nein außer einer relativ pampigen Abfuhr habe ich nichts bekommen...keine Tips oder Infos, außer ich soll mir halt nen Job suchen und mit meinen Eltern reden, dass ich hier weiter wohnen darf...

Viele Wohnungen habe ich jetzt schon nicht bekommen, die Begründung war immer die selbe - kein festes Einkommen.
Also bin ich echt aufgeschmissen.

Wohngeldstelle...guter Tip. Ich werde mich darum kümmern...


Beistand? Wer soll das sein? Ich kenne keinen der genug Ahnung hat und mir wirklich helfen könnte :(
Das Einreichen dann bei der Wohngeldstelle oder beim JC?

Die "nette" Dame beim JC meinte auch, es gäbe günstigen Wohnraum, man müsse halt Abstriche machen.
Ich finde aber ehrlich gesagt nichts, was 338€ entspricht. Ich liege IMMER, wenn auch knapp, darüber. Würde nicht genehmigt werden, ich soll weiter suchen und zur Not halt ganz wo anders hinziehen.


Jetzt habe ich ein neues Problem.
Meine letzte Arbeit ist für die akutelle ALG1 Berechnung nicht von Relevanz, dennoch wollen die die haben, weils sonst kein Geld gibt. Wäre ja ok, wenn ich die schon hätte.
Habe dann mit denen telefoniert und die gefragt, wie die sich das vorstellen. Ich habe ja auch Kosten usw. Wäre Pech, ohne die Arbeitsbescheinigung, gibts keinen Bescheid von der Leistungsabteilung, ich solle halt zu sehen, dass die schnell ran kommt. Das Geld würde ja nachgezahlt werden.


Ich hab echt das Gefühl, dass die mich da verarschen wollen.
Was ich nicht hab, kann ich denen nicht geben. Die brauchen das strenggenommen auch nicht jetzt.
Das JC verweigert alles, weil ich ja ALG1 Anspruch in "ausreichender" Höhe habe.
Infos gibts nur auf Nachfrage und diese sind entweder widersprüchlich oder unvollständig.

Stattdessen bekomm ich Jobvorschläge mit Stellen, die eindeutig nicht dem ärztlichen Attest entsprechen - was soll man da noch sagen?
 
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