Arbeitsgerichte ertrinken in Klageflut

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wolliohne

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Trotz Kurzarbeit ist die Zahl der Kündigungsschutzverfahren stark gestiegen 09. Juni 2009

Auch die Arbeitsgerichte bekommen die Folgen der Wirtschaftskrise zu spüren: Die Zahl der Kündigungsschutzverfahren ist seit Ende 2008 in vielen Bundesländern stark gestiegen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zählten die Richter bisweilen doppelt so viele Klagen. Die Versuche vieler Arbeitgeber, Kündigungen mit dem Mittel der Kurzarbeit zu vermeiden, machen sich nicht überall bemerkbar.

„Die Verfahrenszahl in der ersten Instanz hat sich dramatisch nach oben entwickelt“, sagt Ulrich Hensinger, Sprecher des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg in Stuttgart. „Seit März beobachten wir eine richtige Klagewelle, bei allen Arbeitsgerichten bis auf Pforzheim.“ Sogar der Spitzenwert von gut 68 500 Verfahren 2003 sei überschritten worden.

„Wir fürchten, dass wir ab Herbst völlig unter Wasser sind“, sagt Hensinger. Denn noch hätten große Arbeitgeber wie Bosch, Porsche oder Daimler wegen ihrer Beschäftigungspakte und dank der Kurzarbeit keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen. „Der jetzige Zuwachs geht vor allem auf mittelständische Betriebe und Autozulieferer zurück“, sagt Hensinger.

Geradezu überrollt

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Mario Nette

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In der dpa-Umfrage zeigten sich allein Thüringen und Sachsen-Anhalt von der Klageflut verschont. Einhellig melden die Gerichtssprecher aber, dass die klagenden Arbeitnehmer sich inzwischen seltener mit einer Abfindung zufriedengäben. Viel öfter als früher wollten sie auf dem Gerichtsweg zurückkehren in ihren Job.
(Quelle: Artikel von oben)

Hartz I-IV wirkt. Die Menschen haben Angst. Die Menschen kämpfen. Sie werden in Bewegung gehalten. Sie nehmen sogar in Kauf (ja klagen dafür), zu dem Herrn zurück zu kommen, der sie als entbehrlich ansieht. Welch' Basis hat wohl ein Arbeitsverhältnis, in welchem der AN nur aufgrund einer Klage vom AG beschäftigt wird?

Mario Nette
 
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