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Arbeitsgelegenheiten: Was habe ich mittlerweile erlebt?

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ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Im April trat ich einen Ein-Euro-Job beim Diakonischen Werk an. Betreutes Wohnen für behinderte Menschen. Im Mai war die Maßnahme aber schon wieder zu Ende.

Dabei lag es nicht an meiner Person. Zu meinen Aufgaben zählte u.a. auch die Nachtbereitschaft von 21:00 Uhr bis 06:00 Uhr früh. Also neun Stunden zu 9,-- Euro - so dachte ich. Weit gefehlt, denn der Zeitraum wurde geviertelt. Das hieß ich bekam für neun Stunden Bereitschaftsdienst 2,25 Euro ausbezahlt. Meine Fallmanagerin war unzureichend informiert und sie ging von einer Mehraufwandsentschädigung von 1,-- Euro für jede Stunde aus.

Die Arbeit mit behinderten Menschen an sich hat meine Seele wieder in die richtige Balance gebracht. Aber das Bewußtsein nur 25 Cent für eine Nachtstunde zu erhalten brachte mich zusehends wieder aus dem Gleichgewicht. Ich suchte mit der Verwaltung des Wohnheims nach einer Lösung um unter anderen finanziellen Bedingungen bleiben zu können, die es aber schlußendlich zu meinem Bedauern so nicht gab.

Trotzdem konnte ich den Ein-Euro-Job Mitte Mai aufgeben ohne Sanktionen nach dem SGB II befürchten zu müssen. Meine Case-Managerin, eine Vertreterin des Betreuten Wohnens und ich einigten uns auf eine annehmbare und gerechte Lösung.

Für kommenden Sonntag bot ich meine Mithilfe für das alljährlich stattfindende Sommerfest an.

Ich fühle mich gut dabei.

Seit 01.06.05 gehe ich einer Arbeitsgelegenheit in meinem Heimatort bei der Tafel e.V. nach. Arbeitszeit: 20 Stunden die Woche. Mehraufwandsentschädigung: 2,-- Euro die Stunde. Für Auswärtige gibt es sogar Fahrtkostenersatz.

Natürlich wäre mir eine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt lieber - aber ich bin bescheiden geworden...
 

Silvia V

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
2.549
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#2
Hallo Thomas,


ich freue mich sehr Dich hier zu finden und noch mehr freue ich mich,das
Du einen für Dich gangbaren Weg gefunden hast.


Schöne Grüße

Silvia :)
 

Gozelo

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jun 2005
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#3
Catweazle sagte :
Zu meinen Aufgaben zählte u.a. auch die Nachtbereitschaft von 21:00 Uhr bis 06:00 Uhr früh. Also neun Stunden zu 9,-- Euro - so dachte ich. Weit gefehlt, denn der Zeitraum wurde geviertelt. Das hieß ich bekam für neun Stunden Bereitschaftsdienst 2,25 Euro ausbezahlt. Meine Fallmanagerin war unzureichend informiert und sie ging von einer Mehraufwandsentschädigung von 1,-- Euro für jede Stunde aus.
Das ist ja auch sehr "kreativ" gedacht........... Sowas habe ich noch nicht gehört........... Vom Feinsten!

Wie hat das "Diakonische Werk" denn begründet, dass Dir nur ein Viertel der Arbeitszeit bezahlt wurde? Hat die ArGE/AfA das Diakonische Werk abgemahnt oder den Vertrag gekündigt?

gozelo
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#4
Die Begründung war eindeutig. Während des Bereitschaftsdienstes wurde jedem Mitarbeiter ein entsprechendes Dienstzimmer mit Schlafmöglichkeit zur Verfügung gestellt. Das Schlafen war also ausdrücklich erlaubt. Deshalb die Viertelung der Stunden und somit des Mehraufwands. Diese Regelung gilt für alle Mitarbeiter.

Der jeweils zugrunde liegende Stundenlohn machte aber den Unterschied: Bei 10,-- Euro sind es halt immerhin noch 2,50 Euro pro Nachtstunde und bei mir waren es demzufolge nur noch 0,25 Euro. Aber ich konnte diesen Unterschied in keiner Weise nachvollziehen, denn ich bin ebenso viel wert wie ein anderer Mensch. Das habe ich den Vertretern des Diakonischen Werks in verschiedenen Gesprächen auch sehr deutlich gemacht.

Die vertragliche Vereinbarung wurde durch das Diakonische Werk (in diesem Fall Betreutes Wohnen für behinderte Menschen) gelöst. Es folgte auch nie eine Sanktion durch das Diakonische Werk als Maßnahmeträger.

Sowohl die zuständige Case-Managerin des Diakonischen Werkes als auch eine Vertreterin des Betreuten Wohnens haben sich für diese Irritationen bei mir persönlich entschuldigt.

Ich erhielt für die zwei Monate geleistete Arbeit ein qualifiziertes Zeugnis. Die Maßnahme wurde in diesem Zeugnis als Praktikum deklariert. Dies geschah auf meinen eigenen Wunsch.

Die ganze Angelegenheit verlief sehr reibungslos und hat keinerlei Nachteile für meine Person.

Im Übrigen ist für mich noch mittelfristig das Diakonische Werk und nicht die ArGe als Maßnahmeträger zuständig. Die ArGe ist momentan nur für die Geldleistungen (Alg II/Mehraufwandsentschädigung) verantwortlich.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#5
Neben dem Zusatzjob bei der Tafel e.V. bin ich noch ab und zu ehrenamtlich beim Diakonischen Werk (Betreutes Wohnen für behinderte Menschen) tätig. Heute (Sonntag) fand dort das alljährliche Sommerfest statt und ich war bei der Essensausgabe als Helfer eingeteilt.

Und was soll ich sagen - es hat mir Spaß gemacht.
 
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