Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (Zusatzjob)

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Sapel

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Hallo,

habe heute folgendes Schreiben (per förmlicher Zustellung) im Briefkasten gehabt: (siehe Anhang, anbei war noch die Rechtsfolgenbelehrung)

Nun meine Frage: Muss ich diese Stelle annehmen? Ich bin ja eigentlich an einer Ausbildung (da noch keine vorhanden, auch schon länger arbeitslos, schon viele Kurse / Praktika ohne Ergebnis durchlaufen) oder einer Stelle im Bereich Einzelhandel (dort Erfahrung) oder im IT Bereich (auch Erfahrungen) interessiert, allerdings interessiert das meinen Sachbearbeiter nicht. Seiner Aussage nach soll ich mir eine Ausbildung wegen meinem Alter (29 Jahre) aus dem Kopf schlagen, sowas geht in dem Alter nicht mehr. Witzigerweise gibt es bei uns in der Nähe eine EDV Schule mit der Ausbildung "Fachinformatiker Systemintegration" bei der ich sogar anfangen könnte (in einem Kurs kam der Vorschlag ich solle mich da bewerben, lief auch alles gut bis im letzten Moment der Bildungsgutschein nicht gewährt wurde), allerdings würde die über einen Bildungsgutschein laufen welcher mir laut Aussage meines SB nicht zusteht, da ich ja ALG II beziehe. Es ist zum heulen...

Auch ansonsten entspricht das meinen Fähigkeiten (Erfahrungen im Einzelhandel, IT) kein bischen, handwerkliche Aufgaben liegen mir dank zwei linker Hände überhaupt nicht.

Nun ja, was für Möglichkeiten habe ich denn nun? Ist die Arbeit eurer Meinung nach wirklich zusätzlich, wie angegeben? Ein Profiling wegen meiner Fähigkeiten usw wurde übrigens vorher keins erstellt. In meiner letzten EGV wurde wegen diesem 1,50 Job auch nichts vereinbart. Andere Angebote (Ausbildung oder Arbeitsstellen habe ich dieses Jahr auch noch keine zugeschickt bekommen)

LG
sapel
 

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optimistin

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Wieso sollte Dir kein Bildungsgutschein zu stehen?
Da hättest Du mal den Vorgesetzten verlangt.

bei diesen AGH ist jetzt besondere Vorsicht geboten, wegen der Sanktionierung. Ich würde Dir empfehlen geh hin und rede mit den Träger dort vor Ort. Nicht das Du das nicht machen willst, sondern davon überhaupt keinen Plan hast. Mit Schaufel und Spaten noch nie Kontakt hattest und auch sontst handwerklich zwei linke Hände hast.

Und sehr gut zu hören, was da gesagt wird, alles mitschreiben.

Schau mal auf Seite 2 Deiner EGV, da steht da sehr wohl was von AGH und sonstigen Maßnahmen.
 

gelibeh

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Hast Du den Bildungsgutschein schriftlich beantragt?

Kannst Du diese "Arbeit" da überhaupt körperlich machen?

Mal ganz allgemein gefragt, wo liegt da das öffentliche Interesse an solchen Ausgrabungen?

So weit ich das neue Gesetz verstehe, muss eine Maßnahme nicht mehr in einer EGV drinstehen, aber ob dann ein solcher Schrieb eine gültige Zuweisung ist?
 

Sapel

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Danke euch beiden.

Über den Bildungsgutschein hatte ich nur mit meinem SB geredet, der meinte dass ich keinen bekommen würde. (Seine Begründung: Ich müsste ALG I bekommen, mit ALG II gibt es keine)

Noch andere Meinungen zu dem 1,50 Job, bzw meinen Möglichkeiten?
 

Scarred Surface

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Über den Bildungsgutschein hatte ich nur mit meinem SB geredet, der meinte dass ich keinen bekommen würde. (Seine Begründung: Ich müsste ALG I bekommen, mit ALG II gibt es keine)
Und Du glaubst alles, was Dir das arge Gesindel mündlich mitteilt? Schriftlichen Antrag auf den Bildungsgutschein stellen, dann bekommst Du auch einen rechtsmittelfähigen schriftlichen Bescheid.

Noch andere Meinungen zu dem 1,50 Job, bzw meinen Möglichkeiten?
Die Angabe zur Arbeitszeit (Teilzeit - flexibel) ist imho nicht hinreichend bestimmt.

Ausserdem ist die Frage, inwieweit Ausgrabungsarbeiten im öffentlichen Interesse liegen und Dein Einsatz dort tatsächliche zusätzlich ist. Wenn ein Landkreis der Meinung ist, er möchte in der Erde buddeln (lassen), dann soll er ordnungsgemäß Leute sozialversicherungspflichtig beschäftigen.

Ich würde beide Punkte schriftlich beim argen Gesindel monieren und mitteilen, dass Du bis zur Klärung dieser Fragen die Sklavenarbeit nicht antrittst. Einen nichtrechtzeitigen Antritt können sie Dir ohnehin nicht vorwerfen, da der Antrittstermin lt. Zuweisung (14.03.2011) ohnehin schon lang vorbei ist.
 
E

ExitUser

Gast
gibt auch welche bei alg2
nur es sind kann leistungen und keine pflicht

es liegt im ermessen deines SB
ob der dir einen gibt oder nicht
 

optimistin

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Einen nichtrechtzeitigen Antritt können sie Dir ohnehin nicht vorwerfen, da der Antrittstermin lt. Zuweisung (14.03.2011) ohnehin schon lang vorbei ist.

Auf diesen Punkt kann man nicht verweisen, da auch nach AGH Beginn
immer mal wieder wegen Krankheit oder anderen Gründen jemand ausscheidet.
Und dann jemand anderes gschickt wird.
Deshalb habe ich auch geschrieben, genau zuhören und mitschreiben zum Gespräch.

Ob das wirklich zusätzlich ist, bezweifele ich auch. Da Ausgrabungsarbeiten von Archäologen
durchgeführt werden. Und da kann bei Mitarbeitermangel auch zeitlich befristet eingestellt werden.
 

Scarred Surface

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Auf diesen Punkt kann man nicht verweisen, da auch nach AGH Beginn
immer mal wieder wegen Krankheit oder anderen Gründen jemand ausscheidet.
Das ist nicht das Problem des Zugewiesenen. Man kann kaum von ihm erwarten, dass er für hirnloses arges Gesindel auch noch mitdenkt. Anders herum kann man aber sehr wohl erwarten, dass arge Kreaturen, die sicher mehr als 1,50 €/Stunde bezahlt bekommen, einen anständigen Job machen. Eine Zuweisung muss individuell zutreffend und richtig sein, sonst hat sie gravierende formale Mängel und die Verbindlichkeit kann getrost angezweifelt werden.
 

Speedport

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gibt auch welche bei alg2
nur es sind kann leistungen und keine pflicht

es liegt im ermessen deines SB
ob der dir einen gibt oder nicht

Da das JC jetzt aber eine Behörde ist, ist eine Ermessensentscheidung gerichtlich überprüfbar (Verwaltungsgericht).

Also erstmal schriftlich beantragen und bei Ablehnung die Ermessensentscheidung vor dem Verwaltungsgericht überprüfen lassen.
 
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