• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (Zusatzjob)

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

belphegore

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
19 Jun 2008
Beiträge
166
Gefällt mir
5
#1
Hallo,
mein Sachbearbeiter schikaniert mich weiter: Er schlägt mir zusätzliche, im öffentlichen Interesse liegende und im Rahmen einer öffentlich geförderten Beschäftigung, Arbeit (§16 Abs. 3 Satz 2 Sozialgesetzbuch) vor:

Tätigkeit: Straßenreiniger
Beschreibung/Anforderungen: Wohnumfeldverbesserung, Reinigung von Wegen und Plätzen
Mehraufwandsentschädigung: 1,50 Euro/Stunde
zeitlicher Umfang: 30 Stunden/wöchentlich
Stundenumfang: Teilzeit
Dauer: 8 Wochen
Kurzbezeichnung der Maßnahme: AGH zur Prufung der Arbeitsbereitschaft und Arbeitsfähigkeit.
Trager der Maßnahme: Stadtteilwerkstatt

Ich soll mich übermorgen beim Träger vorstellen. Diese Maßnahme ist nicht in einer EGV aufgenommen, hat aber sehr wohl eine Rechtsfolgenbelehrung.

Ich bin gelernter Technischer Zeichner mit 12 Jahren Berufserfahrung und hab da wirklich kein Bock drauf, wenn ich das mal so sagen darf.
Kann ich mich dagegen wehren und wenn ja wie?

Hab teilweise schon gelesen das so mancher Zusatzjob illegal sein soll. Bei einer EGV wüßte ich jetzt auch wie vorgehen müßte, aber hier...

Ciao
Stefan

BTW Der Sachbearbeiter meinte die ausgeschriebene Tätigkeit nicht unbedingt die wäre, die ich auch durchführen müßte. Sondern er meinte der Träger würde schon was passendes finden...
 

Sissi54

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Mrz 2008
Beiträge
1.428
Gefällt mir
3
#2
Hallo !

Für Straßenreinigung ist der Besitzer des Grundstückes zuständig.
Entweder Privat oder Kommune.Bestimmt nicht die Arbeitslosen.
Eindeutig nicht zusätzlich !

Frechheit, AGH zur Prüfung der Arbeitsbereitschaft und Arbeitsfähigkeit.
Hier wirst Du als resozialisierungsbedürftig, wenn nicht schon fast asozial abgestempelt.Bitte nicht persönlich nehmen !

Wird auf die Rechtsfolgebelehrung im Anschreiben hingewiesen oder flattert diese am Anhang, ohne Hinweis.
Dann war keine dabei.:icon_wink:
Häufiger Fehler, meistens passiert dann nichts, wenn der Arbeitslose nicht reagiert.

Auch der Träger hat nichts "passendes zu finden".
Die genauen Arbeitsinhalte hat der Leistungsträger festzulegen, nicht der Maßnahmeträger.

Ist das Schreiben ein Vermittlungsvorschlag oder eine Einladung ?
 

belphegore

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
19 Jun 2008
Beiträge
166
Gefällt mir
5
#3
Hallo,

es wird auf die Rechtsfolgenbelehrung hingewiesen (Die sich auf der Rückseite befinden soll). Die aber nicht auf der Rückseite ist, sondern als Extrablatt. Zusätzlich ist noch dieses Benachrichtungsformular ob und wann ich mich vorgestellt habe etc. p.p. dabei.
Ansonsten ist es wohl nur ein Arbeitsvermittlungsvorschlag.
Aber das ich mich am 28.8. um elf Uhr bei Herrn sowieso vorstellen soll.

Ciao Stefan
 

belphegore

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
19 Jun 2008
Beiträge
166
Gefällt mir
5
#4
Was mache ich denn jetzt mit dem Vorstellungstermin morgen früh als Straßenreiniger?


Ciao Stefan
 
Mitglied seit
5 Nov 2006
Beiträge
1.732
Gefällt mir
108
#5
Frag die ganz direkt wo da die vom Gesetz geforderte Zusätzlichkeit liegt.

Frag sie wer das ganze vor sagen wir mal 5 Jahren gemacht hat. Wenn es früher Angestellte waren ist das ganze nicht zusätzlich.

Ansonsten könnte ich mir vorstellen daß die Gewerkschaft sicherlich auch an solchen nicht-zusätzlichen Sachen Interesse hat..
 

belphegore

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
19 Jun 2008
Beiträge
166
Gefällt mir
5
#6
Und wenn das alles der Fall sein sollte, teile ich das meinen Sachbearbeiter mit und trete den Job nicht an?
 

Sissi54

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Mrz 2008
Beiträge
1.428
Gefällt mir
3
#7
Gehe morgen zu dem Termin und höre Dir alles an und weiter nichts.
Das zeigt erst einmal Mitwirkung.

Alle Arbeitsinhalte hat alleine der Leistungsträger festzulegen !

Dann kann geurteilt werden, ob Du mit dem eisernen Besen in die ARGE marschierst.

Die Beanstandungen kannst Du dann in der geforderten Rückantwort mitteilen.

Viel Glück !
 

belphegore

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
19 Jun 2008
Beiträge
166
Gefällt mir
5
#8
Okay.
Erstmal Danke so weit. Meld mich morgen, nach dem Termin, wieder.
 
E

ExitUser

Gast
#9
Nach § 16 SGB II hat ein EEJ "zusätzlich" zu sein. Was "zusätzlich" ist, hat einmal das Verwaltungsgericht Bremen in einem Urteil bestimmt, das findest du hier:


www.verwaltungsgericht.bremen.de/sixcms/media.php/13/07k784-g01.pdf


Ich würde diesen Job schriftlich ablehnen und das morgen früh gegen Quittung bei der ARGE abgeben:

"Ablehnung Ihres Jobs als Straßenreiniger bei ..... vom.....

Der Job als Straßenreiniger ist nicht, wie in § 16 SGB II vorgegeben, zusätzlich. Lt. einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Bremen S7 K 784/07 ist "eine Arbeit gemäß § 261 Abs. 2 SGB III nur in dem Fall zusätzlich, dass sie ohne die Förderung nicht, nicht in diesem Umfang oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt wird. Arbeiten, die auf Grund einer rechtlichen Verpflichtung durchzuführen sind oder die üblicherweise von juristischen Personen des öffentlichen Rechts durchgeführt werden, sind nur förderungsfähig, wenn sie ohne die Förderung voraussichtlich erst nach zwei Jahren durchgeführt werden."

Und weiter lautet dieses Urteil:

"Insbesondere die Gebäude- und Gehwegreinigung lässt dies sehr zweifelhaft erscheinen. Eine Gebäudereinigung wird üblicherweise im Rahmen regulärer Beschäftigungsverhältnisse durchgeführt. Auch bei der Gehwegreinigung ist es unwahrscheinlich, dass diese ohne die Förderung gar nicht oder erst zwei Jahre später durchgeführt worden wäre. Insbesondere dürfte hier aufgrund des Bestehens von Verkehrssicherungspflichten eine rechtliche Verpflichtung der Kommune zur Durchführung dieser Arbeiten bestehen (vgl. Niewald in LPK-SGB II, 2. Auflage 2007, § 16 Rn. 41)."

Ferner bin ich technischer Zeichner mit 12-jähriger Berufserfahrung. Lt. einem Urteil des SG Berlin S 37 AS 19402/08 ER v. 14.07.2008 muss der Ein-Euro-Job "eine Integrationsfunktion haben.Kann ein Erwerbsfähiger Hilfebedürftiger diverse Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt nachweisen,so kommt eine Arbeitsgelegenheit nach §16 Abs. 3 SGB II nicht mehr in Betracht."

Ich sehe deshalb keinen Anlass, diesen Job anzutreten und bitte um Prüfung".

Ich weiss ja nicht, inwieweit du eine Sanktion in Kauf nehmen möchtest, gegen die du dich im Anschluss aber sehr gut wehren kannst. Wenn du diesen Schrieb so abgibst und morgen nicht zum Job hingehst, sanktionieren die dich "einfach nur so" trotzdem erstmal. Man wird deine "Ablehnung" als "ein nicht wichtiger Grund" betradchten. Damit würde ich aber zum Fachanwalt für Sozialrecht mit einem Beratungsschein vom Amtsgericht gehen. Das kostet dich dann nur 10 Euros. Der Anwalt schreibt dann einen Widerspruch und eine einstweilige Anordnung für das Gericht. Ich bin mir sehr sicher, dass du die Sanktion (die 105 Euros über 3 Monate beträgt) in spätestens 4 Wochen zurückerhälst.

Als Alternative kannst du das auch morgen früh so abgeben und im Anschluss zum Arzt gehen, weil du ja rasende Migräneanfälle bekommen hast und psychisch am Ende bist. Es kann dich keiner sanktionieren, weil du den Job aus Krankheitsgründen nicht angetreten bist. In der Zwischenzeit klärt sich die Rechtmäßigkeit der SAnktion und sie bleibt dir dann erspart.

Sag mal, kann es vielleicht sein, dass du kein ALG I, sondern direkt ALG II erhalten hast? Dann musst du nämlich wirklich eine Maßnahme nach § 15a SGB II zur Prüfung der "Arbeitsfähigkeit" machen. Das muss aber nicht unbeding ein EEJ dieser Art sein, sondern etwas, das dich weiterbring. Außerdem sollte das in der EGV vereinbart sein.

 

belphegore

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
19 Jun 2008
Beiträge
166
Gefällt mir
5
#10
Ja natürlich erhalte ich ALG2 (seit Mai), deswegen bin doch auch bei der Arge, sonst wäre ich doch noch beim Arbeitsamt...
 
E

ExitUser

Gast
#11
Die Frage lautete: Hast du jemals ALG I bezogen? Es gibt Leute, die waren selbständig und sind jetzt arbeitslos. Die bekommen kein ALG I, sondern direkt ALG II. Diese Leute müssen "zum Beleg ihrer Arbeitswilligkeit" erstmal eine Maßnahme machen. Und deshalb tippe ich darauf, dass die Begründung "zur Prufung der Arbeitsbereitschaft und Arbeitsfähigkeit" eine Maßnahme nach § 15a SGB II ist, weil du kein ALG I, sondern direkt ALG II beziehst.
 

belphegore

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
19 Jun 2008
Beiträge
166
Gefällt mir
5
#12
Ach so, war das gemeint... Nein ich hatte vorher ALG1 bezogen, für ein halbes Jahr.
Und wie es der Teufel so will, bin ich heute krank geworden.
 
E

ExitUser

Gast
#13
Ach, wie können Krankheiten doch manchmal nützlich sein!

Also die SB hat absolut keinen Grund, dich zum EEJ zu schicken. 1. Weil es nicht deiner Qualifikation entspricht, 2. Weil du noch nicht lange arbeitslos bist, 3. Weil du vorher ALG I bezogen hast.

Wenn das richtig abgewiesen wird, würde ich mir keine großen Sorgen machen. Es ist eben manchmal nervig.
 
Mitglied seit
16 Jun 2008
Beiträge
36
Gefällt mir
0
#15
Also die SB hat absolut keinen Grund, dich zum Ein-Euro-Job zu schicken. 1. Weil es nicht deiner Qualifikation entspricht, 2. Weil du noch nicht lange arbeitslos bist, 3. Weil du vorher ALG I bezogen hast.

Wenn das richtig abgewiesen wird, würde ich mir keine großen Sorgen machen.
:confused:


Ich weiss zwar nicht woher Du diese "Erkenntnisse" hast, bin mir aber sehr sicher, dass Du die aufgrund dieser "Erkenntnisse" erfolgende Sanktion für belphegore nicht ausgleichen wirst.

@belphegore: Warst Du heute bei dem "Vorstellungsgespräch"?
 
Mitglied seit
16 Jun 2008
Beiträge
36
Gefällt mir
0
#17
Sag mal, hast du die Alzheimer?
Danke der Nachfrage, aber es geht gerade so. :icon_pfeiff:

Eine Krankmeldung verlagert das Problem allerdings nur ein wenig nach hinten.

Ach, bevor ich es vergesse :cool:, woher sind denn jetzt Deine Erkenntnisse?

Also die SB hat absolut keinen Grund, dich zum Ein-Euro-Job zu schicken. 1. Weil es nicht deiner Qualifikation entspricht, 2. Weil du noch nicht lange arbeitslos bist, 3. Weil du vorher ALG I bezogen hast.
 
E

ExitUser

Gast
#18
Mehrjährige Erfahrung und das Urteil des Verwaltungsgerichtes Bremen. Das steht da unten.

Und woher kommen deine Kenntnisse?
 
Mitglied seit
16 Jun 2008
Beiträge
36
Gefällt mir
0
#19
Mehrjährige Erfahrung und das Urteil des Verwaltungsgerichtes Bremen.
Dann bin ich beruhigt.

Dann sollte man das hier
Also die SB hat absolut keinen Grund, dich zum Ein-Euro-Job zu schicken. 1. Weil es nicht deiner Qualifikation entspricht, 2. Weil du noch nicht lange arbeitslos bist, 3. Weil du vorher ALG I bezogen hast.
ganz schnell in die Hilfefunktion dieses Forums aufnehmen, damit sich Ratsuchende erfolgreich wehren können. :cool:
 
E

ExitUser

Gast
#20
Kannst du mir bitte noch sagen, woher du deine Erfahrungen hernimmst?

1. Zur Qualifikation: Dazu gibt es ein Urteil SG Berlin S 37 AS 19402/08 ER v. 14.07.2008, das in diesem Fall erwähnt wird. Es gibt auch noch mehr dazu.

2. Zur Länge der Arbeitslosigkeit: § 16 SGB II besagt, das diese Art von Jobs für Leute geschaffen werden "die keine Arbeit finden". Daraus schließt man, dass sie für Leute gedacht sind, die schon länger arbeitslos sind und für Leute, die auch keinen Mini-Job haben.

3. Wer vorher ALG I bezogen hat, braucht keine Maßnahme nach § 15a SGB II machen.

Falls so etwas in einer Suchfunktion dieses Forums nicht steht, steht es jedenfalls in der Datenbank von Tacheles. Vielleich solltest du dich etwas besser informieren.

Darf ich dich mal fragen, woher dein großes Misstrauen kommt, wenn hier alles klein belegt wird? Hast du deinen EEJ evtl. nicht erfolgreich abgewehrt? Seit wann ist denn das so schwer?
 

Sissi54

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Mrz 2008
Beiträge
1.428
Gefällt mir
3
#21
Da Ein-Euro-Jobber ursprünglich für "hoffnungslose Fälle" gedacht waren, urteilte auch eine Richterin, das es sich widerspricht, einerseits einen hilfebedürftigen in eine Maßnahme(MAE) zu stecken und andererseits sinnlose Bewerbungen zu fordern.
Leider eine Einzelfallentscheidung.
 
Mitglied seit
16 Jun 2008
Beiträge
36
Gefällt mir
0
#22
Darf ich dich mal fragen, woher dein großes Misstrauen kommt, wenn hier alles klein belegt wird? Hast du deinen Ein-Euro-Job evtl. nicht erfolgreich abgewehrt? Seit wann ist denn das so schwer?
Komme mal ein wenig auf den Teppich zurück.

Du und ich wissen, dass u.a. das SGB II und das SGB III recht schwammig daher kommt. Noch prickelnder wird es, wenn z.B. ARGE-Mitarbeiter eine höchst eigenartige Selbstinterpretation vornehmen.
Und da hängt man dann als Betroffener zunächst am Tropf und darf sich einer Sanktion, eines Widerspruches, dem Gang zum Amtsgericht zwecks Beratungshilfeschein, einer rechtsanwaltlichen Beratung und Hilfe und einer Auseinandersetzung mit dem Sozialgericht erfreuen.

Leider helfen die §§ nicht unbedingt weiter und so gibt es durchaus andere Möglichkeiten diesem Irrsinn zu begegnen.

Einiges ist in diesem Forum schon recht gut beschrieben, wie einem Ein-Euro-Job zu "begegnen" ist.
 

Faustus

Elo-User/in

Mitglied seit
26 Sep 2006
Beiträge
307
Gefällt mir
3
#23
Frag die ganz direkt wo da die vom Gesetz geforderte Zusätzlichkeit liegt.

Frag sie wer das ganze vor sagen wir mal 5 Jahren gemacht hat. Wenn es früher Angestellte waren ist das ganze nicht zusätzlich.

Ansonsten könnte ich mir vorstellen daß die Gewerkschaft sicherlich auch an solchen nicht-zusätzlichen Sachen Interesse hat..
Und wenn dieser "Träger" nun von der Stadt den Auftrag hat,, dann handelt der wie wie eine private Firma, womit man Arbeitsvertrag nebst ordentlichen Lohn verlangen und einklagen kann.
Wenn diese "Träger-schweine merken was auf sie zu kommt, dann verzichten die gerne.
 
E

ExitUser

Gast
#24
Leider helfen die §§ nicht unbedingt weiter und so gibt es durchaus andere Möglichkeiten diesem Irrsinn zu begegnen.
Und was glaubst du, was im Gesetz dann weiterhilft, wenn nicht die Paragraphen?

Du hast mir immer noch nicht verraten, woher du deine ERfahrungen hast!!!
 

ethos07

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
16 Apr 2007
Beiträge
5.690
Gefällt mir
920
#25
@ Gennender2009 & Mobydick

Vermutlich nicht nur ich bitte die Herren (oder sind es Damen?) Mobydick und Gennender2009 mit allem Nachdruck, ihr Gekeife ab sofort per PN auszutragen!

- sonst vertreiben wir hier noch den neuen User belphegore.
Und das wäre sehr schade.
Denn er/sie ist schließlich hier weil er /sie aktuell Unterstützung braucht und nicht um sich unverständliches Gekeife anderer anzuhören.
 

ethos07

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
16 Apr 2007
Beiträge
5.690
Gefällt mir
920
#26
Hi Stefan, erstmal auch meinerseits noch gute Besserung! - hoffentlich ist's nichts zu ernstes, aber doch so, dass Bettlägrigkeit nötig ist ;-).

Zu der Schilderung deines Termins beim SB; hellhörig wurde ich besonders bei deinem letzten Satz:

BTW Der Sachbearbeiter meinte die ausgeschriebene Tätigkeit nicht unbedingt die wäre, die ich auch durchführen müßte. Sondern er meinte der Träger würde schon was passendes finden...
Das deutet schon fast darauf hin, dass man dich dazu ausersehen hat oder hatte, dich zwar wie ein Straßenfeger auf EEJ-Basis zu bezahlen, aber du ev. viel "Gehobeneres" bei diesem Riesenträger Stadt(teil)werke machen darfst.

Es ist immer sehr zu empfehlen, sich ein möglichst umfassendes Bild des Trägers zu machen:
Stadtteilwerk
haben unendlich viele EEJler die offenbar normale öffentliche Aufgaben erledigen...
.... sind offenbar schon sehr lange gut im Geschäft mit klassischen öffentlichen Aufgaben

Und das Ganze ist bestimmt eigentlich nicht zusätzlich, denn es handelt sich bei dieser Stadtteilwerkstatt m.E. schlicht um die öffentlichen Stadtwerke, zuständig für all das, wozu die Stadt auch ausbildet - wie man in der folgenden Anzeige der Stadt Dortmund für ihre neue Ausbildungsoffensive sieht:.

Ausbildung lohnt und deshalb investieren wir in den Nachwuchs und wenn Sie wollen, demnächst in Sie.

Die Stadt Dortmund unterhält viele Bürogebäude, Häuser und Betriebsstätten, die in Stand gehalten werden müssen. Dies geschieht durch die Stadtteilwerkstatt, zusammen mit dem Betriebshandwerklichen Dienst der Stadt Dortmund. Sie gestalten, behandeln, beschichten und bekleiden Innenwände, Decken, Böden und Fassaden von Gebäuden. Sie überarbeiten Objekte aus den unterschiedlichsten Materialien und geben ihnen z. B. durch farbige Beschichtungen eine neue Oberfläche.


In diesem Träger werden also die älteren Fachkräfte wie Du als Technischer Zeichner zu Dauerererwerbslosen heruntergemaßnahmt und die Jungen werden zu frischen Arbeitskräften hochgemaßnahmt. Selbstveständlich beides mit reichchlicher Fördergeldabzocke.

Na, wenn ich mich mal nicht täusche: dich hat der SB vermutlich dazu ausersehen, dass du dort als Ausbilder (-Assistent) in Technischem Zeichnen oder so zum Straßenfegerpreis unter EEJ-Vertrag genommen wirst. Oder so ähnlich.

(Nein, das ist keineswegs blank ironisch gemeint. Genau so hat hier bereits vor Jahren ein großer Träger mit sog. public-private-Aufträgen sein Geschäftsmodell gehandhabt: die AzuBis kamen in die Hände der angelernten ABM-Ausbilder. Sehr, sehr schlau kosteneffizient ausgedacht & die ganze Billigmache ganz toll verbal verpackt.)

Stefan, falls du doch noch irgendwann zur Stadtteilwerkstatt hin musst, lass bitte unbedingt hören, was sie dir da wie anbieten.

Und wenn du magst, recherchiere doch mal noch gründlicher zu dieser Stadtteilwerkstatt, das scheint ein sehr großer Fisch des Sozialmarkts im schmutzigen Geschäft mit EEJler zu sein. :icon_question:
 
E

ExitUser

Gast
#27
Also Ethos, wir sind uns ja wohl einig, dass dieser Job sehr leicht abzuweisen ist, weil er nicht der Qualifikation entspricht und nicht zusätzlich ist. Ich habe mir mit dem Schreiben einer Ablehnung allerhand Mühe gemacht und mich bemüht, das richtig wasserdicht zu machen, damit dem SB nicht noch etwas anderes einfällt. Wenn im Anschluss jemand, der keine Lösung zum Problem beiträgt, einfach nur schreibt: "Ich weiss zwar nicht woher Du diese "Erkenntnisse" hast, bin mir aber sehr sicher, dass Du die aufgrund dieser "Erkenntnisse" erfolgende Sanktion für belphegore nicht ausgleichen wirst.", dann verursichert er hier einen bereits von der ARGE verunsicherten User. Kannst dir vorstellen, dass ich ihm das dann nicht per PN beantworten werde, wenn er hier öffentlich verunsichert, denn dann bleibt diese "Erste Allgemeine Verunsicherung" ja hier so stehen. Ich kann dann nur vorschlagen, mir beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr so viel Mühe mit einem User zwecks Vermeidung von Gekeife zu geben.

Wer kritisiert oder widerspricht, sollte gute Argumente und eine bessere Lösung bringen. Ansonsten ist es eine Niedermache, die zu Gekeife und Zerstörung führt.
 

ethos07

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
16 Apr 2007
Beiträge
5.690
Gefällt mir
920
#28
@ mobydick hast ne PN
(Mit meiner Bremse im Streit wollte ich einfach dem Symptom entgegenwikren, dass sich belphegore dadurch vielleicht entnervt aus der Diskussion zurückzieht.
Insgesamt finde ich die Fragen hinter dem Disput wichtig. Aber sie wären allenfalls im Offtopic weiter zu diskutieren. Meine Position deshalb hier nur ganz in Kürze: Nicht immer stellt ein exzellentes Einzelfall-Rezept auch das sozialpolitisch und für den Betroffenen individuell längerfristig hilfreichere Gegenwehrmodell dar. So in etwa ;-).


@ belphegore
Gern möchte ich - natürlich erst, wenn du wieder soweit bei Kräften bist ;-) - erfahren, wie du nun weiter vorzugehen gedenkst.
 

belphegore

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
19 Jun 2008
Beiträge
166
Gefällt mir
5
#29
Nein, nein. Ich hab mich nicht zurückgezogen. Komme nur nicht dazu, hier so oft zu lesen, wie ich eigentlich sollte... Zumindest die letzten Tage.
Und Danke, für die Genesungswünsche! Im Moment geht's wieder.

Bis jetzt hab ich noch nichts wieder wegen dem 1 Euro Job gehört, hatte aber auch gestern erst die Rückmeldung dafür abgegeben...

Dafür ist heute eine Anhörung gekommen, für meine letzte nicht unterschriebene EGV, trotz Alternativ-EGV...

Ciao Stefan
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten