Arbeitsfähigkeit feststellen lassen?

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Artaios

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Kann man als Alg2 Empfänger einen formlosen Antrag zur Feststellung der Arbeitsfähigkeit stellen?

Hintergrund:
Aus sehr wahrscheinlich psychischen Gründen fällt es mir schwer unter Leistungsdruck und Zeitdruck zu arbeiten. Regelmäßig widerkehrende oder monotone Arbeiten sind nach maximal einer Stunde derart ermüdend das die Leistung gegen Null geht und meine Gedanken überall, nur nicht bei der Arbeit sind. Auch unter den Lichtverhältnissen einer Fabrikhalle (Neonlicht) und ohne einigermassen frischer Luft ist ein Arbeiten nur schwer möglich.

Am ehesten könnte ich nur ohne Leistungs-, Zeitdruck arbeiten wenn es Tätigkeiten sind die sich nicht permanent widerholen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen:
Wenn ich 8 oder 9 Stunden am Stück arbeiten könnte ohne nachzudenken, würde ich mir in irgendeiner Fabrik bei monotoner Arbeit eine goldene Nase verdienen.
 
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Kann man als Alg2 Empfänger einen formlosen Antrag zur Feststellung der Arbeitsfähigkeit stellen?

Hintergrund:
Aus sehr wahrscheinlich psychischen Gründen fällt es mir schwer unter Leistungsdruck und Zeitdruck zu arbeiten. Regelmäßig widerkehrende oder monotone Arbeiten sind nach maximal einer Stunde derart ermüdend das die Leistung gegen Null geht und meine Gedanken überall, nur nicht bei der Arbeit sind.

Am ehesten könnte ich nur ohne Leistungs-, Zeitdruck arbeiten wenn es Tätigkeiten sind die sich nicht permanent widerholen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen:
Wenn ich 8 oder 9 Stunden am Stück arbeiten könnte ohne nachzudenken, würde ich mir in irgendeiner Fabrik bei monotoner Arbeit eine goldene Nase verdienen.


Gehe zu Deinem/Deiner SB und beantrage eine Untersuchung durch den Amtsarzt. Was aber danach heraus kommt, ist unterschiedlich.
 

Benja

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Die ARGE kann bei Notwendigkeit (also wenn die das für nötig erachten) veranlassen, dass ein Amtsärztliches Gutachten bzw. Untersuchung stattfindet. Inwieweit Du das selbst anregen kannst, weiss ich im Augenblick nicht exakt. Falls Du einen Hausarzt oder einen Psychologen kennst würde ich ihn mal wegen eines möglichen Erstellens eines Attests für die von Dir genannten Arbeiten fragen und dies dann dem SB vorlegen. Obs hilft?? Was die dann daraus machen??
 

Artaios

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Bist oder warst du schon in psychologischer Behandlung?

Allerdings nur um alle 3 Monate ein Rezept zu holen. Tiefer gehende Gespräche habe ich bisher vermieden weil ich mit der Situation bisher klar gekommen bin. Allerdings besteht da jetzt anscheinend auch Handlungsbedarf da sich die Situation verändert.


Die Lage ist kompliziert. Einerseits will ich Arbeiten um endlich mal wieder mehr Geld und Lebensqualität zu haben und andererseits befürchte ich als Arbeitsunwillig da zu stehen weil es für viele möglicherweise nicht nachvollziehbar ist das man unter den bereits genannten Umständen nicht arbeiten kann.
 

Benja

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Nach meiner Meinung wäre da ein Attest hilfreich, weil dieses nur die Tätigkeiten ausschließt, die Du gesundheitlich nicht erbringen kannst. Wäre aus meiner Sicht ein Schutz für Dich.
 

Artaios

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Gut, den letzten Termin vom Donnerstag habe ich nicht wahr genommen. Ich war einfach nicht in der Lage dort hinzugehen. Plötzlich war mir der Druck einfach zu groß. Ich schätze mal das jetzt wirklich etwas passieren muss.
 

avalon

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Redest Du von einem Termin bei der ARGE? Dann wird unter Garantie was passieren!
War es das erste Mal, dass Du einen Termin icht wahrgenommen hast?

Was die Ausgangsfrage anbelangt: meines Wissens kann man zwar nicht selbst einen Termin beim medizinischen Dienst beantragen, aber Du kannst der ARGE einfach mitteilen, welche gesundheitlichen Einschränkungen gemäß Dein Selbsteinschätzung des Gesundheitzustands bestehen. Sowas macht man ja ohnehin bei Antragabgabe, und natürlich kann man die da gemachten Angaben aktualisieren. In diesem Fall wird die ARGE einen solchen Termin ansetzen!
 
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Jedes größere Arbeitsamt hat einen Psycholgischen Dienst. Dort kann deine Leistungsfähigkeit getestet und begutachtet werden. Die werden dann auch weitere Behandlungsschritte mit dir absprechen und die Arge über deinen Gesundheitszustand informieren.

sds
 

gila

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Sorry - würde ich NIE so machen...
zum einen kann nicht eine Arbeits-FÄHIGKEIT festgestellt werden, sondern zunächst einmal eine UN-fähigkeit..

Und da ist der 1. Ansprechpartner auf keinen Fall die Arge oder ein Amtsarzt! Diese Stellen sind IMMER voreingenommen.

Hast du konkreten DRUCK? Dass du andauernd vermittelt werden sollst in für dich nicht zumutbare Arbeiten?

Aus meiner eigenen Krankheitsgeschichte: erstmal das Problem ZUR GÄNZE zum Hausarzt und eine eingehende Diagnose und Therapiemöglichkeiten erarbeiten. Dann mal eine gescheite Therapie beantragen und regelmäßig hin. Nur dann kann anhand der fortschreitenden Krankengeschichte jemand irgendwann mal irgendetwas dazu sagen.
Unter Umständen lauert unterschwellig eine Depression?

Solltest du inzwischen Druck bekommen: Attest und erstmal Krankmeldung einreichen. Wenn es dem SB zu dumm wird, kann er irgendwann mal eine kleine Info erhalten, dass Du (ohne Diagnose zunächst) wegen "weitreichender gesundheitlichen Problematiken" in Behandlung bist.

Du weisst ja noch selbst nicht, was hinter deinen Beschwerden lauert - der Amtspsycho wird sich kaum die Mühe einer Behandlung machen und man wird eher in die Ecke "Simulant" geschubst.
Du brauchst aber eine Ursachenforschung, Behandlung und neuen Mut!
Vielleicht wird dir im Laufe der Behandlung auch mal eine Kur angeraten. Dann nimm das an und denk an Dein Leben!

Grüssle!

(PS: Bei tieferen Problematiken kann ich dir ne Hardcore-Therapie in einer Klinik nennen... keine der üblichen "psychosomatischen" Wieder-Fit-Mach-Kuren der Kassen!
 

gila

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was gibts da zu lachen?
Gehst du zum Arzt und bekommst eine Arbeit-FÄHIG-keitsbescheinigung (wie im Arbeitslager) oder eine AU??

Ich kann doch nicht so blöd sein und ZUERST zum Amtsarzt rennen... der ist meist der Letzt in der Kette...
zunächst muss doch mal die UNfähigkeit und deren Ursachen geklärt werden... der "Rest" ist villeicht dann zu was fähig.. :icon_neutral:
 

münchnerkindl

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Und da ist der 1. Ansprechpartner auf keinen Fall die Arge oder ein Amtsarzt! Diese Stellen sind IMMER voreingenommen.


Ich war zur Begutachtung beim Amtsarzt, einem Psychiater des Gesundheitsamts und die Begutachtung war fair und sachlich. Und ist zu meinen Gunsten ausgegangen.

Ich habe übrigens eine sehr ähnliche Problematik. Wenn ich länger eine monotone oder stark konzentration erfordernde Arbeit machen muss.

Ich würde ein Attest von deinem Arzt bringen daß du aus gesundheitlichen Gründen x, y und z nicht machen kannst. Dann werden die den nächsten Schritt einleiten und dich zum Gutachter schicken. Der kann dann gut oder schlecht sein, ich hatte auch schon eine ziemlich unverschämte Begutachtung, vor einigen Jahren. Wenn die Begutachtung übel ausgeht musst du weiter mit Krankmeldungen operieren sobald du etwas tun sollst das du nicht tun kannst.

Was auf dich zukommt könnte recht lästig und nervenaufreibend sein. Aber wenn du hartnäckig bist und einen Psychiater hast der einigermassen auf deiner Seite steht und dir hilft dann schaffst du das.
Mach dich auch darauf gefasst mal zur stationären Psychotherapie in eine Klinik zu gehen. Entweder es bessert sich dadurch, oder aber du hast den guten Willen bewiesen und nachgewiesen daß es NICHT hilft.
Hier würde ich dir raten selbst aktiv zu werden, was du selbst in die Wege leitest darüber hast du auch selbst Kontrolle, und du hast die Wahl wo und was für eine Therapie du machen willst. Wenn dich die Rentenversicherung zwangsweise in die Reha schickt könnte das evtl nicht so positiv aussehen.
 

gila

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was du selbst in die Wege leitest darüber hast du auch selbst Kontrolle

Ganz genau! Auch meine Erfahrung - ich ließ mich über meine Therapeutin "akut einweisen" in eine gewünschte Klinik - abgerechnet über die Krankenkasse. Hatte keine nennenswerte Wartezeit und war nicht gezwungen, Monate auf so eine Null-Acht-Fuffzehn-Reha der Rentenversicherung zu warten.
 

Benja

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Zitat münchnerkindl
Ich würde ein Attest von deinem Arzt bringen daß du aus gesundheitlichen Gründen x, y und z nicht machen kannst. Dann werden die den nächsten Schritt einleiten und dich zum Gutachter schicken. Der kann dann gut oder schlecht sein, ich hatte auch schon eine ziemlich unverschämte Begutachtung, vor einigen Jahren. Wenn die Begutachtung übel ausgeht musst du weiter mit Krankmeldungen operieren sobald du etwas tun sollst das du nicht tun kannst.

***

Das hatte ich weiter oben auch angeregt, deshalb zustimm :)

Soweit ich weiß - kann mich hier aber auch irren - darf ein weiteres Gutachten herangezogen werden, wenn es schlecht für Dich ausfällt. Das kann dann etwas knifflig und eventuell auch stressig werden, aber das würde ich dann machen. Ggf kannst Du dann Deinen betreuenden Arzt als Gutachter dem des Amtes gegenüberstellen, das gilts abzuwarten, hätte aber sicher Chancen, wenn es ungünstig für Dich ausfallen könnte.

Mir scheint, dass es für Dich hilfreich ist, wenn Du ein Papier in der Hand hälst, dass Dir bescheinigt, welche Tätigkeiten für Dich NICHT in Frage kommen.

Klar gibts die "Batterie", was bedeutet: Dass Du durch die gesamte Mühle hindurch musst - ob nun stationär oder ambulant wäre ggf egal, nur ich fürchte fast, dass das Ergebnis nicht wirklich hilfreich sein könnte.

Ich würde versuchen, ein Attest zu kriegen und darauf plädieren, dass Dein betreuender Arzt mit dem Amtsarzt "zusammenarbeitet"/kooperriert. Könnte ggf fruchtbarer sein, als wenn "fremde" Ärzte ihre Meinungen gegeneinander verteidigen und dabei das Wohl des Paitenten möglicherweise aus den Augen verlieren.
 

luluu

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Mach dich auch darauf gefasst mal zur stationären Psychotherapie in eine Klinik zu gehen. Entweder es bessert sich dadurch, oder aber du hast den guten Willen bewiesen und nachgewiesen daß es NICHT hilft.
Hier würde ich dir raten selbst aktiv zu werden, was du selbst in die Wege leitest darüber hast du auch selbst Kontrolle, und du hast die Wahl wo und was für eine Therapie du machen willst. Wenn dich die Rentenversicherung zwangsweise in die Reha schickt könnte das evtl nicht so positiv aussehen.

Liebes Münchnerkindl,

hast Du eine Empfehlung bezüglich der Klinik? Mir wurde dringend angeraten jetzt eine Klinik aufzusuchen, was ich auch machen werde.

Danke & Grüße

Luluu
 

gila

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hab wohl falsch ne profilnachricht an lulu geschickt. sorry...
was für ne art klinik suchst du? kannst mir pn schreiben..
 
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Mag schon sein, dass der Psychologische Dienst des Arbeitsamtes voreingenommen ist. Allerdings schien sich diese Voreingenommenheit gegen die Arge zu richten ...
 
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Aus sehr wahrscheinlich psychischen Gründen fällt es mir schwer unter Leistungsdruck und Zeitdruck zu arbeiten. Regelmäßig widerkehrende oder monotone Arbeiten sind nach maximal einer Stunde derart ermüdend das die Leistung gegen Null geht und meine Gedanken überall, nur nicht bei der Arbeit sind. Auch unter den Lichtverhältnissen einer Fabrikhalle (Neonlicht) und ohne einigermassen frischer Luft ist ein Arbeiten nur schwer möglich.

Am ehesten könnte ich nur ohne Leistungs-, Zeitdruck arbeiten wenn es Tätigkeiten sind die sich nicht permanent widerholen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen:
Wenn ich 8 oder 9 Stunden am Stück arbeiten könnte ohne nachzudenken, würde ich mir in irgendeiner Fabrik bei monotoner Arbeit eine goldene Nase verdienen.

Das klingt weniger nach einem psychischen Problem, als nach der Krankheit Narkolepsie. Zuständig für die Diagnose sind Schlaflabore. Frage einmal nach ob in Deiner Stadt ein Schlaflabor ist. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten der Untersuchung. Da in fast allen Fällen sogenannte Narkolepsiemarker im Blut nachweisbar sind, ist diese Untersuchung recht gut durchführbar.
 
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