Arbeitsbescheinigung falsch? Gekündigt durch Arbeitnehmer trotz Befristung?

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Brad20112

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Hallo,
Hab bisher vergeblich danach gesucht aber nichts gefunden.
Würde jetzt gerne ALG 1 beantragen aber mir ist folgendes Unklar.
Bin seit ende 2018 bin ich Arbeitslos. War 20 Monate im Pflegebereich beschäftigt gewesen, eine befristet Verlängerung bis Jahresende wurde letzten Mai unterschrieben.

Laut Arbeitsbescheinigung unter Nr. 5
"Angaben zur Beendigung des Beschäftigungs-/Arbeitsverhältnisses (Angaben sind auch erforderlich, wenn ein befristetes Arbeitsverhältnis vorzeitig beendet wurde)"
"5.1 Das Arbeitsverhältnis wurde gekündigt/beendet am: ....
durch: den Arbeitnehmer "

Der Arbeitgeber hat nicht sich angekreuzt.

Weiter unten steht zwar das dieses Arbeitsverhältnis befristet war aber würde ich denn so wie oben beschrieben eine Sperrzeit bekommen?
Wäre der Arbeitgeber den verpflichtet dies zu ändern?
Gekündigt habe ich ja nämlich nicht. Eine Weiterbeschäftigung wurde mir zwar im Dezember mündlich Angeboten. Hab aber darauf bestanden das Arbeitsverhältnis würde zum Jahresende auslaufen.
Gab zwar sehr viele Grnde aber Hauptgrund dafür war das von vorgesetzten von mir Leistungsbetrug für nicht erbrachte Tätigkeiten verlangt wurde.
Des weiteren wurde regelmäßig Unterschriften vom Arbeitgeber in meinem Namen nachträglich gefälscht und eingetragen.

Mfg
 

Dark Vampire

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Der AG hat doch recht, wurde von dir beendet, es war zwar befristet aber es wurde die auch Verlängerung angeboten.

Man kann es so oder so verstehen....wie es das Amt versteht kann dir aber keiner sagen.
 

BerndB

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§ 159 SGB III
(1) ... Versicherungswidriges Verhalten liegt vor, wenn
1...,
2. die bei der Agentur für Arbeit als arbeitsuchend gemeldete (§ 38 Absatz 1) oder die arbeitslose Person trotz Belehrung über die Rechtsfolgen eine von der Agentur für Arbeit unter Benennung des Arbeitgebers und der Art der Tätigkeit angebotene Beschäftigung nicht annimmt oder nicht antritt oder die Anbahnung eines solchen Beschäftigungsverhältnisses, insbesondere das Zustandekommen eines Vorstellungsgespräches, durch ihr Verhalten verhindert (Sperrzeit bei Arbeitsablehnung),

Fachliche Weisung
159.1.1.2 Arbeitsablehnung
(1) Eine Sperrzeit bei Arbeitsablehnung setzt voraus, dass der Arbeitnehmer nach der Arbeitsuchendmeldung ein Arbeitsangebot der Agentur mit Rechtsfolgenbelehrung nicht annimmt, antritt oder die Anbahnung verhindert. Es sind nur Arbeitsangebote sperrzeitrelevant, de-ren Beschäftigungsbeginn nach Eintritt der Arbeitslosigkeit liegt.

Grundsätzlich:
Können die Eintragungen auf der Arbeitsbescheinigung zu einer Sperrzeit führen, auch wenn der Eintrag falsch ist, erhältst du einen Vordruck zur Stellungnahme. Erst wenn dieser Ausgefüllt mit den anderen Vordrucken vorliegt, wird entschieden.
 

Brad20112

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§ 159 SGB III
(1) ... Versicherungswidriges Verhalten liegt vor, wenn
1...,
2. die bei der Agentur für Arbeit als arbeitsuchend gemeldete (§ 38 Absatz 1) oder die arbeitslose Person trotz Belehrung über die Rechtsfolgen eine von der Agentur für Arbeit unter Benennung des Arbeitgebers und der Art der Tätigkeit angebotene Beschäftigung nicht annimmt oder nicht antritt oder die Anbahnung eines solchen Beschäftigungsverhältnisses, insbesondere das Zustandekommen eines Vorstellungsgespräches, durch ihr Verhalten verhindert (Sperrzeit bei Arbeitsablehnung),

Fachliche Weisung
159.1.1.2 Arbeitsablehnung
(1) Eine Sperrzeit bei Arbeitsablehnung setzt voraus, dass der Arbeitnehmer nach der Arbeitsuchendmeldung ein Arbeitsangebot der Agentur mit Rechtsfolgenbelehrung nicht annimmt, antritt oder die Anbahnung verhindert. Es sind nur Arbeitsangebote sperrzeitrelevant, de-ren Beschäftigungsbeginn nach Eintritt der Arbeitslosigkeit liegt.

Grundsätzlich:
Können die Eintragungen auf der Arbeitsbescheinigung zu einer Sperrzeit führen, auch wenn der Eintrag falsch ist, erhältst du einen Vordruck zur Stellungnahme. Erst wenn dieser Ausgefüllt mit den anderen Vordrucken vorliegt, wird entschieden.

Erstmal vielen Dank.
Dann Frage ich mich welcher Eintrag dann richtig wäre. Da unter 5.1 in der Arbeitsbescheinigung unter ,,Beschäftigungs-/Arbeitsverhältnisses,, wenn der Arbeitnehmer sich ankreuzen würde nur Punkte aufgeführt sind die Kündigung, Sozialwahl, Abwicklungsvertrag etc. betreffen würde was ja nicht der Fall ist. Für mich folgt logisch nur das 5.1 komplett unausgefüllt bleibt und nur 5.2(Angaben zum befristeten Arbeitsverhältnis ,5.3(Angaben unwiderrufliche Freistellung). ausgefüllt hätte sollen.?¿ Außerdem fällt mir gerade auf es fehlen auch so Dinge wie die Betriebsnummer des AG.
Mit Stellungnahme meinst damit einen Widerspruch bezüglich einer evntl. Sperrzeit?¿
 

BerndB

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Mit Stellungnahme meinst damit einen Widerspruch bezüglich einer evntl. Sperrzeit?¿
Nein. Es es ist ein Vordruck, den du, wenn die Arbeitsbescheinigung so bleibt, benötigst. Du solltest ihn gleich in der Anmeldung der AfA holen und dann mit dem Alg-Antrag, Arbeitsbescheinigung usw. ausgefüllt zum Termin abgeben. Der Vordruck könnte etwa "Stellungnahme zur Beendigung der Beschäftigung" oder ähnlich heißen. Du hast ihn vermutlich deshalb nicht mit dem Antrag bekommen, weil du wahrscheinlich erklärt hast, dass die Tätigkeit mit der Befristung ausgelaufen ist. Und jetzt kommt dir aber die irreführende Aussage der Arbeitsbescheinigung in die Quere.
 

Brad20112

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Nein. Es es ist ein Vordruck, den du, wenn die Arbeitsbescheinigung so bleibt, benötigst. Du solltest ihn gleich in der Anmeldung der AfA holen und dann mit dem Alg-Antrag, Arbeitsbescheinigung usw. ausgefüllt abgeben. Der Vordruck könnte etwa "Stellungnahme zur Beendigung der Beschäftigung" oder ähnlich heißen. Du hast ihn vermutlich deshalb nicht mit dem Antrag bekommen, weil du wahrscheinlich erklärt hast, dass die Tätigkeit mit der Befristung ausgelaufen ist. Und jetzt kommt dir aber die irreführende Aussage der Arbeitsbescheinigung in die Quere.
Ah okay. Erstmal vielen Dank
 

avalanche

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Hallo @Brad20112,

für gewöhnlich fragt die AfA bei der persönlichen ASU-Meldung nach der Kündigung, bzw. die kopieren sich die Kündigung dann.

Ohne Vorlage der schriftlichen Kündigung wird vermutlich der Leistungsbescheid verweigert.

SG ave
 

BerndB

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Befristet beschäftigte erhalten keine Kündigung und trotzdem einen (Bewilligungs-)Bescheid zum Arbeitslosengeld. Die Vorlage der Kündigung erfüllt dann noch den Zweck, die rechtzeitige Arbeitsuchendmeldung (nach erfolgter Kündigung) zu prüfen. Bei einer Befristung liegt der Zeitpunkt der rechtzeitigen Arbeitsuchendmeldung (3 Monate vor Ende) auf der Hand.
 
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G

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Gast
Laut Arbeitsbescheinigung unter Nr. 5
"Angaben zur Beendigung des Beschäftigungs-/Arbeitsverhältnisses (Angaben sind auch erforderlich, wenn ein befristetes Arbeitsverhältnis vorzeitig beendet wurde)"
"5.1 Das Arbeitsverhältnis wurde gekündigt/beendet am: ....
durch: den Arbeitnehmer "

Der Arbeitgeber hat nicht sich angekreuzt.

Weiter unten steht zwar das dieses Arbeitsverhältnis befristet war aber würde ich denn so wie oben beschrieben eine Sperrzeit bekommen?
Wäre der Arbeitgeber den verpflichtet dies zu ändern?
Ja, das muss er ändern.
Zur Sicherheit kannst du auch der AfA den Vertrag mit der Befristung vorlegen, das sollte dann für die eindeutig sein.
Gab zwar sehr viele Grnde aber Hauptgrund dafür war das von vorgesetzten von mir Leistungsbetrug für nicht erbrachte Tätigkeiten verlangt wurde.
Des weiteren wurde regelmäßig Unterschriften vom Arbeitgeber in meinem Namen nachträglich gefälscht und eingetragen.
Und, wen hast du darüber informiert?
 

Brad20112

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Hallo @Brad20112,

für gewöhnlich fragt die AfA bei der persönlichen ASU-Meldung nach der Kündigung, bzw. die kopieren sich die Kündigung dann.

Ohne Vorlage der schriftlichen Kündigung wird vermutlich der Leistungsbescheid verweigert.

SG ave
Es gibt nur keine Kündigung. :)

Befristet beschäftigte erhalten keine Kündigung und trotzdem einen (Bewilligungs-)Bescheid zum Arbeitslosengeld. Die Vorlage der Kündigung erfüllt dann noch den Zweck, die rechtzeitige Arbeitsuchendmeldung (nach erfolgter Kündigung) zu prüfen. Bei einer Befristung liegt der Zeitpunkt der rechtzeitigen Arbeitsuchendmeldung (3 Monate vor Ende) auf der Hand.
Arbeitssuchend und Arbeitslosen Meldung alles fristgerecht gemacht

Ja, das muss er ändern.
Zur Sicherheit kannst du auch der AfA den Vertrag mit der Befristung vorlegen, das sollte dann für die eindeutig sein.

Und, wen hast du darüber informiert?

Danke.
Niemanden. Ich Bescheisse jedenfalls nicht
Ob es Sinn macht?Unabhängig davon ob man als Leiche im Fluss endet?
 

specht59

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Ich denke, der Arbeitgeber muss das ändern. Es ist ja falsch. Es wäre ja durchaus denkbar, dass das Arbeitsverhältnis befristet war und trotzdem durch den AN vorzeitig gekündigt wurde. Was ich mir als Nachweis noch vorstellen könnte, wäre die letzte Gehaltsabrechnung, aus der ja auch hervorgeht, dass man bis zum regulären Vertragsende gearbeitet hat.
 
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