Arbeitsbelastungserprobung und noch unklarer Lebensunterhalt

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E

ExitUser

Gast
Hallo alle zusammen,

ich war heute Morgen zu einem Termin beim Rehaberater der DRV.
Ergebnis, eine richtige Umschulung ist genehmigt.
Jetzt kommt das aber.
Aufgrund meines Krankheitbildes und eine zu erwartende weitere Verschlechterung meines Gesundheitszustandes muss ich vorher eine Arbeitsbelastungserprobung machen, damit ich auch eine Umschulung in einen Bereich mache, wo es auch Sinn macht.

Diese Erprobung geht über 5 Wochen, stationär, da am Berufsförderungswerk wo ich hin soll, auch ein Internat angebunden ist, so dass ich wegen meiner Krankheit nicht täglich pendeln muss.

Der Termin für den Beginn ist am 21 Oktober.
Eher geht es nicht, da der Andrang wohl ziemlich groß ist.

Nun ist es ja so, dass ich ab 1 September ALG II beziehe, morgen habe ich den Termin zur Antragsabgabe.

Der Rehaberater meinte, es wird jetzt geprüft, ob mir in der Zeit der Arbeitserprobung Übergangsgeld zusteht.
Da ich zu dem Termin aber dann schon 7 Wochen ALG II beziehe, könnte es brenzlig werden, und laut Rehaberater könnte mir eventuell dann kein Übergangsgeld mehr zustehen.
Die Höhe des Übergangsgeldes wäre gleich mit dem ALG I was ich jetzt noch beziehe.

Sollte mir das Übergangsgeld jetzt verweigert werden, müsste ich dann Grundsicherung beantragen?
Denn ALG II würde ich dann denke ich mal auch nicht mehr bekommen, wenn ich 5 Wochen den Kurs mache.
Das genau konnte mir der Rehaberater auch nicht beantworten.

Er meinte nur, wenn ich dann noch ALG II bekomme, dann könnte es sogar sein, dass der Regelsatz gekürzt wird, da ich während der 5 Wochen ja auch verpflegt werde.

Hat von Euch jemand Erfahrung, wie es in meinem Fall ablaufen würde?
 
G

Gast1

Gast
Wer ist der Träger, der für die Arbeitserprobung zuständig ist? Die Agentur für Arbeit oder die Deutsche Rentenversicherung?

Falls die DRV zuständig ist: ich meine zu wissen, dass man Anspruch auf Übergangsgeld durch die DRV hat, wenn man in den letzten 3 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job hatte. Von dem Netto dieses Jobs werden 68% als Ü-Geld bezahlt, wenn Du keine Kinder hast. 70%, wenn man Kinder hat.

Falls die AfA zuständig ist: keine Ahnung, da kenne ich mich nicht aus.

Falls Du tatsächlich während der Arbeitserprobung ALG II beziehen musst, dann hast Du Anrecht auf einen Mehrbedarf, siehe § 21 SGB II:

(4) Bei erwerbsfähigen behinderten Leistungsberechtigten, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 des Neunten Buches sowie sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben oder Eingliederungshilfen nach § 54 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 des Zwölften Buches erbracht werden, wird ein Mehrbedarf von 35 Prozent des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs anerkannt. Satz 1 kann auch nach Beendigung der dort genannten Maßnahmen während einer angemessenen Übergangszeit, vor allem einer Einarbeitungszeit, angewendet werden.
Behindert im Sinne dieses § ist man automatisch, wenn man Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt bekommen hat. Dan hat man automatisch Anrecht auf den Mehrbedarf. Das steht in einer Dienstanweisung oder Fachlichen Hinweisen der BA zum § 21 SGB II drin, siehe https://www.arbeitsagentur.de/bund/generator/goto?id=52730 , dort die Randziffern 21.14 und 21.15.
 
E

ExitUser

Gast
Danke Dir,
Träger ist die DRV.

Bei mir ist ja das Problem, dass ich die legtzten drei Jahre nicht hier einbezahlt habe.
Weil ich von 2009 bis August 2012 in der Schweiz beschäftigt war, aber meinen Wohnsitz in Deutschland hatte.
Ich habe aber in Deutschland nur die Lohnsteuer abführen müssen.
Alles ander ist in der Schweiz einbezahlt worden.
Und von deren Rentenversicherung bekomme ich keine Förderung, weil ich eben in Deutschland wohne.
Von der Schweiz würde ich ab 64 jahre eben nur die Rente bekommen, nachdem berechnet, was ich in der Zeit dort einbezahlt habe.

Ich weiß, alles ein wenig durcheinander bei mir:biggrin:

Deswegen bin ich ja schon froh, dass ich von der DRV eine Umschulung bekomme.
 
E

ExitUser

Gast
So, heute habe ich von der Rentenversicherung den Bewilligungsbescheid für die Arbeitsbelastungserprobung, Dauer 5 Wochen, bekommen.

Dort steht drin, dass ich während der 5 Wochen mein ALG II weiter bekomme, auch wenn ich Übergangsgeld bekommen sollte.
Das Jobcenter bekommt diese Leistungen von der DRV erstattet.

Jetzt bin ich wenigstens etwas beruhigt.

Ich denke mal, wenn ich Übergangsgeld bekommen werde, dass das ALG II damit verrechnet wird.
 
G

Gast1

Gast
@Gast: das ist ja schon mal was. Achte darauf, wenn der Bescheid vom JC für die Zeit der Arbeitserprobung kommt, dass da der Mehrbedarf für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit berücksichtigt ist. Ansonsten in Widerspruch gehen.

Vielleicht kommt auch gar kein Bescheid vom JC, sondern so ein Schreiben bzgl. des Erstattungsanspruchs. Dann den Mehrbedarf schriftlich beantragen.
 
E

ExitUser

Gast
@Gast: das ist ja schon mal was. Achte darauf, wenn der Bescheid vom JC für die Zeit der Arbeitserprobung kommt, dass da der Mehrbedarf für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit berücksichtigt ist. Ansonsten in Widerspruch gehen.

Vielleicht kommt auch gar kein Bescheid vom JC, sondern so ein Schreiben bzgl. des Erstattungsanspruchs. Dann den Mehrbedarf schriftlich beantragen.

Danke.
Ich habe bis jetzt ja noch nicht einmal den Bewilligungsbescheid fürs ALG II.
Na ja, bis zum 1 September sind ja noch ein paar Tage:icon_wink:
 
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