Arbeitsaufnahme zum 01.05.2019 ALGII

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Draconi

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Guten Morgen,

ich warte im Moment auf meinen Arbeitsvertrag, da meine Übernahme noch vom Betriebsrat bestätigt werden muss.

Einen Antrag auf Umzugskosten habe ich bereits gestellt, damit der noch fristgerecht vor Unterschrift des Arbeitsvertrages beim Amt eingeht.
Ich werde für den Job in ein anderes Bundesland ziehen. Erste Wohnung habe ich gestern besichtigt.

Also hatte ich auch gleich einen Antrag auf § 16b SGB II Einstiegsgeld gestellt. War das womöglich falsch??

Von meiner Sachbearbeiterin wurde mir umgehend mitgeteilt, dass Rehabilitanden kein Anrecht auf Einstiegsgeld haben und dieses Geld auch nur für
Arbeitnehmer gezahlt wird, die im Niedriglohnsektor arbeiten, bei einem max. Stundenlohn von 11,50€.
Ich musste bei Beantragung schon das voraussichtliche Einkommen angeben. Aber da Rehabilitanden scheinbar ohnehin ausgeschlossen sind, ist das ja irrelevant.
Aber auch ohne Arbeitsvertrag wird Sie sicher das Gehalt schon im Blick haben.
Sollte man Sie noch fragen, welche Möglichkeiten zur Förderung ich noch habe? Sie hatte sich mit meiner zuständigen Ansprechpartnerin hier in der noch laufenden Maßnahme in Verbindung gesetzt und gesagt, entweder zahlt mir das Amt den Umzug oder die teure Monatskarte ab 01.05., beides würde nicht übernommen werden.
Ich wäre ja blöd, wenn ich mir den Umzug nicht bezahlen ließe, er steht mir ja zu.
Zudem möchte ich ein Umzugsunternehmen beauftragen. Da ich einen Grad der Behinderung habe bzw eine Gleichstellung, hab ich gelesen, dass man einen Nachweis der Krankenkasse über vorhandene Erkrankungen vorlegt, damit auch das Umzugsunternehmen bezahlt wird. Muss ich mich darum auch noch kümmern? Reicht es nicht das ich schon Rehabilitand bin bzw gleichgestellt? Das haben die doch in Ihren Akten.

Zusätzlich gehe ich davon aus, dass die mir aus dem Grund das ALG2 ab dem 01.05. streichen werden. Auch wenn ich noch nicht weiß, ob tatsächlich das Geld schon im Mai eintreffen wird.
Aber bei einem Krankenhaus mit TVÖD-Vertrag wird das wohl der Fall sein, nehme ich an. Meine Kollegin sagte, das Gehalt kommt meist 2-3 Tage vor dem neuen Monat. Da der 01.06. aber ein Samstag ist wird es wohl noch im Mai zufließen.


Ich möchte aber gerne noch ein Darlehen beantragen für den Übergang und es hieß bei Umzug würde auch ein Teil der Kaution übernommen.

Ein Bekannter riet mir schon, mir den Arbeitsvertrag zu nehmen, sobald ich ihn habe und mir bei der Bank umgehend einen Kredit zu holen. Der wäre mit dem künftigen guten Gehalt schnell wieder abbezahlt.
Ich möchte das aber gern vermeiden, da ich der Meinung bin auch als Rehabilitand und Langzeitarbeitslose noch Ansprüche geltend machen zu können bei vorstehender Arbeitsaufnahme.

Habe vor 2 Wochen das Vorstellungsgespräch gehabt und innerhalb weniger Tage stand für die fest sie wollen mich haben. Werde auch (da ich dort noch im Praktikum bin bis 30.04.) bereits auf die Stelle eingearbeitet.

Ich wäre unendlich dankbar für Tipps und Hilfestellungen wie ich jetzt weiter vorgehen kann und sollte. Unterlagen die ich womöglich unbedingt brauchen werde und vielleicht noch in der zeit des Praktikums besorgen kann.

Die Warterei auf den Arbeitsvertrag macht mich regelrecht krank, weil so viel hinten dran hängt und sich die Stelle so kurzfristig ergeben hat. Mich überfordert das im Moment so sehr.
 

Kerstin_K

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Also hatte ich auch gleich einen Antrag auf § 16b SGB II Einstiegsgeld gestellt. War das womöglich falsch??

Von meiner Sachbearbeiterin wurde mir umgehend mitgeteilt, dass Rehabilitanden kein Anrecht auf Einstiegsgeld haben und dieses Geld auch nur für
Arbeitnehmer gezahlt wird, die im Niedriglohnsektor arbeiten, bei einem max. Stundenlohn von 11,50€.
Ich musste bei Beantragung schon das voraussichtliche Einkommen angeben. Aber da Rehabilitanden scheinbar ohnehin ausgeschlossen sind, ist das ja irrelevant.
Wie wurde Dir das mitgeteilt? Wenn Du einen schriftlichen Antrag gestellt hast, hast Du auch Anrecht auf einen schriftlichen Bescheid. Eine Aussage "rehabilitanten haben kein Anrecht auf..." halte ich für diskriminierend, es se denn, dieser Personenkreis kann dann als Ersatz etwas anderes bekommen.

Zudem möchte ich ein Umzugsunternehmen beauftragen. Da ich einen Grad der Behinderung habe bzw eine Gleichstellung, hab ich gelesen, dass man einen Nachweis der Krankenkasse über vorhandene Erkrankungen vorlegt, damit auch das Umzugsunternehmen bezahlt wird. Muss ich mich darum auch noch kümmern? Reicht es nicht das ich schon Rehabilitand bin bzw gleichgestellt? Das haben die doch in Ihren Akten.
Was soll das denn für ein komischer Nachweis sein? Sinnvoller wäre hier ein Attest deines behandelnden Arztes, dass Du nicht in der Lage bist, den Umzug selber durchzuführen. Kann auch sein, dass du dann noch zum ärztlichen Dienst musst.

Und nein, die haben das nicht in ihren Akten, jedenfalls nicht, wenn sich dort jemand für das Thema Datenschutz interessiert. Deine SB geht es nichts an, was Du genau hast usw. Die muss nur wissen, was Du eentuell nicht arbeiten kanst wegen Deiner Behinderung. Alles amdere liegt ebentuell, wenn da schonmal was gelaufen ist, bei äD unter Verschluss.
 
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Helga40

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Je nachdem, wer Rehaträger ist, kann für Eingliederungsleistungen eine ganz andere Behörde zuständig sein, z. B. die Rentenversicherung. Einstiegsgeld ist - unabhängig vom Status des Rehabilitanten- ein Anreiz zur Aufnahme auch einer ni3so gut bezahlten Stelle. Davon scheint der/die TE jedoch weit entfernt.

Von "steht mir zu" übrigens auch, da es sich um Ermessensleistungen handelt.
 

Draconi

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Wie wurde Dir das mitgeteilt? Wenn Du einen schriftlichen Antrag gestellt hast, hast Du auch Anrecht auf einen schriftlichen Bescheid. Eine Aussage "rehabilitanten haben kein Anrecht auf..." halte ich für diskriminierend, es se denn, dieser Personenkreis kann dann als Ersatz etwas anderes bekommen.

Und nein, die haben das nicht in ihren Akten, jedenfalls nicht, wenn sich dort jemand für das Thema Datenschutz interessiert. Deine SB geht es nichts an, was Du genau hast usw. Die muss nur wissen, was Du eentuell nicht arbeiten kanst wegen Deiner Behinderung. Alles amdere liegt ebentuell, wenn da schonmal was gelaufen ist, bei äD unter Verschluss.

Ich habe mal ihre Antwort aus der Email heraus kopiert und unten angefügt. Sie sagte mir , wenn ich einen Ablehnungsbescheid haben möchte, soll ich ihr Bescheid sagen.

Mit "in den Akten" meinte ich eigentlich die Rehaabteilung. Die haben doch die Gutachten vom Amtsarzt bzw den Erkrankungen in den Unterlagen durch die Bestätigung des Grades der Behinderung. Da ist ja aufgelistet was alles anerkannt worden ist.
Müsste die das dann nicht zu Rate ziehen bei dieser Entscheidung?

Die Info, dass man Krankenkassennachweise oder ärztliche Atteste vorlegen kann bei Beantragung eines Umzugs hab ich von einer Seite mit Hinweisen wie man einen Umzug mit ALG 2 Anspruch beantragt

"Wann bezahlt Vater Staat ein Umzugsunternehmen?
In Deutschland gibt es mehrere Regelungen, um einen Umzug auch bei Arbeitslosigkeit möglich zu machen. Grundsätzlich hat ein Empfänger von Alg II jedoch nur Anspruch auf einen selbst organisierten Umzug. Wie immer gelten jedoch eine Reihe von Ausnahmen:
  • Krankheit (auch klinische Depression und Angstzustände)
  • Behinderung
  • Hohes Alter
Wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihren Umzug selbst durchzuführen, bezahlt Vater Staat ein Umzugsunternehmen. Als Nachweis gelten in erster Linie ärztliche Atteste und Bescheinigungen der Krankenkasse. Holen Sie unbedingt die Zustimmung Ihres Sachbearbeiters ein, bevor Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen."


@Helga40
ich bin Rehabilitand bei Agentur für Arbeit bzw Jobcenter

Das mit dem Einstiegsgeld als Unterstützung bei Aufnahme einer Arbeitsstelle kenne ich halt so, dass man das auch als Rehabilitand beantragen kann und sie hat da scheinbar einen § rausgezogen wo steht, ein Rehabilitand hat keinen Anspruch :/

Mir ist bewusst, dass das Kann-Leistungen sind, nur die Sachbearbeiterin hatte mir ja schon längst die Unterlagen für Umzug usw mitgegeben mit dem Hinweis, ich soll dann 2 Umzugsunternehmen vorlegen und das günstigere würde dann bezahlt.
 

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Kerstin_K

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Die fachlichen Weisungen sind kein Gesetz. Bestehe auf einem schriftlichen Bescheid. Dann muss sie das anständig begründen.

Wenn man dir gesagt hat, dass du Angebote von Umzugsunternehmen bringen sollst, dann denke ich nicht, dass du noch Atteste brauchst. Das Thema sollte dann schon durch sein.
 

Draconi

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@Kerstin_K

danke, ich hab ihr nämlich auf die Nachricht noch nicht geantwortet. Dann werde ich auf den schriftlichen Ablehnungsbescheid bestehen. Zumal ich damit auch einen Bescheid habe, gegen den ich ggf. vorgehen kann.

Die Zusage für die Umzugsunternehmen hatte sie mir im Gespräch mal zugesagt. Aber wenn das nur mündlich geschehen ist, könnte sie auch wieder zurückziehen und sagen, gibt´s jetzt doch nicht...befürchte ich jedenfalls.


Wie mache ich das jetzt mit der Weiterbewilligung meines ALG2 für Monat Mai?
Antrag stellen auf finanzielle Notlage bei Arbeitsaufnahme mit dem Paragraphen hier?
§ 16 SGB II i. V. m. § 44 SGB III


Mir wurde ja zusätzlich noch gesagt, mir würde nur der Umzug oder die teure Monatskarte bei Arbeitsaufnahme gewährt werden.
Beides ginge nicht.
Sollte man da trotz dieser Aussage noch weitere Anträge auf Übernahme solcher Kosten machen oder lieber lassen und den Umzug garantiert bezahlen lassen und dafür das Geld für die Monatskarte notfalls irgendwo leihen?
 
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Kerstin_K

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Alles was die sagen, ist Geblubber. Schriftliche Anträge stellen, immer schriftliche Bescheide verlangen, keine Mails.
 

Draconi

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Den ersten Antrag hatte ich per Mail geschickt mit Unterschrift, deswegen hat sie den Auszug aus den Richtlinien hinzugefügt.
Hab ihr geschrieben, sie möchte mir den Ablehnungsvertrag als schriftlichen Bescheid schicken und sobald ich unterlagen habe für die Anträge lass ich ihr die zukommen.
 

karibiktraum17

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Also hatte ich auch gleich einen Antrag auf § 16b SGB II Einstiegsgeld gestellt. War das womöglich falsch??

Von meiner Sachbearbeiterin wurde mir umgehend mitgeteilt, dass Rehabilitanden kein Anrecht auf Einstiegsgeld haben ...

Ich befinde mich in der selben Situation...habe ab 01.05.2019 endlich Arbeit. Und meine äußerst „kundenfreundliche“ Beraterin vom Mobbcenter meinte auf meine Frage bzgl. Einstiegsgeld, sie kann mir gerne ein Bogen mitgeben aber sie kann mir von vornherein schon sagen, dass sie dieses NICHT bewilligen wird weil ja Rehabilitanden kein Recht auf Einstiegsgeld hätten... auf die Frage warum das andere bekommen, bekam ich nur die blöde Antwort „ Ja, weil die eben keine Rehabilitanden sind....“ :sick: Ich sehe das als reine Diskriminierung.

Weiß denn jemand ob man wenigstens Anrecht auf Fahrtkosten hat?
 
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