Arbeitsaufnahme Zuflussprinzip Lohn erst nächsten Monat? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

ubrukelig

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Hallo,

habe mal Fragen zum Thema Arbeitsaufnahme aus Hartz IV (sozialversicherungspflichtig):

Woher bekomme ich meinen Lebensunterhalt in dem Monat der Arbeitsaufnahme (Lohn erst im Folgemonat)?
Stehe ich Anfang des Monats "blank" da? Miete, Strom, Gas, Lebensunterhalt usw. können nicht bedient werden.
Gilt nicht hier auch das Zuflußprinzip?

Gruß
 

bla47

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Im Monat der Arbeitsaufnahme ohne Zufluss gibt es noch H4 geschenkt. Für den Monat danach mit Lohn für Vormonat gibt es noch 1x H4 als Kredit. Weil noch am Monatsanfang Miete und Strom bezahlt werden müssen.
 

Seepferdchen 2010

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Du kannst nach § 42a SGB II i.V.m. § 24 Abs. 4 SGB II ein Darlehn beantragen bei Jobcenter,
das reichst du schriftlich und formlos ein.

Auf jeden Fall belegbar, wie zum Beispiel persönliche Abgabe und Empfangsbestätigung auf der Kopie
vom Antrag beim JC.

Und viel Glück im neuen Job!
 

ladydi12

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Hallo in die Runde,

evtl. kann der TE ja auch Überbückungsgeld beantragen, das Jobcenter muß zunächst mal so lange zahlen, bis der erste Lohn dem TE zugeflossen ist. Je nach Höhe des Lohnes ist der TE dann entweder Aufstocker, d.h. erhält zum Lohn noch etwas ALG2 dazu oder er ist ganz aus dem ALG2- Bezug raus.

meint ladydi12
 

Defter

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Pass bitte auf, das Du in diesem Monat ohne EK nicht zu hohe Aufwendungen für die neue Arbeit hast, denn diese Aufwendungen kannst Du nur in diesem Monat anerkennen lassen. Da aber das EK (Zufluss!) fehlt, ist es verloren. Wenn dann im nächsten Monat das EK von diesem Monat (verspätet) zufließt, dann gelten die Aufwendungen von dem Zuflußmonat des EK. Also 1 x z.B. Monatskarte verloren -> deine Privatsache.
Da gibt es noch den Weg über den VB-Antrag (Vermittlungsbudget - Pendelkosten usw.). Das muss aber auch vorher beantragt werden. Nur im JC bekanntgeben, dass man den Antrag VB benötigt.

Das Thema ist sehr umfangreich, habe ich aber schon mal in einem Threat beschrieben. -> mal suchen!
 
E

ExitUser

Gast
Pass bitte auf, das Du in diesem Monat ohne EK nicht zu hohe Aufwendungen für die neue Arbeit hast, denn diese Aufwendungen kannst Du nur in diesem Monat anerkennen lassen. Da aber das EK (Zufluss!) fehlt, ist es verloren. Wenn dann im nächsten Monat das EK von diesem Monat (verspätet) zufließt, dann gelten die Aufwendungen von dem Zuflußmonat des EK. Also 1 x z.B. Monatskarte verloren -> deine Privatsache.
Da gibt es noch den Weg über den VB-Antrag (Vermittlungsbudget - Pendelkosten usw.). Das muss aber auch vorher beantragt werden. Nur im JC bekanntgeben, dass man den Antrag VB benötigt.

Das Thema ist sehr umfangreich, habe ich aber schon mal in einem Threat beschrieben. -> mal suchen!
Sorry, Defter,
hier liegst Du falsch.
Es wird das anrechenbare Einkommen ermittelt, bei diesem anrechenbaren Einkommen werden alle Freibeträge, die nach § 11 SGBII zustehen, berücksichtigt, also auch Fahrtkosten, sofern 2 Bedingungen erfüllt sind:
1.) Verdienst höher als 400,01€ brutto
2.) Grundfreibetrag von 100€ überschritten, wenn alle arbeitsabhängigen Kosten summiert werden.

Das aus denm Vermittlungsbudget Pendelkosten beantragt werden können, ist korrekt, ABER, das ist eine KANN-Bestimmung.

Gruß
Wanda
 

ubrukelig

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Und tatsächlich hatte ich Glück einen neuen Job im *tätä: 1. Arbeitsmarkt zu finden.
Also nicht über Zeitarbeit usw.

Ich soll für den ersten Monat weiterhin ALG II-Bezug in voller Höhe erhalten, da ja erst ab Folgemonat der Lohn fliesst. Dazu soll ich auch noch in den ersten beiden Monaten Fahrgeld (Pendelfahrten) erhalten. Begrenzt ist der Zuschuss auf max. 2 Monate. Laut Aussage nicht gedeckelt.

Darüberhinaus kann ich Fahrgeld über eine Lohn/Gehaltsbereinigung (oder so ähnlich) erhalten, da ich nicht so viel verdienen werde, das ich Steuern bzw. Steuern in signifikanter Höhe zahlen muß. Somit kann ich mir keinen Vorsteuerabzug auf der Karte eintragen lassen. Fahrtkosten wären bei einfacher Strecke von knapp über 60 km bei durchschnittlich 21-22 AT/M doch schon erheblich. Fahrten mit privatgenutztem Fahrzeug. Bahn o.ä wohl eher nicht möglich, da der Beruf auch Aussentermine mit sich bringen kann/wird. Daher KFZ erforderlich.

Gruß
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Darüberhinaus kann ich Fahrgeld über eine Lohn/Gehaltsbereinigung (oder so ähnlich) erhalten, da ich nicht so viel verdienen werde, das ich Steuern bzw. Steuern in signifikanter Höhe zahlen muß.
Das kann dann eigentlich nur aufstockendes Alg2 sein, da werden die Fahrtkosten mit berücksichtigt.
Fahrten mit privatgenutztem Fahrzeug. Bahn o.ä wohl eher nicht möglich, da der Beruf auch Aussentermine mit sich bringen kann/wird. Daher KFZ erforderlich.
Aufstocken und eigener PKW erforderlich? :icon_evil:
Klingt nicht so, als würde das dauerhaft funktionieren.
 

ubrukelig

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Aufstocken und eigener PKW erforderlich? :icon_evil:
Klingt nicht so, als würde das dauerhaft funktionieren.
Wieso nicht?
Wenn es für den Beruf z.B. unabdingbar ist ein Fahrzeug zu haben... oder damit anzureisen...
Es gibt sogar AV in denen man verpflichtet ist einen Führerschein zu haben und diesen auch nicht zu "verlieren".

Grüße
 
C

Coquette

Gast
Hi,

sei vorsichtig mit der Anschaffung eines eigenen Kfz nur wegen des Jobs!

Es spielt keine Rolle ob ZAF oder sonstiges. _Du_ kaufst Dir deswegen ein Kfz - selbstverständlich hilft Dir dabei das Jobcenter mittels Darlehen. Das Kfz kauft nicht das Jobcenter und nicht der neue Arbeitgeber - sondern _Du_ !

Und jetzt kommt das "aber" - und genau das mussten leidlich zwei meiner besten Freunde feststellen:

Der Job wurde innerhalb der Probezeit seitens des AG gekündigt. Begeründung der Kündigung spielt an dieser Stelle keine Rolle. Du bist ein Spielball geworden, da der AG weiss, dass Du das Kfz auf Pump gekaufst hast und somit quasi in seiner Hand. Denn _Du_ musst das Darlehen bezahlen, nicht der AG. Er hat die Pistole auf deiner Brust: Mach dies und das, sei dann und dann da oder da, Sonntag ist ein wichtiger Termin... usw. usf...

Lehnst Du ab sitzt du mit einem Darlehen für ein Kfz da, welches von dem dann wieder folgenden ALGII bedient werden möchte (bezahlt).

Ich hoffe, Du verstehst was ich meine.

Ich würde mich freuen, wenn es bei Dir nicht so läuft - wie oben erwähnt zeichnet die Realität leider ein anderes Bild.

Lieben Gruß
Coquette
 

ubrukelig

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Da habe ich keine Sorge, denn KFZ habe ich schon länger. Muß also kein neues Fahrzeug anschaffen. Habe auch in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, das man mir zur Aufrechthaltung des Arbeitsverhältnisses sogar Rep-Kosten des KFZ (nicht als Darlehen) übernommen hatte. Mein KFZ ist schon recht "betagt".

Dennoch Danke für den Hinweis :wink:

Gruß
 

ubrukelig

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Natürlich sollte man sobald wie möglich "unabhängig" von dem JC sein. Der Lohn sollte soweit diese Unabhängigkeit ermöglichen. Gerade aber in der Startzeit der Arbeitsaufnahme, besonders wenn es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung unbefristeter Art handelt, sollte doch nicht nur der AG mit allen erdenklichen und möglichen Mitteln gestützt werden, sondern auch der AN.

In meinem Falle wird der AG gestützt, wobei ich hierzu sagen muß, es war nicht ein(er) der Gru(ü)nd(e) für den AV. Im VG wurde das von meiner Seite erst dann erwähnt, als sowieso schon alles eingetütet war.
Jetzt werden wohl einige hier fragen: Wieso dann noch...?

Nun, ich bin über 50 und in dem gelernten Beruf noch ohne Berufserfahrung. Ich bekomme eine Chance in diesem Berufsfeld, obwohl ich gar nicht oder kaum die geforderten Qualifikationen für diese Position mitbringe. Der AG ist bereit mich über Monate an die Aufgaben heranzuführen (Training on the job) und mich sogar dauerhaft zu halten. Wie lange ich schon einen Job in diesem Berufsfeld suche? Kaum noch zu zählen die Jahre, die Bewerbungen usw.

Unterstützung in Form von Auffrischungen/Weiterbildungsmaßnahmen wurde mir fast immer verweigert. Es gab in der jüngsten Vergangenheit zum Glück zwei Ausnahmen. Ansonsten wurde ich komplett alleine gelassen.
Aus lauter Verzweiflung trug ich wieder den Gedanken doch in mein altes Berufsfeld zurückzukehren, obwohl ich es aus gesundheitlichen Gründen kaum bis gar nicht dürfte. Aber ehrlich gesagt geht mir das arme Leben unter Hartz IV schwer ans Gemüt und bevor ich komplett den Sinn fürs weitere Leben aus dem Auge verliere...

Mir ist soweit klar, das es a) in meinem Alter sehr schwer ist überhaupt auf dem 1. AM eine Stelle zu finden, die b) Chance bietet nochmal für 10 + x Jahre in einem neuen Berufsfeld Fuß zu fassen und c) hoffentlich dauerhaft der Unterstützung durch Dritte zu entfliehen.

Es gibt ja leider auch Leute, die versuchen mit allen Mitteln nicht aus Hartz IV zu kommen, verstehen kann ich das persönlich nicht. Uns bietet Hartz IV kein "bequemes" Leben.

Grüße
 
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