Arbeitsantritt andere Stadt, Wohnungssuche und Weigerung der Fallmanagerin!

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SonnenblumeHH

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Ihr Lieben,
es hat sich einiges bei mir ergeben, nur zum Verständnis hier mal meine vorherigen Anliegen

https://www.elo-forum.org/alg-ii/73186-arbeitsangebot-anderer-stadt-verfahren.html
https://www.elo-forum.org/kosten-un...kosten-umzug-andere-stadt-miete-geringer.html

Ich hatte jetzt Anfang Feb. die Gelegenheit ein Vorstellungsgespräch in FFM wahrzunehmen, weil eine Bekannte zwischen Darmstadt und Hamburg zu tun hatte und mich mitnehmen konnte. Das Gespräch ist sehr positiv verlaufen, weil sich der Arbeitgeber für mich entschieden hat! :icon_klatsch: Am 3. Juni fange ich in Frankfurt an.

Die Räume, die ich eigentlich beziehen wollte (aus dem Thread "Umzug andere Stadt - Miete geringer), kann ich nicht mehr beziehen, weil derjenige, der mir die Räume anbot, jetzt abgesagt hat, seine Freundin ist schwanger und zieht zu ihm. :icon_sad:

Nun gilt es also dringendst, mir eine Wohnung zu suchen, damit ich die Arbeit antreten kann.
Ich habe, nachdem ich wieder in Hamburg war, sofort meiner Fallmanagerin geschrieben, natürlich nebst Antrag auf Wohnungsbeschaffungskosten, anbei mein Arbeitsvertrag und auch Kostenbeispiele für eine Bahnfahrkarte und, falls sich mehrere Wohnungsbesichtigungen über mehrere Tage hinziehen, für 1-2 Übernachtungen (z.B. Jugendherberge).

Parallel habe ich dem Amt für Wohnungswesen in Frankfurt meinen Antrag auf Wohnungsvermittlung zugesandt und erhoffe mir dort auch bald Angebote (um DIE aber anschauen zu können, brauche ich ja Geld um hinzukommen).

Davon abgesehen, dass sich besagte Fallmanagerin wieder 2 Wochen Zeit ließ (erst nach erneuter Kontaktaufnahme bekam ich jetzt eine Antwort), bin ich jetzt für den 12. März eingeladen (da es ja dringlich ist, müsste es vorher sein!) und folgenden Brieftext durfte ich lesen:

Ich möchte mit Ihnen über Ihr Beratungsanliegen sprechen.
Mit der Vorlage Ihres Arbeitsvertrags können Sie nun Leistungen aus dem Vermittlungsbudget erhalten. Wohnraumbeschaffungskosten können im Rahmen des Vermittlungsbudgets nicht übernommen werden.

:icon_neutral:
Wie soll ich mir ohne Geld eine Wohnung in einer anderen Stadt suchen bzw. besichtigen????

Es ist dasselbe Spiel wie vor 2 Jahren, wo die ARGE durch "tot stellen" und abblocken alles sabotierte. Nur diesmal werde ich mich wehren und kämpfen, ich will die Arbeit antreten, ich will hier weg, ich will von der ARGE weg!

Bei mir ist ja begleitend auch noch Fakt, dass ich ja schrecklich durch meinen unmittelbaren Nachbarn bedroht werde, dies weiß die ARGE, Anzeige bei der Polizei ist erstattet, ich habe ein Attest meiner Ärztin, die einen Umzug als notwendig betont!

Ich war letzte Woche bei einer Frauenberatungsstelle für von Gewalt bedrohte Frauen, wo mir eine sehr nette Beraterin riet, mich an 2 andere Fallmanager zu wenden, sie gab mir die Namen und die Nummern, da diese auch für meinen Bereich zuständig wären, sie wunderte sich, dass die jetzige Fallmanagerin für mich zuständig ist. (Die habe ich ja jetzt schon seit fast 10 Jahren).

Ich brauche bitte dringend euren Rat, wie ich jetzt weiter vorgehe.
Morgen wollte ich bei den Fallmanagern, die mir die Dame von der Beratungsstelle nannte, anrufen und mir einen früheren Termin geben lassen. Auch wollte ich dann zu dem Termin auf jeden Fall jemand als Begleitung mitnehmen, entweder wenn ich hier jemanden finden würde, im Forum, oder einen der sogenannten "Ämterlotsen".

Nächte liege ich jetzt schon wieder wach, mit Plänen, wie ich mich wehre, mich erkläre, Begründungen anführe, wen ich zu Rate ziehe, es macht einen völlig fertig!!!

Würdet ihr mir bitte helfen?

Großes Dankeschön im Voraus!
 

Makale

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Also ganz konkret hab ich bisher nichts gefunden. Ein wichtiges literarisches Werk namens Leitfaden für Arbeitslose, wo auch ausführlich diese Thematik behandelt wird, hab ich derzeit verliehen.
Spontan würde mir aber einfallen, dass es auch die Möglichkeit gibt in einem Ausbildungswohnheim ö.Ä. unterzukommen. Dann kannst du "in Ruhe" neben der Ausbildung dir dann eine Wohnung suchen. Bei mir lief das damals mal so ab. Ich empfehle dir jedenfalls sprech diese Thematik mal an.
Vielleicht wäre es auch sinnvoll dein zukünftigen Chef mal darauf anzusprechen ob er vielleicht auch betrieblich oder so für dich Unterkunft besorgen kann.

Wie soll ich mir ohne Geld eine Wohnung in einer anderen Stadt suchen bzw. besichtigen????

Darauf würde ich vorerst verzichten, wähle mein obigen Schritt. Ich denk dies ist vorrübergehend die einfachste Lösung. Mir fällt auch grad ein, dass FFM in bezug auf (1-Raum)Wohnungen nun nicht grad die besten Erfolgsaussichten bieten. Ggf. wirste hier später auch auf WG zurückgreifen müssen.

Grundlegend ist es immer schwierig als "Mittelloser" von Stadt A nach Stadt B zu kommen und HH < > FFM ist doch ein ganzes Stück ... Anspruch für Fahrkarten direkt haste nicht. Insoweit muss ich mich korrigiern und sagen deine FM hat (leider) recht.
 

Seepferdchen 2010

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Wohnraumbeschaffungskosten aus dem Vermittlungsbuget geht leider nicht.

Hier würde ich versuchen über den § 22 SGB II einen Antrag zu stellen.

der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder
3.
ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.

Reisekosten werden zwar auch aus dem Vermittlungsbuget übernommen, treffen leider auch hier in diesem Fall nicht zu.

Aber unter diesem § 22 kommen die Wohnungsbeschaffungskosten zum tragen.

Bei dir kommt die Arbeitsaufnahme und dein Attest in Frage.

Bei mir ist ja begleitend auch noch Fakt, dass ich ja schrecklich durch meinen unmittelbaren Nachbarn bedroht werde, dies weiß die ARGE, Anzeige bei der Polizei ist erstattet, ich habe ein Attest meiner Ärztin, die einen Umzug als notwendig betont!

Ich denke dein SB hat lediglich die Wohnungsbeschaffungskosten aus dem Vermittlungsbuget abgelehnt.

:icon_pause:
 

SonnenblumeHH

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Also ganz konkret hab ich bisher nichts gefunden. Ein wichtiges literarisches Werk namens Leitfaden für Arbeitslose, wo auch ausführlich diese Thematik behandelt wird, hab ich derzeit verliehen.
Spontan würde mir aber einfallen, dass es auch die Möglichkeit gibt in einem Ausbildungswohnheim ö.Ä. unterzukommen. Dann kannst du "in Ruhe" neben der Ausbildung dir dann eine Wohnung suchen. Bei mir lief das damals mal so ab. Ich empfehle dir jedenfalls sprech diese Thematik mal an.
Vielleicht wäre es auch sinnvoll dein zukünftigen Chef mal darauf anzusprechen ob er vielleicht auch betrieblich oder so für dich Unterkunft besorgen kann.



Darauf würde ich vorerst verzichten, wähle mein obigen Schritt. Ich denk dies ist vorübergehend die einfachste Lösung. Mir fällt auch grad ein, dass FFM in bezug auf (1-Raum)Wohnungen nun nicht grad die besten Erfolgsaussichten bieten. Ggf. wirste hier später auch auf WG zurückgreifen müssen.

Grundlegend ist es immer schwierig als "Mittelloser" von Stadt A nach Stadt B zu kommen und HH < > FFM ist doch ein ganzes Stück ... Anspruch für Fahrkarten direkt haste nicht. Insoweit muss ich mich korrigiern und sagen deine FM hat (leider) recht.

Ausbildungswohnheim? Ich bin 39 und werde eine Vollzeitarbeit antreten, keine Ausbildung!

Das Wohnungsangebot ist nicht das Problem, ich hätte mir allein letzte Woche 4 Wohnungen anschauen können. Das Hinkommen ist das einzige Problem. Dieses sollte es doch aber zu regeln gelten, andere vor mir, die aus dem ALG II Bezug kamen, haben dies doch auch geschafft.

Meinen Arbeitgeber kann ich nicht nach so etwas fragen, er weiß nicht, dass ich so lange Hartz 4 bezog, da es bei vielen Arbeitgebern dieses blödes Stigma gibt, dass, wenn man zu lange aus der Materie raus ist, nicht mehr leicht wieder "einzugliedern" ist.

Ich habe schon von anderen gelesen, die aufgrund von Arbeit umziehen mussten und die dann Wohnungsbeschaffungskosten genehmigt bekommen haben, das muss doch auch bei mir möglich sein?

Wenn ich das mal ausrechne, ich brauche, um dort z.B. 4 Tage am Stück mehrere Wohnungen zu besichtigen und es evtl. mit einem zügigen Besuch der Behörden vor Ort, wegen Mietübernahme, etc., inkl. Bahnfahrkarte einmalig 450 Euro.

Würde ich keine Wohnung suchen können und somit die Arbeit (WIEDERMALS!) nicht antreten können, koste ich der ARGE weiterhin jeden Monat 382 Euro plus aktuelle Miete. Es sei denn, die arbeiten daraufhin, dass mein Nachbar mich umbringt, dann ist die ARGE natürlich fein raus.
 

SonnenblumeHH

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Wohnraumbeschaffungskosten aus dem Vermittlungsbuget geht leider nicht.

Hier würde ich versuchen über den § 22 SGB II einen Antrag zu stellen.

Reisekosten werden zwar auch aus dem Vermittlungsbuget übernommen, treffen leider auch hier in diesem Fall nicht zu.

Aber unter diesem § 22 kommen die Wohnungsbeschaffungskosten zum tragen.

Bei dir kommt die Arbeitsaufnahme und dein Attest in Frage.



Ich denke dein SB hat lediglich die Wohnungsbeschaffungskosten aus dem Vermittlungsbuget abgelehnt.

:icon_pause:

Der Witz ist, ich habe gar keinen Antrag auf Geld aus dem Vermittlungsbudget gestellt, sondern einen gesonderten Antrag auf eben diese Wohnungsbeschaffungskosten.
Was ist eigentlich der Unterschied, zu Mobilitätshilfen? Das ist nochmal ne andere Sache, oder?

Dann werde ich über den von Dir genannten § nochmals denselben Antrag stellen?
Und ist es ok so, wie ich es vorhabe, mit dem vorherigen Termin geben lassen morgen und zum Termin den Ämterlotsen mitnehmen?
Vor Ort klären, was ich brauche, Antrag dalassen?
 

Makale

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Wie komm ich eigentlich auf Ausbildung ? :biggrin:
Aber spielt ja im Grundsatz keine Rolle ob Arbeitsplatz oder Ausbildung, denn die Verfahrensweise ist relativ gleich. Wohnungsbeschaffungskosten müssen primär nur bei "Aufforderung zum Umzug" in voller Höhe übernommen ("muss"-Leistung).
Aber wenn du vor Arbeitsaufnahme eine Wohnung bekommst würde dies ein erforderlichen Umzug darstellen und das Amt soll hierfür alle Kosten übernehmen ("soll"-Leistung).

Ist sehr gewagt ohne vorhandenen Wohnraum in einer paar 100km entfernten Stadt eine Arbeit aufzunehmen. Vorallem in Großstädten sind Wohnraum Mangelware und die Anzahl von Bewerbern auf einen Wohnraum sind beträchtig :icon_sad:

Stell ein Darlehensantrag, andere Möglichkeit sehe ich nicht wie du dir deine Fahrkarten finanzieren kannst.
 

SonnenblumeHH

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Wie komm ich eigentlich auf Ausbildung ? :biggrin:
Aber spielt ja im Grundsatz keine Rolle ob Arbeitsplatz oder Ausbildung, denn die Verfahrensweise ist relativ gleich. Wohnungsbeschaffungskosten müssen primär nur bei "Aufforderung zum Umzug" in voller Höhe übernommen ("muss"-Leistung).
Aber wenn du vor Arbeitsaufnahme eine Wohnung bekommst würde dies ein erforderlichen Umzug darstellen und das Amt soll hierfür alle Kosten übernehmen ("soll"-Leistung).

Aber wenn dies der einzige Weg für den Antritt der Arbeit ist, stellt es eine Notwendigkeit dar, und wird somit eine muss/soll Leistung, oder habe ich mich verlesen? (Finde die Quelle momentan nicht)

Ist sehr gewagt ohne vorhandenen Wohnraum in einer paar 100km entfernten Stadt eine Arbeit aufzunehmen. Vorallem in Großstädten sind Wohnraum Mangelware und die Anzahl von Bewerbern auf einen Wohnraum sind beträchtig :icon_sad:

Gewagt? Was ist besser, wegen einer fest zugesagten Arbeit umzuziehen und damit dann von der ARGE wegkommen? Oder in derselben Stadt verharren, ewig arbeitslos bleiben und dem Staat auf der Tasche liegen? Zumal immer genug gemeckert wird, dass der Großteil nicht bereit ist, für die Arbeitsaufnahme in eine andere Stadt zu ziehen. :confused:
Der Wohnungsmarkt in Hamburg ist um ein hundertfaches mieser als in Frankfurt. Zumal sich für allein lebende Personen leichter etwas findet, als für Menschen mit Kindern oder Familien.
 

Ahanit

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Ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber wenn es um schnellen Wohnraum für eine Übergangszeit geht, es gibt mehrere Lehrlingswohnheime in FFM die meisten von der Ehemaligen Höchst aAG

Hier mal eine Kontaktadresse: Wohnheim GmBH | • wohnungen • wohnheime • gewerbe

Die haben neben Wohnheimzimmern aber auch Wohnungen.

Ich würde empfehlen Übergangsweise ein WOhnheimzimmer zu nehmen und dann ganz in Ruhe ne Wohnung zu suchen.... Wohnraum in FfM und näherer Umgebung ist Teuer, wenn du Mobil bist ist aber der Taunus auch kein Schlechtes Wohngebiet. Allerdings mußt halt schauen das entweder deine Arbeitszeit mit dem öffentlichen Nahverkehr korreliert (Was mitunter problematisch ist vor allem im Winter) oder das du Auto hast.
 
S

silka

Gast
Wohnraumbeschaffungskosten können im Rahmen des Vermittlungsbudgets nicht übernommen werden.
Wenn man diese beiden Sätze des Schreibens liest, liest man:
1.Arbeitsvertrag liegt vor---da gibts auf Antrag Leistungen aus dem Verm-Budget (nach § 45 SGB III)
2. Wohn-beschaffkosten gibts nicht von dort, sondern von § 22 SGB II.
es gibt also aus mind. 2 Töpfen Gelder für deinen Neustart!
Zapf sie an!!!

Das JC hat recht.
Wohnungsbeschaffungskosten (alles, was dazu nötig ist), gehört NICHT zum Vermittlungsbudget nach SGB III.
Deswegen MUSS die das so schreiben.
Also abregen;-)

Wohnungsbeschaffungskosten gehören zu den KdU.
Also zum § 22 SGB II und zu deiner örtlichen RiLi und der von FFM.
Und diese Besichtigungen von Wohnungen in FFM können vom JC logischerweise erst im Rahmen der KdU bewilligt werden,(als Vorschuß), wenn du eine Wohnung hast, die zu besichtigen ist.
Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Also suchen, Angebote bündeln, dann auswählen (angemessene), dann Termin mit den Vermietern machen, dann beim JC beantragen, Vorschuß verlangen, dann hinfahren---möglichst 1 zusagen und auch kriegen.

Auch gut möglich:
Erst mal befristet in FFM wohnen, bis die Probezeit gut überstanden ist.
In FFM gibts viele "Zeitwohn-Agenturen", dort würde ich suchen.

Hast du den Arbeitsvertrag schon unterschrieben?
Hast du Kündigungsfristen in deiner jetzigen Wohnung?
Bist du mit dem neuen Job dann weg von Alg2?---
Ich würde jetzt das Jobangebot bzw. den AV als Hauptargument ziehen.
Das mit dem Attest wird zum Nebenschauplatz.
Das Wichtigste ist der Arbeitsvertrag!!

Ob du andere FM auswählen oder verlangen kannst, weiß ich nicht. Versuch macht kluch!

Wenn ich durch Nachbarn bedroht würde, würde ich zur Polizei gehen und nicht zum Arzt oder zu netten Beraterinnen.
 
S

silka

Gast
Stell ein Darlehensantrag, andere Möglichkeit sehe ich nicht wie du dir deine Fahrkarten finanzieren kannst.
Das ist zum Glück vollkommener Unfug.
Nicht nur im Leitfaden, sondern im wichtigsten und einzigsten "WOHNUNGSGESETZ" für Alg2-Bezieher stehts doch drinne:
SGB 2 - Einzelnorm
und für jeden LK bzw. Kommune gilt dazu noch:
Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Da braucht man den Leitfaden mal nicht wälzen---:icon_mued:

Ein Darlehen?---was für eine verrückte Idee.:icon_dampf::icon_kotz:
Hier gibts einen Arbeitsvertrag zum 3.6. in Vollzeit.
Dafür stellt die Bundesagentur für Arbeit und die beiden Kommunen (jetzige und neue Stadt) jede Menge Mittel zur Verfügung.
Diese Mittel kann man endlich mal als Förderung bezeichnen.
Förderung zum "Raus aus Hartz 4"---und du bringst den Vorschlag, man solle sich diese Freiheit borgen??? mit Darlehen vom Amt???

Also ehrlich, also nee.:confused:
 
H

hass4

Gast
ich hatte auch ein angebot aus FFM und hatte reisekosten zum bewerbungsgespräch beantragt. die unterlagen kamen vom jobcenter, die kosten bekomme ich dann erstattet wenn ich beim vorstellungsgespräch war.

die ganze aktion ist dann im sande verlaufen weil ich keine 200,00 euro für die fahrkarten hatte. nur allein daran ist es schon gescheitert!!

in FFM bezahlbaren wohnraum finden ist auch nicht einfach, besonders wenn man nicht vor ort ist. ich war 6 jahre in FFM, da werden sogar doppelgaragen mit blechspinden als möbilierte apartments vermietet.

selbst in den 90 gern hat es schon lange gedauert was annehmbares und bezahlbares zu finden!!!!
 

Makale

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Das ist zum Glück vollkommener Unfug.
Nicht nur im Leitfaden, sondern im wichtigsten und einzigsten "WOHNUNGSGESETZ" für Alg2-Bezieher stehts doch drinne:
SGB 2 - Einzelnorm
und für jeden LK bzw. Kommune gilt dazu noch:
Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Da braucht man den Leitfaden mal nicht wälzen---:icon_mued:

Ein Darlehen?---was für eine verrückte Idee.:icon_dampf::icon_kotz:
Hier gibts einen Arbeitsvertrag zum 3.6. in Vollzeit.
Dafür stellt die Bundesagentur für Arbeit und die beiden Kommunen (jetzige und neue Stadt) jede Menge Mittel zur Verfügung.
Diese Mittel kann man endlich mal als Förderung bezeichnen.
Förderung zum "Raus aus Hartz 4"---und du bringst den Vorschlag, man solle sich diese Freiheit borgen??? mit Darlehen vom Amt???

Also ehrlich, also nee.:confused:

Warten wirs Ergebnis ab. Ich weiß auch nicht alles und lerne stetig dazu :biggrin:
Wenn sie ihrn Antrag durchkriegt so wie du es beschrieben hast, hab ich wieder dazu gelernt. Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass eine Beihilfe zur Arbeitsaufnahme bzw. damit verbundenen Wohnungsbeschaffungskosten im Vorfeld jedem Arbeitslosen zu gönnen ist, aber fakt ist einfach mal das es keine "muss"-Leistung ist. Hoffentlich schafft sie den Sprung in ein besseres Leben :icon_kinn:
 

SonnenblumeHH

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Wohnraumbeschaffungskosten können im Rahmen des Vermittlungsbudgets nicht übernommen werden.
Wenn man diese beiden Sätze des Schreibens liest, liest man:
1.Arbeitsvertrag liegt vor---da gibts auf Antrag Leistungen aus dem Verm-Budget (nach § 45 SGB III)
2. Wohn-beschaffkosten gibts nicht von dort, sondern von § 22 SGB II.
es gibt also aus mind. 2 Töpfen Gelder für deinen Neustart!
Zapf sie an!!!

Das JC hat recht.
Wohnungsbeschaffungskosten (alles, was dazu nötig ist), gehört NICHT zum Vermittlungsbudget nach SGB III.
Deswegen MUSS die das so schreiben.
Also abregen;-)

Wohnungsbeschaffungskosten gehören zu den KdU.
Also zum § 22 SGB II und zu deiner örtlichen RiLi und der von FFM.
Und diese Besichtigungen von Wohnungen in FFM können vom JC logischerweise erst im Rahmen der KdU bewilligt werden,(als Vorschuß), wenn du eine Wohnung hast, die zu besichtigen ist.
Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Also suchen, Angebote bündeln, dann auswählen (angemessene), dann Termin mit den Vermietern machen, dann beim JC beantragen, Vorschuß verlangen, dann hinfahren---möglichst 1 zusagen und auch kriegen.

Auch gut möglich:
Erst mal befristet in FFM wohnen, bis die Probezeit gut überstanden ist.
In FFM gibts viele "Zeitwohn-Agenturen", dort würde ich suchen.

Hast du den Arbeitsvertrag schon unterschrieben?
Hast du Kündigungsfristen in deiner jetzigen Wohnung?
Bist du mit dem neuen Job dann weg von Alg2?---
Ich würde jetzt das Jobangebot bzw. den AV als Hauptargument ziehen.
Das mit dem Attest wird zum Nebenschauplatz.
Das Wichtigste ist der Arbeitsvertrag!!

Ob du andere FM auswählen oder verlangen kannst, weiß ich nicht. Versuch macht kluch!

Wenn ich durch Nachbarn bedroht würde, würde ich zur Polizei gehen und nicht zum Arzt oder zu netten Beraterinnen.

Erst mal möchte ich mich ganz herzlich für Deine ausführliche Antwort bedanken, Du machst mir SEHR viel Mut und die Aufführungen sind sehr hilfreich!


Hast du den Arbeitsvertrag schon unterschrieben?
Hast du Kündigungsfristen in deiner jetzigen Wohnung?
Bist du mit dem neuen Job dann weg von Alg2?---

Ja, den Vertrag hab ich unterschrieben.
Ja, ich habe eine Kündigungsfrist mit dieser Wohnung, gerade deswegen ist die Sache ja auch so dringlich jetzt!
Ja, mit dem neuen Job werde ich komplett von der ARGE weg sein! :biggrin:

Wenn ich durch Nachbarn bedroht würde, würde ich zur Polizei gehen und nicht zum Arzt oder zu netten Beraterinnen.

silka, das mit Arzt, Beratungsstelle etc. läuft alles parallel. Anzeige ist längst gegen ihn erstattet.
 
E

ExitUser

Gast
Gibt es denn wirklich ausschließlich nur in Frankfurt freie Stellen für Übersetzer?

Wohl nicht. Aber genau diese freie Stelle hat sie bekommen! :icon_daumen:

Warum nicht eine bestimmte Zeit pendeln, zumindest in der Probezeit?
Eine Fahrt vier Stunden.

Beispiel Hamburg Hbf - Frankfurt Hbf:

ab 3:46
an 7:45

8 Stunden Arbeit + gesetzlicher Pause -> früheste Heimfahrt 16:58 (bei max. 20 Minuten Weg vom Frankfurter Bahnhof zur Arbeitstätte)

ab 16:58
an 20:52

Wenn die TE direkt am Hamburger HBF wohnt, ist das ein Arbeitstag (inkl. Strecke) von knapp über 17 Stunden.

Selbst wenn jemand problemlos im Zug schlafen kann, ist das ein Garant für's Krankwerden innerhalb kürzester Zeit.


Nein, tägliches Pendeln kommt da nicht in Frage. :icon_rolleyes:
 

SonnenblumeHH

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Da bin ich wieder, mit einem Update:

Hatte ja heute den Termin bei meiner PAP, ich hatte letzte Woche noch einen neu überarbeiteten Antrag, basierend auf dem anderen Paragraphen, eingereicht, inkl. meinem Attest und meiner Bitte, diesen schon mal zu bearbeiten, bis ich dann heute vorspreche.
Ich nahm heute jemanden von den "Ämterlotsen" mit, als Beistand.

Ist insofern positiv verlaufen, weil die PAP sehr nett und offen war und sie meinte, sie hätte sich dann doch noch mit einer anderen Abteilung abgesprochen und man würde mir das Fahrgeld gewähren.

Sobald ich ein paar Wohnungsbesichtigungsangebote gebündelt habe, soll ich kurzfristig zu ihr kommen, ich bekomme dann einen "Reisegutschein" mit dem ich die Fahrkarte kaufen kann.
Soweit eine für mich sehr gute Nachricht.

Problem ist nach wie vor, wo ich, wenn ich Besichtigungen über mehrere Tage habe/bündle, schlafe. Sie meinte, das dürfte das Jobcenter nicht im Vorfeld gewähren, jedoch, wenn ich es "vorstrecken" würde und ihr dann die Quittungen der Pension/Jugendherberge etc. einreiche, würde ich es rückerstattet bekommen, sie würde es dann als "dringend" einreichen und ich würde nach ca. 2 Wochen das Geld wiederbekommen. So die Theorie.
Aber die Praxis: vorstrecken von nix - geht auch nicht. Da stehe ich also wieder vor einem großen Fragezeichen.
 
H

hass4

Gast
fast alles was es an möglichkeiten in den katalogen gibt sind leider "KANN" bestimmungen und liegen im ermessen eines sachbearbeiters.

da kann man noch so plausiebel argumentieren wenn die nicht wollen um das budget zu schonen dann kann man nur aufgeben.

die ganzen vermittler und sonstige sitzen doch nur noch als handlanger der leistungsabteilung da rum um alles ab zu blocken.
 

Makale

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fast alles was es an möglichkeiten in den katalogen gibt sind leider "KANN" bestimmungen und liegen im ermessen eines sachbearbeiters.

da kann man noch so plausiebel argumentieren wenn die nicht wollen um das budget zu schonen dann kann man nur aufgeben.

die ganzen vermittler und sonstige sitzen doch nur noch als handlanger der leistungsabteilung da rum um alles ab zu blocken.


Du genau das hab ich bisher auch gedacht, aber das Buch von Jens Löcher - Grundsicherung für Arbeitssuche SGB II, Erläuterungen zum Stichwort "Umzug" hat mich eines Besseren belehrt. Es gibt schon diverse Konstellationen wo das "Ermessen auf 0" sinken kann und der hier vorliegende Fall ist übrigens so einer ... Aber nun gut, die Angelegenheit ist ja nun mittlerweile erledigt :icon_smile:
 
H

hass4

Gast
ich hatte das problem auch. ein arbeitsplatz mit unterkunft, da sollte ich 200,00 euro fahrkosten vorstrecken zum vorstellungsgespräch. dann arbeitsvertrag in bayern da brauchte ich überbrückung für doppelte haushaltsführung, wurde aber nur one way ticket für 160,00 euro angeboten und solle mir vom AG helfen lassen mit vorschuss etc.
dann vermittlungsgutschein abgelehnt obwohl 90 % der angebote von privaten vermittlern kamen.

die wissen genau das es nie zu hilfen kommt wenn das einmal abgelehnt wird, denn bevor der widerspruch bearbeitet wurde sind alle züge abgefahren und der job ist weg.

die von der leyen hat millionen von fördermitteln gekürzt, da ist kaum noch was zuholen.

ich werde da auch nie wieder was in der richtung versuchen, das sind doch nur illusionen die nie erfüllt werden, die enttäuschung spare ich mir!
 
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