Arbeitsamtsarzt schreibt Gesund, was machen ??? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

sasa79

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Hallo,
ich hoffe mir kann hier jemand helfen.
Meine Mutter hat bis vor kurzem Krankengeld erhalten, sie ist aber noch in einem Arbeitsverhältnis!!! Es gab mit dem Arbeitgeber in der Vergangenheit auch grosse Probleme. Jetzt wurde meine Mutter zum Arbeitsamt geschickt, Unterlagen auch Arztunterlagen wurden abgegeben! Beim 3. Termin, wurde meiner Mutter ein Schreiben von einem Arzt, der meine Mutter nie gesehen hat vorgelegt, das sie doch arbeiten könnten unter gewissen vorraussetzungen....wie z.B. Zugluft, Nachtschicht, Druck usw.....Zeitgleich haben wir auch einen Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente gestellt, 1, Antrag wurde abgelehnt, Widerspruch läuft!
Meine Mutter leidet an Wander Rheuma, kann meist kaum Ihren Arm auch nur Heben, Depressionen, hatte eine Herzkatheter Op vor kurzem, Bluthochdruck.
Das Arbeitsamt möchte nun, das meine Mutter, sich mit dem Chef hinsetzt und regelt ob er ihr eine Stelle hat unter den genannten Vorraussetzungen, das Ding ist, das meine Mutter Psychisch dazu gear nicht in der Lage ist!! Es war viel mit Mobbing am drehen! Da wir bei der VdK sind, habe ich dort angerufen und die meinten, sie solle sich beim Chef melden und das hätte seine Richtigkeit...Kann mir irgendjemand hier helfen, ich bin mit diesem Jungel total überfordert...Bitte:icon_frown:
 
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Beim 3. Termin, wurde meiner Mutter ein Schreiben von einem Arzt, der meine Mutter nie gesehen hat vorgelegt, das sie doch arbeiten könnten unter gewissen voraussetzungen....wie z.B. Zugluft, Nachtschicht, Druck usw.....
Sowas hört sich nach einem Amtsarzt an. Es muß doch irgendwas in dem Schreiben stehen. Z.B. ärztlicher Dienst oder so.....
 

Doppeloma

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Hallo sasa79,

erst mal vorweg, der "Amtsarzt" (selbst der MDK der KK kann nur "vermuten" dass Jemand keine AU-Bescheinigung mehr braucht) kann Niemanden "gesund schreiben", der von seinem behandelnden Arzt mit einer AU-Bescheinigung als AU (Arbeits-Unfähig) gilt.

Ich wiederhole zwar auch langsam ungerne ALLES was hier schon hunderte Male dazu geschrieben wurde, aber ich finde es toll, dass du deiner Mutter helfen willst und möchte dich daher nicht sofort bitten dir alles selbst zusammen zu suchen.

Für weitere / ergänzende Informationen wird das aber wohl noch nötig sein, ich werde das eine oder andere nicht so ausführlich erneut schreiben können ... denn ich war / bin selbst schon sehr lange Krank, noch im Job fest angestellt gewesen und musste auch zur AfA nach der Aussteuerung, ich kenne das also wirklich sehr genau was ich dir dazu schreibe.

Meine Mutter hat bis vor kurzem Krankengeld erhalten, sie ist aber noch in einem Arbeitsverhältnis!!! Es gab mit dem Arbeitgeber in der Vergangenheit auch grosse Probleme. Jetzt wurde meine Mutter zum Arbeitsamt geschickt, Unterlagen auch Arztunterlagen wurden abgegeben!
Deine Mutter wurde also aus dem Krankengeld "ausgesteuert" weil der Anspruchszeitraum nach 78 Wochen abgelaufen war und damit ist die AfA zuständig einen bestehenden Anspruch auf ALGI auszuzahlen.

Das machen die natürlich sehr ungerne und darum versuchen sie ein wenig zu "stressen".
Darf ich fragen wie alt deine Mutter ist und was sie mal gelernt bzw. zuletzt gearbeitet hat (also im noch vorhandenen Job), für diese Tätigkeit ist sie aber immer noch AU geschrieben also KANN auch die AfA (bzw. der ÄD der AfA) sie nicht zwingen dort "nach machbarer Arbeit" zu fragen oder dort zu arbeiten ... :icon_evil:

Deine Mutter darf aber KEINE AU-Bescheinigung mehr bei der AfA abgeben (den Teil zu Hause sammeln), sonst finden die schnell einen Grund das ALGI wieder aufzuheben, weil sie der "Vermittlung" nicht zur Verfügung steht, von der KK bekommt sie aber auch kein Geld mehr.

Wenn es die gäbe, wäre deine Mutter ja in der Arbeit und nicht wegen Ende des Krankengeldes bei der AfA mit einem Antrag auf EM-Rente auch berechtigt in der Nahtlosigkeit.

Die AU-Bescheinigung ist also schon deswegen weiter nötig, weil der AG die ja verlangen kann, für die Forderung nach Gesprächen / Anfragen beim AG zu "leidensgerechten Arbeits-Möglichkeiten" gibt es also weder einen Grund noch eine Rechtsgrundlage.

Deine Mutter sollte also eine solche Rechtgrundlage (Gesetze + §§) von der AfA-SB verlangen, damit sie prüfen lassen kann (von einem Anwalt z.B.), ob die AfA dazu überhaupt berechtigt ist.

Ansonsten möge man diese Anfrage doch bitte selbst an den AG richten, denn sie sieht sich gesundheitlich dazu nicht in der Lage dazu, es ist bereits ALLES schon früher geklärt worden dazu, sollte die AfA das anders sehen kann man das ja gerne selbst tun soweit das gesetzlich erforderlich ist.

Das ist nämlich NICHT erforderlich und auch gar nicht erlaubt, wenn sie dort noch arbeiten könnte wäre sie ja nicht bei der AfA gelandet, der AG muss die Lohnbescheinigung ausfüllen (damit das ALGI berechnet werden kann), nur dazu ist er verpflichtet, die AfA hat auch KEIN Recht das selbst zu tun, aber das ist ja nicht das Problem deiner Mutter, sie sollte aber auch keinerlei "Verpflichtungen" dazu unterschreiben.

Das gilt eigentlich für ALLES wo man Unterschriften verlangt, ich denke mal sie hat aus Unwissenheit schon viel zu viele Unterschriften geleistet auf Unterlagen, die sei besser nicht unterschrieben hätte ... :icon_kinn:

Beim 3. Termin, wurde meiner Mutter ein Schreiben von einem Arzt, der meine Mutter nie gesehen hat vorgelegt, das sie doch arbeiten könnten unter gewissen voraussetzungen....wie z.B. Zugluft, Nachtschicht, Druck usw.....Zeitgleich haben wir auch einen Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente gestellt, 1, Antrag wurde abgelehnt, Widerspruch läuft!
Gerade im Bezug auf den ÄD der AfA (und bei den Vermittlern) habe ich die Befürchtung dass sie bereits viel zu viel von ihren Krankheiten "erzählt" hat und alle vorgelegten Unterlagen für den ÄD ausgefüllt und unterschrieben hat ...

Was heißt ihr wurde dazu was "vorgelegt", sie hat einen Rechtsanspruch auf eine Kopie davon (der SB hat aber nur den Teil B mit der Leistungseinschätzung), der Teil A liegt beim ÄD und dort muss man ihr davon auch eine Kopie geben, wenn sie das verlangt.

Es wäre gut wenn sie sich dieses ÄD-"Gutachten" besorgt, es könnte mal nützlich / erforderlich werden, wenn eine Beschwerde in Nürnberg erforderlich wird.

Vermutlich weiß sie nicht mal mehr genau was sie in den Gesundheitsfragebogen geschrieben hat und für wen sie so alles Schweigepflicht-Entbindungen erteilt hat, es wäre gut wenn du erfragen kannst was ihr davon erinnerlich ist, denn das wäre ALLES freiwillig gewesen, was ihr wohl Niemand gesagt hat vorher.

Ist dir bekannt ob sie auch Befunde selbst eingereicht hat für das "ärztliche Gutachten der AfA" ... es ist leider inzwischen eher die Regel, dass die Ausgesteuerten dann nicht zum Arzt geschickt werden, sondern eine "Aktenlage" das "Gutachten" füllt, es werden auch selten bis gar nicht Unterlagen bei behandelnden Ärzten angefordert, sondern lieber Reha-Berichte und eventuelle DRV-Gutachten für den Antrag auf EM-Rente.

Irgendwo her müssen die ja genommen haben, dass deine Mutter nicht Erwerbsgemindert ist und unter vielen Einschränkungen noch nicht als Erwerbsgemindert angesehen wird.
Besonders wenn schon ein Widerspruch läuft bei der DRV dazu und mit einer längeren Verfahrensdauer noch zu rechnen ist (Klage wird wahrscheinlich folgen müssen) möchte die AfA das gerne so übernehmen, als wäre der EM-Rentenantrag bereits entschieden.

Das ist zwar rechtlich nicht korrekt aber man kann es ja mal "versuchen" sich da direkt der Meinung der DRV anzuschließen, was besagt denn eigentlich das Ablehnungsschreiben der DRV im Bezug auf den vorhandenen Arbeitsplatz ???

Ich gehe (leider) davon aus, dass deine Mutter auch diesen Ablehnungs-Bescheid bei der AfA vorgelegt hat, die letzte Tätigkeit wird aber oft "ausgeschlossen" (unter 3 Stunden), kannst du das nachlesen und uns mitteilen ???

Dann wäre die Forderung der AfA (mögliche Rückkehr an den vorhandenen Arbeitsplatz) noch einfacher auszuhebeln ...fallen die geschilderten Belastungen dort generell an, wäre das ohnehin nicht mehr zumutbar. :icon_evil:

Meine Mutter leidet an Wander Rheuma, kann meist kaum Ihren Arm auch nur Heben,
Depressionen, hatte eine Herzkatheter Op vor kurzem, Bluthochdruck.
Das Arbeitsamt möchte nun, das meine Mutter, sich mit dem Chef hinsetzt und regelt
ob er ihr eine Stelle hat unter den genannten voraussetzungen, das Ding ist, das meine Mutter Psychisch dazu gear nicht in der Lage ist!! Es war viel mit Mobbing am drehen!
Was die AfA dazu "möchte" ist irrelevant, dazu habe ich dir ja weiter oben schon was geschrieben, weder deine Mutter noch ihr Chef kann dazu verpflichtet werden, denn sie muss auch mit ihrem Chef gar nicht über gesundheitliche Probleme sprechen (der ist kein Arzt, die Arbeitsvermittler der AfA übrigens auch nicht :icon_evil:), wie soll der da bitte wissen können wie ein gesundheitlich machbarer Arbeitsplatz aussehen und beschaffen sein müsste ...

Deine Mutter braucht dazu mit den SB gar nicht zu diskutieren, die sollen sich selbst darum kümmern wenn sie meinen dazu berechtigt zu sein, sie kann sogar behaupten der Chef habe abgelehnt dazu mit ihr zu reden und möchte von der AfA die Rechtsgrundlagen (bitte schriftlich für SEINEN Anwalt) haben, damit er das klären lassen kann.

Das erfordert etwas Mut aber nur so wird sie diese Forderung los werden können, mit ihren gesundheitlichen und betrieblichen (persönlichen) Problemen kommt sie da nicht weiter, so lange die SB noch meinen deine Mutter "unter Druck setzen zu können" werden sie das tun, an den Chef gehen sie nicht ran, weil sie genau wissen, dass sie dazu keine Berechtigung haben vom Gesetz her. :icon_evil:

Also können sie dem Chef auch die gewünschten Rechtsgrundlagen nicht zukommen lassen, weil es die gar nicht gibt ...

Da wir bei der VdK sind, habe ich dort angerufen und die meinten, sie solle sich beim Chef melden unddas hätte seine Richtigkeit...Kann mir irgendjemand hier helfen, ich bin mit diesem Jungel total überfordert...Bitte:icon_frown:
Ja, ausgerechnet der VDK, die haben von der Aussteuerung und was die AfA dann mit den Leuten veranstaltet überhaupt KEINE AHNUNG, die sagen dann immer nur in etwa : "Machen Sie ALLES was die wollen, sonst bekommen Sie kein Geld" ... :icon_dampf:

Wie begründen die denn diese Ansicht, das habe seine Richtigkeit ... komisch, von mir hat man das nie verlangt und ich war auch noch in Festanstellung und mein Antrag auf EM-Rente wurde abgelehnt, dann habe ich dagegen Widerspruch eingelegt bei der DRV, das bei der AfA nachgewiesen und hatte vor der AfA wieder meine Ruhe ...

Das war 2009 und an den gesetzlichen Grundlagen hat sich im Bezug auf den AG noch nichts geändert, diese "Richtigkeit" gibt es also gar nicht ... ich war auch noch zur Untersuchung beim Arzt vom ÄD, inzwischen wird daran sehr gespart und am Liebsten würde man das ALGI für die Ausgesteuerten ganz einsparen können, besonders wenn die EM-Rente bereits "abgelehnt" wurde und noch ein AG vorhanden ist ...

Da versuchen die leider inzwischen alles Mögliche, egal ob das rechtlich in Ordnung ist oder nicht, den VDK kannst du da voll vergessen ... der weiß auch nicht mehr was "Sozial" überhaupt ist. :icon_evil:

Wird deine Mutter in der Rentensache von denen vertreten, dann kannst du nur hoffen, dass die auf diesem Gebiet deutlich besser sind, ich bin damals schnell wieder ausgetreten, mit dem VDK hätte ich wohl immer noch keine EM-Rente ...

Beantworte bitte nach Möglichkeit meine Fragen und wenn möglich sollte deine Mutter nicht mehr alleine zu den Terminen gehen, also immer eine Begleitung mitnehmen UND ALLES (zur Prüfung) mit nach Hause nehmen was sie unterschreiben soll.

Hat sie wenigstens schon einen Leistungsbescheid bekommen, sonst ist sie auch nicht mehr Krankenversichert, du siehst schon es gibt viel mehr Fragen als Antworten im Moment ...

MfG Doppeloma
 
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Hallo sasa 79,
laut Gutachten sind doch wesentliche Einschränkungen da und deine Mutter soll den bisherigen Arbeitgeber nach einem passenden neuen Arbeitsplatz fragen. Bei den meisten Arbeitgebern kann es doch da nur eine Möglichkeit geben: Passender Platz ist nicht vorhanden. Die Beschäftigung wird gekündigt. Kosten für weitere Krankheitszeiten werden vermieden.

Ansonsten:
  • Der Rentenarzt stellt keine Erwerbsminderung fest.
  • Der Arbeitsmediziner der AfA sagt arbeitsfähig mit Einschränkungen. Er bewertet nur die Gutachten des Hausarztes aus arbeitsmedizinischer Sicht. Und er verdonnert die AfA zur Zahlung.
  • Der Hausarzt, der vom Kranken lebt, sagt aber weiter arbeitsunfähig.
  • Wer ist hier jetzt neutral?

Zum Mobbing:
Frag das Alg-Team der AfA, ob aus dem Gutachten des AfA-Arztes entnommen werden kann, dass ein wichtiger Grund für eine eigene Kündigung vorliegt. Diese Frage wird dir absolut sicher beantwortet. Ggf. fragen die beim AfA-Arzt nochmals zurück. Dann ist deine Mutter dieses Problem los.
 

Anna B.

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Der Arzt der Arbeitsagentur kann eine AU nicht aufheben!!

das einmal vorweg..


hier ist es so, dass deine Mutter vermutlich weiterhin au ist, sie sich aber zwingend mit ihrem "Restleistungsvermögen" dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen muß. Dieses Restleistungsvermögen stellt der Arzt mit diesem Gutachten fest. D.h. es können nur Arbeitsplätze mit diesen Einschränkungen, die genannt worden sind, infrage kommen.

Für die Rentensache bleibt deine Mutter weiterhin au..immer schön au-Bescheinigungen ausstellen lassen und zu Hause sammeln..nicht !! bei der Afa abgeben!!!

vom bisherigen AG ggf. eine Bescheinigung besorgen, dass ein adäquater ARbeitsplatz nicht zur Verfügung gestellt werden kann.

Dann endlich muß sich die Afa bewegen und deiner Mutter entsprechende Vermittlugnsvorschläge machen....
sollte es tatsächlich zu einem Vorstellungsgespräch kommen, kann sie ja immer noch bei dem potentiellen AG fallen lassen, dass sie derzeit im Rentenantrag ist und sie auch noch beim alten AG kündigen muß...
da wird sie dann niemand einstellen..
unbedingt Teil A und Teil B des Gutachtens anfordern!!!
 

Anna B.

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AU-Bescheinigungen bloß nicht abgeben..die im Hintergrund aber schön mitlaufen lassen...

die Afa wird ansonsten nach 6 Wochen das ALG I wegen fehlender Verfügbarkeit einstellen und dann gibt es kein Geld mehr..

also...AU weiterführen..aber nur für die eigene Akte und ggf. DRV-Gutachter oder Sozialgericht...
ggf. auch für den bisherigen AG.

der Afa gegenüber äußern, dass man sich selbstverstädnlich mit seinem Restleistungsvermögen (welches ja festgestellt wurde, oder noch festzustellen ist)..dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt..

und dann sollen sie mal fein suchen und Vermittlungsvorschläge unterbreiten..

alles im Rahmen der Zumutbarkeit...
 

Doppeloma

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Hallo BerndB,


wirst du eigentlich von irgendwem dafür bezahlt hier die User zu verunsichern und unabhängig von der konkreten Sachlage deinen "Senf" dazu zu geben, noch greife ich nur korrigierend ein aber der nächste Beitrag fliegt raus ... darauf darfst du dich verlassen, wenn das wieder nur so ein Unsinn ist ...

laut Gutachten sind doch wesentliche Einschränkungen da und deine Mutter soll den bisherigen Arbeitgeber nach einem passenden neuen Arbeitsplatz fragen.
Was sie "soll" und was sie wirklich muss ist aber nicht das Selbe ... nach vielleicht "passenden" Arbeitsplätzen wird in der Regel bereits lange VOR einer Aussteuerung beim AG geforscht ...
Dazu ist sie verdammt noch mal NICHT verpflichtet, also rede ihr das nicht auch noch ein als wäre das ein kleiner "Sonntagsspaziergang" ...

Woher nimmst du deine "lasche" Einstellung zu den konkreten User-Anfragen und WO steht das im Gesetz was du hier so "harmlos" für "Selbstverständlich" halten möchtest, diese Forderung gibt es einfach NICHT nach der Aussteuerung ...

Bei den meisten Arbeitgebern kann es doch da nur eine Möglichkeit geben: Passender Platz ist nicht vorhanden. Die Beschäftigung wird gekündigt. Kosten für weitere Krankheitszeiten werden vermieden.
Warum soll gekündigt werden (und von wem deiner Meinung nach?), übernimmst du die Verantwortung für die Folgen beim Betroffenen, woher meinst du zu wissen was bei den "meisten AG" da so abläuft, bist du selber Arbeitgeber, dass du dich da so für engagierst denen das Leben zu erleichtern ???

Welche "Kosten" hat denn bitte noch ein AG mit dem Kranken Mitarbeiter, wenn die Lohnfortzahlung abgelaufen ist ... "Transportkosten" für die Personal-Akte in den Bereich "vorerst auf unbestimmte Zeit AU geschrieben, Arbeitsverhältnis ruht bis auf Weiteres" ... :wink:

Im Übrigen KANN der AG jederzeit auch ein ruhendes Arbeitsverhältnis (Vertragsgerecht) kündigen, dafür findet er bei Bedarf genug Gründe, wenn er den kranken Mitarbeiter los werden will, auch OHNE sich für den Mitarbeiter (auf Wunsch der AfA) zu äußern warum er keinen "leidensgerechten Arbeitsplatz" hat ...

Also macht dieses ganze Theater für den AG eigentlich keinen Sinn, der braucht das nicht wenn er den Mitarbeiter kündigen will weil er schon so lange krank ist und nicht mehr zur Arbeit kommen wird ... dem ist es auch EGAL was die DRV zu einem EM-Renten-Antrag feststellt oder nicht ...

Die AfA macht diesen Druck um den LE aus dem ALGI los zu werden, dem AG ist das aktuell eigentlich alles Schei**egal ... den nervt das eher noch zusätzlich ...


Der Rentenarzt stellt keine Erwerbsminderung fest.
NIX Neues oder gar hilfreich für die Anfrage ...

Der Arbeitsmediziner der AfA sagt arbeitsfähig mit Einschränkungen. Er
bewertet nur die Gutachten des Hausarztes aus arbeitsmedizinischer Sicht.
Und er verdonnert die AfA zur Zahlung.
Falsch, der ÄD der AfA beurteilt die "eventuelle" Leistungsfähigkeit am Arbeitsmarkt, für die "Arbeits-Fähigkeit" ist nur der behandelnde Arzt zuständig...

Niemand weiß bisher wonach der AfA-ÄD in diesem Falle überhaupt "begutachtet" hat, woher willst du also wissen, dass der Hausarzt überhaupt nach seiner Ansicht dazu gefragt wurde ... ???
Hausärzte schreiben keine "Gutachten" sondern Befundberichte.

Der ÄD gibt eine medizinische Stellungnahme ab und die AfA ist auf der gesetzlichen Basis des § 145 SGB III "dazu verdonnert" zu zahlen, ganz gleich was dieser ÄD-Klops da "begutachtet" aus seiner Glaskugel ...

Der Hausarzt, der vom Kranken lebt, sagt aber weiter arbeitsunfähig.
Klar, der macht das NUR wegen der Kohle, seit Jahren ... und nicht etwa weil der Betroffene tatsächlich krank und Arbeits-UNFÄHIG ist (und das meist nicht nur für den vorhandenen Arbeitsplatz) ... dafür legt sich der Arzt auch sehr gerne mit dem MDK an, so lange noch Krankengeld gezahlt wird ...

Wer ist hier jetzt neutral?
Niemand ist da wirklich "neutral" aber das ist auch nicht die Frage um die es hier geht, also WIE soll der TE dein umfassender (aber leider NICHTS sagender) Beitrag nun weiter helfen können ... :confused:

Zum Mobbing
Frag das Alg-Team der AfA, ob aus dem Gutachten des AfA-Arztes entnommen werden kann, dass ein wichtiger Grund für eine eigene Kündigung vorliegt. Diese Frage wird dir absolut sicher beantwortet. Ggf. fragen die beim AfA-Arzt nochmals zurück. Dann ist deine Mutter dieses Problem los
Ohne Beweise für Mobbing interessiert das auch die AfA nicht im geringsten und WARUM soll sie selber kündigen, wozu soll das aus deiner Sicht gut sein ???

Was in dem ÄD-"Gutachten" steht kann sie selber nachlesen (wenn sie sich eine Kopie davon einfordert), dafür braucht sie nicht das ALG-Team der AfA befragen, weißt du eigentlich was du da schreibst ???

Meinst du sie wird damit wirklich das Problem los, dass man sie nach der Aussteuerung meint in Arbeit vermitteln zu müssen, das wird höchstens noch größer, weil bestehendes Arbeitsverhältnis und damit verbundene Kündigungsfristen (als Vermittlungshemmnis) für die AfA "aus dem Wege sind".

Die Mutter der TE hat auch NIX davon ob sie sich nun mit oder ohne vorhandenen AG der Vermittlung in "andere" Arbeit zur Verfügung halten muss, weil die Rentenkasse meint sie könne arbeiten und braucht keine Rente ... :icon_evil:

Du argumentierst (mal wieder) komplett am Thema vorbei, für deine persönlichen "Ansichten und Grundsatz-Diskussionen" solltest du ein eigenes Thema eröffnen, das hatte ich dir an anderer Stelle bereits angeraten ... eine weitere "Bitte" wird es dazu nicht mehr geben ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo Anna B,

vom bisherigen AG ggf. eine Bescheinigung besorgen, dass ein adäquater ARbeitsplatz nicht zur Verfügung gestellt werden kann.
Tut mir leid, wenn ich dir da widersprechen muss, es gibt KEINE Rechtsgrundlage für diese Forderung an den AG, wenn die AfA meint ein Recht auf diese Auskunft (vom AG) zu haben, dann sollen die das dort selbst anfordern, machen die ja auch wenn der AG die Lohnbescheinigung nicht freiwillig ausfüllen möchte.

Das ist aber auch gesetzlich entsprechend so geregelt und auf der Bescheinigung steht klar drauf, dass der AG verpflichtet ist das für die AfA auszufüllen, da drohen sogar Geldstrafen wenn er das nicht tun möchte.

Eine Rechtgrundlage die den AG zwingen könnte zur "Weiterbeschäftigung" und Arbeitsplatz-Möglichkeiten nach Aussteuerung (für die AfA) Stellung zu nehmen gibt es aber nicht und das wird ja seinen Grund haben, wurde ja "früher" auch nicht erwartet / verlangt wenn man noch im festen Arbeitsvertrag gewesen ist. :icon_evil:

Wenn du oben gelesen hast ist dir doch schon aufgefallen, dass es um das Verhältnis der Mutter zu ihrem AG nicht "zum Besten" steht, warum sollte sie da auch noch "zu Kreuze kriechen" um eine Bescheinigung für die AfA zu bekommen, die der AG gar nicht ausstellen muss.

Die AfA macht das genau deswegen nicht direkt selbst beim AG, weil sie dazu NICHT gesetzlich berechtigt ist, darum setzt man die Mutter "unter Druck" dass sie sich deswegen mit ihrem AG "anlegt" ...

Das darf man einfach nicht hinnehmen, sonst ist diese "Bescheinigung" bald genau so selbstverständlich, wie es schon die "Zusatz-Entschuldigung" bei AU für Meldetermine im SGB II geworden ist ...

Wenn ein anderer Arbeitsplatz möglich wäre, dann ist das doch im Vorfeld der Aussteuerung (BEM) längst geklärt, theoretisch weiß das die AfA mit Sicherheit auch und in den AfA-DA steht drin, dass über die Lohnbescheinigung hinaus keine weiteren Bescheinigungen vom AG gefordert werden dürfen ...

Ich weiß, das ist auch kein Gesetz (und so manches darin auch ziemlich "am Gesetz vorbei") aber ich weise in Nürnberg immer gerne mal darauf hin, dass die sich vor Ort offenbar nicht mal an ihre eigenen/ internen Anweisungen halten müssen /wollen, jedenfalls wenn sie nützlich für den Betroffenen sind ... :biggrin:

MfG Doppeloma
 

Anna B.

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Hallo Doppeloma,

ich weiß es...aus eigener Erfahrung...ich persönlich bin ja auch nicht auf die Forderung eingegangen..(bei mir forderte man es ja sogar in einer EGV..die ich nicht unterschrieben hatte..ein VA kam deswegen nicht).
Meinen AG habe ich telefonisch darüber informiert...die haben sich kaputt gelacht (bundesdeutsches Unternehmen mit ca. 18.000 Beschäftigten)..und forderten mich auf, doch mal die Afa darüber zu informieren, dass es dafür keinerlei Rechtsgrundlage gäbe und die Afa möge doch direkt den AG mal anschreiben.
Genau das habe ich der Afa geschrieben..und nie wieder eine Antwort darauf erhalten..

inzwischen merke ich aber auch, dass es immer mehr Menschen gibt, die eben nicht mental so stark sind und den Druck aushalten können...da wäre es dann oft einfacher, wenn der Kontakt zum Unternehmen sehr gut ist, sich eine solche Bescheinigung zu besorgen.

Grundsätzlich ist mir aber bekannt, dass es eben nicht notwendig ist, dass der AG extra noch wieder befragt wird.....steht auch so in den Ausführungshinweisen der Arbeitsagentur....die man wohl zwischenzeitlich vom Netz genommen hat..
 

Doppeloma

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Hallo Anna B,

inzwischen merke ich aber auch, dass es immer mehr Menschen gibt, die eben nicht mental so stark sind und den Druck aushalten können...da wäre es dann oft einfacher, wenn der Kontakt zum Unternehmen sehr gut ist, sich eine solche Bescheinigung zu besorgen.
Ich verstehe dich schon und weiß auch wie du das meinst, aber oben wurde ja bereits geschrieben, dass es ein besonders gutes Verhältnis zum AG nicht gibt und sich die Mutter schon wegen Mobbing gar nicht traut den Chef darauf überhaupt anzusprechen / anzuschreiben, was soll das also "Besseres" bringen können.
:icon_kinn:

Ganz ehrlich hätte ich meine Firma auch nicht gerne nach so einer Bescheinigung gefragt, ich denke mal, dass die AfA ohne Rechtsgrundlage keine solche Forderung durchsetzen kann, wenn es eine Berechtigung dafür gibt (adäquat zur Lohnbescheinigung) dann haben die doch selbst viel wirksamere Möglichkeiten solche Auskünfte beim AG einzufordern.

Warum soll sich da der Kranke LE mit seinem AG anlegen müssen ... nur weil die AfA gerne das "Nahtlosigkeits"- Geld sparen würde wenn der LE "einfach" wieder an seinen vorhandenen Arbeitsplatz geschickt werden kann oder zumindest zu seinem aktuellen AG zurück ... Hauptsache weg von der AfA und kein Geld-Anspruch mehr ... das führt die Regelung des § 145 SGB III eigentlich langsam völlig "ad Absurdum" :icon_dampf:

Man muss nicht nur mindestens noch seine "Restleistungsfähigkeit" der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen, was ja für viele Ausgesteuerte schon schwer verständlich und kaum nachvollziehbar ist, nein man muss nun auch noch schriftliche Beweise dafür vom AG erbringen, dass man für diese Firma zu krank ist, um da noch weiter arbeiten zu können ... ich hatte immer angenommen die AU sei dafür schon Beweis genug ...

Da frage ich mich doch warum man bis zur Aussteuerung überhaupt AU geschrieben wurde, wenn man nun doch irgendwie und irgendwas dort noch arbeiten können soll, das wurde doch in der Regel schon lange geklärt, wenn es ginge wäre man ja nicht bei der AfA in der "Nahtlosigkeit" sondern an diesem "anderen Arbeitsplatz" beim vorhandenen AG ... :icon_kinn:

Dass diesen Druck viele inzwischen nicht mehr aushalten können ist mir auch klar aber, man darf doch wohl noch die Rechtgrundlagen für eine solche Forderung verlangen oder die AfA soll sich selbst darum kümmern wenn sie das berechtigt vom AG wissen will.

Das dient doch alles nur noch dazu die Antragsteller so fertig zu machen, dass sie entweder wirklich ihren Job wieder aufnehmen ("na bitte wir hatten Recht, es geht doch") oder beim AG "zu Kreuze kriechen" um diesen "Persilschein" für die AfA zu erbetteln, denn einen Rechtsanspruch haben sie beim AG darauf auch nicht ... :icon_evil:

Was passiert also wenn der AG nicht gewillt ist irgendetwas (über die Lohnbescheinigung hinaus) für die AfA zu bescheinigen, soll man ihn dann mit Gewalt dazu zwingen können ???

Zunächst wäre es wohl ganz gut wenn sich die TE dazu wieder melden würde, ehe wir uns hier noch länger die Köpfe zerbrechen und die Finger "wund schreiben".

MfG Doppeloma
 
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