Arbeitsamtsarzt ohne Ahnung?

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ExitUser

Gast
Hallo zusammen folgendes ist mir heute zugetragen worden:
Ein Freund (21 Jahre) hatte einen sehr schweren Unfall.In dessen Folge er den Job verloren hat da er in seinem Beruf körperlich nicht mehr arbeiten kann. Von Krankengeld gleich in Harz 4 weil er ja nicht mehr Arbeiten kann. Der JC Berater schicke Ihn zum Arbeitsamtsarzt nach Heide.
Der AA-Doc meinte aber er könne voll arbeiten er sei vollkommen Gesund, was ja so nicht stimmt da das Knie zertrümmert wurde der Fuß abgetrent die Hüfte zerstört das Becken zusammen genagelt.
Mein Freund kann ohne Schmerzen und Krücken keinen Meter laufen.
Laut der Aussage meines Freundes habe der AA-Doc nur kurz einen Blick in die Akte geworfen und ihn die dann zurückgegeben mit einem Komentar den er nicht verstehen konnte und er konnte den Doc auch nicht verstehen weil er ein Ausländischer Mitbürger ist der kaum oder garnicht Deutsch spricht.
Laut der Aussage des AA-Docs ist mein Freund ohne Körperliche _Gebrechen und könne 8-12 Std am Tag in seinem alten Job arbeiten.
Was läuft da schief bei diesem Arbeitsamtsarzt ich habe schon ne ganze Menge solcher ähnlicher sachen über diesen Arzt gehört der sogar schwer Kranke für gesund hält.
 

Sinuhe

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Muß wohl ein ehemaliger Gulag Arzt sein.:icon_eek:

Gegen den Bescheid,der sich auf dieses Gutachten bezieht, Widerspruch einlegen und wenn keine Abhilfe, Klage beim SG einreichen.

Außerdem sofort einen GdB beantragen.
 

Fairina

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Und ggfls. RV/KK und die Bundesärztekammer auf den Fall hinweisen.
 

turbodrive

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Gleichzeitig würde ich eine Meldung bei der Ärztekammer machen und dort alles über den Krankheitszustand offenlegen um das beweisen zu können.Mal sehn was dann passiert

Bundesärztekammer
 

Nordseeinsel

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Dem guten Doc sollte man auch mal so zurichten. Am besten wäre, na ja das schreibe ich jetzt lieber nicht.:icon_dampf:
 

Der Brian

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Moin,


so schockierend das Vorgehen auch sein mag, es ist nicht verwunderlich. Viele Ärzte sind darauf getrimmt, mögliche Kostenfaktoren für Krankenkassen, Rententräger etc. gar nicht erst zu solchen werden zu lassen getreu dem Motto Du willst Rente? Du bist doch noch gar nicht 67, geht also gar nicht!

MfG
 
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Gast
Trotz des imposanten Namens ist die Bundesärztekammer keinerlei berufsständische Körperschaft ("Kammer" im eigentlichen Sinn) oder Aufsichtsbehörde über die Ärzteschaft, sondern lediglich ein nicht im Vereinsregister eingetragener privater Verein, der sich als Interessenvertretung der deutschen Ärzteschaft versteht.

Die Aufsicht über die Ärzteschaft eines Bundeslandes führt nur die jeweilige Landesärztekammer (Körperschaft des öffentlichen Rechts).
 

Muzel

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Die Landesärztekammern haben auch nur die Aufsicht über ihre Mitglieder. Eine beamteter AA untersteht der Kammer nicht.
 
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Nun vieleicht hätte der Arbeitsamtsarzt mal einen Blick in die akte werfen sollen und auch in den vorliegenden Behindertenausweiß.
Er hätte entdeckt das dem Jungen die vollständige Entfernung des Beines droht .
Ich verstehe solche Ärzte nicht die zu blöd zum lesen sind.:icon_dampf::icon_dampf:
 
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Gast
Es ist doch so:
wer den Gutachter bezahlt, bestimmt dessen Ergebnis.
Was also ist ein Amtsarzt in der Regel?
Ein niedergelassener Arzt, der am Tropf der kassenärztlichen Vereinigung hängt?
Nein, er ist im Prinzip ein freier Mitarbeiter des Amtes, der gegen Honorar seine Meinung über eine bestimmte Fallkonstellation abgibt.
Im Falle einer Freundin war das ein Arzt im Hinterhof von Berlin Mitte, der keine Praxis hatte und noch nicht mal einen PC, um Patientenakten von etwa 30 Ärzten aus Voruntersuchungen zu lesen.
Mit ihm hätte man sich besser in Russisch unterhalten können, denn den einzigen Satz, den er hervorstammelte, war: hab ich keine Ahnung. Das dumme ist nur: die Freundin und ihr mitgebrachter Beistand sind medizinale Fachkräfte....
Wir haben in diesem Fall die Approbation dieses "Arztes" vom Jobcenter angefordert....
Seither kein Bild, kein Ton und keine weitere Sanktion...
 

Anna B.

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Hallo Tex,

das habe ich irgendwo schon einmal gelesen!!

In einem anderen Forum schon unterwegs gewesen?

Mit ist es mit einer Ärtzin so gegangen..Gutachterin für die DRV...sprach aber leider nicht genügend deutsch...um auch zwischen Zeilen zu hören..

wurde in ihrem Gutachten so anmaßend,das wir (Anwalt und ich) dieses Gutachten angezweifelt haben...eben mit dem Hinweis des "Nichtdeutschverstehns" und wir die Vermutung hatten, dass die Arzthelferin aus bestimmten Textbausteinen einfach ein Gutachten gebastelt hat...
und noch ziemlich freche Schoten mit eingebaut hat..

auf jeden Fall bekamen wir dann nun über das Sozialgericht noch 2 neue Gutachten...
Ergebnis leider noch offen...
 

Muzel

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Wie gesagt, du musst erst einmal herauskriegen, ob der Arzt nur angestellt ist oder verbeamtet. Das sagt dir aber die Ärztekammer. Angestellte Ärzte sind Kammermitglieder.
 
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nein, kein anderes Forum....hatte diesen Vorfall in einem anderen Fred hier bereits erwähnt....frag mich jetzt aber nicht in welchem....ich schreibe zu viele...
 

Muzel

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Ich halte es aber für wichtig, dass das Benehmen dieses Arztes der Kammer bekannt wird, egal ob beamtet oder nicht.
 
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@ Muzel das Bundesland ist Schleswig - Holstein und die Stadt um die es hier geht bzw wo der sogenannte Arzt sitzt ist Heide.
Also nachdem was ich bis jetzt gelesen habe, werde ich ihm raten einen Anwalt einzuschalten sowie einen Verrtrauensarzt der Krankenkassen einzuschalten um ein neues Gutachten zu bekommen.
Ebenso halte ich es für angeraten diesem "Arzt" bei der Ärztekammer und denn anderen dafür in frage kommenden Kammern anzuschwärzen.
 
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Ich danke allen die hier geschrieben haben
 
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