Arbeitsamt stuft mich als lernbehindert ein. Was kann ich tun? Bin wirklich verzweifelt. (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

livehard

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Hallo liebe Mitglieder,

ich brauche dringend euren Rat, auch möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit der Arbeitsagentur erzählen und was ich in der Zukunft machen kann. Falls ich einmal wieder arbeitslos werden sollte. Und zwar war ich Anfang letzten Jahres noch arbeitslos, mittlerweile habe ich eine unbefristete sichere Arbeit. Ihr wird mir nicht glauben, was ich mit meiner Arge alles erlebt habe. Habe mich als ich noch ohne Arbeit war hundertfach beworben, ich möchte ja wirklich arbeiten und war bei jeden Termin immer pünktlich. Bis ich eines Tages zum psychologischen Test sollte, den ich auch absolviert habe. Dort wurde festgestellt das ich eine Lernbehinderung habe. Was meiner Meinung nach überhaupt nicht sein kann. Der dortige Psychologe meinte, ich hätte auf die Sonderschule gehört. Sehr lustige Aussage, nachdem ich ja bereits meinen Hauptschulabschluss habe:). War normal auf der Grundschule anschließend auf der Hauptschule, die ich auch erfolgreich abgeschlossen habe, wie schon erwähnt. Des Weiteren hatte ich während meiner Schulzeit immer gute Noten. Darüber hinaus hat damals in der Schule keiner der Lehrer etwas in Richtung Lernbehinderung zu mir gesagt. Habe auch eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung als Verkäufer im Einzelhandel. Sowie meinen Pkw-Führerschein beim ersten Mal bestanden. Bin jetzt Mitte 20 und ich habe wirklich große Angst, dass wenn ich wieder Arbeitslos werden sollte, diesen "Amt" wieder ausgeliefert bin. Was kann ich tun? Um dagegen vorzugehen. Ihr müsst mich wirklich verstehen stellt euch mal vor, Ihr macht alles im Leben, sprich Schule, Ausbildung, Führerschein usw. arbeitet auch immer und dann plötzlich kommt so eine Diagnose namens Lernbehinderung, das macht mich wirklich fertig. Ich finde das eine Frechheit vom Amt, nach über 20 Jahren die ich nun auf der Welt bin. Mich auf einmal einfach so in eine Behindertenschublade zu stecken. Freue mich sehr, wenn ich eure Meinung dazu höre und Ratschläge was ich dagegen unternehmen kann.
 

abcabc

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Klingt so, als ob derjenige, der dich begutachtet hat für den Job vollkommen ungeeignet war. Der hätte das Testergebnis hinterfragen müssen, wenn dieses überhaupt nicht zu deinen Leistungen passt (Schulabschluss und Berufsausbildung).
Oder gab es zum Zeitpunkt des Tests starke Einflüsse auf deine kognitive Leistungsfähigkeit (Drogen, Alk, Medikamente, schwere psychische Belastungen,.....)?

Du kannst nicht viel machen:
1. Dir das komplette Gutachten in Kopie beschaffen - zumindest versuchen. Ist aber die Frage, ob du das wirklich lesen willst, was da für ein Mist drin steht....
2. Dem äD (oder psychologischen Dienst) der AfA (oder wer auch immer das war) ab sofort jegliche Weitergabe von Daten verbieten. Damit verhinderst du zumindest schonmal, dass das Gutachten an DRV, Krankenkasse, Sozialamt, etc. weitergegeben werden kann.
3. Den Mist vergessen. Belastet dich sonst nur unnötig.
 
G

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Nach nunmehr 15 Jahren Erfahrung Hartz:
Günstige private Rechtsschutzversicherung abschließen. (wenn möglich)
Wenn Arbeitslos dann Grundgedanke "Ich bin Bürger und such mir einen guten Anwalt"
Keine "Vereinbarungen" unterschreiben. Nicht viel von sich selbst "erzählen".
Widerspruch nutzen. Widerspruch auch ohne Begründung möglich.
Klagen ohne wenn und aber. Wenn keine Versicherung dann selbst beim Sozialgericht mündliche Klage (Niederschrift) einreichen.
Selbst ärztliche Atteste organisieren mit "Geschäftsfähigkeit" beim "Neurologen"!
 

Uhus

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Ich weiß nicht, welchen Tests du konkret unterzogen wurdest. Lass dir doch die Ergebnisse der einzelnen Teilbereiche vom Berufspsychologischen Dienst der Arbeitsagentur mitteilen. Dann kennst du zumindest die Basis dieser Beurteilung. Lernbehinderung heißt nicht zwansgläufig, dass du geistig völlig unterbelichtet bist. Ein Legastheniker kann sogar in anderen Bereichen hochintelligent sein. Manche sind in der Nacht vor ihrem Testtermin auch so aufgeregt, dass sie überhaupt nicht schlafen können. Folge: unterirdisches Konzentrationsvermögen aufgrund der durchwachten Nacht und daraus folgend ein mieses Testergebnis.

:unsure: Du bist ausgebildeter Verkäufer - also folgender Test: Ein Kleid kostet im Laden brutto (inkl. 19 % MwSt) 57,95 EUR. Was kostet es netto ohne Mehrwertsteuer?
 
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livehard

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Ich weiß nicht, welchen Tests du konkret unterzogen wurdest. Lass dir doch die Ergebnisse der einzelnen Teilbereiche vom Berufspsychologischen Dienst der Arbeitsagentur mitteilen. Dann kennst du zumindest die Basis dieser Beurteilung. Lernbehinderung heißt nicht zwansgläufig, dass du geistig völlig unterbelichtet bist. Ein Legastheniker kann sogar in anderen Bereichen hochintelligent sein.

:unsure: Du bist ausgebildeter Verkäufer - also folgender Test: Ein Kleid kostet im Laden brutto (inkl. 19 % MwSt) 57,95 EUR. Was kostet es netto ohne Mehrwertsteuer?
Das ist doch lächerlich deine Frage, glaubst du jetzt dem Arbeitsamt auch noch? Bis jetzt hat mir jeder in meinem privaten Umfeld geglaubt und wenn du dir meinen Bericht durchliest, siehst du ganz genau, das ich schon einiges geschafft habe. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Natürlich 48,70 Euro Netto ist das Ergebnis.
 

Uhus

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Sorry, dein Beitrag #1 spricht überhaupt nicht für einen Legastheniker. Ich habe einfach nur ein Beispiel herausgegriffen, um aufzuzeigen, dass eine Lernschwäche in einem Teilbereich überhaupt nichts über alles andere und den IQ aussagt.

Ich hatte vor längerer Zeit mal eine TV-Doku gesehen, die über einen jungen Roma in Deutschland handelte. Er klagte gegen den Staat (das Land NRW), weil er früher, ganz offensichtlich zu Unrecht, als intelligenzgemindert eingestuft wurde. Man hatte beim Test damals seine sprachlichen Defizite (Migrationshintergrund) nicht berücksichtigt. Folge für ihn erst einmal: Förderschule.

Ach ja, deine Antwort auf die kleine Testfrage war richtig: Gratulation! :) (Viele "normale" Erwachsene mit Realschulabschluss kommen leider auf ein falsches Ergebnis: 46,94 Euro.)
 
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Mona Lisa

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Im Kopf kann ich das auch nicht ausrechnen. Und ich habe sogar Abitur.

LG Mona Lisa
 

ZynHH

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Verkaufspreis/119*100. Grundkenntnis im Einzelhandel....
 

ela1953

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Sorry, dein Beitrag #1 spricht überhaupt nicht für einen Legastheniker. Ich habe einfach nur ein Beispiel herausgegriffen, um aufzuzeigen, dass eine Lernschwäche in einem Teilbereich überhaupt nichts über alles andere und den IQ aussagt.

Ich hatte vor längerer Zeit mal eine TV-Doku gesehen, die über einen jungen Roma in Deutschland handelte. Er klagte gegen den Staat (das Land NRW), weil er früher, ganz offensichtlich zu Unrecht, als intelligenzgemindert eingestuft wurde. Man hatte beim Test damals seine sprachlichen Defizite (Migrationshintergrund) nicht berücksichtigt. Folge für ihn erst einmal: Förderschule.

Ach ja, deine Antwort auf die kleine Testfrage war richtig: Gratulation! :) (Viele "normale" Erwachsene mit Realschulabschluss kommen leider auf ein falsches Ergebnis: 46,94 Euro.)
Wie kommt man denn auf 46,94?
 

Ramteid

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Livehard,
die Ämter versuchen Elos ständig zu disqualifizieren weil der Arbeitsmarkt billige Kräfte fordert und das in den Sklavenjobs.
Das gilt für Elos mit Berufsabschluss genauso wie für Studierte usw.
Also nimm die Ämter bloss nicht zu Ernst! Das ist Volksverarsche hoch 10, um bei mathematik zu bleiben, hihi
 

grün_fink

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ihr werdets nich glauben, 35 Jahre nach meinem Abi und 30 Jahre nach meinem Ingeneieursstudium, mit viel Verarsche und Verblödung und Krankheitsgschichten zwischendurch, hab ich spontan genauso verkehrt gerechnet. Ich hab irgend wie das Gefühl, meine Mathekenntnisse verloren zu haben, und das schon schon länger, wobei ich früher nie Probleme damit hatte.

Ich wünscht mir heute, ich hätte mir vor 25 Jahren die Testergebnisse geben lassen.
Wobei die damals noch wesentlich besser als heute gewesen sein dürften.

Also, der Typ von der Arbeitsagentur oder wem auch immer, scheint nicht so viel Ahnung zu haben.
Was man in den Erwerbslosenforen und im TV bei Panorama und co so mitbekommen hat, ist etwa Folgendes:

Bei den Testungen, die die Jobcenter bei Maßnahmeträgern durchgeführt werden, darf man generell an der Geeignetheit zweifeln.
Manchmal werden wahrscheinlich auch Testergebnisse irgendwie so gemacht, dass Behinderteneinrichtungen mit eigentlich fitteren Leuten gefüllt werden können. Scheinbar müssen diese Einrichtungen fitterte Menschen beschäftigen wegen der Erwirtschaftung von Eigenmitteln.
Ein Fall wurde mal vom TV aufgegriffen und gezeigt, dass eine Einrichtung eine Frau, die gut durchs Leben kam, ohne Probleme von einer Einrichtung als geistig Behinderte genommen hatte nach einem solchen Testergebnis.

Und die geistige Fitness spielt extrem rein. Bei mir lagen Welten zwischen dem, was meine Schulergebnisse und das Studium betraf und einem Testergebnis Jahrzehnte später. Solche Welten dazwischen können normal sein, aber auch durch Schlampigkeit verursacht worden, oder Verarsche.

Was man noch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann: Die Tests von der Arbeitsagentur sind keine standardisierten Intelligenztests, und ob solche Aussagen wie IQ-Wert oder Beeinträchtigungen da überhaupt gemacht werden dürften, wage ich zu bezweifeln.
Grobe Aussagen über Fähigkeiten dürften wohl dagegen schon möglich sein.
 

Uhus

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Irgendwelche Test bei diesen 08/15-Maßnahmeträgern sind eher ein Witz, nicht ernst zu nehmen. Seriös zu bewerten sind dagegen die standardisierten Tests beim Berufspsychologischen Dienst der Agenturen für Arbeit (meist nur in größeren Städten). Sie werden bspw. in Auftrag gegeben, wenn es darum geht, ob eine richtige Umschulung bewilligt wird oder nicht. Schließlich steht dabei ein 5-stelliger Eurobetrag im Raum.

Vor etlichen Jahren nahm ich an einem solchen Test teil. Dauer insgesamt 4 Stunden, die meiste Zeit davon am PC. Im Grunde ein verkappter Intelligenztest für verschiedene Bereiche (Zahlenlogik, Sprachlogik, Muster erkennen, räumliches Vorstellungsvermögen etc.). Dazu noch ein Gedächtnischeck (Kurzzeit-/Arbeitsgedächtnis), eine paare Rechenaufgaben und ein Kurzdiktat. Wie bei reinen IQ-Tests standen wir auch bei fast allen Aufgaben unter Zeitdruck. Taschenrechner waren nicht erlaubt. Lediglich Papier und Bleistift (Kugelschreiber?) lagen bereit.

Zum Schluss erfolgte noch ein kurzes Gespräch mit einem Psychologen, der einem die Ergebnisse mitteilte und mit dem man noch einiges andere besprach, was aus seiner Sicht für das schriftliche Gutachten an das Jobcenter wichtig war.
 
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Lucky Luke

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...mittlerweile habe ich eine unbefristete sichere Arbeit.... Bin jetzt Mitte 20 und ich habe wirklich große Angst, dass wenn ich wieder Arbeitslos werden sollte, diesen "Amt" wieder ausgeliefert bin. Was kann ich tun? Um dagegen vorzugehen.... Freue mich sehr, wenn ich eure Meinung dazu höre und Ratschläge was ich dagegen unternehmen kann.
Hallo livehard,

mein Rat an dich wäre: hak' diesen ominösen "Psychotest" ab und vergiss' diesen Unsinn.

Ich kann verstehen, dass du dich darüber furchtbar aufregst, aber das ist dieser ganze Schwachsinn einfach nicht wert. Du hast jetzt - wie du selbst schreibst - eine gute, sichere Arbeitsstelle. Also lass dich nicht runterziehen.

Und dagegen vorgehen? Wie stellst du dir das vor? Damit gibst du diesem "Test" nur eine Bedeutung und Aussagekraft, die da gar nicht dahinter steckt.

Außerdem glaube ich kaum, dass - solltest du jemals wieder auf ALG 1 angewiesen sein - dieser "Test" dann irgendwo auftauchen wird bzw. irgendwelche (negativen) Auswirkungen haben könnte.

Vergeude deine Energie nicht wegen so einem Schwachsinn, du weißt, was du bis jetzt geleistet hast!

Alles Gute, LG Lucky Luke
 

Kerstin_K

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Mir hat vor virlrmn Jahren, mal eine Vermittler vom Arbeitsamt gesagt, das könne ja gar nicht sein, dass ich abi habe und gleichzeitig GdB 100, da würe was nicht stimmen. Ich hab den Typen sowas von fertig gemacht, der war nachher handzahm. Und sowas nannte sich Fachvermittler für Menschen mit Behinderung!
 

MaunziMaunz

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Hallo liebe Mitglieder,

ich brauche dringend euren Rat, auch möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit der Arbeitsagentur erzählen und was ich in der Zukunft machen kann. Falls ich einmal wieder arbeitslos werden sollte. Und zwar war ich Anfang letzten Jahres noch arbeitslos, mittlerweile habe ich eine unbefristete sichere Arbeit. Ihr wird mir nicht glauben, was ich mit meiner Arge alles erlebt habe. Habe mich als ich noch ohne Arbeit war hundertfach beworben, ich möchte ja wirklich arbeiten und war bei jeden Termin immer pünktlich. Bis ich eines Tages zum psychologischen Test sollte, den ich auch absolviert habe. Dort wurde festgestellt das ich eine Lernbehinderung habe. Was meiner Meinung nach überhaupt nicht sein kann. Der dortige Psychologe meinte, ich hätte auf die Sonderschule gehört. Sehr lustige Aussage, nachdem ich ja bereits meinen Hauptschulabschluss habe:). War normal auf der Grundschule anschließend auf der Hauptschule, die ich auch erfolgreich abgeschlossen habe, wie schon erwähnt. Des Weiteren hatte ich während meiner Schulzeit immer gute Noten. Darüber hinaus hat damals in der Schule keiner der Lehrer etwas in Richtung Lernbehinderung zu mir gesagt. Habe auch eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung als Verkäufer im Einzelhandel. Sowie meinen Pkw-Führerschein beim ersten Mal bestanden. Bin jetzt Mitte 20 und ich habe wirklich große Angst, dass wenn ich wieder Arbeitslos werden sollte, diesen "Amt" wieder ausgeliefert bin. Was kann ich tun? Um dagegen vorzugehen. Ihr müsst mich wirklich verstehen stellt euch mal vor, Ihr macht alles im Leben, sprich Schule, Ausbildung, Führerschein usw. arbeitet auch immer und dann plötzlich kommt so eine Diagnose namens Lernbehinderung, das macht mich wirklich fertig. Ich finde das eine Frechheit vom Amt, nach über 20 Jahren die ich nun auf der Welt bin. Mich auf einmal einfach so in eine Behindertenschublade zu stecken. Freue mich sehr, wenn ich eure Meinung dazu höre und Ratschläge was ich dagegen unternehmen kann.
Hallo livehard, was Du tun kannst ist Folgendes und bitte jeden Tag mehrmals die Stunde, ganz bewußt denken:
Du hast allen Grund dazu, Dich über Deine neue unbefristete Arbeit zu freuen.
Die schwachsinnige VERGANGENHEITSaussage Deines Psychologen, dass Du eigentlich ein Sonderschüler wärst, ist meiner Meinung nach, und nachdem Du ja Hauptschulabschluß mit guten Noten, Führerschein und Ausbildung hattest, mehr als bedenklich und (leider erfolgreich) Dir jetzt impliziert. Ich gehe jetzt davon aus, dass Dir dieser selbsternannte, unfähige, Plüschologe durch die Arge/Agentur für Arbeit/Afa aufs Auge gedrückt wurde und Du diesen Test machen mußtest?
Dieser Möchtegern-Mann ist das Problem, nicht DU!

Das allerbeste Argument gegenüber Dir, dem Psychodoc und der Agentur für Arbeit ist...dass Du nun eine neue Stelle und sonst alles mit immer Bravour bestanden hast! Es gibt keinen Grund an Dir zu zweifeln! Du hast das bis jetzt Mitte 25 alles super hingekriegt, da kannste stolz drauf sein.
Natürlich tut so was weh! Es ist ein immer wiederkehrendes knabberndes Feeling, die Du mit Deinen Gedanken noch weiter nährst!
Das schwächt! Geht im dümmsten Fall auf Deine Freude in der Arbeit bzw. Arbeitsleistung!
Freu Dich jeden Tag, dass sie Dich eingestellt haben, also alles tutti paletti!
Wenn Du doch für Dich diesen "Wundschlag" noch anderweitig schließen willst...im I-Net gibt es einige gute Tests, da wo man schon selber weiß, dass alles "normal" ist. Oder Du suchst ganz unabhängig einen anderen Psychologen auf und besprichst dieses Thema. Jeder GUTE Psychologe wird gleich zu Beginn die Hand vor den Kopf schlagen, was der angebliche Vorkollege für einen Bockmist Dir im NACHHINEIN einreden wollte!

Außerdem kannst Du stolz darauf sein, dass Du binnen 1 Jahres wieder in Arbeit bist. Also bitte, so (mit Deinen Worten ausgedrückt) behindert kannst Du also nicht sein. Ich sag Dir das als eine, die 10 Jahre im ALGII war und es auch endlich geschafft hat, seit 3 Monaten in Teilzeitarbeit, auch wenn Chef Fördergeld erhält, zu kommen.

Kopf hoch, Brust raus...und eine schöne Arbeitszeit!
LG MaunziMaunz
 

grün_fink

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Bei mir war es so, dass ich Mitte der 90er mal im berufspsychologischen Dienst einen Vormittag lang diese Testbögen ausfüllen musste, damals noch auf Papier mit Stift. Anschließend beim Gespräch mit dem Psychologen wurde ich zuerst mal gefragt, ob ich aktuell Therapie mache und ich bekam den Rat, dies weiter zu tun. Sonst wurde nur gesagt, dass es mit Umschulung klappt, mehr nicht. Ich fragte auch nicht weiter. Vor einigen Monaten habe ich mal im Internet die Richtlinien der DRV für ihre Gutachter durchgelesen, wenn es um die Beurteilung für Umschulungen und ähnliches geht. Erst da konnte ich einen Rückschluss ziehen. Ich hätte mit psychischer Krankheit niemals eine Umschulung auf Fachhochschulniveau bekommen, wären die Werte nicht trotz Krankheit sehr hoch gewesen (sicher nicht in allen Teilbereichen, aber fast allen).
Da wurden solche Fragebögen genommen, wie @Seepferdchen 2010 verlinkt hat. Dieser Test kam mir bekannt vor von einem Test bei einer Psychotherapeutin, die mir auch mal solche Aufgaben vorlegte, den Test aber nie auswertete. Später in einer Arbeitserprobungs- und Berufsfindungsmaßnahme der DRV in einem Berufsförderungswerk musste ich nochmal sowas machen. Da wunderte ich mich dann, was die da dauernd für leichtes Zeug von mir wollen (außer Zahlenreihen, die mag und kann ich nich).
Zefix, einen IQ oder eine Aussage, die darauf hindeuten könnte, bekam ich von niemandem. ;)
Dann hab ich vor paar Jahren mal einen Gruppentest bei Mensa gemacht, da kam dann "nur" 98 raus.

Ich schick euch mal Infos zur Intelligenzverteillung in der Bevölkerung.

Und ja, die Selbsteinschätzung hat auch etwas mit dem eigenen Selbstbewusstsein zu tun, damit in welchem Umfeld man aufwuchs, und ob man übehaupt Infos über das Thema Intelligenz hat und eventuell auch das Ergebnis eines Testes.

Fakt ist auch, dass bei der Testung Dinge berücksichtigt werden sollten wie körperliche und psychische Beeinträchtigungen, Lernbehinderungen (vor allem Teilleistungsschwächen).
Es spielt schon eine Rolle, ob jemand die Brille vergessen hat, motorische Beeinträchtigungen hat vor allem in den Händen, wegen Blindsein gar keinen Testbogen lesen kann, oder gerade harte Psychopharmaka nehmen muss. (Ich selber hab mir nach dem Mensa-Test eine Lesebrille zugelegt und mich dann sehr gewundert...).
Da muss die Testdurchführung angepasst werden.

Bei psychischen Krankheiten habe ich die Info, dass 30 IQ-Punkte weniger zu haben als sonst, eher der Normalzustand ist, 50 IQ-Punkte weniger als sonst zu haben, durchaus auch öfter vorkommt (weiß ich aus der Literatur und von einem Gespräch mit einer Bekannten, bei der mehrmals getestet wurde und letztgenannte Differenzen vorkamen). Das kommt durch Krankheit selbst, aber auch durch Medikamente oder Fehltherapien.

Bei @Kerstin_K kann die Performance, also das Zeigen der Intelligenz, wahrscheinlich aufgrund der körperlichen Beeinträchtigung nicht richtig möglich sein. Ich tippe mal, das war schon bei den Abinoten so.
Bei Blinden macht man nur den Verbalteil, sagt man in der Literatur.
Bei groben Unstimmigkeiten muss genauer geguckt werden, was in dem Test selber gemacht wurde, was die Ursache ist, und jenseits der Testergebnisse noch weitere Infos hinzu gezogen werden (Beispielsweise auch Schulnoten oder Studienabschlüsse).
Bei einem der standardieiserten Tests kann man laut Wikipedia eine Aussage darüber bekommen, um wieviel etwa die Performance mit dem Potenzial auseinander liegen. Genaueres hab ich mir nicht gemerkt.

@livehard
Mache dir nicht soviele Gedanken um den Kram. Wenn dein Leben passt, bist du nicht doof. Ich würde mir die Testergebnisse besorgen und selber gucken, und von der Arbetisgentur die Grundlage fordern, auf der die Aussage beruht.
 

Kerstin_K

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Ich bin zufrieden mit meinem 2,7 Abi. Aber der Typ war der Ansicht, wer GdB 100 hat, hat generell einen an der Waffel und kann kein Abi machen. Und jemand mit der Einstellung sollte nicht gerechnet als Arbeitsvermittlung für Behinderte arbeiten.
 

Mona Lisa

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Aber der Typ war der Ansicht, wer GdB 100 hat, hat generell einen an der Waffel und kann kein Abi machen. Und jemand mit der Einstellung sollte nicht gerechnet als Arbeitsvermittlung für Behinderte arbeiten.
Wer GdB mit Schulbildung gleich setzt, kann nicht sehr intelligent sein.

"Einen an der Waffel haben" ist für mich ein Synonym für "verrückt", also psychisch krank, und nicht für geistig behindert. Und psychisch Kranke können sehr wohl eine hohe Intelligenz besitzen.
 

Kerstin_K

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Ich verstehe darunter nicht klar denken können. Wie auch immer, der Kerl war im falschen Job.
 
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