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Arbeitsagentur castet Jugendliche zusammen mit der Stage School

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Nicht offen für weitere Antworten.

Paolo_Pinkel

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#1
Jetzt castet auch die Arbeitsagentur und versucht so, schwervermittelbaren Jugendlichen eine neue Perspektive zu bieten. In einem interessanten Projekt hat das team.arbeit.hamburg am vergangenen Freitag zusammen mit der “Stage School” Hamburg 36 Kandidaten gecastet, von denen 19 danach ein halbes Jahr lang kostenlos in der “Stage School” von professionellen Trainern ausgebildet werden. Das Casting fand in den Räumen der” Stage School” statt.
JMH
 

Bambi_69

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#2
Hört sich ja alles schön und gut an. Velleicht bin ich aber schon zu desillusioniert, als dass ich denke, dass das den Jugendlichen (langfristig) in einen sozialversicherungspflichtigen Job bringt.
Man kann es nennen, wie man es will. Man kann es auch verschönen mit Prominenten. Man kann Hoffnungen wecken und den Glauben bei den Betroffenen, dass man nicht überflüssig (geworden) ist in dieser Gesellschaft (mit oder ohne Schulabschluß).
Aber "näher an den Arbeitsmarkt heranbringen", an WELCHEN Arbeitsmarkt? Herrscht derzeit ein Defizit an Theatern oder beim TV bzw. Film? Braucht man derzeit mehr Schauspieler? Oder in was will die Staging-School sonst aus- und weiterbilden?
Oder doch nur wieder irgendein Bewerbungstraining. Da kann ja schauspielerisches Talent seinen Interviewern gegenüber manchmal ganz hilfreich sein, sofern man erstmal überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird.
Naja vielleicht gelingt es dieser Einrichtung ja tatsächlich, mehr Selbstbewußtsein bei den Jugendlichen aufzubauen, DAS wäre im Übrigen auch etwas, was noch mehr Menschen derzeit gebrauchen könnten. Allein schon, um sich bei den Behörden ordentlich durchzusetzen.
Aber "näher an den Arbeitsmarkt heranbringen" wollen das nicht auch schon jede Menge Träger, mit allen möglichen sinnigen oder unsinnigen Maßnahmen? Und was haben deren Methoden bisher so erreicht?

Fragen über Fragen. Oder sehe ich wirklich schon zu schwarz und bin zu mißtrauisch?

Liebe Grüße
Bambi_69
 

jane doe

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#3
hartz als berufsziel

ein markt ist dafür schon vorhanden, über diverse castingshows, pseudodokumentationen hin zu gerichts- und helferformate werden immer wieder neue protagonisten gesucht und, oh wunder, auch gefunden. der entgeltsatz ist prekär, aber dem gegebenen angemessen und die "schauspieler" gewohnt. und so kommt eins zum anderen, die, die das geben, sind auch die, die das nehmen. der kreis schließt sich damit und alle bleiben in der schicht, in der sie hingehören.
 

RudiRatlos

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#4
Hallo erst mal....
Nun macht mal nicht alles schlecht. Wisst ihr überhaupt, wie schwer es ist ein Platz an der Stage School zu bekommen? Ferner hat die Stage School keinen so schlechten Ruf. Meine Tochter war auch mal dort, bevor sie die Schauspielschule besucht hatte.:cool:
 
E

ExitUser

Gast
#6
Nun macht mal nicht alles schlecht.
Sehe ich ähnlich. :icon_smile:

Es gab auch in anderen Städten ähnliche Projekte (wenn auch ohne Beteiligung der ARGE) und dabei geht es um die Förderung von jungen Menschen.

Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle, in welchem eine Choreographie von Royston Maldoom mit tanz-unerfahrenen Berliner Schülern aus insgesamt 25 verschiedenen Nationen zu der Musik von Igor Strawinsky "Le Sacre du Printemps" erarbeitet wird.
(...)
Ein großer Schwerpunkt liegt in der Schilderung der Probenarbeit mit jungen Tänzern einer Hauptschule. Dabei treffen Welten aufeinander, die kaum unterschiedlicher sein könnten: R. Maldoom mit seinem Team, d.h. professionelle Tänzer bzw. Choreographen, die durch Fleiß und Disziplin in ihrem Leben etwas erreicht haben. Auf der anderen Seite Hauptschüler häufig aus eher unteren sozialen Schichten stammend, die in ihrem bisherigen Leben sicher selten die Erfahrung gemacht haben, ein hochgestecktes Ziel vor Augen zu haben, das nur aus eigenem Antrieb verbunden mit viel Fleiß und Disziplin erreicht werden kann.(...)
Quelle: Rhythm is it!

Und hier >>>ein eindrucksvolles Video zu diesem Projekt.
 

Bambi_69

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#7
Naja, solange die Jungs und Mädels auch Freude an diesem Projekt haben - okay. Besser als Maßnahmen über sich ergehen lassen, wo man irgendwelche Riesen-Bommel basteln muss oder den ganzen Tag Tischtennis spielt (alles schonmal da gewesen).
Schauspielerei bzw. "schöne Künste" kann/können sehr interessant sein. Früher dachte man immer, wenn man diesen Weg einschlägt, ist das Risiko besonders groß, arbeitslos zu werden. Aber heute ist es doch fast schon egal, zu welcher Ausbildung man greift, arbeitslos kann man immer werden (Beamte, Staatsdiener, Richter und gute Rechtsanwälte mal außen vor). Nicht mal Bankangestellter ist heutzutage noch ein sicherer Job...

Liebe Grüße
Bambi_69
 
E

ExitUser

Gast
#8
Schauspielerei bzw. "schöne Künste" kann/können sehr interessant sein. Früher dachte man immer, wenn man diesen Weg einschlägt, ist das Risiko besonders groß, arbeitslos zu werden. Aber heute ist es doch fast schon egal, zu welcher Ausbildung man greift, arbeitslos kann man immer werden (Beamte, Staatsdiener, Richter und gute Rechtsanwälte mal außen vor). Nicht mal Bankangestellter ist heutzutage noch ein sicherer Job...
Vielleicht werden im Rahmen dieser "Maßnahme" neue Talente entdeckt? Wer weiß? Talentfrei sind schon genügend andere Menschen in diesem Land. Und einen sicheren Job gab es nie und wird es auch nie geben. Auch als Beamter kannst Du Dir nicht sicher sein. Ein paar Fehltritte, und dann ist Ende im Gelände.
 

Bambi_69

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#9
Auch als Beamter kannst Du Dir nicht sicher sein. Ein paar Fehltritte, und dann ist Ende im Gelände.
Dachte immer die sind unkündbar? Also nicht als "Angestellter" mit Zeitvertrag sondern schon richtig als "Beamter". Das ist ja schon ein Unterschied...

Viele Grüße
Bambi_69
 
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