Arbeitsagentur, Arge und Wohnungsamt lehnen Anträge auf Zuzahlungen ab?

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mentor

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Hallo zusammen,

kurz zu unserer Situation:

Meine Frau ist seit März in Elternzeit (gesplittet auf 24 Monate) und bekommt nur ~480,-€ (wegen Krankenzeit wurden ihr umgerechnet ca. 200 € im Monat gestrichen).

Dazu kommt das Kindergeld von 184 €.

Ich selbst mache derzeit eine Weiterbildung 6 Moante, die von der Arbeitsagentur bezahlt wird und bekomme ALG1 (nach Umstellung der Lohnsteuer jetzt ca. 1100 €).

Sprich, wir haben zusammen momentan nur ein netto Einkommen von ca. 1750 €

Nachdem wir ein Eigenheim (EFH) haben für das wir monatlich knapp 1000€ Kreditrate haben und noch ca. 200€ an Heizöl hinzu kommen, dazu die laufenden Kosten wie Fahrzeugfinanzierung, Tank, Versicherungen, Einkauf etc... hinzukommen, ist klar dass wir jeden Monat von userem Ersparten einiges zuschießen müssen um die laufenden Kosten zu decken.
Vorallem jetzt wo wir ein Baby haben sind die Kosten immens gestiegen, schließlich braucht das Kind einiges an Nahrung und Klamotten.


Demnach stellten wir folgende Anträge, die allesamt abgelehnt wurden:

Kinderzuschlag 140,-€ (abgelehnt, da sie mit dem Elterngeld über der Grenze liegt )

Wohngeldzuschuss (abgelehnt sowohl von der Arge als auch vom Wohnungsamt, da unsere Kosten für deren Sätze viel zu hoch sind).

Heizgeldzuschuss (ebenfalls abgelehnt, s.o.)

Der Witz ist, dass die von der Arge tatsächlich zu meiner Frau gesagt haben, dass wir unser Eigenheim verkaufen und uns eine Wohnung nehmen solllen. Diese zahlt dann die Arge komplett + ALG2 Zuschuss + Umzugskosten etc...
Das kann doch nicht deren Ernst sein.
Die würden ca. 500€ kalt für eine Mietwohnung bezahlen, die Kaution und ggf. Provision übernehmen. Den Umzug bezahlen und zusätzlich noch den Hartz4 Satz bezahlen, stellen sich aber quer uns in der jetztigen Situation eine Kostenbeihilfe zu geben? Da sieht man mal wie bescheurt unser System ist.
Es geht ja nur um die Zeit bis ich meine Weiterbildung beendet habe und wieder arbeiten gehe und sie auch in 2 Jahren wieder arbeiten geht.

Ich kenne soviele Leute, die Zuschüsse oder sonstige Leistungen vom Amt beziehen und wir bekommen nichts, nur weil wir ein Eigenheim haben?

Jetzt meine Frage:
Kann man dagegen juristisch vorgehen und Leistungen vor Gericht erstreiten, oder gibt es andere Möglichkeiten von irgendwoher Gelder zu bekommen?

Deren System ist mir völlig schleierhaft. Ich mache extra eine Weiterbildung um wieder in Arbeit zu kommen und werde dafür quasi bestraft. Würden wir einen auf Hartz4 machen und umziehen, würde uns alles bezahlt werden quasi fürs Nichtstun und das dauerhaft.
So langsam verstehe ich, warum so viele Leute nichts mehr machen, weil man dadurch mehr bekommt als wenn man was macht (kenne einige die das teilweise seit Jahren so machen).

Das kann's doch nicht sein?
Habe mal gelesen, dass es gewisse Grundstücksgrößen und Kreditraten gibt die bezahlt werden.

Ich glaube das war eine Kreditrate bis 200 000€ (bei uns 265 000€)
und eine Grundstücksgröße von 500m² (bei uns knapp 600m²)
Ist das wirklich um das bisschen zuviel oder gibts Ausnahmen oder Teilzahlungen die man wie gesagt unter Umständen auch gerichtlich erstreiten kann?

Wo könnte man sich sonst noch hinwenden?

Bin für jeden Tipp dankbar.

P.S. Poste es hier nochmal, da die andere Rubrik wohl kaum bis gar nicht gelesen wird.
 

hans wurst

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Nachdem wir ein Eigenheim (EFH) haben für das wir monatlich knapp 1000€ Kreditrate haben und noch ca. 200€ an Heizöl hinzu kommen,
Die Kredittilgung wird nicht berücksichtigt, zu berücksichtigen sind nur die Zinsen, Heizung (alles was damit zutun hat), Grundsteuer, Wohngebäudeversicherung, Müll, Straßenreinigung, und andere Sachen die ich möglicherweise vergessen habe. Die Kosten sind aber nur in dem Monat zu berücksichtigen in dem sie tatsächlich anfallen (gezahlt) werden. Zahlst du Heizöl monatlich oder 1x jährlich?

dazu die laufenden Kosten wie Fahrzeugfinanzierung, Tank, Versicherungen, Einkauf etc... hinzukommen,
Ist leider dein Privatvergnügen, was das JC nicht berücksichtigt.

Wohngeldzuschuss (abgelehnt sowohl von der Arge als auch vom Wohnungsamt, da unsere Kosten für deren Sätze viel zu hoch sind).

Heizgeldzuschuss (ebenfalls abgelehnt, s.o.)
Beim JC hättest du einen normalen Antrag auf ALG2 stellen sollen. Abgesehen davon reicht diese Begründung nicht aus, das JC (Arge) hat genau vorzurechnen warum du kein Anspruch auf ALG2 hast. Und in dieser Rechnung sind eure zu teuren Kosten erst einmal, für bis zu 6 Monate zu berücksichtigen.

Jetzt meine Frage:
Kann man dagegen juristisch vorgehen und Leistungen vor Gericht erstreiten, oder gibt es andere Möglichkeiten von irgendwoher Gelder zu bekommen?
Wann hast du die Ablehnungsbescheide vom JC erhalten?

Ich glaube das war eine Kreditrate bis 200 000€ (bei uns 265 000€)
und eine Grundstücksgröße von 500m² (bei uns knapp 600m²)
Ist das wirklich um das bisschen zuviel oder gibts Ausnahmen oder Teilzahlungen die man wie gesagt unter Umständen auch gerichtlich erstreiten kann?
Wenn das JC der Meinung währe, das euer Haus oder Grundstück unangemessen groß ist, hätte man dies euch mitteilen müssen. Wichtig ist nur die Wohnfläche des Hauses und die Größe des Grundstücks, der Kredit ist irrelevant.
Bei einem Haus und 3 Personen gelten 100 bis 120qm als angemessen und eine Grundstücksgröße von 500qm im städtischen Bereich und 800qm im ländlichen Bereich. ist euer Eigentum unangemessen groß, gibt es ALG2 nur als Darlehn.
 
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